Französische Kommunistische Linke

Die Französische Kommunistische Linke (Gauche Communiste de France) wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs von Genossen der Italienischen Linken und weiteren Militanten gegründet, die in Frankreich zu ihnen gestoßen waren. Die GCF lehnte es ab, bei der Gründung der Internationalistischen Kommunistischen Partei in Italien mitzumachen, einerseits weil die damalige historische Phase (gekennzeichnet durch eine tiefe Niederlage der Arbeiterklasse) die Gründung der Partei verunmöglichte, andererseits weil die Kriterien für die Gründung der Partei in Italien zutiefst opportunistisch waren. Die GCF entwickelte die von der Italienischen Fraktion begonnene theoretische Arbeit weiter. Die IKS hat den Hauptteil ihrer politischen Positionen und organisatorischen Kontinuität von der GCF geerbt

Vor 60 Jahren: Eine Konferenz revolutionärer Internationalisten

Submitted by InternationaleRevue on Sam, 07/06/2008 - 18:51.

Die IKS hielt 2007 ihren 17. Kongress ab. Zum ersten Mal seit 1979 konnte dieser Kongress wieder Delegationen anderer internationalistischer Gruppen willkommen heißen, welche buchstäblich aus verschiedensten Ecken der Welt (von Brasilien bis Südkorea) angereist waren.

Dokument von 1947: Eine internationale Konferenz revolutionärer Gruppen

Submitted by InternationaleRevue on Fre, 06/06/2008 - 22:05.

Am 25. und 26. Mai hat eine internationale Konferenz für den Kontakt unter den revolutionären Gruppen stattgefunden. Die Konferenz wurde nicht nur aus Sicherheitsgründen nicht groß im Voraus angekündigt, wie wir das von stalinistischer und sozialistischer Seite gewohnt sind. Die Teilnehmer der Konferenz sind sich vollumfänglich der schrecklichen konterrevolutionären Periode, die zurzeit das Proletariat heimsucht, sowie der eigenen Isolation

Die Entwicklung des Kapitalismus und die neue Perspektive - Internationalisme 1952

Submitted by IKSonline on Mit, 13/12/2006 - 13:30.
 

Der hier veröffentlichte Text erschien erstmals in der Nr.46 von "Internationalisme" im Sommer 1952. Das war die letzte Nummer dieser Zeitschrift, und der Artikel enthält, wie schon der Titel sagt, in gewisser Hinsicht eine zusammengefasste Bilanz der Positionen und politischen Orientierungspunkte dieser Gruppe. Deshalb ist er von besonderem Interesse. Was klargestellt werden muss, ist der Unterschied zwischen der Perspektive, wie sie sich aus dem Text ergibt, und der, die wir heute erkennen können. "Internationalisme" analysierte die Periode nach dem zweiten Weltkrieg richtig als eine Fortführung der Reaktion und des Rückflusses des proletarischen Klassenkampfs. Als Konsequenz davon verurteilte "Internationalisme" den bordigistischen Aufruf zur Gründung der Partei als künstlich und abenteuerlich. Ebenfalls richtig war die Behauptung, dass der Kapitalismus mit dem Ende des zweiten Weltkrieges nicht aus seiner dekadenten Phase austrat, und dass alle Widersprüche, die den Kapitalismus in den Krieg geführt hatten, ihn unerbittlich in neue Kriege stoßen würden. Aber "Internationalisme" merkte nicht oder stellte nicht genügend klar, was die Phase des Wiederaufbaus im Zyklus Krise-Krieg-Wiederaufbau bedeutete. Aus diesem Grund und im Kontext des Kalten Krieges USA-UDSSR sah "Internationalisme" keine Möglichkeit des Wiedererstarkens des Proletariats. Es sah diese Möglichkeit erst im Zusammenhang mit einem dritten Weltkrieg. Es gibt auch heute noch Revolutionäre, die diese Vorstellung vertreten. Die Krise jedoch, die notwendigerweise der Wiederaufbauphase folgte, und während derer viele Mystifikationen zerstört wurden, hat ein Wiedererstarken des Kampfes der Arbeiterklasse erlaubt, und den Weltkapitalismus aufgrund seiner inneren Widersprüche dazu gezwungen, seinen Klassenfeind anzugreifen. Wenn die Perspektive der Unvermeidbarkeit eines dritten Weltkrieges im Kontext der 50er Jahre verstanden werden muss, in denen es dazu auch eine reale Gefahr gab, so gibt es heutzutage keinen Grund mehr, diese Auffassung aufrecht zu erhalten. Der Kapitalismus findet heute in den lokalen Kriegen ein Ventil für seine Widersprüche und Antagonismen, aber er kann keinen generalisierten Krieg führen, solange er das Proletariat nicht erfolgreich geschlagen hat. Eine Bewegungslosigkeit und Passivität des Proletariats kann er nur erreichen, indem er die Arbeiterklasse offen angreift und die Kampfkraft der Arbeiter zerdrückt. Es ist genau diese Konfrontation, dieser neue Angriff, welche heute unsere Perspektive darstellen. Nichts erlaubt uns, einen ungünstigen Ausgang dieser kommenden Konfrontationen vorherzusagen. Mit all ihren Kräften müssen die Revolutionäre den Erfolg des Kampfes ihrer Klasse unterstützen.

