Gewerkschaftsdebatte, 1. Teil: Haben die Gewerkschaften einen „zwiespältigen“ Charakter ?

Im
politischen Milieu im deutschsprachigen Raum, das den Anspruch hat,
eine Rolle bei einer zukünftigen revolutionären Umgestaltung der
menschlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse zu spielen, ist seit
einiger Zeit eine Diskussion über das Wesen der Gewerkschaften im Gang.
Es geht dabei insbesondere um die Fragen, ob die Arbeiterklasse sich
noch auf diese Organe stützen könne und ob sie für eine Revolution mit
dem Ziel einer Gesellschaft der freien Assoziation der Produzierenden
von Nutzen oder umgekehrt ein Hindernis seien. Ein Beitrag zu dieser
Diskussion ist Ende 2011 in Kosmoprolet Nr. 3 unter dem Titel Schranken proletarische Emanzipation – zur Kritik der Gewerkschaften erschienen. In der Schweiz ist die Debatte namentlich auf dem Internetforum undergrounddogs.net weiter
geführt worden, wobei auch Artikel und andere Stellungnahmen der IKS
zur Gewerkschaftsfrage zitiert und kritisiert worden sind.1 Der
folgende Beitrag möchte auf zwei aus unserer Sicht offen gebliebene
Fragen zurück kommen und versuchen, die begonnenen Gedanken weiter zu
spinnen. Dabei geht es einerseits um die Frage, ob die Gewerkschaften
heute einen eindeutigen Klassencharakter haben oder umgekehrt
„zwiespältig“, „ambivalent“ seien, andererseits um das Argument, die
IKS-Position zu den Gewerkschaften sei letztlich eine Art
Verschwörungstheorie.

Klassencharakter der Gewerkschaften oder Ambivalenz?

In
der Tradition der italienischen und französischen kommunistischen
Linken, in der sich die IKS sieht, sind die Gewerkschaften seit Beginn
der Dekadenz des Kapitalismus – seit dem Ersten Weltkrieg – Teil des
kapitalistischen Staates. Da ab diesem Zeitpunkt die objektiven
Bedingungen für eine revolutionäre Überwindung des Kapitalismus reif und
umgekehrt für die Arbeiterklasse keine substantiellen und dauerhaften
Reformen mehr herauszuschlagen sind, verlieren die bisherigen Organe der
Arbeiterklasse, die sie sich zur Erkämpfung solcher Reformen geschaffen
hatte, ihre Funktion. Sie werden für die Arbeiterklasse wertlos. Da sie
aber nicht abgeschafft, sondern von der Bourgeoisie und ihrem Staat für
ihre Zwecke angeeignet wurden (zur Erhaltung des „Burgfriedens“ und zur
Mobilisierung der proletarischen Massen für den Krieg), verloren sie
ihren proletarischen Klassencharakter2. Sie wurden in den totalitären Staat der Bourgeoisie (sei er demokratisch, stalinistisch oder faschistisch) integriert.3 Ihr
Klassencharakter ist kapitalistisch, bürgerlich geworden. Die
Gewerkschaftsführer sind oft Parlamentarier oder andere Funktionsträger
des bürgerlichen Staats, während die Gewerkschaftsmitglieder weiterhin
Arbeiter_innen sind, die sich je nach politischer und wirtschaftlicher
Situation mehr oder weniger mit der Politik der Gewerkschaft
identifizieren und sich durch sie vertreten fühlen – oder unabhängig von
ihnen Kämpfe führen und sich selber organisieren.

Die
in den Diskussionen aufgetauchte Position der Ambivalenz, des
zwiespältigen Charakters der Gewerkschaften, unterscheidet nicht
zwischen verschiedenen geschichtlichen Phasen des Kapitalismus, sondern
versucht, das Wesen der Gewerkschaften rein „ihrem Inhalt nach“ zu
bestimmen: „(…) die Gewerkschaften waren und sind keine Kampfform der
Gesamtklasse. Dreierlei fällt auf, wenn man sie sich diesbezüglich
anschaut: Erstens vertreten sie grundsätzlich die Interessen ihrer
spezifischen Klientel und vertiefen damit die Zersplitterung der
Arbeiterinnen und Arbeiter in Betriebe und Sektoren, sowie in Gelernte
und Ungelernte. Zweitens sind die Gewerkschaften in ihrer Rolle als
‚Sozialpartner‘ im nationalen Rahmen entstanden und an diesen gebunden.
(…) Auch die Spaltung der Klasse in Nationen wird somit von den
Gewerkschaften verdoppelt. Drittens schliesslich ist zu beobachten, dass
die Gewerkschaften – da sie sich in ihren Forderungen stets auf den vom
Kapitalismus vorgegebenen Rahmen beschränken müssen – ihr Handeln immer
an den durch die Konjunktur gegebenen Möglichkeiten ausrichten.“4

