Vor 60 Jahren: Eine Konferenz revolutionärer Internationalisten

Die IKS hielt 2007 ihren 17. Kongress
ab. Zum ersten Mal seit 1979 konnte dieser Kongress wieder Delegationen anderer
internationalistischer Gruppen willkommen heißen, welche buchstäblich aus
verschiedensten Ecken der Welt (von Brasilien bis Südkorea) angereist waren.
Wie wir im Artikel über die Arbeit des Kongresses

[i]

festgehalten haben, ist diese Praxis keine Erfindung der
IKS. Wir tun damit nichts anderes, als die Haltung wieder aufzunehmen, welche
wir bereits bei unserer Gründung 1975 hatten und die wir von der
Kommunistischen Linken und besonders von der Französischen Kommunistischen
Linken (Gauche Communiste de France, GCF), geerbt haben. Dies zeigt der Artikel
auf, den wir hier wiederveröffentlichen und der ursprünglich in
INTERNATIONALISME, Nr. 23, anlässlich einer Konferenz von Internationalisten im
Mai 1947 – also genau 60 Jahre vor unserem
17. Kongress – publiziert wurde.

[ii]

Die Konferenz von 1947 wurde vom
holländischen Communistenbond Spartacus, einer „rätekommunistischen“ Gruppe,
ins Leben gerufen. Diese Gruppe hatte den Krieg von 1939-45 trotz all der
brutalen Repressalien, die sie wegen ihrer Beteiligung an Arbeiterkämpfen unter
dem Besatzungsregime erdulden musste, überlebt.

[iii]

Die Konferenz wurde in einem für die wenigen
Revolutionäre, welche an den proletarischen internationalistischen Prinzipien
festhielten und den Kampf für die bürgerliche Demokratie oder das
„sozialistische Vaterland“ Stalins zurückwiesen, außerordentlich düsteren
Moment der Geschichte abgehalten. 1943 hatte eine Streikwelle in Norditalien
Anlass zur Hoffnung gegeben, dass der Zweite Weltkrieg auf dieselbe Weise wie
der Erste enden wird: mit einem Aufstand, der diesmal nicht nur den Krieg
beenden, sondern auch den Weg zu einer neuen proletarischen Revolution eröffnen
sollte, die den Horror des Kapitalismus für immer beseitigt. Doch die
herrschende Klasse hatte ihre Lehren aus 1917 gezogen, und der Zweite Weltkrieg
endete mit einer systematischen Zerschlagung der Arbeiterklasse, bevor sie sich
erheben konnte. In Italien wurden die ArbeiterInnen in ihren Quartieren von der
deutschen Besatzungsmacht blutig unterdrückt, der Aufstand in Warschau durch
deutsche Truppen unter den „wohlwollenden“ Blicken des sowjetischen Gegners

[iv]

niedergeschlagen und die deutschen Arbeiterbezirke unter
einem Bombenhagel amerikanischer und britischer Flugzeuge begraben. Dies sind
nur einige Beispiele. Die GCF realisierte, dass in dieser Zeit der Weg zur
Revolution nicht unmittelbar offen stand, und schrieb im Rahmen der
Vorbereitungen der Konferenz an den Communistenbond Spartacus:

„Es war in einem gewissen Sinne
logisch, dass die Abscheulichkeiten des Krieges die Augen öffnen und neue
Revolutionäre hervorbringen würden. Ein Resultat war hier und dort das
Entstehen von kleinen Gruppen, welche trotz ihren unvermeidbaren Konfusionen
und ihrer politischen Unreife eine
ernste Anstrengung unternahmen, die revolutionäre Bewegung der Arbeiterklasse
wieder auf die Beine zu stellen.

Der Zweite Weltkrieg endete nicht wie
der Erste in einer Welle von revolutionären Klassenkämpfen. Ganz im Gegenteil.
Nach einigen schwachen Anstrengungen erlitt das Proletariat eine schwere
Niederlage, welche einen weltweiten reaktionären Kurs eröffnete. Unter solchen
Bedingungen bestand die Gefahr, dass die schwachen Gruppen, welche gegen
Kriegsende entstanden waren, weggespült wurden oder zerbrachen. Mit der
Schwächung einiger dieser Gruppen und mit dem Verschwinden anderer, wie die
‚Communistes Révolutionnaires‘ in Frankreich, haben wir diesen Prozess schon
erlebt“.

