Rätismus

warning: Creating default object from empty value in /home/gmpmprdg/public_html/de/modules/taxonomy/taxonomy.pages.inc on line 33.
Der degenerierte Abkömmling der rätekommunistischen Strömung der 1930er Jahre

Kritik an Pannekoeks Lenin als Philosoph Teil 3 aus: Internationalisme 1948

„Die Revolution hält einen Lehrstuhlin antiker Geschichte für Kautsky frei...“ und in Philosophie für Harper

 Nach unserer diversen Kritik an Harpers Philosophie wollen wir nun zeigen, wie der politische Standpunkt, den er aus seiner Philosophie ableitet, ihn in der Praxis von revolutionären Positionen abbrachte.

Kritik an Pannekoeks Lenin als Philosoph Teil 4 aus: Internationalisme 1948

Die Schlussfolgerungen Harpers über die Russische Revolution und der Aspekt der marxistischen Dialektik, den er besser im Dunkeln zu lassen glaubt

Es gibt drei Wege, die russische Revolution zu betrachten.

a)    Der erste ist der Weg der „Sozialisten“ aller Art, Linke, Rechte und das Zentrum, von Revolutionären und Co. (in Russland), von Unabhängigen und Konsorten woanders.

Solidaritätsbrief an die GenossInnen von Soziale Befreiung und Sozialer Widerstand

Am 4. bis 6. November 2016 hat in Nürnberg eine „Linke Literaturmesse“ stattgefunden. Teile der Gruppe VVN-Bda Nürnberg mit anderen VertreterInnen des Volksfrontantifaschismus haben die Vorstellung des Buches von Soziale Befreiung Der spanische BürgerInnenkrieg verhindert. Vorab hatten wir den Gruppen Soziale Befreiung und Sozialer Widerstand unten stehenden Solidaritätsbrief zu geschickt.

Politik und Philosophie von Lenin bis Harper (Teil 1)

Wie Harper das Problem formuliert und was er im Dunklen lässt

Bei der Lektüre von Harpers Buch über Lenin wird deutlich, dass es sich um eine ernsthafte und tiefgehende Studie über Lenins philosophische Arbeit handelt, getragen von einer klaren Struktur der materialistischen Dialektik, mit der er Lenins philosophisches Konzept abgleicht.

Leserbrief: Die Wirtschaftsordnung unter der Herrschaft der Arbeiterräte

Leserbrief:

Ich interessiere mich für die rätekommunistische Wirtschaftsordnung. Wie sieht diese Wirtschaft genau aus? Ich habe schon gelesen, dass die Arbeiter die Betriebe enteignen und sie anschließend Durch Arbeiterräte selbst verwalten. Wer ist aber dann der Kapitaleigner? Der Staat oder alle Arbeiter zusammen (Verein)? Bei letzterem stellt sich noch die Frage: Was passiert, wenn ein Arbeiter ausscheidet und ein neuer in den Betrieb eintritt? In der Wirtschaft wird es schon allein zwecks der Dynamik immer nicht kapitalistische Selbstständige geben, die ihren Betrieb auch vergrößern wollen. Wie werden diese in die rätekommunistische Wirtschaftsordnung integriert, ohne dass neue Kapitalverhältnisse entstehen? Für diese Fragen finde ich einfach keine Antwort. Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen. Ich freue mich auf Ihre baldige Antwort und danke Ihnen im Voraus.

 

 Antwort der IKS:

Der Rätismus (Rätekommunismus) verwirft die Lehren der Oktoberrevolution

Die "rätekommunistische" Bewegung entfal­tete sich in den 20er und 30er Jahren haupt­sächlich in Deutschland und Holland, als die Revolutionäre eine Bilanz der Ereignisse der russischen Revolution und die dort be­gangenen Fehler zogen. Als eine wirklich in­ternationalistische Strömung stellten sie sich nicht nur gegen den Stalinismus und den Fa­schismus, sondern auch gegen die "Demokratie", die später die Arbeiter in den 2. Weltkrieg trieb. Sie gehörten zu den ersten Kräften, die eine durchgreifende Kritik der Gewerkschaften machten, und die die Bedeu­tung der Arbeiterräte verstanden, welche in der revolutionären Welle von Kämpfen von 1917-23 aus dem Boden geschossen waren (daher der Name "Rätekommunisten"); auch bezeichneten sie die stalinistischen Regime als eine Form des Staatskapitalismus.