In der Diskussion auf undergrounddogs.net formuliert
Muoit das zwiespältige Wesen so: „Die Gewerkschaften vertreten ähnlich
wie der Staat das Interesse des Gesamtkapitals - auch gegen den
Widerstand einzelner Kapitale oder Kapitalfraktionen - an der
Reproduktion der Gesamtklasse und sie haben ein Interesse daran, dass
die Arbeiterklasse verwaltet werden kann und nicht komplett aus dem
Ruder läuft. In diesem Sinne sind sie tatsächlich ein Teil des Kapitals
als gesellschaftlichem Verhältnis. Gleichzeitig aber sind sie Vertreter
des variablen Kapitalteils, welches halt in der kapitalistischen
Realität mit den immanenten Interessen der ArbeiterInnen zusammenfällt.
Dieser Doppelcharakter zeigt die innere Widersprüchlichkeit der
Gewerkschaften ziemlich gut auf: Auf der einen Seite vertreten sie ihre
Klientel innerhalb des Kapitalismus - und sind dabei übrigens von der
Mobilisierungsfähigkeit ihrer Basis abhängig! - andererseits haben sie
dafür zu sorgen, dass die ArbeiterInnen eben gerade nicht
unkontrollierbar werden und im Ernstfall dann mit ihrer Rolle als
ArbeiterIn schluss machen wollen.“

Einigkeit
besteht zwischen den beiden Positionen vermutlich in der Feststellung,
dass die Gewerkschaften keine Organe der Revolution sind5.
Die beiden Analysen scheiden sich auch nicht hinsichtlich der Frage,
was passiert, wenn die Arbeiter_innen sich für ihre Kämpfe auf die
Gewerkschaften verlassen: Diese haben die Aufgabe, die Kämpfe in Bahnen
zu lenken, die das System nicht bedrohen, d.h. die nationalstaatliche
Logik und ein in die verschiedenen Sektoren und Berufsgattungen
gespaltenes Proletariat sind die Folgen. Grundsätzlich könnte man die
gemeinsame Basis, auf der wir argumentieren, so zusammenfassen:

- Ablehnung jeder nationalstaatlichen Logik;

- das Proletariat muss für seine Ziele selbst kämpfen und

- sich dabei selbst, in eigenen von ihm kontrollierten Strukturen organisieren.

Worin
besteht denn die wesentliche Differenz zwischen den beiden Positionen? –
Vielleicht kann man sie so auf einen einfachen Nenner bringen: Während
die IKS behauptet, dass die Gewerkschaften in der niedergehenden Phase
des Kapitalismus für die Arbeiter_innen nicht nur unnütz sind, sondern
ihrem Klassenfeind, der Bourgeoisie, dienen, entgegnet die „Position der
Ambivalenz“: Dies ist zu einfach – wenn die Arbeiter_innen hinter den
Gewerkschaften stehen, so fühlen sie sich in ihren Interessen, soweit
diese im Kapitalismus realisierbar sind, vertreten und sind es auch;
insofern sind die Gewerkschaften nicht nur Organe fürs Kapital, sondern
auch fürs (nicht revolutionäre) Proletariat.

Aber die „Position der Ambivalenz“ macht es sich unseres Erachtens zu einfach, obwohl sie vorgibt, differenzierter zu sein.

