Die Grundlagen der kapitalistischen Akkumulation

Der These, der wir den Titel AusserkapitalistischeMärkte und Verschuldung gaben, behauptet, wie der Name suggeriert, dassdie Ventile, die es ermöglicht hatten, den für die kapitalistische Akkumulationin den 1950er und 1960er Jahren notwendigen Mehrwert zu realisieren, von denausserkapitalistischen Märkten und dem Kredit gebildet wurden. In dieserPeriode trat die Verschuldung allmählich an die Stelle der verbliebenenausserkapitalistischen Märkte, da diese nicht mehr ausreichten, um all die imKapitalismus produzierten Waren zu absorbieren.

 

Zwei Fragen sind zu dieser These gestellt worden:

-   Kann sie durch eine Analyse des Handelszwischen verschiedenen Wirtschaftszonen verifiziert werden, die verschiedeneEbenen der Integration in die kapitalistischen Produktionsverhältnisserepräsentieren? Kann sie auch von einer Analyse der Schulden in dieser Periodeverifiziert werden? Ein späterer Artikel wird dieses Problem näher ins Augefassen.

-   Auf welche Weise unterscheidet sich dieseThese von den anderen beiden? Inwieweit ist sie kompatibel mit ihnen? DieserArtikel beabsichtigt, eine kritische Analyse der These des keynesianisch-fordistischenStaatskapitalismus vorzunehmen, während ein weiterer esunternehmen wird, die Positionen zu kommentieren, die unter der Überschrift Kriegswirtschaftund Staat kapitalismus vertreten werden.

Wie wir bereits in dem Text über dieAusserkapitalistischen Märkte und Verschuldung, der in der InternationalenRevue Nr. 42 erschienen war, angedeutet hatten, können weder die Steigerung derKaufkraft der Arbeiterklasse noch die Staatsausgaben - von denen vieleunproduktiv sind, wie wir im Fall der Rüstungsindustrie sehen - zurBereicherung des globalen Kapitals beitragen. Dieser Artikel wird sich imWesentlichen dieser Frage widmen, die, wie wir glauben, einen ernstenWiderspruch in der These des keynesianisch-fordistischenStaatskapitalismus enthüllt, insbesondere was dieWirksamkeit steigender Arbeitslöhne für die kapitalistische Ökonomieanbetrifft. Laut dieser These war das „System (...) also zeitweise imstande, dieQuadratur des Kreises, die parallele Steigerung der Profitproduktion und derMärkte, zu bewerkstelligen, in einer Welt, in der die Nachfrage fortangrösstenteils von jener dominiert wurde, die aus der Lohnarbeit herrührt.[1]Was bedeutet es, die Profitproduktion zu steigern? Es bedeutet, Waren zuproduzieren und zu verkaufen, doch um welche Nachfrage zu befriedigen? Die derArbeiterInnen? Die folgende Sentenz aus dem gerade zitierten Artikel istgleichermassen widersprüchlich und bringt uns nicht weiter: „Die garantierteSteigerung der Profite, der Staatsausgaben und der Anstieg der Löhne waren inder Lage, die Endnachfrage zu garantieren, die so entscheidend ist, wenn das Kapitalseine Akkumulation fortsetzen wollte."[2]Wenn die Steigerung der Profite somit garantiert ist, dann ist es auch diekapitalistische Akkumulation, und in diesem Fall ist es unerheblich, eineErhöhung der Löhne und eine Steigerung der Staatsausgaben zu Hilfe zu rufen, umzu erklären, wie der Kapitalismus mit der Akkumulation fortfahren kann!

Diese Vagheit in der Formulierung desProblems lässt uns keine andere Wahl, als das Argument zu interpretieren, mitdem Risiko, Fehler in der Interpretation zu begehen. Bedeutet es tatsächlich,wie der Text in seiner Gesamtheit zu suggerieren scheint, dass die Endnachfragedurch Staatsausgaben und steigende Löhne garantiert ist, was es ermöglicht, dieProfite zu steigern, welche das Fundament der kapitalistischen Akkumulationsind? Wenn dies der Fall ist, dann stellt der Text ein reales Problem dar, daunserer Ansicht nach solch eine Idee die eigentlichen Fundamente dermarxistischen Analyse der kapitalistischen Akkumulation in Frage stellt, wiewir sehen werden. Wenn aber unsere Interpretation unrichtig ist, dann ist esnotwendig, uns zu zeigen, welche Nachfrage die Realisierung des Profits durchden Warenverkauf garantiert.