Öffentliche Debatte in Amsterdam: Der Rätekommunismus ist keine Brücke zwischen Marxismus und Anarchismus

Am 21. November haben wir in Amsterdam eine öffentliche Diskussion mit reger Publikumsbeteiligung zum Thema „Die Holländische Linke – eine Brücke zwischen Anarchismus und Marxismus?" abgehalten. Unser Ziel bestand darin, gegenüber dem Versuch der Vereinnahmung dieser linkskommunistischen Strömung – und insbesondere der Rätekommunisten – durch den Anarchismus zu reagieren. Weil wir eine öffentliche Debatte dazu anstrebten, haben wir den anarchistischen Autor Ton Geurtsen, der einer der Hauptverfechter dieser These ist, und den letzten lebenden Vertreter der holländischen Linken, Cajo Brendel, eingeladen, auf dieser Diskussion ihren Standpunkt zu vertreten.

Die ‚rätistische‘ Gefahr

Die IKS hat immer das Prinzip vertreten, ihre eigenen internen Debatten nach Außen hin von dem Zeitpunkt an zu veröffentlichen, wenn eine ausreichende Klärung eingetreten war, damit der gesamte Standpunkt der Organi­sation zum Ausdruck gebracht werden konnte. Die theo­retischen und politischen Debatten sind nicht für das interne Leben reserviert, genausowenig dienen sie ausschließlich der Reflexion. Eine revolutionäre Organi­sation, die diesen Namen verdient, verwirft ebenso sehr den Monolithismus, der die Debatten einschränkt und erdrückt, wie die Wortklauberei der Studierzirkel. Als militante Organisation des Proletariats faßt sich die Organisation der Revolutionäre als einen politischen Körper auf, der von der Klasse hervorgebracht wird, die sich nicht nur für den theoretischen und politischen Kampf der Organisation interessiert, sondern auch daran teilnimmt. Die Debatten in einer revolutionären Organisation dürfen kein Geheimnis sein, denn eine revolutionäre Organisation hat in der Arbeiterklasse keine Geheimnisse zu verstecken. Eine Geheimpolitik war für die bakunistischen Sekten im 19. Jahrhundert typisch, aber sie entsprach nie der Politik der mar­xistischen Organisationen. Der "geheime" Charakter dieser Sekten führte unvermeidbar zu einer Politik der Manöver. Die geheimen Organisationen der Allianz der sozialistischen Demokraten Bakunins drückten in der I. Internationale eine außerhalb des Proleta­riats stehende Haltung aus.

Buchbesprechung zu Cajo Brendels "Anton Pannekoek – Denker der Revolution"

In letzter Zeit haben uns mehrere Sympathisanten angesprochen, um unsere Meinung zu Cajo Brendels Buch über Anton Pannekoek zu erfahren. Die deutsche Ausgabe dieses vor ca. 30 Jahren auf niederländisch geschriebenen Buches von Brendel ist 2001 im ¸a ira Verlag erschienen. Die Genossen, die uns darauf ansprachen, haben das Buch durchweg begrüßt und gelobt. Zum einen waren sie erfreut darüber, weil dadurch Pannekoeks Beitrag zum Marxismus einem breiteren deutschsprachigen Publikum wieder bekannt gemacht wird. Zum anderen waren sie daran interessiert, durch dieses Buch die Gedankenwelt Cajo Brendels näher kennenzulernen. Brendel gilt als der letzte Vertreter des sog. Rätekommunismus der Nachkriegsjahre in den Niederlanden. Diese politische Strömung, welche sich vornehmlich durch die Ablehnung einer spezifischen politischen Organisation der Revolutionäre auszeichnet, beruft sich gern auf Pannekoek als eine Art theoretischer Ziehvater.

Antwort auf eine „rätistische Bilanz“ der russischen Revolution

Wir veröffentlichen im Folgenden eine Antwort auf den Brief eines unserer Kontakte, der uns schrieb, um die, wie der Genosse sie nannte, „rätistische Bilanz der russischen Revolution“ zu verteidigen. Seit dem Verschwinden der holländischen Gruppe um „Daad en Gedachte“ gibt es innerhalb der proletarischen Bewegung keinerlei organisierten Ausdruck des Rätismus mehr. Nichtsdestotrotz erfreut sich die rätistische Position innerhalb der gegenwärtigen revolutionären Bewegung großer Beliebtheit.

Inhalt abgleichen