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xxx ![]() Die Menschenverachtung, für die Duisburg nur stellvertretend steht, ist ein Überlebensprinzip der einzelnen Protagonisten der herrschenden Klasse. Sie zu überwinden erfordert weitaus mehr als die Mobilisierung von Kategorien wie Schuld und Sühne, Rücktritt oder Abwahl. Es erfordert nichts Geringeres, als das Verhältnis des Menschen zu seinen Mitmenschen vom Kopf wieder auf die Füße zu stellen. Dass dies nicht in einer Gesellschaft wie der Kapitalismus zu bewerkstelligen ist, die, wie keine andere Gesellschaft vor ihr, die Ausbeutung und Entfremdung bis zur Perfektion kultiviert hat, ist dabei selbstredend. Mitte Mai verkündete das Verteidigungsministerium eine
lange Sparliste.
Könnte man meinen, dass unter dem Druck der Wirtschaftskrise dem Militarismus endlich Grenzen gesetzt, Abrüstung durch Sparmaßnahmen erzwungen werden? Mitnichten! Im Rahmen der Sparmaßnahmen wurde auch die Verkürzung des Wehrdienstes von 9 auf 6 Monate beschlossen. Auch wenn sich Militärs und Politiker durch den ausschließlichen Einsatz von Berufssoldaten in den immer mörderischer und bestialischer werdenden Kriegsoperationen erhoffen, die Kampfmoral einigermaßen intakt zuhalten, hinterlassen jedoch auch die jüngsten Einsätze von Berufssoldaten tiefe Narben bei denselben. In allen Berufsarmeen nimmt die Zahl der Traumata-Erkrankten zu.
Nachfolgend stellen wir das Manifest des 2. Treffens von Esparevol (Revolutionärer Ort für Treffen und Debatten) vor, ein Forum, das vor mehr als einem Jahr entstand [1] . Esparevol ist Teil der Anstrengungen der Bewusstwerdung kleiner Minderheiten auf der ganzen Welt. Esparevol geht an seine Aktivitäten aus einem internationalistischen Blickwinkel heran und steht gegenüber diesen Minderheiten offen. „Wir wollen all die Initiativen ermutigen und uns an ihnen beteiligen, die über die Grenzen hinausgehen, den Kampf und die Solidarität all der Arbeiter unterstützen, die sich auf die Suche nach Selbständigkeit begeben haben und all das verwerfen, was sie unterdrückt und ausbeutet, sei es auf allgemeiner oder alltäglicher Ebene, wie den kleinen aber unabdingbaren Kämpfen ums Überleben. Wir wollen uns an all dem beteiligen, was sich in diese Richtung aus einer internationalistischen und proletarischen Perspektive bewegt, oder anders gesagt, die Perspektive, wenn jemand unseresgleichen (mit den gleichen Bedürfnissen, Interessen und Sehnsüchten) zu irgendeinem Zeitpunkt der Geschichte oder heute an irgendeinem Ort der Erde kämpft, führen wir auch den gleichen Kampf.“ Griechenland, Türkei, Portugal, Spanien, Italien, England, Irland, Frankreich, Deutschland, Rumänien, USA, Japan, China...
IKSonlineDie IKS veröffentlicht bei Bedarf Web-Extras Auch wenn die Bundesregierung mit ihrem
Sparpaket in die gleiche Richtung drängt wie die anderen Regierungen auf der
Welt, die die Arbeiterklasse zur Kasse bitten, geht sie dennoch nicht
blindlings und unüberlegt vor. Denn während sie zwar unnachgiebig gegenüber
anderen Regierungen wie z.B. der griechischen brutale Sparprogramme fordert,
bevor sie irgendwelche Rettungspakete unterschreibt, und auch (wie wir im nebenstehenden
Artikel dargestellt haben) international im Vergleich zu den USA auf rigorose
Sparprogramme drängt, hat sie im Augenblick noch den Spielraum und auch die
politische Cleverness, in Deutschland scheibchenweise zuzuschlagen. Als sich in den Monaten zwischen November 1989 und
Oktober 1990 die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten immer deutlicher
abzeichnete, stieß dies auf heftigen Widerstand seitens des französischen und
britischen Imperialismus. Von François Mitterand, damaliger französischer
Staatspräsident, ist der Satz überliefert, dass er Deutschland so sehr liebe,
dass er gern zwei davon habe. Der britische Imperialismus unter Maggie Thatcher
drückte sich weniger charmant aus: Dort betrachtete man in Helmut Kohl, dem
„Einheitskanzler“, bereits die Reinkarnation Adolf Hitlers. Beide Staaten
fürchteten sich vor einem wiedererstarkten „Großdeutschland“, das allein durch
seine schiere Größe zu übermächtig werden könnte. Und in der Tat schien
zunächst einiges auf die Wiedergeburt des deutschen Großmachtdenken
hinzudeuten. Seit ungefähr drei Jahren haben einige einzelne Anarchisten oder anarchistische Gruppen und die IKS einige Hürden überwunden, indem sie angefangen haben, offen und brüderlich miteinander zu diskutieren. Die von vornherein bestehende Gleichgültigkeit oder eine systematische gegenseitige Verwerfung sind einem Willen zur Diskussion gewichen, einem Willen, die Position des jeweils anderen zu verstehen und ehrlich die Punkte der Übereinstimmung und Differenzen zu erfassen. In Mexiko hat diese neue Geisteshaltung die gemeinsame Herausgabe eines Flugblattes ermöglicht, das von zwei anarchistischen Gruppen (GSL und PAM) (1)) und einer Linkskommunistischen Gruppe (der IKS) unterzeichnet wurde. In Frankreich hat jüngst die CNT-AIT aus Toulouse die IKS dazu eingeladen, ein Einleitungsreferat auf einer ihrer öffentlichen Veranstaltungen zu halten (2). In Deutschland hat man auch angefangen, Verbindungen miteinander aufzunehmenSpektakuläre Neuigkeiten konnte man der Presse entnehmen:
eine Annäherung der neuen ukrainischen Regierung Janukowitsch an Russland und
der Abschluss eines Vertrages, der die russische Truppenpräsenz in der Ukraine
auf lange Zeit sichern soll; ein Vertrag Moskaus mit Ankara zum Bau eines
russischen Kernkraftwerks in Akkuyu in der Südtürkei; die enthusiastische Reise
Medwedews nach Syrien im Mai, und all die Berichte, dass der Sturz der
Regierung von Bakijew in Kirgistan zum großen Vorteil Moskaus sei. All dies hat
den Eindruck hinterlassen der russische Imperialismus gewinne unaufhaltsam an
Terrain. Doch entspricht dies der Wirklichkeit? Wir veröffentlichen an dieser Stelle ein
Diskussionspapier, Ausdruck des derzeitigen politischen Lebens in den Betrieben
Norditaliens. Die hier wiedergegebenen Anmerkungen sind von einigen Arbeitern
der INNSE diskutiert und überarbeitet worden. Die GenossInnen reagieren auf die
Erfahrungen des dort lange geführten Kampfes, versuchen daraus, allgemeine
Schlussfolgerungen zu ziehen und sie in eine internationale Debatte zu stellen.
