Geschichte der Arbeiterbewegung, Die I. Internationale
Das Kommunistische Manifest hat eine Vorgeschichte, die dem einen oder anderen von Euch bekannt sein mag. Es lagen ihm bereits, als dieser Grundgedanke ausgesprochen wurde, feste Organisationen zugrunde, die allerdings mehr Vereinigungen von Einzelpersonen waren als von proletarischen Massen. Aus dem BUND DER GERECHTEN, der in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts entstanden war, hatte sich, besonders durch die Mitwirkung von Marx und Engels in Deutschland der BUND DER KOMMUNISTEN entwickelt, eine internationale Vereinigung von Einzelpersonen, die in den verschiedensten Städten Europas und der Vereinigten Staaten von Amerika ihren Sitz hatte. Diese Vereinigung, die die erste Form eines internationalen Zusammenschlusses von Proletariern war, beschränkte ihre Mitgliederzahl für die einzelnen Städte auf die Zahl von 3 bis 10 Personen. Über 10 durfte die Mitgliederzahl nicht hinausgehen. Das war eine Vorsichtsmaßnahme gegen die polizeilichen Maßnahmen und die Spitzeleien der damaligen monarchischen Regierungen. Dieser ganze Bund hatte durchaus den Charakter der Illegalität. Seine Organisationsform war trotzdem bereits sehr weit gediehen. Er war aufgebaut auf Ortsgruppen, dann auf Kreisen, leitenden Kreisen, Ländern und fand seine Spitze in einer Zentralbehörde bzw. dem Kongreß.