Die Kapitalisten akkumulieren, was nachAbzug der unproduktiven Kosten vom Mehrwert übrigbleibt, der aus der Ausbeutungder ArbeiterInnen gezogen wird. Da eine Steigerung der Reallöhne nur zumSchaden des Gesamtmehrwerts sein kann, geschieht sie somit auchnotwendigerweise zum Schaden des Anteils des Mehrwerts, der für dieAkkumulation bestimmt ist. In der Praxis läuft eine Erhöhung der Löhne daraufhinaus, dass den ArbeiterInnen ein Teil des Mehrwerts ausbezahlt wird, der ausihrer Ausbeutung stammt. Das Problem mit diesem Teil des Mehrwerts, der an dieArbeiterInnen zurückgezahlt wird, ist, dass er, da er nicht dazu bestimmt ist,die Arbeitskraft zu reproduzieren (die bereits durch den „nicht-erhöhten" Lohnabgesichert ist), auch nicht Teil der erweiterten Reproduktion sein kann.Tatsächlich kann er, gleich ob die ArbeiterInnen Nahrungsmittel, Wohnungen oderFreizeitwaren kaufen, niemals dazu benutzt werden, um zum Wachstum derProduktionsmittel (Maschinen, Löhne für neue ArbeiterInnen, etc.) beizutragen.Daher ist die Erhöhung von Löhnen über das für die Reproduktion derArbeitskraft Erforderliche hinaus - vom kapitalistischen Standpunkt aus -nichts anderes als reine Verschwendung von Mehrwert, der nicht zu einemBestandteil des Akkumulationsprozesses werden kann.

Es ist richtig, dass die Statistiken derBourgeoisie diese Realität verbergen. Die Berechnung des BSP(Bruttosozialprodukt) schliesst leichterdings alles ein, auch unproduktiveWirtschaftsaktivitäten, ob es sich um die Ausgaben für Waffen und Werbunghandelt, um die Gehälter für Priester und Polizisten oder den Konsum derherrschenden Klassen, und ebenfalls die Lohnerhöhungen, die den ArbeiterInnengewährt werden. Wie die Statistiken der Bourgeoisie verwechselt die These deskeynesianisch-fordistischen Staatskapitalismus die „Steigerung der Produktion",die anhand des Wachstums des BSP gemessen wird, mit der „Bereicherung desKapitalismus"; diese beiden Begriffe sind alles andere als äquivalent, da die„Bereicherung des Kapitalismus" sich auf dem Wachstum des real akkumuliertenMehrwerts stützt und Mehrwert ausschliesst, der durch die unproduktivenAusgaben sterilisiert wird. Dieser Unterschied ist keineswegs unwichtig,besonders in der zur Diskussion stehenden Periode, die durch einen massivenAnstieg der unproduktiven Ausgaben charakterisiert ist: „Die Bildung einesinternen Marktes durch den Keynesianismus als eine unmittelbare Lösung zumAbsatz der massiven industriellen Produktion hat Illusionen in eine dauerhafteRückkehr des Wachstums wie zu Zeiten des aufsteigenden Kapitalismus geweckt.Doch seit der Markt komplett abgenabelt wurde von den Bedürfnissen derWertsteigerung des Kapitals, hatte dies die Sterilisierung eines beträchtlichenTeils des Kapitals zur Folge."[3]

Der Gedanke, dass ein Anstieg derArbeitslöhne unter bestimmten Umständen ein günstiger Faktor für diekapitalistische Akkumulation sein könnte, widerspricht völlig dieserGrundsatzposition des Marxismus (und nicht nur dieser!), derzufolge der ganzeCharakter der kapitalistischen Produktion die Verwertung des Kapitals ist, undnicht sein Verzehr [4].

