Die nationale Frage

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Im Zeitalter des kapitalistischen Niedergangs ist es für die Arbeiterklasse nicht mehr möglich, so genannte "nationale Befreiungsbewegungen" auf irgend eine Weise zu unterstützen. Alle Staaten sind gleichermaßen imperialistisch.

Die chinesische Frage (1920–1940)

Wiederveröffentlichung eines Artikels aus der Internationalen Revue Nr. 23 (Frühling 1999)

Die Linkskommunisten gegen den Verrat durch die degenerierte Kommunistische Internationale

Gaza: Solidarität mit den Opfern erfordert Klassenkampf gegen alle Ausbeuter!

Nachdem die Wirtschaft des Gazastreifens durch die Blockade von Öllieferungen und Medikamenten, die Verhinderung des Exportes und es palästinensischen Arbeitern unmöglich gemacht wurde, auf israelischem Gebiet Arbeit zu suchen, zwei Jahre lang erstickt wurde, nachdem der ganze Gazastreifen in ein gewaltiges Gefangenenlager verwandelt wurde, aus dem verzweifelte Palästinenser zu flüchten versuchen, indem sie die Grenze nach Ägypten durchbrechen, unterwirft die israelische Militärmaschine diesen dicht bevölkerten, verarmten Streifen der Erde der ganzen

1. Vorwort der Ausgabe 2005

Der Zusammenbruch des russischen Blocks und der UdSSR Ende der 1980er Jahre zog die Entstehung einer ganzen Reihe neuer Nationen im früheren Bereich dieses Blocks nach sich (15 unabhängige Staaten traten auf die Weltbühne und an die Stelle der UdSSR: Armenien, Aserbeidschan, Weißrussland, Estland, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Lettland, Litauen, Moldawien, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan, die Ukraine und Uzbekistan). In der gleichen Tendenz der neuen Weltunordnung nach dem Verschwinden der beiden imperialistischen Blöcke, die sich vorher die Welt aufgeteilt hatten, brach ein westeuropäischer Staat, Jugoslawien, in fünf neue Staaten auseinander (Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Mazedonien). Eine Karikatur dieser weltweiten Erscheinung ist, dass in gewissen Ländern, insbesondere in Afrika (wie im Kongo oder in der Elfenbeinküste), die Zentralregierung unfähig ist, rivalisierende Fraktionen der Bourgeoisie daran zu hindern, dass diese durch Waffengewalt die Unabhängigkeit ihres Territoriums bekannt geben.

2. Vorwort der Ausgabe 1977

 

"Nicht nur in ihren Antworten, schon in den Fragen selbst lag eine Mystifikation" (Marx, Engels: Die deutsche Ideologie, A. Die Ideologie überhaupt, namentlich die deutsche)

Wenn man sich von einem kommunistischen Standpunkt aus eine Frage zu den "nationalen Befreiungskämpfen" stellen kann, so lautet diese: "Weshalb und unter welchen Umständen konnte das Proletariat sie unterstützen?"

Die Frage ist sicher nicht umgekehrt: "Weshalb sollte das Proletariat an den ‚nationalen Befreiungskämpfen’ nicht teilnehmen?"

3. Die Kommunisten und die nationale Frage (1977)

Die Arbeiter haben kein Vaterland. Dies ist die Kernaussage der kommunistischen Analyse zur nationalen Frage. In den vergangenen hundert Jahren wurden Millionen von Proletariern unter dem Banner des Patriotismus, der nationalen Verteidigung und der nationalen Befreiung getäuscht, mobilisiert und  schließlich abgeschlachtet. In Weltkriegen wie in lokalen Kriegen, in Guerillakämpfen wie in “Glaubenskriegen” wurden die Arbeiter aller Länder dazu aufgerufen, ihr Leben im Dienst ihrer Unterdrücker zu opfern. Nichts ist klarer in diesen letzten hundert Jahren aufgezeigt worden als der gewaltige Gegensatz zwischen dem Nationalismus und den internationalistischen Interessen der Arbeiterklasse. Doch da die Arbeiterklasse ihre Lehren nur aus ihren eigenen Erfahrungen ziehen kann, können die Kommunisten die nationale Frage nur auf historischer Ebene analysieren, um aufzuzeigen, dass die Ablehnung des Nationalismus einer jener Klassenstandpunkte geworden ist, anhand derer sich proletarische Organisationen von bürgerlichen unterscheiden.