Niemand
wird bestreiten, dass die Gewerkschaften verschiedene Funktionen haben,
je nach Sichtwinkel. Aus der Sicht eines Gewerkschaftsmitgliedes
erfüllen diese Organisationen manchmal die Funktion, punktuelle, von ihm
erwünschte Verbesserungen durchzusetzen. Aus der Sicht des
bürgerlich-demokratischen Staates sind die Gewerkschaften
„Sozialpartner“ und konstitutive Elemente der verfassungsmässigen
Ordnung. Weiter ist auch klar, dass die Einstellung der Arbeiter und
Arbeiterinnen zu den Gewerkschaften empirisch betrachtet ambivalent ist.
In normalen Zeiten fühlen sie sich von ihnen vertreten; wenn es
stürmisch wird, wenden sie sich enttäuscht von ihnen ab. Die Frage kann
aber aus „kommunistischer“6 Sicht
nicht sein, alle möglichen subjektiven Gesichtspunkte demokratisch
gegeneinander abzuwägen und daraus eine „Objektivität“ zu kreieren – den
Doppelcharakter –, sondern von einem Klassenstandpunkt aus zu bestimmen
versuchen, welches ihre wesentliche Funktion ist.

Gehen
wir von Muoits Feststellungen aus, dass die Gewerkschaften „Teil des
Kapitals als gesellschaftlichem Verhältnis“ sind und „ähnlich wie der Staat das
Interesse des Gesamtkapitals (…) an der Reproduktion der Gesamtklasse“
vertreten. Für die aufsteigende Phase des Kapitalismus wären wir mit
dieser Charakterisierung nicht einverstanden, weil die Gewerkschaften in
der damaligen Zeit ein lebendiger Ausdruck des Kampfes der
Arbeiterklasse waren, auch wenn ihr Ziel nicht unmittelbar die
Revolution war. Darin zeigt sich eine interessante Dialektik zwischen
Ziel und Erreichbarkeit desselben: In den Zeiten, als die Gewerkschaften
entstanden, erreichten sie genau die Ziele, die sie sich vornahmen – es
ging um die langfristige Verbesserung der Arbeits- und
Lebensbedingungen der Arbeiter_innen. Sie waren noch kein Organ, das im
Interesse des Gesamtkapitals fungierte. Obwohl nicht explizit
revolutionär waren die Gewerkschaften damals auf lange Sicht durchaus im
Einklag mit den Interessen der Revolution. – Aber hier interessiert uns
die Aktualität, so dass wir die Beschreibung Muoits gelten lassen
können. Was folgt daraus? Die Gewerkschaften sind gemäss „Position der
Ambivalenz“ Organe fürs Kapital – und gleichzeitig Organe fürs
Proletariat. Sofern man von einem antagonistischen Verhältnis zwischen
den Interessen des Proletariats und denen des Kapitals ausgeht (und
diesen Ausgangspunkt werden die Verteidiger der Ambivalenz nicht in
Frage stellen wollen), wäre dies als stabiler Zustand unmöglich. Dass
Organe sich bekämpfender Klassen einen Doppelcharakter haben, kommt nur
als Ausnahme in revolutionären Zeiten vor, beispielsweise bei den
Sowjets bzw. Arbeiterräten im Frühsommer 1917 in Russland und im
November/Dezember 1918 in Deutschland. Letztlich bedeutet die Position
einer stabilen Ambivalenz, auf das Kriterium des Klassencharakters zu
verzichten.

Vermutlich
steckt hinter dieser Position die nicht zu Ende gedachte Erfahrung,
dass es zwischen der „Klasse an sich“ und der „Klasse an und für sich“
in normalen Zeiten eine grosse Kluft gibt. Die „Klasse an sich“ ist das
Proletariat, das in der Regel der herrschenden Ideologie unterworfen
ist, in der bürgerlichen Demokratie mitmacht, die Gewerkschaften okay
findet, in Milliarden von Individuen aufgeteilt ist – kurz: das
Proletariat, das sich gar nicht als eigenständige und weltumspannende
Klasse, als kollektives Subjekt wahrnimmt. Die „Klasse an und für sich“
ist das selbstbewusste, die Geschichte in die eigenen Hände nehmende
Proletariat – eine Ausnahmeerscheinung. Bedeutet aber die Erfahrung,
dass die Klasse im normalen kapitalistischen Alltag (selbst in
wirtschaftlichen Krisenzeiten) seine antagonistischen Interessen zum
Kapital nicht ausdrücklich formuliert, dass wir die Begriffe
Klasseninteressen oder gar das Erkennen des Klassenwesens aufgeben
müssen?

