Antifaschismus/-rassismus

Antifaschismus/-rassismus

Die antifaschistische Ideologie zeigte sich insbesondere in den 1930er Jahren, als sie die wichtigste ideologische Waffe der "demokratischen" imperialisten Mächte bildete, um die Arbeiterklasse in das Blutbad des Zweiten Weltkrieges zu ziehen. Der Antirassismus ist ein Spiegelbild des Rassismus - eines Mittels zur Spaltung der Arbeiter untereinander und zur Mobilisierung derselben für klassenübergreifende Bewegungen, die mit ihrer Unterstützung für die "Demokratie" schließlich unvermeidbar den Hauptfeind der Arbeiterklasse unterstützen: den bürgerlichen Staat.

Schweiz "Nationaler Angriff" gegen IKS-Veranstaltung angedroht

Die herrschende Ideologie ist nicht der
Faschismus, sondern der Antifaschismus
 

Am 10. Dezember 2005 fand in Zürich eine
Diskussionsveranstaltung der IKS statt. Solche Treffen, die wir in der Schweiz
alle zwei Monate durchführen, sind öffentlich. Entsprechend rufen wir jeweils
auch in der Zeitung, im Internet, über verschiedene Veranstaltungskalender usw.
zur Teilnahme an der Diskussion auf. Das Ziel solcher Veranstaltungen ist, dass
politisch interessierte Leute ihre Positionen darlegen und Fragen in der
Diskussion klären können. Einerseits rufen wir zu Veranstaltungen mit einem
bestimmten Thema auf, bei denen die IKS ein Einleitungsreferat hält,
andererseits gibt es aber auch Diskussionen ohne festes Thema, wo die
TeilnehmerInnen vorschlagen, was sie diskutieren wollen. Am 10. Dezember
handelte es sich um eine Veranstaltung der zweiten Art.
Drei Wochen vor der Veranstaltung erschien
auf einer rechtsextremen Webseite der folgende Aufruf von jemandem, der sich
"Berserker" nannte: "Gemaess Indymedia wir am 10.12.05 in
Zuerich eine Veranstaltung der Internationaler Kommunistischen Stroemung (IKS)
stattfinden. Unter dem Vorwand ein ,,Disskussionstreffen ohne festes Thema'' zu
organisieren, werden die Rotfaschisten ihre Propaganda verbreiten. Das dürfen
und können wir nicht tolerieren. Es wird eine oeffentliche Veranstaltung sein.
Die Rotfaschisten wuerden sich sicherlich
freuen ueber einen kleinen Besuch an dieser Veranstaltung. Die soll keineswegs
ein Aufruf zur Gewalt sein, im Gegenteil, es sollten einige Nationalisten die
Veranstaltung besuchen und ihre Argumente und Fragen dort einbringen. Die
Devise lautet aber, dass man nicht unvorbereitet auftauchen soll, um eine
Blamage zu vermeiden.
Wahrscheinlich wird man als national
denkender Widerstandskaempfer nicht eingelassen, man kann aber dann die Zeit
immer noch fuer eine Flugblattaktion beim Eingang nuetzen. Fuer entsprechende
Flugblaetter koennt ihr gerne anfragen. (...) hoffen wir, dass einige nationalisten
Zeit finden, um an diesem Anlass teilzunehmen."
Am 29. November 2005 doppelte derselbe
"Berserker" mit einem zweiten Aufruf nach:

Geographisch: 

Politische Strömungen und Verweise: 

Entwicklung des proletarischen <br>Bewusstseins und der Organisation: 

Erbe der kommunistischen Linke: 

Leserbrief aus Süddeutschland: Die Bedeutung theoretischer Arbeit

Ohne einen aktiven Austausch von Standpunkten,
ohne Debatte ist eine Klärung kommunistischer Positionen unmöglich.  Deshalb versuchen wir möglichst regelmäßig in
unserer Zeitung Zuschriften von Leser/Innen zu veröffentlichen und darauf so
ernsthaft wie möglich zu antworten. Wir unsererseits sind nicht nur erfreut,
sondern auch dankbar für jede Zuschrift, die wir erhalten, weil sie uns zu
einer selbstkritischen 
Auseinandersetzung mit unserer Arbeit und unseren Positionen zwingt.
Deshalb, wenn euch an unserer Zeitung etwas besonders angesprochen aber auch
missfallen hat, schreibt uns, auch wenn es nur ein paar Zeilen sind.