 

 

 

Die Debatte über die nationale Frage zu Beginn der Dekadenz 1. Teil

„Arbeiter aller Länder, vereinigt euch." Dieser Aufruf am Ende des Kommunistischen Manifestes, 1848 von Marx und Engels verfasst, war nicht nur eine überschwengliche Mahnung; er drückte eine der wichtigsten Bedingungen für den Sieg der Arbeiterklasse aus. Gleich von ihrer Geburt an tat die Arbeiterbewegung ihren internationalen Klassencharakter gegen die bürgerlichen Grenzen kund, die die Entwicklung der Herrschaft der kapitalistischen Klasse über das Proletariat kennzeichneten. Doch im 19. Jahrhundert hatte der Kapitalismus noch nicht sein ganzes Potenzial für die Weiterentwicklung im Verhältnis zu den vorkapitalistischen Produktionsverhältnissen ausgeschöpft. In bestimmten Momenten und unter bestimmten Umständen berücksichtigten Kommunisten die Möglichkeit für die Arbeiterklasse, Fraktionen der Bourgeoisie zu unterstützen, da der Kapitalismus mit seiner eigenen Weiterentwicklung die Reifung der Bedingungen für die proletarische Revolution nur beschleunigen konnte.

Doch mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts, mit der Existenz eines Weltmarktes, der die Ausweitung der kapitalistischen Produktionsweise überall auf dem Globus sanktionierte, begann eine Debatte über die Natur einer solchen revolutionären Unterstützung von nationalen Bewegungen. Der folgende Text, der erste einer Reihe, die der Haltung von Kommunisten gegenüber der nationalen Frage gewidmet ist, geht zurück zu den Begriffen und Anliegen der Debatte zwischen Lenin und Luxemburg.

Teil II Die Kommunisten und die nationale Frage (1900-1920) (aus International Review engl. Ausgabe, Nr. 37, 1984)

In dem 1.Artikel dieser Serie in der Internationalen Review Nr.34 untersuchten wir die Haltung der Kommunisten in Bezug auf die nationale Frage am Vorabend der dekadenten Epoche des Kapitalismus, im Besonderen die Debatte zwischen Lenin und Rosa Luxemburg. In dieser Debatte ging es darum, ob die Arbeiterklasse die Losung des „Rechts der Nationen auf Selbstbestimmung" unterstützen soll oder nicht.

Wir kamen zu dem Schluss, dass selbst wenn einige nationale Befreiungskämpfe gegenüber den Interessen der Arbeiterklasse progressiv erscheinen, eine solche Losung zurückgewiesen werden muss.

Mit der Kriegserklärung 1914 stellte sich eine Reihe neuer Fragen für die Arbeiterbewegung.

In diesem Artikel möchten wir einen Blick auf die ersten Versuche einer Antwort der Kommunisten werfen, sowie ihre Folgerungen im Hinblick auf die Frage der Unterstützung aller nationalen Kämpfe.

Eine der besonderen Funktionen der revolutionären Kräfte besteht immer darin, die Situation, mit der ihre Klasse konfrontiert ist, bestmöglich zu analysieren. Die Debatte innerhalb der Zimmerwälder Linken während des 1. imperialistischen Weltkrieges um die Frage des nationalen Befreiungskampfes war ein lebendiger Prozess, die Bedingungen, die sich durch die Konfrontationen des Klassenkampfes stellten, zu herauszuarbeiten; neue, noch nie da gewesene Bedingungen der globalen kapitalistischen Kriegsführung, ungezügelter Imperialismus und massive Staatskontrolle.

60 Jahre später ist die Debatte nicht die Gleiche und es gibt keinen Grund, dass die Revolutionäre die Unzulänglichkeiten und Irrtümer wiederholen.

Kommunisten und die nationale Frage (aus International Review, engl. Ausgabe Nr. 42, 1985)

Die Debatte während der revolutionären Welle und die Lehren für heute

In den vorhergehenden Artikeln haben wir die Debatten unter den Kommunisten über das Verhältnis zwischen der proletarischen Revolution und der nationalen Frage betrachtet:

- am Vorabend der Dekadenz des Kapitalismus über das Thema, ob die Revolutionäre das „Recht der Nationen auf Selbstbestimmung" unterstützen sollen;

- während des Ersten imperialistischen Weltkrieges innerhalb der Zimmerwalder Linken über die Folgen der neuen Bedingungen der Dekadenz für das alte „Minimalprogramm" der Sozialdemokratie und für den Klassencharakter der Nationalkriege.

Im dritten und letzten Artikel wollen wir die wohl wichtigste Feuerprobe für die damalige revolutionäre Bewegung untersuchen: die historischen Ereignisse zwischen der Machtergreifung durch die russischen Arbeiter 1917 und dem Zweiten Kongress der Kommunistischen Internationalen 1920, vom ersten optimistischen Schritt zur Zerstörung des Kapitalismus bis zu den ersten Anzeichen der Niederlage der Arbeiterkämpfe und der Degeneration der Bewegung in Russland.

