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Der OstblockEine Artikelserie über den Zusammenbruch des Ostblocks THESEN ZUR ÖKONOMISCHEN UND POLITISCHEN KRISE IN DER SU UND DEN OSTEUROPÄISCHEN LÄNDERNSubmitted by IKS on Die, 18/04/2006 - 21:53.
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1) Die Erschütterungen, welche gegenwärtig die Länder mit einem stalinistischen Regime erfassen, können nicht außerhalb des allgemeinen Rahmens der Analyse verstanden werden, der für alle Länder der Welt gültig ist, die Dekadenz der kapitalistischen Produktionsweise und die unaufhaltsame Verschärfung der Krise. Jedoch muß jede ernsthafte Analyse der gegenwärtigen Lage dieser Länder die Besonderheiten ihrer Regime mit berücksichtigen. Solch eine Untersuchung der Besonderheiten der osteuropäischen Länder wurde von der IKS schon mehrfach anläßlich der Arbeiterkämpfe in Polen im Sommer 1980 und der Gründung der ’unabhängigen’ Gewerkschaft Solidarnosc angefertigt.
Bankrott des Kapitalismus im Osten: Nicht der Kommunismus, der Stalinismus ist gescheitert.Submitted by IKS on Die, 22/11/2005 - 21:13.
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DIE TÖDLICHEN ERSCHÜTTERUNGEN DES STALINISMUSSeit mehreren Monaten wird die internationale Situation durch äußerst tief greifende Erschütterungen geprägt, die alle Länder des Ostblocks erfasst haben: nationalistische Explosionen in der UdSSR, massiver Streik der Bergleute in Sibirien, Regierungsbeteiligung der Gewerkschaft Solidarnosc in Polen, Massenflucht und massive Demonstrationen in der DDR, Umwandlung der ungarischen KP in sozialdemokratische Partei... All diese Ereignisse haben sich mit solcher Überstürzung und Geschwindigkeit vollzogen, dass man glauben könnte, die Geschichte sei verrückt geworden. Aber es handelt sich um kein Strohfeuer: auf der anderen Seite des eisernen Vorhangs ist ein ganzer Teil der kapitalistischen Welt dabei, in sich zusammenzubrechen. Das stalinistische System, als ungeheuerliches Symbol der schrecklichsten Konterrevolution der Geschichte muss heute sein unwiderrufliches Scheitern eingestehen. Dadurch wird der ganze imperialistische Block, der um die kapitalistische UdSSR gebildet wurde, durch diesen Zusammenbruch erfasst. Natürlich verpasst die westliche Bourgeoisie keine Gelegenheit, ihre Freude über solch ein historisches Ereignis zum Ausdruck zu bringen und das auf ihre Art zu feiern. Überall werden die demokratischen Lügengeschichten verkündet: "der Kommunismus ist tot", "es lebe die Demokratie", "der Kapitalismus ist das beste System der Welt". DDR: Der Musterknabe des Ostblocks bricht zusammen.Submitted by IKS on Die, 22/11/2005 - 21:03.
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Die Flucht von ca. 50.000 DDR-Bürgern in den Westen, die blutigen Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der ost-deutschen Polizei, sowie die offene politische Krise des stalinistischen Regimes in Ost-Berlin sind neue Momente in der sich zuspitzenden geschichtlichen Todeskrise des Stalinismus und des ”östlichen imperialistischen Blocks. Mit den Ereignissen in der DDR erreicht diese Krise jetzt das Herz Europas. Intervention der IKS:Nicht der Kommunismus ist gescheitert sondern der StalinismusSubmitted by IKS on Die, 22/11/2005 - 20:55.
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Obgleich die Sprachrohre der herrschenden Klasse jetzt mit Schadenfreude auf die Ereignisse in Osteuropa zeigen und uns allen einzutrichtern versuchen, dass damit der Kommunismus endgültig den Bach runter gegangen sei, fühlen wir uns als kommunistische Organisation natürlich herausgefordert, dieser Lügengeschichte entschlossen entgegenzutreten. Dies ist umso wichtiger, denn nach der großen Flüchtlingswelle, dem Jubel über die Öffnung der Mauer, den Forderungen nach Wiedervereinigung, ist mehr denn je die Zeit der Ernüchterung, des Nachdenkens eingetreten, wo man mit kühlem Kopf eine Bilanz ziehen muss. Genau dies war das Bestreben der IKS seit Anfang der Ereignisse. Zusammenbruch im Osten, Krise im Westen bedeutet Arbeitslosigkeit, Preiswucher, WohnungsnotSubmitted by IKS on Die, 22/11/2005 - 20:49.
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Das verbrecherische stalinistische Regime in der DDR ist nach 40 Jahren zusammengebrochen. Aber an seine Stelle ist noch keine Freiheit getreten. Was sich derzeit in der DDR abspielt, gleicht eher einem Zusammenbruch am Ende eines verloren gegangenen Kriegs. Schwarzmarkt-Handel, Schmuggel, Versorgungseinbrüche, Chaos und Lynchjustiz blühen auf. Die Lage der arbeitenden Bevölkerung hat sich in keiner Weise gebessert. Selbst die Reisefreiheit wird zum einzigen Frust, wenn man die in Schaufenstern ausgestellten Waren mangels Westgeld nicht erwerben kann. Demokratie und StalinismusSubmitted by deadmin on Die, 22/11/2005 - 20:41.