Und dennoch - so werden jene Genossenantworten, die die These des keynesianisch-fordistischenStaatskapitalismus vertreten - stellt sich diese These aufdie Grundlage von Marx. Ihre Erklärung des Erfolges der staatskapitalistischenMassnahmen zur Vermeidung der Überproduktion basiert in der Tat auf demGedanken von Marx, dass „die Masse des Volks nie mehr als die average quantityof necessaries (durchschnittliche Menge der lebenswichtigen Güter) konsumierenkann, ihre Konsumtion also nicht entsprechend wächst mit der Produktivität derArbeit"[5].Mithilfe dieser Formulierung von Marx sieht die These einen Weg, um zuerklären, wie die kapitalistische Ökonomie in der Lage war, den Widerspruch zuüberwinden: Solange es Fortschritte in der Produktivität gibt, die ausreichen,damit der Konsum in demselben Rhythmus wie die Arbeitsproduktivität wächst,kann das Problem der Überproduktion gelöst werden, ohne die Akkumulation zuhemmen, da die Profite, die ebenfalls steigen, ausreichen, um die Akkumulationabzusichern. Während seines gesamten Lebens hat Marx nie einen Anstieg derLöhne im Gleichklang mit der Produktivität erlebt; ja, er nahm an, dass diesunmöglich sei. Dennoch hat sich genau dies in gewissen Momenten im Leben desKapitalismus ereignet; jedoch gestattet uns dieses Tatsache keineswegs, darauszu folgern, es könne, mindestens zeitweise, das fundamentale Problem derÜberproduktion lösen, das Marx hervorhob. Der Marxismus reduziert diesenWiderspruch der Überproduktion nicht einfach auf das Verhältnis zwischensteigenden Löhnen und wachsender Produktivität. Die Tatsache, dass Keynes solcheinen Mechanismus zur Verteilung des Reichtums als ein Mittel betrachtete, umzeitweise einen gewissen Grad an ökonomischer Aktivität im Zusammenhang miteiner steil ansteigenden Arbeitsproduktivität aufrechtzuerhalten, ist eineSache. Eine völlig andere Sache und darüber hinaus illusorisch ist es zubehaupten, dass die „Ventile", die auf diese Weise geschaffen werden, einewirkliche Entwicklung des Kapitalismus ermöglichen.

Hier müssen wir etwas näher dieAuswirkungen solch eines Mittels der „Regulierung" der Frage der Überproduktionmittels des Konsums der ArbeiterInnen auf die Mechanismen der kapitalistischenÖkonomie betrachten. Es trifft zu, dass der Konsum der ArbeiterInnen und dieStaatsausgaben es möglich machen, die Produkte einer gesteigerten Produktion zuverkaufen, doch wie wir gesehen haben, mündet dies in eine Sterilisierung desproduzierten Reichtums, da er nicht sinnvoll verwendet werden kann, um Kapitalzu verwerten. In der Tat hat die Bourgeoisie ähnliche Hilfsmittel ausprobiert,um die Überproduktion einzudämmen: die Zerstörung des landwirtschaftlichenMehrwerts besonders in den 1970er Jahren (als der Hunger bereits auf dergesamten Welt verbreitet war), Quotensysteme auf Welt- oder gar europäischerEbene bei Stahlproduktion und Erdölförderung, etc. Was immer die Mittel sind,die von der Bourgeoisie benutzt werden, um die Überproduktion zu absorbierenoder aus der Welt zu schaffen, letztlich enden sie alle in der Sterilisierungvon Kapital.

Paul Mattick[6],der im Artikel „Die Urspünge, Dynamiken und Grenzen des keynesianisch-fordistischenStaatskapitalismus" zitiert wird[7],stellte ebenfalls eine Erhöhung der Löhne in dem Zeitraum, der uns hier angeht,fest, die mit einer gesteigerten Produktivität Schritt hielten: „Es istunbestreitbar, dass die Löhne in der modernen Epoche angestiegen sind. Jedochnur im Rahmen der Kapitalexpansion, die voraussetzt, dass das Verhältnis derLöhne zu den Profiten im Allgemeinen konstant bleibt. Die Arbeitsproduktivitätsollte daher mit einer Geschwindigkeit wachsen, die es gestattet, sowohlKapital zu akkumulieren als auch den Lebensstandard der ArbeiterInnenanzuheben."[8]