[v]

Die GCF hatte keine Illusionen über
die Möglichkeiten dieser Konferenz: „In einer Zeit wie der unsrigen, in einer
Zeit der Reaktion und des Rückschritts steht es nicht an, neue Parteien oder
gar eine neue Internationale zu gründen – so wie es die Trotzkisten und
Konsorten machen –, denn die Hochstapelei solch künstlicher Konstruktionen
hat immer nur dazu geführt, noch
größere Verwirrung in der Arbeiterklasse zu stiften“.

[vi]

Die GCF betrachtete die Konferenz deshalb
aber keinesfalls als eine Zeitverschwendung. Ganz im Gegenteil stellte sie
einen lebenswichtigen Schritt dar, um das Überleben der internationalistischen
Gruppen zu sichern: „Keine Gruppe besitzt die ‚absolute und ewige Wahrheit‘ und
keine Gruppe wird allein fähig sein, dem schrecklichen historischen Kurs von
heute zu widerstehen. Das Leben der
Gruppen und ihre ideologische Entwicklung hängen direkt von den Beziehungen ab,
die sie untereinander aufbauen können, vom Austausch der Standpunkte, von der Konfrontation
der Ideen und der Debatte, die sie international entwickeln können.

Diese Aufgabe scheint uns von größter
Wichtigkeit für die Genossen in der heutigen Zeit zu sein, und aus diesem Grund
haben wir uns dafür ausgesprochen. Wir werden alles daran setzen, den Kontakt
aufrechtzuerhalten, weitere Treffen zu organisieren und die Korrespondenz zu
erweitern“.

[vii]

Der historische
Kontext

Die Konferenz war vor allem von
Bedeutung, weil sie nach sechs schrecklichen Jahren des Krieges, der Repression
und Isolation das erste internationale Treffen unter Revolutionären darstellte.
Doch der historische Kontext – die Periode von „Reaktion und Rückschritt“ – war
stärker als die Initiative von 1947. Das Resultat der Konferenz fiel denn auch
sehr mager aus. Im Oktober 1947 schrieb die GCF dem Communistenbond und bat ihn
um die Organisierung einer zweiten Konferenz, die mit einem Diskussionsbulletin
vorbereitet werden sollte. Doch von Letzterem wurde lediglich eine Nummer
erstellt, und die zweite Konferenz fand nie statt. In den folgenden Jahren
zerfielen die meisten teilnehmenden Gruppen. Auch die GCF, welche auf einige
isolierte Genossen zusammenschrumpfte, die ihren Kontakt so gut wie möglich
brieflich aufrechterhielten.

[viii]

Heute ist der historische Kontext ein
ganz anderer. Nach Jahren der Konterrevolution bewies die Welle von Streiks,
die den Ereignissen von 1968 in Frankreich folgte, dass die revolutionäre
Klasse wieder auf die Bühne der Geschichte zurückgekehrt war. Doch
diese Kämpfe konnten der Stärke der kapitalistischen Angriffe während den
1980er Jahren nicht trotzen und endeten abrupt mit dem Zusammenbruch des
Ostblocks 1989. Es folgte darauf die schwierige Periode der 1990er Jahre,
gekennzeichnet durch Entmutigung und Verwirrung innerhalb der Arbeiterklasse und
ihren revolutionären Minderheiten. Doch mit dem neuen Jahrtausend kam wieder
Bewegung auf. Einerseits entwickelte sich in den letzten Jahren ein Kampf der
Arbeiterklasse um die Stärkung des Solidaritätsprinzips. Gleichzeitig bewies
die Anwesenheit der zum 17. Kongress der IKS eingeladenen Gruppen die
Entwicklung eines weltweiten politischen Nachdenkens unter den kleinen
Minderheiten, die internationalistische Positionen aufrechterhalten und Kontakt
untereinander herzustellen versuchen.

In dieser Situation ist die Erfahrung
von 1947 wichtig und aktuell. Wie eine Saat, die über den Winter unter der Erde
verborgen bleibt, stellt sie ein Potenzial für die Internationalisten von heute
dar. In dieser kurzen Einführung wollen wir die wichtigsten Lehren der Konferenz
von 1947 und der Beteiligung der GCF daran beleuchten.

