- Home
- wer ist die IKS?
- artikelfolgen
- presse der IKS
- publikationen
- kontaktiere uns
- pressebestellung
NavigationAktuelles und LaufendesErbe der kommunistischen Linke |
xxx ![]() Der Nachruf der Gruppe GPR anlässlich des tragischen Todes
des Genossen Robert hat einige unserer Lesen dazu bewogen, ihre Meinung und
ihre Gefühle darüber kund zu tun. Dabei sind auch Spekulationen über die Motive
von Roberts Freitod geäußert worden. So wurde angedeutet, dass eine politische
Verzweiflung aufgrund des geringen Erfolgs der revolutionären, insbesondere der
linkskommunistischen Kräfte eine Rolle gespielt haben könnte. Auch eine
unterstellte Unfähigkeit der politischen Umgebung von Robert, Emotionen
auszudrücken und Menschlichkeit zu zeigen, wurde angeführt. Am 14. Dezember 2009 verließen Tausende von
Beschäftigten der Tekel [1] Betriebe aus Dutzenden türkischen Städten
ihre Wohnungen und Familien, um nach Ankara zu fahren. Die Beschäftigten von
Tekel wollten mit dieser Reise gegen die schrecklichen Arbeitsbedingungen, die
ihnen vom Kapital aufgezwungen werden,
kämpfen. Dieser ehrenhafte Kampf der Tekel-Beschäftigten, der nunmehr
schon mehr als einen Monat andauert, wird mit der Idee geführt, dass sich am
Streik alle Beschäftigten beteiligen sollten. Damit stellten sich die
Tekel-Beschäftigten an die Spitze des Kampfes der Arbeiterklasse in der Türkei.
Wir werden hier über den Ablauf des Kampfes der Tekel-Beschäftigten berichten.
Dieser Kampf betrifft nicht nur den Kampf der Beschäftigten bei Tekel, sondern
er betrifft die Arbeiter aller Länder. Wir schulden den Tekel-Beschäftigten
Dank, weil wir so über deren Erfahrung berichten und den Kampf der Klasse vorantreiben
können, indem wir uns an ihrer Entschlossenheit orientieren und ihre Erfahrung
und Gedanken nachvollziehen. Wir sind an anderer Stelle schon auf die Ursachen der Umweltzerstörung im Kapitalismus, seine Mittel und Möglichkeiten des Umweltschutzes eingegangen. Auch wollen wir auf die „Ergebnisse“ der Konferenz und die zu erwartende weitere Entwicklung später ausführlicher in unserer Presse eingehen. An dieser Stelle möchten wir nur einige Eindrücke von bürgerlichen Pressebeobachtern mit einigen Kommentaren von uns widergeben. Nach jahrelangen Vorbereitungen, bei denen keine Einigung über die konkreten Schritte erreicht werden konnte, begann Anfang Dezember 2009 der Verhandlungsmarathon mit Delegierten aus mehr als 192 Staaten. Zum Schluss trafen immer mehr Staatschefs ein, um dem Gipfel doch noch zu einem „erfolgreichen Abschluss“ zu verhelfen. Mit großem Pomp ließ sich US-Präsident Obama einfliegen und bilanzierte in seiner Rede nach seiner Ankunft: „Vierzehn Tage dauere diese Konferenz, zwanzig Jahre dauern schon die Klimaverhandlungen, und man habe doch wenig vorzuweisen außer einer drastischen Beschleunigung der Klimawandeleffekte“ (www.faz.net). Schauen wir uns an, wie Beobachter bürgerlicher Medien den Verlauf der Konferenz wahrnahmen und welche Schlussfolgerungen sie daraus ziehen. Nachfolgend
veröffentlichen wir zwei Artikel aus dem Jahr 1947 aus der Zeitschrift
Internationalisme, Organ der Kommunistischen Linken Frankreichs (GCF) 1 , die sich
mit der Frage des Trotzkismus befassen. Damals schon hatte sich der Trotzkismus
durch seine Aufgabe des proletarischen Internationalismus hervorgetan, als er
sich im Gegensatz zu den Gruppen der Kommunistischen Linken 2 am 2. Weltkrieg beteiligte.