In Italien, Deutschland und woanders werden sie auch von politisierten Minderheiten
besonders in den Betrieben diskutiert. Genosse
Riga aus Hamburg hat u.a. die IKS dazu aufgefordert, zu einer möglichst
umfangreichen Verbreitung des Papiers beizutragen. Wir kommen dieser
Aufforderung gerne nach, umso lieber, da der Text bereits eine Reihe von
Kommentaren und eine Debatte auf unserer Webseite hervorgerufen hat. Im Juni 2010 konnte die herrschende Klasse in der Schweiz zwei ihrer größten Probleme, wenigstens für den Moment, für beendet erklären. Diese Probleme hielten sie während gut einem Jahr so in Atem, dass ihre Medien jetzt laut über eine Auswechslung von verschiedenen Regierungsmitgliedern nachdenken. Immerhin hat die herrschende Klasse im Steuerstreit mit den USA um Bankkonten von amerikanischen Kunden der Schweizer Bank UBS eine bittere Pille geschluckt und in der so genannten Libyenaffäre vor vielen anderen Staaten das Gesicht verloren. Welche Bilanz ist heute zu ziehen? War es nur ein Sturm im Wasserglas? Zur Ablenkung von der wahren Krise, derjenigen der Wirtschaft? Der Ausbruch der Finanzkrise 2008 hatte zu einem Produktionsrückgang in den meisten Ländern der Welt geführt (und hauptsächlich zu einer Verlangsamung in China und Indien). Um diesem Phänomen entgegenzutreten, hatten die Herrschenden in den meisten Ländern Konjunkturprogramme verabschiedet, wobei die Chinas und der USA am umfangreichsten waren. Nachdem diese Konjunkturpakete einen teilweisen Anschub der weltwirtschaftlichen Aktivitäten und eine Stabilisierung der Wirtschaft der am meisten entwickelten Länder bewirken konnten, sind die Auswirkungen auf die Nachfrage, die Produktion und den Handel dabei zu verpuffen. Im Sommer 1980 hielt die Arbeiterklasse in Polen die ganze Welt in Atem. Eine riesige Massenstreikbewegung entfaltete sich: mehrere Hunderttausend Arbeiter streikten ‘wild’ in verschiedenen Städten und brachten die herrschende Klasse in Polen aber auch in den anderen Ländern ans Zittern. Heute, wo in Griechenland die Arbeiterklasse wieder anfängt, gegen die Folgen der Wirtschaftskrise wieder massiv die Stirn zu bieten, ist es um so wichtiger, sich mit der Frage des Massenstreiks und insbesondere mit dessen letzten exemplarischen Beispiel damals in Polen zu befassen. WeltrevolutionZweimonatszeitung der IKS in Deutschland und der Schweiz
Noch nie war der Bankrott des kapitalistischen Systems so
Zum vierten Mal seit der Internationalen Revue Nr. 42 Im ersten Artikel dieser Serie zur Umweltfrage, der auf unserer
Webseite und in der Internationalen Revue Nr. 41
veröffentlicht wurde, haben wir eine Bestandsaufnahme gemacht und versucht, das
Wesen der Gefahr herauszuarbeiten, vor der die ganze Menschheit steht. Zu den
bedrohlichsten Erscheinungen auf dem ganzen Erdball gehören:
- Die Zunahme des Treibhauseffektes - Die enorme Müllproduktion und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für dessen Entsorgung Was die Revolutionärevon den Trotzkisten unterscheidet Vom Kapitalismus zum Ende der Vorgeschichte In den vorherigen Artikeln dieser Serie haben wir uns detailliert mitMarx‘ Resümee der historisch-materialistischen Methode im Vorwortzur Kritik der politischen Ökonomie befasst. Wir sind nun am letztenAbschnitt dieses Resümees angelangt: Internationale RevueHalbjährlich erscheinende deutsche Ausgabe. Die Internationale Revue erscheint regelmäßig auf Englisch, Französisch und Spanisch alle drei Monate |
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