Die Notwendigkeit
politischer Kriterien für die Beteiligung an der Konferenz

Seit dem Verrat der sozialistischen
Parteien und Gewerkschaften 1914 und noch mehr seit den 1930er Jahren, als die
kommunistischen Parteien - gefolgt von den Trotzkisten in den 1940er Jahren -
denselben Weg einschlugen, gab es ein Haufen Gruppen und Parteien, welche
behaupteten, der Arbeiterklasse anzugehören, deren wirklicher Existenzgrund
aber kein anderer als die Unterstützung der Herrschaft der kapitalistischen
Klasse und ihres Staates war. Aus diesem Grund schrieb die GCF 1947: „Es geht
nicht um Diskussionen im Allgemeinen, sondern um ein Treffen, das die
Diskussion zwischen revolutionären proletarischen Gruppen ermöglicht. Dies
bedingt notwendigerweise eine Unterscheidung auf der Basis politischer
ideologischer Kriterien. Um jegliche Unklarheiten und Schwankungen zu
vermeiden, ist es notwendig, diese Kriterien so klar wie möglich zu
formulieren“.

[ix]

Die GCF formulierte vier Kriterien:

1. den Ausschluss der Trotzkisten
aufgrund ihrer Unterstützung des russischen Staates und ihrer Beteiligung am
imperialistischen Krieg von 1939-45 auf der Seite der demokratischen und
stalinistischen imperialistischen Länder;

2. den Ausschluss derjenigen
Anarchisten (in diesem Fall der französischen
anarchistischen Föderation), welche sich an der Volksfront, der
kapitalistischen spanischen Regierung von 1936–38 und unter der Fahne des
Antifaschismus von 1939-45 an der Résistance beteiligt hatten;

3. den Ausschluss aller Gruppen, die, aus welchem Grund auch immer, am
Zweiten Weltkrieg teilgenommen hatten;

4. die Anerkennung der Notwendigkeit, „den bürgerlichen Staat mit
Gewalt zu zerschlagen“, und damit auch die Anerkennung der historischen Bedeutung
der Oktoberrevolution von 1917.

Nach der Konferenz wurden die
Kriterien von der GCF in ihrem Brief vom Oktober 1947 auf zwei reduziert:

1. „Entschlossenheit für den Kampf
für die proletarische Revolution durch die gewaltsame Zerstörung des
bürgerlichen Staates und den Aufbau des Sozialismus“;

2. „die Ablehnung jeglicher Akzeptanz
gegenüber der Beteiligung am Zweiten imperialistischen Weltkrieg und all den
ideologischen Korruptionen, die damit einher gehen, wie die Ideologien des
Faschismus und Antifaschismus und ihre nationalen Versatzstücke (die
französische Résistance, die nationale und koloniale Befreiung) und ihre politischen Seiten (die
Verteidigung der UdSSR, der Demokratien oder des europäischen Nationalsozialismus)“.

Wie wir sehen, sind diese Kriterien
auf die Frage des Krieges und der Revolution ausgerichtet, und sie bleiben
unseres Erachtens bis heute gültig.

[x]

Was sich verändert hat, ist der historische Kontext, in
dem sie sich heute stellen. Für die Generationen, die heute politisch aktiv
werden, sind der Zweite Weltkrieg und die Russische Revolution längst
vergangene Ereignisse, die man lediglich aus Geschichtsbüchern kennt. Aber sie
bleiben dennoch bedeutend für die revolutionäre Perspektive der Arbeiterklasse
und für das Engagement für die Sache des Proletariats. Denn die heutigen
Generationen sind durch die notwendige Denunzierung all der Kriege, die den
Planeten zerstören (Irak, Israel-Palästina, Tschetschenien, Atomversuche in
Nordkorea, usw.), wieder direkt mit der Frage des Krieges konfrontiert.

Die Frage der Revolution stellt sich
heute mehr durch die notwendige Entlarvung der himmelschreienden Verfälschungen
à la Chavéz als durch einen direkten Bezug zur Russischen Revolution von 1917.