Doch unglücklicherweise geht die Thesedes keynesianisch-fordistischen Staatskapitalismusnicht weiter in ihrem Gebrauch des Werkes von Mattick. Für Mattick wie auch füruns gilt: „jede Prosperität beruht auf der Vergrösserung des Mehrwerts zurweiteren Expansion des Kapitals"[9]Mit anderen Worten, sie wächst nicht durch die Verkäufe auf Märkten, die durchsteigende Löhne oder Staatsausgaben geschaffen werden: „Das ganze Problemreduziert sich zuletzt auf die einfache Tatsache, dass das, was konsumiertwird, nicht akkumuliert werden kann, so dass die wachsende ‚öffentlicheKonsumtion‘ kein Mittel sein kann, um eine zum Stillstand gekommene oder sichvermindernde Akkumulationsrate in ihr Gegenteil zu verkehren."[10]Diese Einzigartigkeit der Prosperität der 1950er und 1960er Jahre ist sowohlvon offiziellen bürgerlichen Ökonomen als auch von der These des keynesianisch-fordistischenStaatskapitalismus unbemerkt geblieben: „Da die Ökonomennicht zwischen Wirtschaft und kapitalistischer Wirtschaft unterscheiden, bleibtihnen auch verschlossen, dass Produktivität und ‚kapitalistisch produktiv' zweiverschiedene Dinge sind, dass öffentliche wie private Ausgaben nur dannproduktiv sind, wenn sie Mehrwert erzeugen, nicht weil sie materielle Güteroder Annehmlichkeiten mit sich bringen." Folglich: „Die durch die Defizitfinanzierung ermöglichte zusätzliche Produktionstellt sich als zusätzliche Nachfrage dar, aber es ist eine Nachfragebesonderer Art, da sie sich zwar aus der gesteigerten Produktion ergibt, aberes handelt sich um eine gesteigerte Gesamtproduktion ohne eine entsprechendeSteigerung des Gesamtprofits."[11]

Es folgt, was wir gerade gesagt haben,nämlich dass die tatsächliche Prosperität der 1950er und 1960er Jahre nicht sogrossartig war, wie die Bourgeoisie gern vorgibt, wenn sie stolz auf das BSPder wichtigsten Industrieländer jener Zeit verweist. Matticks Beobachtung indiesem Zusammenhang ist vollkommen richtig: „In Amerika blieb jedoch dieNotwendigkeit bestehen, das Produktionsniveau mittels öffentlicher Ausgabenstabil zu halten, was zu einem weiteren wenn auch langsameren Anwachsen der Staatsverschuldung.Dieser Zustand liess sich auch mit der imperialistischen Politik Amerikas undspäter besonders mit dem Krieg in Vietnam begründen. Aber da dieArbeitslosigkeit nicht unter vier Prozent der Gesamtbeschäftigung fiel und dieProduktionskapazität keine volle Ausnutzung fand, ist es mehr alswahrscheinlich, dass ohne den ‚öffentlichen Konsum‘ der Aufrüstung undMenschenschlächterei die Arbeitslosenzahl weit höher gestanden hätte, als estatsächlich der Fall war. Und da ungefähr die Hälfte der Weltproduktion aufAmerika fällt, liess sich trotz des Aufschwungs in Westeuropa und Japan nichtvon einer völligen Überwindung der Weltkrise sprechen, und besonders dannnicht, wenn die unterentwickelten Länder in die Betrachtung miteinbezogenwerden. So lebhaft die Konjunktur auch war, so bezog sie sich doch nur aufTeile des Weltkapitals, ohne es zu einem allgemeinen die Weltwirtschaftumfassenden Aufschwung zu bringen."[12]Die These des keynesianisch-fordistischenStaatskapitalismus unterschätzt diese Realität.

Für uns kann die wahre Quelle derAkkumulation nicht in den keynesianischen Massnahmen gesucht werden, diewährend dieses Zeitraums in Kraft gesetzt worden waren[13],sondern in der Realisierung des Mehrwerts durch den Absatz sowohl aufausserkapitalistischen Märkten als auch auf Kredit. Wenn wir richtig verstandenhaben, dann macht die These des keynesianisch-fordistischenStaatskapitalismus einen theoretischen Fehler auf dieserEbene, der den Weg freimacht für die Idee, dass es dem Kapitalismus möglich sei,die Krise zu überwinden, solange er in der Lage sei, beständig dieArbeitsproduktivität und im gleichen Verhältnis die Arbeitslöhne wachsen zulassen.