Historische Ereignisse: 

Politische Strömungen und Verweise: 

Erbe der kommunistischen Linke: 

160 Jahre nach der Veröffentlichung des Aufsatzes Zur Judenfrage

Marx und die Judenfrage

In der Ausgabe unserer Revue International Nr. 113 (franz./engl./span. Ausgabe) veröffentlichten wir einen Artikel über Polanskis Film Der Pianist, dessen Thema der Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 und der Genozid der europäischen Juden durch die Nazis war. 60 Jahre nach dem unbeschreiblichen Horror dieses Vernichtungsfeldzuges könnte man der Ansicht sein, dass der Antisemitismus eine Sache der Vergangenheit ist – die Konsequenzen des antijüdischen Rassismus sind so klar, dass er eigentlich ein für allemal diskreditiert sein müsste. Und dennoch ist dies überhaupt nicht der Fall. Tatsächlich sind die alten antisemitischen Ideologien so schädlich und weit verbreitet wie ehedem, selbst wenn sich ihr Hauptschwerpunkt von Europa in die „muslimische“ Welt und insbesondere zum „islamischen Fundamentalismus“ verschoben hat, der von Osama bin Laden personifiziert wird, welcher in all seinen Verkündungen nie vergisst, die „Kreuzzügler und Juden“ als Feinde des Islams und als willkommene Ziele von Terroranschlägen zu attackieren. Ein typisches Beispiel für diese „islamische“ Version des Antisemitismus ist die Website von „Radio Islam“, dessen Motto „Rasse? Nur eine menschliche Rasse“ lautet. Die Website behauptet, gegen alle Formen des Rassismus gerichtet zu sein, doch bei näherer Inaugenscheinnahme wird deutlich, dass sie sich hauptsächlich mit „dem jüdischen Rassismus gegen Nicht-Juden“ beschäftigt; in der Tat ist dies ein Archiv klassischer antisemitischer Traktate, von den Protokollen der Weisen von Zion, einer zaristischen Fälschung aus dem späten 19. Jahrhundert, die vorgeben, die Aufzeichnungen eines Treffens jüdischer Weltverschwörer zu sein, bis hin zu Hitlers Mein Kampf und den aktuelleren Hetzschriften des Führers der ¸Nation of Islam‘ in den USA, Louis Farrakhan.

Politische Strömungen und Verweise: 

Theoretische Fragen: 

Bemerkungen über einen Diskussionsbeitrag aus Berlin

Wir haben in der letzten Ausgabe von Weltrevolution den
Diskussionsbeitrag “Antifaschisten legitimieren bis heute die Führung
imperialistischer Kriege” aus Berlin veröffentlicht.  Aufgrund der
ungewöhnlichen Qualität und Klarheit dieses Beitrags, sowie der
Wichtigkeit und Aktualität des behandelten Themas, beschlossen wir,
diesen Artikel seiner Länge zum Trotz ungekürzt abzudrucken. Indem er
eine historische Methode anwendet, kann der Artikel aufzeigen, weshalb
der Antifaschismus, einst das ideologische Aushängeschild der DDR, seit
1989 zur offiziellen Staatsideologie des wiedervereinigten Deutschland
avanciert ist. Es wird sehr konkret aufgezeigt, dass diese Ideologie –
weit davon entfernt, einen antikapitalistischen, oder auch nur einen
(von den “Anti-Deutschen” angenommenen) konsequent gegen die Interessen
des deutschen Imperialismus gerichteten Charakter aufzuweisen – heute
die ideale Kriegsideologie der bundesrepublikanischen Bourgeoisie
geworden ist. Der Beitrag aus Berlin gibt sich aber mit diesen
Feststellungen nicht zufrieden. Er zeigt grundsätzlich auf, dass diese
Ideologie jeglicher gegen den Kapitalismus als System gerichteten Natur
entbehrt, indem er nachweist, dass die Bezeichnung und die Ausrichtung
“Antifaschismus” nur Sinn ergibt als Stigmatisierung des Faschismus
gegenüber anderen, als weniger reaktionär erachteten Erscheinungsformen
des Kapitalismus.

Politische Strömungen und Verweise: 

Theoretische Fragen: 

RSS - Antifaschismus/-rassismus abonnieren