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Angesichts des inneren Zerfalls der polizeilichen Terrorregime des Ostens tritt heute der unglaubliche Hass der Bevölkerung Osteuropas gegen den Stalinismus offen zutage. In dieser Situation verkauft sich die westliche bürgerliche Demokratie zum wiederholten Mal als der eigentliche Todesfeind des Stalinismus. Welch großen Erfolg sie damit hat, zeigen die Massendemonstrationen in Leipzig, Prag oder Sofia, wo überall parlamentarische Demokratie nach westlichem Muster gefordert wird. Viele Millionen Menschen im Osten, aber auch immer noch viel zu viele im Westen, scheinen daran zu glauben, dass die westliche Scheindemokratie die eigentliche geschichtliche Alternative zum Stalinismus und zum Totalitarismus schlechthin darstellt. Aber ein Blick auf die Geschichte lehrt uns eines besseren: Sowohl die westliche Demokratie als auch das freie Unternehmertum waren immer wieder bereit, mit dem Stalinismus gegen die Arbeiterklasse zusammenzuarbeiten. Während die bürgerliche Propaganda das Scheitern des Stalinismus mit dem Scheitern des Kommunismus gleichstellt und die kapitalistische Scheindemokratie als einzige Perspektive aufstellen möchte, ist der revolutionäre Marxismus heute genauso wie in den 30er Jahren der wirkliche Todesfeind des Stalinismus. Während Stalin und seine Nachfolger immer wieder Bündnisse mit dem "demokratischen Westen" eingingen und wieder auflösten, waren sie wirklich konsequent nur bei der Bekämpfung der revolutionären Marxisten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Sowjetunion, wie die Schauprozesse und die "Säuberungen" insbesondere der 30er Jahre beweisen. Das gegenwärtige Heucheln und "Entrüsten" der westlichen Demokratien über die "Schandtaten" und Grausamkeiten des Stalinismus soll dabei in Wirklichkeit nur überdecken, dass die westlichen Demokratien seit jeher mit dem Stalinismus Hand in Hand gegen die Arbeiterklasse und die Revolutionäre gewirkt haben. Die Arbeiterklasse vor einer schwierigen LageSubmitted by IKS on Die, 22/11/2005 - 20:33.
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Der Zusammenbruch des Ostblocks und des dortigen stalinistischen Herrschaftssystems sowie die sich daraus für die gesamte Weltlage ergebenden Veränderungen haben natürlich auch weitgehende Folgen für die Arbeiterklassen nicht nur im Osten, sondern auch im Westen. Kurzfristig kommen damit viele Verwirrungen in der Arbeiterklasse auf, mit denen die Arbeiterklasse sich auseinanderzusetzen hat: die bislang bestehende Aufteilung der Welt zwischen zwei Machtzentren in Ost und West besteht nicht mehr, die Gefahr eines dritten Weltkriegs, die sich aus dem Zusammenstoß zwischen den beiden Blöcken ergab, ist vorerst zurückgegangen. Aber auch durch das im Osten entstandene Chaos, die Zunahme der nationalistischen Konflikte, die nationalistische und demokratische Propaganda im Westen, die ein ungeheures Ausmaß erreicht hat, stößt die Arbeiterklasse jetzt in ihrer Bewusstseinsentwicklung auf große Hindernisse. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks:Submitted by IKS on Die, 22/11/2005 - 20:24.
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Als diesen Sommer in Ungarn die dortige Regierung die Grenzen nach Österreich ”öffnete, als dann im Herbst in der DDR ein Stützpfeiler der moskautreuen Stalinisten nach dem anderen in sich zusammenkrachte, die Regierung der CSSR binnen weniger Tage weggefegt wurde, sich mittlerweile nach dem erdrutschartigen Sturz der stalinistischen Diktatoren ein vollständiges Chaos ausbreitete, war jedem klar geworden: als Militärbündnis bestand der Warschauer Pakt nur noch auf Papier. In Wirklichkeit war er in sich zusammengebrochen. Die sowjetische Armee und ihre Verbündeten des Warschauer Paktes waren unfähig gewesen, den Entwicklungen in Osteuropa militärisch Einhalt zu gebieten. Die Bevölkerung ganz Osteuropas, zuvor jahrzehntelang eingeschüchtert durch die Militärs, spürte, dass dem russischen Bär die Zähne ausgefallen waren, dass er selbst total entkräftet, geschwächt war. Kommunismus statt StalinismusSubmitted by IKS on Die, 22/11/2005 - 19:58.
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Der Stalinismus entstand in den 20er Jahren aus der Niederlage der Revolution in Russland. Er ist keine Fortsetzung, sondern ein Todfeind der Arbeiterklasse und ein ausgesprochener Henker der Kommunisten. Während die kapitalistischen Medien in Ost und West nun anlässlich des Zusammenbruchs des Ostblocks vom Scheitern des Kommunismus sprechen, wollen sie darüber hinwegtäuschen, dass tatsächlich der Stalinismus zu Boden gegangen ist. Nachfolgend wollen wir anhand von 3 Grundsatzfragen aufzeigen, was tatsächlich hinter den Regierungen des ehemaligen Ostblocks steckte. |
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