Zu Beginn dieser Debatte betrachtete sichdie These des keynesianisch-fordistischenStaatskapitalismus in Kontinuität mit dem theoretischenRahmen zum Verständnis der Widersprüche des Kapitalismus, der von Marxentwickelt und später von Rosa Luxemburg bereichert wurde. Unserer Ansicht nachmacht es keinen Unterschied, ob die These des keynesianisch-fordistischenStaatskapitalismus Luxemburgs Theorie akzeptiert oderablehnt - sie ist unfähig, die Widersprüche zu erklären, die diekapitalistische Gesellschaft während der Periode des Nachkriegsboomsunterminierten. Wie man aus den vielen Zitaten von Mattick, auf die wir unsereKritik gründeten, entnehmen kann, hat die Auseinandersetzung mit dieser Thesenichts mit dem eher klassischen Gegensatz zwischen der Theorie derNotwendigkeit ausserkapitalistischer Märkte für die Entwicklung desKapitalismus (vertreten von Rosa Luxemburg) und der Analyse zu tun, die sichauf den Fall der Profitrate als alleinige Erklärung für die Krise desKapitalismus stützt, wie sie von Paul Mattick vertreten wird).

Was die andere Frage angeht - ob derAbsatz auf Kredit eine dauerhafte Basis für die reale Akkumulation schaffenkann -, so bringt uns dies zurück zu der Debatte über den Fall der Profitratebzw. die Sättigung der ausserkapitalistischen Märkte. Die Antwort auf dieseFrage findet sich in der Fähigkeit oder Unfähigkeit des Kapitalismus, seineSchulden zurückzuzahlen. Tatsächlich ist das fortgesetzte Schuldenwachstum seitdem Ende der 1950er Jahre ein Anzeichen dafür, dass die gegenwärtige offeneSchuldenkrise ihre Wurzeln exakt in der „Prosperitäts"-Periode der 1950er und1960er Jahre hat. Doch dies ist eine andere Debatte, zu der wir zurückkehrenwerden, wenn wir uns die Verifizierung der These der ausserkapitalistischenMärkte und Verschuldung im wahren Leben anschauen.

Silvio

 


[1] „Die Ursprünge, Dynamiken undGrenzen des keynesianisch-fordistischen Staatskapitalismus", Internationale Revue Nr. 43.

 

[2] Ebenda.

 

[3]Internationale Revue Nr. 42 „Interne Debatte: Die Ursachen desWirtschaftsbooms nach 1945", Kapitel: „Ausserkapitalistische Märkte und Verschuldung".

 

[4]Das Kapital Band 3, MEW 25 S. 268

 

[5] Marx, Theorien über den Mehrwert, Zweiter Teil, MEW 26.2 S. 469

 

[6]  Mattick war ein Mitgliedder Kommunistischen Linken und ein Mitglied der KAPD während der DeutschenRevolution. Nachdem er 1926in die USA emigriert war, trat er den IWW bei undschrieb über viele politische Themen, einschliesslich der Ökonomie. Zwei seinerWerke sind besonders erwähnenswert: Marxund Keynes - die Grenzen der gemischten Wirtschaft (1969) und Krisenund Krisentheorien (1974). ImWesentlichen erklärt Mattick die kapitalistische Krise mit dem Widerspruch, dervon Marx hervorgehoben wurde, mit dem tendenziellen Fall der Profitrate. Erstimmt also Luxemburgs Krisenerklärung nicht zu, welche - ohne die fallendeProfitrate zu leugnen - wesentlich auf dem Bedürfnis nach Märkten ausserhalbkapitalistischer Produktionsverhältnisse besteht, damit der Kapitalismus sichweiterentwickeln könne. Wir möchten gern Matticks Fähigkeit in Krisen und Krisentheorien hervorheben, die Beiträge zu Marxens Krisentheorie von seinenNachfolgern, von Rosa Luxemburg zu Henrik Grossmann, einschliesslichTugan-Baranowski und nicht zu vergessen Pannekoek, brillant zusammengefasst zuhaben. Seine Meinungsverschiedenheiten mit Luxemburg hinderten ihn nicht daran,das Werk der grossen Revolutionärin zur Ökonomie auf vollkommen objektive undverständliche Weise zu erklären.

 

[7]InternationaleRevue Nr.43

 

[8] PaulMattick, Intégration capitaliste et rupture ouvrière, EDI, S. 151, unsereÜbersetzung.

 

[9] Mattick, Krisen und Krisentheorien, 4. Kapitel „Glanz und Elend dergemischten Wirtschaft", Hervorhebungen hier und im Folgenden von uns.

 

[10] Ebenda.

 

[11] Ebenda.

 

[12] Ebenda.

 

[13] Ebenda.