In den 1930er Jahren hatte die Kommunistische Linke der opportunistischen Welle
widerstanden, welche durch die Niederlage der weltweiten Welle revolutionärer
Kämpfe von 1917-23 entstanden war. Unter diesen Gruppen definierte die
Italienische Linke um die Zeitschrift Bilan (sie wurde 1933 gegründet) die
Aufgaben der Stunde richtig. Gegenüber dem Weg in den Krieg darf man nicht die
Grundprinzipien des Internationalismus verraten, man muss die 'Bilanz' des
Scheiterns der revolutionären Welle und der russischen Revolution insbesondere
erstellen. Die Kommunistische Linke bekämpfte die von der degenerierenden
Dritten Internationalen verbreiteten opportunistischen Positionen, insbesondere
die von Trotzki vertretene Politik der Einheitsfront mit den sozialistischen
Parteien, die jegliche zuvor gewonnene Klarheit hinsichtlich der ins Lager des
Kapitalismus übergewechselten Parteien über Bord warf. Mehrfach musste sie ihre
politische Herangehensweise mit der Methode der damals noch proletarischen Strömung
um Trotzki direkt gegenüberstellen, insbesondere als versucht wurde, die
verschiedenen politischen Gruppen, die sich der Politik der Komintern und der
stalinisierten Parteien entgegenstellten, zu vereinigen. 3
Nachfolgend veröffentlichen wir einige Notizen zu den Studentenprotesten in Deutschland, die wir als Zuschrift erhalten haben. Wir begrüßen solche Reaktionen und möchten sie hiermit zur Debatte stellen. - Weltrevolution - Nachfolgend veröffentlichen wir ein Flugblatt des Kollektivs "Einheit an der Basis in Tours" (1). Diese Genossen, von denen die meisten junge Studenten sind, treffen sich, um sich an Vollversammlungen zu beteiligen, die für alle offen stehen. Sie lehnen die branchenspezifischen Abgrenzungen ab, in welche die Gewerkschaften die Kämpfe einzusperren versuchen. Sie waren lange Zeit sehr aktiv und haben versucht, mit Beschäftigten an deren Arbeitsplatz Kontakt aufzunehmen , um mit ihnen zu diskutieren und sie dazu aufzurufen, den Kampf auszudehnen. Dieses Flugblatt hat das große Verdienst, die Frage der revolutionären Perspektive aufzugreifen und die Notwendigkeit hervorzuheben, dass die gesamte kapitalistische Gesellschaft infrage gestellt werden muss. Gleichzeitig versucht es Lehren zu ziehen und eine Bilanz der jüngsten Kämpfe zu erstellen. Aus unserer Sicht ist dies eine wichtige politische Herangehensweise, die unerlässlich ist für die Vorbereitung zukünftiger Kämpfe. IKSonlineDie IKS veröffentlicht bei Bedarf Web-Extras "Kopenhagen-Gipfel gescheitert" (Guardian, England), "Fiasko in Kopenhagen", "Groteskes Ergebnis", "Schlimmer als unnütz" (Financial Times, England), "Ein nutzloser Gipfel" (The Asian Age, Indien), "Kalte Dusche", "Das schlechteste Abkommen der Geschichte" (Libération, Frankreich). Die internationale Presse ist also fast einhelliger Meinung. 1 Dieser als historisch angekündigte Gipfel ist zu einer wahren Katastrophe geworden. Am Ende haben die Teilnehmerstaaten einer Reihe von vagen Zielen zugestimmt, die niemanden zu irgendetwas verpflichten. Die Erderwärmung auf unter 2°C bis 2050 reduzieren. "Das Scheitern des Kopenhagener Gipfels ist schlimmer als alles befürchtete", meinte Herton Escobar, der Wissenschaftsexperte der Zeitung O Estado De São Paulo (Brasilien). "Das größte diplomatische Ereignis der Geschichte hat zu überhaupt keiner Verpflichtung geführt." 2 Wer auch immer an ein Wunder geglaubt hatte, an die Geburt eines grünen Kapitalismus, wird jetzt damit konfrontiert, dass die Illusionen dahinschmelzen, genau wie das Eis in der Arktis und Antarktis. Der Kapitalismus, seine Staaten, seine herrschende Klasse sind nichts anderes als Mörder. Zehntausende Menschen sind aufgrund dieses unmenschlichen Systems ums Leben gekommen. Dienstag, 16.53 h Ortszeit, hat ein Erdbeben der Stärke 7 auf der Richterskala Haiti erschüttert. Die Hauptstadt Port-au-Prince, eine Monsterslumstadt von ca. 2 Millionen Einwohnern, ist schlicht und ergreifend vernichtet worden. Die Bilanz ist schrecklich. Und sie verschlimmert sich noch Stunde für Stunde.In den letzten Wochen standen die Vorfälle