Révolution Internationale 1974

Polemik: Die Wurzeln der IKS und des IBRP -Die Italienische Fraktion und die Französische Kommunistische Linke

Submitted by InternationaleRevue on Mit, 15/11/2006 - 12:34.

 

Die Polemik des IBRP schneidet dieselben Themen an wie der Artikel in Revolutionary Perspectives Nr. 5: die Ursachen der organisationsinternen Schwierigkeiten, mit denen die IKS in der letzten Zeit konfrontiert war. Die große Schwäche dieser zwei Artikel ist jedoch, daß sie in keiner Weise Bezug auf die Analyse nehmen, welche wir als IKS über diese Schwierigkeiten gemacht haben(1). In den Augen des IBRP können die Ursachen dieser Probleme einzig in unserem Programm oder in unserem Unverständnis gegenüber der aktuellen Weltlage liegen. Selbstverständlich können dies Quellen von Schwierigkeiten für eine revolutionäre Organisation sein. Doch die gesamte Geschichte der Arbeiterbewegung zeigt uns, daß Fragen der Struktur und der Funktionsweise einer Organisation von besonderer politischer Bedeutung sind und daß Schwächen in diesen Bereichen noch viel stärker als in anderen programmatischen oder analytischen Punkten schwerwiegendste Konsequenzen - ja oft dramatische Auswirkungen - auf das Leben revolutionärer Gruppen haben. Müssen wir die Genossen des IBRP, welche für sich in Anspruch nehmen, die Positionen Lenins aufrechtzuerhalten, an das Beispiel des

Polemik: Die Wurzeln der IKS und des IBRP, Teil II Die Gründung des Partito Comunista Internazionalista

Submitted by InternationaleRevue on Don, 09/11/2006 - 16:37.

In der letzten Ausgabe der Internationalen Revue (Nr. 22) veröffentlichten wir den ersten Teil eines Artikels, der auf die Polemik „Die politischen Wurzeln der Organisationskrankheit der IKS" antwortet, welche in der International Communist Review Nr. 15 erschienen war, der englischsprachigen Revue des Internationalen Büros für die Revolutionäre Partei (IBRP), das sich aus der Communist Workers Organisation (CWO) und des Partito Comunista Internazionalista (PCInt.) zusammensetzt. In diesem ersten Teil gingen wir, nachdem wir eine gewisse Zahl von Behauptungen des IBRP berichtigt hatten, die Zeugnis für einen Mangel an Kenntnissen unserer Positionen ablegen, auf die Geschichte der Italienischen Fraktion der Kommunistischen Linken zurück, einer politischen Strömung, auf die sich sowohl das IBRP als auch die IKS berufen. Insbesondere zeigten wir, daß die Vorfahren der IKS, die Gauche Communiste de France (GCF), mehr als eine „winzige Gruppe" war, wie es das IBRP formuliert: In Wahrheit war sie der tatsächliche politische Erbe der Italienischen Fraktion, indem sie sich auf die Basis der Errungenschaften der letztgenannten stellte. Genau diese Errungenschaften hat der PCInt, als er sich 1943 bildete und noch stärker auf seinem ersten Kongreß 1945, über Bord geworfen oder einfach abgelehnt. Dies beabsichtigen wir in diesem zweiten Teil des Artikels aufzuzeigen.