In diesen Jahren wurden die Irrtümer der Bolschewiki in der Frage der Selbstbestimmung in die Praxis umgesetzt: Auf der Suche nach Verbündeten schlug die junge Kommunistische Internationale einen opportunistischen Kurs in Richtung einer Unterstützung nationaler Befreiungskämpfe in den Kolonien ein. Auch wenn die KI in dieser Periode noch immer eine revolutionäre Kraft war, so tat sie dennoch bereits die ersten fatalen Schritte zu ihrer Kapitulation unter der bürgerlichen Konterrevolution. Dies allein unterstreicht die Notwendigkeit, heute eine Kritik dieser proletarischen Erfahrung zu verfassen, um eine Wiederholung dieser Fehler zu vermeiden – ein Punkt, den Viele im revolutionären Milieu noch immer nicht verstehen.

I. Die Schwächung der revolutionären Kämpfe von 1917-23 durch die Unterstützung der „nationalen Befreiungsbewegungen“

Der 2. Kongress der Kommunistischen Internationale verabschiedete im März 1920 die „Leitsätze über die Nationalitäten- und Kolonialfrage", deren Leitgedanke folgender war: „...alle Ereignisse der Weltpolitik konzentrieren sich unvermeidlich um einen einzigen Mittelpunkt, und zwar um den Kampf der Weltbourgeoisie gegen die russische Sowjetrepublik, die einerseits die Sowjetbewegungen der Arbeitervorhut aller Länder und andererseits alle nationalen Freiheitsbewegungen der Kolonien und der unterdrückten Völkerschaften um sich schart, die sich durch bittere Erfahrung überzeugt haben, dass es für sie keine Rettung gibt außer ihrer Verbindung mit dem revolutionären Proletariat und dem Sieg der Sowjetmacht über den Weltimperialismus".

Diese Hoffnung wurde schnell durch die Tatsachen zu Beginn der Russischen Revolution widerlegt. Die Unterstützung der „Kämpfe der nationalen Befreiung", die die Komintern und die proletarische Bastion in Russland betrieben, war im Gegenteil ein Hindernis für die weltweite Ausdehnung der proletarischen Revolution, und sie hat das Bewusstsein und die Einheit des internationalen Proletariats zutiefst geschwächt und somit zum Scheitern der ersten revolutionären Erhebung beigetragen.

Das 20. Jahrhundert: die nationale Befreiung – ein starkes Glied in der imperialistischen Kette

 

Der 1. Weltkrieg bedeutete das Ende der aufsteigenden Phase des Kapitalismus. Gleichzeitig begann damit der Abstieg in den Sumpf des Kampfes der Nationalstaaten um die Aufteilung eines im Wesentlichen gesättigten Weltmarktes. Einst ein Instrument zur Verbreitung der kapitalistischen Verhältnisse und der Entwicklung der Produktivkräfte, haben sich die nationalen Befreiungskämpfe und die Bildung neuer Nationen nun zu einem Teil des Räderwerks, der Verkettung der allgemeinen imperialistischen Spannungen zwischen den verschiedenen kapitalistischen Lagern entwickelt. Schon vor dem 1. Weltkrieg, während der Kriege auf dem Balkan, die Serbien, Montenegro, Albanien die Unabhängigkeit gebracht hatten, hatte Rosa Luxemburg festgestellt, dass diese neuen Nationen ein ebenso imperialistisches Verhalten zeigten wie die alten Mächte und dass sie Teil dieser blutigen Spirale waren, die zum allgemeinen Krieg führte: „Serbien ist allerdings formal im nationalen Verteidigungskrieg. Aber die Tendenzen seiner Monarchie und seiner herrschenden Klasse gehen, wie die Bestrebungen der herrschenden Klassen in allen heutigen Staaten, auf Expansion, unbekümmert um nationale Grenzen, und bekommen dadurch aggressiven Charakter. So geht auch die Tendenz Serbiens nach der Adriaküste, wo es mit Italien einen echt imperialistischen Wettstreit auf dem Rücken der Albaner auszufechten hat (...) Die Hauptsache ist jedoch dies: Hinter dem serbischen Nationalismus steht der russische Imperialismus" (R. Luxemburg, Die Krise der Sozialdemokratie, Kapitel 7, Ges. Werke Bd. 4, S. 141)

Nach dem Ende des 1. Weltkriegs, der durch die revolutionären Kämpfe der Arbeiterklasse gestoppt worden war, stand die Welt vor zwei entgegengesetzten Perspektiven: die Ausdehnung der Weltrevolution oder das Überleben des Kapitalismus, der im Morast der Krise und Kriege versank. Die Niederschlagung der weltweiten Welle von Kämpfen brachte auch die Verschärfung der Spannungen zwischen dem Siegerblock, Großbritannien und Frankreich, und dem Verlierer Deutschland mit sich. All das wurde noch verschärft durch die Ausdehnung des Einflusses der USA, die eine Bedrohung für alle anderen darstellte.