von Kundus immer wieder im bundesdeutschen Rampenlicht. Nachdem durchsickerte, dass
das wahre Ausmaß des Massakers von Anfang September 2009 ziemlich schnell den
deutschen Einsatzkräften vor Ort bekannt wurde, über die Ereignisse auch nach
Berlin an die höchsten Stellen (im unterschiedlichen Maße) berichtet wurde, der
gesamte Vorfall aber von den beteiligten Stellen dann doch heruntergespielt
bzw. mit allen Tricks gemauert wurde, mussten die ersten Köpfe rollen. Rücktritt
des Generalinspekteurs, eines Staatssekretärs – schließlich des damaligen
Verteidigungsministers Jung und nunmehr wachsender Druck auf den neu
eingesetzten Verteidigungsminister, den Shooting-Star zu Guttenberg.
Mittlerweile wurde – der demokratischen Zeremonie folgend - ein parlamentarischer
Untersuchungsausschuss zur Angelegenheit eingesetzt (der dem Militär sichtlich
wohl gesonnene Verteidigungsausschuss). Nach dem Desaster des
Krieges, als die Wirtschaft dabei war zusammenzubrechen, wollte die herrschende
Klasse die Situation ausnutzen, um der Arbeiterklasse die ganzen Kosten des
Krieges aufzubürden. In Deutschland waren zwischen 1913 und 1920 die Ernten in
der Landwirtschaft und die industrielle Produktion um mehr als die Hälfte
gefallen. Von der vorhandenen Produktion sollte noch ein Drittel an die
Siegerländer abgeführt werden. In vielen Wirtschaftszweigen brach die
Produktion weiter zusammen. Unterdessen schossen die Preise rasant in die Höhe;
betrugen die Lebenshaltungskosten 1913 100 Einheiten, waren sie 1920 auf 1.100
Einheiten angestiegen. Nach dem Hungern im Krieg stand jetzt wieder der Hunger
im ‘Frieden’ auf dem Programm. Die Unterernährung dehnte sich weiter aus. Chaos
und Anarchie der kapitalistischen Produktion, Verarmung und Hunger in den
Reihen der Arbeiter herrschten überall. Noch vor kurzem hat
Sarah Palin, die Vizepräsidentschaftskandidatin an der Seite des Wettbewerbers
John McCain um das Präsidentenamt in den USA, ohne zu zögern behauptet, dass
die Menschen und die Dinosaurier noch vor 6.000 Jahren gleichzeitig auf der
Erde lebten, obwohl die Wissenschaft bewiesen hat, dass die letzten Dinosaurier
von der Erdoberfläche vor mehr als 65.000.000 Jahren verschwunden sind, lange
bevor der erste Homo Sapiens erschienen ist. Diese Ignoranz der historischen
Entwicklung der Arten stellt eine direkte Fortsetzung der heute noch weit
verbreiteten religiösen kreationistischen Doktrin dar. Wie weit dieses Dogma
verbreitet ist, zeigt sich anhand der Neuerfindung der Geschichte des
Universums, die zur Eröffnung einer Reihe von christlichen kreationistischen
Museen in den USA seit 2005 geführt hat (insbesondere in Kentucky oder in Cincinnati, Ohio, und in einem
Vergnügungspark, der 2007 in Lancashire, Großbritannien mittels der Initiative
einer Gruppe von amerikanischen Geschäftsleuten eröffnet wurde, in dem versucht
wird, die Entstehung des Universums in sieben Tagen in Übereinstimmung mit
einer wortgetreuen Interpretation der Bibel zu erklären). Es ist schwierig, in
Anbetracht des Hollywood- und
operettenartigen Charakters dieser
Disneylands oder Jurassic Parks, die die Ignoranz, die Leichtgläubigkeit und
religiösen Vorurteile der Leute ausschlachten, dies alles ernst zu nehmen.