Marx schrieb in Die heilige Familie:
„Es handelt sich nicht darum, was dieser oder jener Proletarier oder
selbst das ganze Proletariat, als Ziel sich einstweilen vorstellt. Es
handelt sich darum, was es ist, und was es diesem Sein gemäß
geschichtlich zu tun gezwungen sein wird.“ – Diese viel zitierte Stelle
kann natürlich als Abkömmling des Hegelschen Weltgeistes oder schlicht
deterministisch à la Bordiga7 interpretiert
werden. Wenn man sich aber von diesen idealistischen Schalen befreit
und nach dem materialistischen Kern fragt, so stösst man auf einen
nützlichen Begriff: den des proletarischen Wesens, d.h. das, was das
Proletariat geschichtlich ist (sein Sein). Daran misst sich das
proletarische Interesse. Es zielt darauf ab, die kapitalistische
Ausbeutung und damit sich selbst aufzuheben.

Gibt
es einen Erkenntnisvorteil, wenn man von einem nicht eindeutigen, eben
einem ambivalenten Charakter der Gewerkschaften ausgeht? Die „Position
der Ambivalenz“ stellt sich als differenziert und „dialektisch“8 dar.
Sie will insbesondere eine wesentliche Differenz zwischen dem Kapital
und dem Staat machen: Die Gewerkschaften seien sehr wohl Teil des
Kapitals als gesellschaftlichem Verhältnis, aber nicht Teil des Staats,
obwohl sie wie dieser Interessen des Gesamtkapitals verträten. Selbst
wenn wir diesem Gedanken folgen könnten und diese Differenzierung
übernähmen, ist doch in Bezug auf die Frage des Klassencharakters der
Gewerkschaften nichts Neues gewonnen. Wenn sie Teil der kapitalistischen
gesamtgesellschaftlichen Reproduktion sind, üben sie eine Funktion fürs
Kapital aus. Dass sie dabei gleichzeitig eine Funktion fürs Proletariat
übernähmen, wird von der „Position der Ambivalenz“ nur insofern
behauptet, als es um die „immanenten Interessen der Arbeiter_innen“
geht. Mit diesem Argument könnte auch ein kapitalistisches Unternehmen
wie IKEA als ambivalent bezeichnet werden: Abgesehen davon, dass es dem
Kapital Profit abwirft, kann sich auch der Arbeiter als Käufer an seinen
neuen günstigen Möbeln freuen … Die subjektiven Befindlichkeiten von
Gewerkschaftsmitgliedern oder Konsumenten zum Ausgangspunkt zu nehmen,
wenn man die wesentliche Funktion einer gesellschaftlichen Organisation
bestimmen will, ist nicht seriös. Die Dialektik dieses Zwiespalts ist
die zwischen Wesen und – Schein.

Praktische Bedeutung der Divergenz?

Manche_r
wird sich vielleicht in der Zwischenzeit gefragt haben, was die
praktischen Folgen dieser scheinbar tiefschürfenden
Meinungsverschiedenheiten sind. Wir wissen es auch nicht genau. Wir
können es uns aber nicht verkneifen, da noch ein paar Gedanken
anzustricken.

Betrachten
wir die anscheinend praktischste aller Fragen – die der Intervention,
des Eingreifens in den Klassenkampf. Verleitet die Position der
Ambivalenz angesichts fehlender Kampfbereitschaft der „Klasse an sich“
nicht zur Schlussfolgerung, man könne das Terrain getrost der
Gewerkschaften überlassen? Das Proletariat sei „selber schuld“, wenn es
nur immanent kämpfe? – Fast jeder Kampf der Arbeiterklasse beginnt auf
dem zunächst rein wirtschaftlichen Terrain der Verteidigung von
vermeintlichen (oder tatsächlichen) Errungenschaften. Führt diese
Position des zwiespältigen Charakters der Gewerkschaften nicht zur
Aussage: Für solche Kämpfe sind die Gewerkschaften genau der richtige
Helfer?

Wir
haben diese Position in der laufenden Diskussion nicht gehört oder
gelesen. Aber wenn es sie gäbe, wäre ihr zu entgegnen: Eine ambivalente
Haltung gegenüber den Gewerkschaften in der heutigen Gesellschaft kann
Ausdruck eines passiven Rollenverständnisses der Revolutionäre gegenüber
der Kernfrage des Bewusstseins sein. Im Sinne von: Die Forderungen und
Haltungen der Klasse „an sich“ seien in einem gewissen Sinne neutral –
so sei sie halt, die Klasse, die „nur immanent“ kämpfe. Die
Gewerkschaften helfen ihnen immanent, und für die grosse Sache ist
nichts verloren – weit gefehlt! Wenn die Gewerkschaften (= „Vertreter
des variablen Kapitalteils“) der richtige Ort für sich immanent wehrende
Arbeiter sind, so sind sie logischerweise auch der richtige Ort für
unser Eingreifen. So können, ja müssen wir Funktionen in diesem
Räderwerk übernehmen, sei es im Gewerkschaftsapparat oder wenigstens an
der Basis?