Bilanz von 70 Jahren ‚nationaler Befreiungskämpfe‘ 3. Teil (aus International Review, engl. Ausgabe 1992)

Die totgeborenen Nationen

Im 20. Jahrhundert waren die neu entstandenen Nationen schon tot, als sie zur Welt kamen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es ungefähr 40 unabhängige Nationen auf der Welt; heute gibt es 169, denen noch ca. 20 weitere hinzugefügt werden müssen, die aus dem Auseinanderbrechen der UdSSR und Jugoslawien hervorgegangen sind.

Das Fiasko einer Reihe von neuen Nationen, die im 20. Jahrhundert entstanden sind, und der unübersehbare Ruin der jüngst gegründeten Staaten sind der deutlichste Ausdruck des Bankrotts des Kapitalismus.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts treten die Revolutionäre nicht mehr für die Schaffung neuer Nationen und Grenzen, sondern für ihre Zerstörung durch die proletarische Weltrevolution ein. Dies ist die zentrale Achse dieser Artikelserie zur Bilanz von 70 Jahren nationaler Befreiungsbewegungen.

Im ersten Artikel der Serie haben wir aufgezeigt, wie die „nationale Befreiung" als ein tödliches Gift gegen die internationale revolutionäre Welle von 1917-23 wirkte; im zweiten Teil belegten wir, wie „nationale Befreiungskriege" und die neuen Staaten unverzichtbare Bestandteile des Imperialismus und imperialistischer Kriege bilden. Im dritten Teil wollen wir das tragische ökonomische und gesellschaftliche Desaster aufzeigen, das durch die Existenz der 150 im 20. Jahrhundert gegründeten Staaten verursacht wurde.

Nation oder Klasse

 

 

Leserbrief: Wofür kämpfen - Nation oder Klasse?

Nachstehend veröffentlichen wir einen sehr lesenswerten Leserbrief und unsere Antwort aus der schwedischen Presse der IKS.

Wir denken, dass es interessant ist, den folgenden Brief (E-Mail) mit einer kurzen Antwort zu veröffentlichen, weil er wichtige und aktuelle Fragen aufgreift. Wir freuen uns über eure Briefe, etwa zu Gesichts- und Standpunkten von aktuellen Fragestellungen bis zu allgemeinen politischen Fragen.

Leserbrief:

Hallo, ihr Genossen!

Anmerkungen zur Geschichte der imperialistischen Konflikte im Nahen Osten, 3. Teil

Die ersten zwei Artikel dieser Serie über die imperialistischen Konflikte im Nahen Osten (veröffentlicht in der Internationalen Revue Nr. 34, 35) verdeutlichten die Manipulation des arabischen und zionistischen Nationalismus durch die Großmächte, besonders durch Großbritannien, mit dem Zweck, die Region zu dominieren. Sie wurden ebenso benutzt als eine Waffe gegen die Drohung seitens der Arbeiterklasse zu einem Zeitpunkt, der direkt auf die Russische Revolution folgte. In diesem Artikel setzen wir die Studie der imperialistischen Rivalitäten in der Region im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges und des Krieges selbst fort, um den blanken Zynismus der imperialistischen Politik jeder Fraktion der Bourgeoisie zu enthüllen.

Naher Osten

Der Klassenkampf - einziges Mittel gegen das Versinken im Krieg

 

Erneut steht der Nahe Osten in Flammen. Israelische Bomber und Kriegsschiffe beschießen systematisch Beirut und andere Ziele im südlichen und nördlichen Libanon. Hunderte von Zivilisten sind getötet oder verletzt worden, große Teile der Infrastruktur zerstört. Immer mehr Flüchtlinge fliehen aus den bombardierten Gebieten. Während wir diesen Artikel schreiben, sind die Vorbereitungen einer Besatzung durch die israelische Armee im Gange. Im Süden ist der Gasa-Streifen nur wenige Monate nach dem Rückzug der israelischen Armee zu einem einzigen Schlachtfeld zwischen israelischen Truppen und bewaffneten palästinensischen Organisationen geworden. Die israelische Militärblockade beider Regionen erwürgt die Wirtschaft und bringt die örtliche Bevölkerung in eine nie dagewesene Zwangslage. Aber auch in der israelischen Bevölkerung nimmt die Angst zu: Raketen der Hisbollah haben schon mehrere Menschen im Norden Israels getötet, als in Haifa in einem Eisenbahndepot 8 Arbeiter durch eine Rakete umgebracht wurden.