Dennoch ist der Erfolg dieser obskurantistischen Ideologie besorgniserregend:
mehr als 20% der Bevölkerung Flanderns und fast ein Amerikaner von zwei neigen
Umfragen zufolge zu einer kreationistischen Sichtweise der Welt und zu einer
feindseligen Haltung gegenüber der Evolutionstheorie, wie sie von Charles
Darwin aufgestellt worden ist. Die Gruppe Proletarische Revolution GPR aus Österreich hat uns gebeten den folgenden Nachruf auf ihren am 7. Dezember verstorbenen Genossen Robert zu veröffentlichen. Die IKS hat mit grösster Betroffenheit vom überraschenden Tod Roberts erfahren. Wir möchten seinen Nächsten, und im Besonderen seiner Lebensparternerin, unsere tiefste Solidarität ausdrücken. Was war das für eine Euphorie in den Tagen und
Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer! Ein ganzes Volk, Bourgeois und
Arbeiter, Ost- und Westdeutsche, schwebte auf Wolke 7. „Wahnsinn“ war das am
häufigsten benutzte Wort für die sich überschlagenden Geschehnisse damals. Und
„freudetrunken“ der Begriff, der den Geisteszustand der Bevölkerung in Ost und
West in jenen Tagen vielleicht am besten umschreibt. Die Erwartungen, die sich
an der am 3. Oktober 1990 vollzogenen Wiedervereinigung knüpften, waren riesig.
Die Arbeiter und Arbeiterinnen im Osten Deutschlands, also in der ehemaligen
DDR, erhofften sich von ihr ein Leben in Freiheit und Wohlstand. Die Kapitalisten im Westen Deutschlands witterten
ihrerseits große Geschäfte, riesige Märkte, die ihnen nun wie reife Früchte in
den Schoß fielen. Die politische Klasse trug ihr Teil dazu bei, diesen
Hoffnungen Auftrieb zu verleihen. Erinnert sei an die mittlerweile zum geflügelten
Wort gewordene Formulierung von den „blühenden Landschaften“, die der damalige
Bundeskanzler Kohl der ostdeutschen Arbeiterklasse versprach. WeltrevolutionZweimonatszeitung der IKS in Deutschland und der Schweiz Vor zwanzig Jahren ereignete sich eines der
bedeutendsten Geschehnisse der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts: der
Zusammenbruch des imperialistischen Ostblocks und der stalinistischen Regime in
Europa, deren Anführer die UdSSR war.
Diese Ereignisse wurden von der herrschenden Klasse dazu verwendet, eine der massivsten und bösartigsten je gegen die Arbeiterklasse geführten ideologischen Kampagnen zu entfesseln. Noch einmal wurde lügnerisch der zusammenbrechende Stalinismus mit dem Kommunismus Ende Mai dieses Jahres hat die IKS ihren 18. internationalen Kongress
abgehalten. Wie wir es bis jetzt immer getan haben, und in der Tradition der
Arbeiterbewegung vermitteln wir den Lesern und Leserinnen unserer Presse die
wichtigsten Resultate dieses Kongresses, da diese Lehren nicht eine interne
Angelegenheit unserer Organisation sind, sondern die ganze Arbeiterklasse
betreffen, von der wir ein Bestandteil sind. Am 6. März 1991 verkündete der damalige Präsident George Bush nach dem
Zusammenbruch des Ostblocks und dem Sieg der Koalition im Irak vor dem
US-Kongress die Schaffung einer „neuen Weltordnung", die sich auf den „Respekt
des Völkerrechts" stütze. Diese neue Weltordnung sollte der Welt „Frieden und
Wohlstand" bringen. Das „Ende des Kommunismus" bedeute den „endgültigen Triumph
des liberalen Kapitalismus". Einige, wie der „Philosoph" Francis Fukuyama,
sagten gar das „Ende der Geschichte" voraus. Aber die Geschichte, d.h. die Wir setzen in dieser Nummer der Internationalen
Revue die Veröffentlichung unserer internen
Debatte über die Erklärung des Wirtschaftsbooms in den 1950er und 60er Jahren
fort. Die Leser und Leserinnen werden sich erinnern, dass diese Debatte ihren