Die
wohl gravierendste Schwäche und Konsequenz dieser Position der
Ambivalenz ist die Reduzierung der Rolle der Gewerkschaften auf das
ökonomische Terrain, da sie ja dort die Interessen des variablen
Kapitals (sprich der Arbeiterklasse) repräsentieren würden. Die
Gewerkschaften haben seit Beginn des 20. Jahrhunderts mitnichten nur in
der Auseinandersetzung über Löhne, Arbeitsbedingungen oder
Betriebsschliessungen eine Rolle gespielt. Sie waren (neben dem
Tagesgeschäft der Teilnahme am demokratischen Abstimmungs- und
Wahlzirkus)die unabdingbaren
ideologischen und praktischen Faktoren für das Kapital zur
Mobilisierung der Arbeiterklasse in die Weltkriege. Bekanntestes
Beispiel dafür ist vielleicht die Rolle der deutschen Gewerkschaften
1914. Der Klassencharakter einer Organisation wie der Gewerkschaften
zeigt sich unverblümt in Momenten der offenen Klassenkonfrontationen
oder des Krieges. Gerade hier ist nicht nachvollziehbar, was die Rede
vom „ambivalenten Charakter“ differenzieren will. Das Wesen der
Gewerkschaften anhand einer auf die Ökonomie und die relativ
„friedlichen Zeiten“ eingegrenzten Sichtweise beurteilen zu wollen,
führt wohl zwangsläufig zu einer Unterschätzung ihrer
konterrevolutionären Macht.

Da
wird munter am alten kapitalistischen Verblendungszusammenhang
gesponnen, unabhängig davon, ob sich die Protagonisten des Dramas dessen
bewusst sind oder nicht.

Im
zweiten Teil des Artikels werden wir auf die Kritik eingehen, die
Haltung der IKS zu den Gewerkschaften habe Gemeinsamkeiten mit
Verschwörungstheorien.
Maluco, 29.01.13 - Fortsetzung folgt

2 Der
Begriff des Klassencharakters oder Klassenwesens wird von dieser
Position vorausgesetzt. Sie erklärt ihn nicht. Als Hinweis darauf, dass
es sich dabei um eine für die Erkenntnis wichtige Kategorie handeln
könnte, mag derjenige auf Marxens Analyse des Klassencharakters der
Commune in Der Bürgerkrieg in Frankreich aushelfen (MEW 17 S. 342).

3 Diese Position wird ausführlicher begründet in unserer Broschüre Die Gewerkschaften gegen die Arbeiterklasse.

4 Kosmoprolet Nr. 3, S. 57 und 59f.

5 Auch auf diesem Gebiet wird es aber noch einige Fragen zu debattieren geben – z.B. mit den Anarchosyndikalist_innen.

6 So definiert wie im Kommunistischen Manifest:
„Die Kommunisten unterscheiden sich von den übrigen proletarischen
Parteien nur dadurch, dass sie einerseits in den verschiedenen
nationalen Kämpfen der Proletarier die gemeinsamen, von der Nationalität
unabhängigen Interessen des gesamten Proletariats hervorheben und zur
Geltung bringen, andrerseits dadurch, dass sie in den verschiedenen
Entwicklungsstufen, welche der Kampf zwischen Proletariat und
Bourgeoisie durchläuft, stets das Interesse der Gesamtbewegung
vertreten.“

7 "Die kommunistische Revolution ist so sicher, als wäre sie bereits geschehen." 

8 Muoit auf undergrounddogs.net: „Dialektik
zwischen der Funktion der Gewerkschaften als Verwalter und Vertreter
des variablen Kapitals und ihrer Rolle als Ordnungsfaktor“

Gewerkschaftsdebatte, 2. Teil: Sind die Gewerkschaften Verschwörer?

 

 

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