 

Die “serbische Revolution"

Ein Sieg der Bourgeoisie, nicht der Arbeiterklasse

Im Augenblick der Fertigstellung der International Review Nr. 103 (engl./frz./span. Ausgabe), aus welcher dieser Artikel übernommen wird, erfährt die Situation in Ex-Jugoslawien eine neue Wende. Wir sehen uns deshalb zu einer unmittelbaren Stellungnahme veranlasst. Als revolutionäre Organisation der Arbeiterklasse ist dies unsere Aufgabe, auch wenn der Positionsbezug nur kurz sein kann. Unsere Leser können gewiss sein, dass wir unsere Analyse und unsere Intervention zu dieser Frage in unseren verschiedenen territorialen Publikationen sehr schnell vorantreiben werden.

Karikaturen Mohammeds

Wie die Bourgeoisie einige Karikaturen ausschlachtet, um Hass und Nationalismus zu schüren

Was mittlerweile als die Affäre der "Karikaturen Mohammeds" bezeichnet wird, ist von den bürgerlichen Medien  stark aufgebauscht worden. Jeden Tag wird über neue pro-islamische Kundgebungen irgendwo auf der Welt berichtet. Die Veröffentlichung von Karikaturen mit einem kriegerisch dargestellten Mohammed hat sofort zu wüsten Beschimpfungen zwischen den imperialistischen Staaten nicht nur in der islamischen Welt geführt, sondern weltweit. Diese Ereignisse spiegeln in Wirklichkeit die Spannungen unter den verschiedenen kapitalistischen Staaten wider.

Karstadt, Opel, VW: Die Notwendigkeit der Arbeitersolidarität gegen die Logik des Kapitalismus

Der nachfolgende Artikel ist eine leicht gekürzte Fassung eines Flugsblatts, das die IKS während der Kämpfe bei Opel verteilt hat. (Vollständiges Flugblatt im PDF-Format siehe Archiv)

Wie kämpfen gegen Massenentlassungen? Wie kann man sich wirkungsvoll wehren, wenn der “eigene” Arbeitsplatz oder “Standort” nicht mehr als profitabel gilt? Verliert etwa die Waffe des Streiks dort an Wirksamkeit, wo der Kapitalist ohnehin daran denkt, das Werk zu schließen, oder wo ganze Firmen vor der Insolvenz stehen? Diese Fragen stellen sich heute ganz konkret nicht nur bei Opel, bei Karstadt oder VW, sondern überall dort, wo im Zuge der kapitalistischen Wirtschaftskrise Betriebe und Konzerne “saniert” oder gleich dichtgemacht werden. Und das geschieht heutzutage ziemlich überall. Nicht nur in Deutschland, sondern in Amerika und auch in China. Nicht nur in der Industrie, sondern auch in den Krankenhäusern oder in der öffentlichen Verwaltung.

Der Arabisch/Jüdische-Konflikt: Die Positionen der Internationalisten in den 30er Jahren: Bilan Nr. 30 und 31

Die folgenden Artikel sind 1936 in der Revue Bilan, Organ der Italienischen Linkskommunistischen Fraktion, Nr. 30 und 31 veröffentlicht worden. Es war bitter nötig, dass die Fraktion die marxistische Position gegenüber dem Arabisch/Jüdischen-Konflikt entwickelte, da der Generalstreik gegen die jüdische Einwanderung zu einer Reihe von blutigen Pogromen eskaliert war. Auch wenn einige spezifische Aspekte der aktuellen Situation sich geändert haben, fällt auf, in welchem Ausmass in diesen Artikeln viele Analysen bis auf die heutige Zeit noch Gültigkeit haben. Insbesondere zeigen die Artikel mit grosser Genauigkeit auf, wie die “nationalistischen” Bewegungen, sowohl die jüdische wie auch die arabische, auch wenn beide aufgrund von Verfolgung und Unterdrückung entstanden sind, sich mit den rivalisierenden imperialistischen Mächten unentwirrbar verstrickten. Mehr noch, diese Artikel zeigen auf, wie diese Bewegungen benutzt wurden, um die gemeinsamen Interessen der arabischen und jüdischen Arbeiterklasse zu verdunkeln und dies zu einem gegenseitigen Massaker, im Interesse ihrer Unterdrücker führte...
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