Ausgang in einer Kritik an der Broschüre Die Dekadenz des Kapitalismus genommen hat, insbesondere an der Analyse hinsichtlich der Zerstörungen,
die der Zweite Weltkrieg angerichtet hatte. Diese Kriegszerstörungen werden in
der Broschüre als Ursprung des Marktes des Wiederaufbaus dargestellt, indem sie
der kapitalistischen Produktion einen Absatz erlaubt hätten. Eine der
Positionen (mit dem Namen Kriegswirtschaft
und Staatskapitalismus) bezieht sich
in Verteidigung der Broschüre grundsätzlich immer noch „auf die Idee,
dass die Prosperität der 50er und 60er Jahre durch die globale Situation der
imperialistischen Machtverhältnisse und die Installierung einer permanenten Kriegswirtschaft
nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmt ist". Zwei andere Positionen, die sich
grundsätzlich in der Kritik an der Analyse der Broschüre Die Dekadenz des Kapitalismus einig waren, vertraten gegensätzliche Positionen betreffend den
Mechanismus, der den Boom der 50er und 60er Jahre erklären sollte:
keynesianische Massnahmen für die eine Position (mit dem Namen keynesianisch-fordistischer Staatskapitalismus); Ausbeutung der letzten ausserkapitalistischen Märkte
und Beginn der Flucht nach vorn in die Verschuldung für die andere (mit dem
Namen Ausserkapitalistische Märkte und Verschuldung).
Der These, der wir den Titel Ausserkapitalistische
Märkte und Verschuldung gaben, behauptet, wie der Name suggeriert, dass
die Ventile, die es ermöglicht hatten, den für die kapitalistische Akkumulation
in den 1950er und 1960er Jahren notwendigen Mehrwert zu realisieren, von den
ausserkapitalistischen Märkten und dem Kredit gebildet wurden. In dieser
Periode trat die Verschuldung allmählich an die Stelle der verbliebenen
ausserkapitalistischen Märkte, da diese nicht mehr ausreichten, um all die im
Kapitalismus produzierten Waren zu absorbieren. Der
hauptsächliche Zweck dieses Artikels ist es, die Grundmauern für eine Analyse
des Nachkriegsbooms nach 1945 zu erarbeiten, die in Internationale
Revue Nr. 42 unter dem Titel „Kriegswirtschaft und Staatskapitalismus"
skizziert worden ist.[1] Dabei
erscheint es uns ebenfalls als sinnvoll, kurz einige der Einwände gegen diese
Analyse zu überprüfen, die von anderen Teilnehmern der Debatte erhoben wurden.
Wie die einleitenden Bemerkungen in Internationale Revue Nr. 42 richtig hervorheben, geht die Bedeutung der Debatte weit über die Analyse des Nachkriegsbooms als solchen hinaus und umfasst fundamentalere Aspekte der marxistischen Kritik an der politischen Ökonomie. Die Debatte sollte zu einem besseren Verständnis der Haupttriebkräfte der kapitalistischen Gesellschaft beitragen. Diese Triebkräfte bestimmen sowohl die ausserordentliche Dynamik des Kapitalismus in seiner Aufstiegsperiode, die ihn von seinen Anfängen in den Stadtstaaten Italiens und Flanderns bis zur Schaffung der ersten planetarischen Gesellschaft vorwärtstrieben, als auch die enormen zerstörerischen Kräfte des Kapitalismus in seiner Dekadenzperiode, die die Menschheit zwei Weltkriegen aussetzte, deren Barbarei Dschingis Khan hätte erblassen lassen, und die heute die unmittelbare Existenz unserer Spezies bedrohen. Welche wissenschaftliche
Methode benötigen wir, um die gegenwärtige gesellschaftliche Ordnung und die
Bedingungen und Mittel ihrer Aufhebung zu verstehen?
Internationale RevueHalbjährlich erscheinende deutsche Ausgabe. Die Internationale Revue erscheint regelmäßig auf Englisch, Französisch und Spanisch alle drei Monate |
Google SuchenSuchen
Umfasse die Sätze in doppelte Anführungszeichen ("").
Öffentliche Veranstaltungen
IKS newsletterUm unsere neuesten Stellungnahmen zu erhalten Neueste Anmerkungen
mehr |