Es existiert heute keine Gefahr einer
faschistischen Mobilisierung der Arbeitermassen in einen imperialistischen
Krieg, auch wenn es Länder gibt (vor allem im ehemaligen Ostblock), die unter
faschistischen Banden leiden, welche, mehr oder weniger durch den Staat
gesteuert, die Bevölkerung terrorisieren und für die Revolutionäre ein Problem
darstellen. Als Resultat ist auch der Antifaschismus unter den heutigen
Bedingungen kein Hauptelement zur ideologischen Kontrolle der Arbeiterklasse,
wie dies während des Krieges von 1939–45 der Fall war, als der Antifaschismus
als Mittel zur Mobilisierung der Arbeiter hinter den demokratischen Staat
diente. Doch auch heute wird er eingesetzt, um die Arbeiter von der
Verteidigung ihrer eigenen Klasseninteressen abzubringen.

Die Haltung gegenüber dem
Anarchismus

Eine wichtige Diskussion vor und
während der Konferenz war die Haltung, die es gegenüber dem Anarchismus
einzunehmen galt. Für die GCF war klar: „Wie die Trotzkisten oder jede andere
Bewegung, welche mit dem Argument, ein Land (wie Russland) oder eine
bürgerliche Herrschaftsform gegenüber der anderen (die Verteidigung der
Republik und Demokratie gegen den Faschismus) verteidigen zu müssen, am
imperialistischen Krieg teilgenommen haben (oder nehmen), findet die
anarchistische Bewegung keinen Platz in dieser Konferenz revolutionärer
Gruppen“. Der Ausschluss der Anarchisten war keinesfalls davon bestimmt, dass
sie Anarchisten waren, sondern durch ihre Haltung gegenüber dem
imperialistischen Krieg. Diese Unterscheidung ist sehr wichtig und wird
verdeutlicht durch die Tatsache, dass die Konferenz von einem Anarchisten
präsidiert wurde (wie wir in einer „Korrektur“ des Berichts in
INTERNATIONALISME, Nr.
24 nachlesen können).

Die Heterogenität der anarchistischen
Bewegung ist heute derart groß, dass diese Frage nicht mehr in einer derart
einfachen Weise beantwortet werden kann. Unter der Bezeichnung „Anarchisten“
finden wir heute Gruppen, die sich von den Trotzkisten lediglich in der
„Parteifrage“ unterscheiden, aber in allen anderen Fragen (bis hin zur
Forderung nach einem „palästinensischen Staat“!) die trotzkistischen Positionen
unterstützen. Andererseits gibt es wirklich internationalistische Gruppen, mit
denen Kommunisten nicht nur eine gute politische Debatte führen, sondern auch
gemeinsame Aktivitäten auf der Basis des Internationalismus unternehmen können.

[xi]

Unserer Ansicht nach gibt es heute absolut keinen Grund,
Debatten mit Gruppen oder Individuen abzulehnen, nur weil sie sich als
„Anarchisten“ bezeichnen.

Einige andere Punkte

Wir wollen zum Schluss drei andere
wichtige Punkte der Konferenz unterstreichen:

Der erste ist das Vermeiden jeglicher grandioser und leerer
Erklärungen: Die Konferenz blieb bezüglich ihrer Wichtigkeit und ihrer
Möglichkeiten auf dem Boden. Das bedeutet nicht, dass die GCF damals die
Formulierung gemeinsamer Positionen für unmöglich gehalten hätte - ganz im
Gegenteil. Doch nach sechs Jahren Krieg konnte die Konferenz nicht mehr sein
als eine erste Kontaktaufnahme, bei der unvermeidlich „die Diskussionen nicht
genügend vorangekommen waren, um irgendwelche wohlklingenden Resolutionen zu
verabschieden“. Heute müssen Revolutionäre sich ihrer enormen Verantwortung
bewusst sein, aber gleichzeitig realistisch bleiben bezüglich ihrer
Möglichkeiten und Kräfte, mit denen sie ihre Arbeit leisten können.

Der zweite Punkt ist die Wichtigkeit der Gewerkschaftsfrage.
Unserer Ansicht nach ist die Gewerkschaftsfrage seit langem geklärt. Doch dies
war nicht vollumfänglich der Fall für die GCF, welche sich 1947 gerade erst die
Positionen der Deutsch-Holländischen Linkskommunisten in dieser Frage
angeeignet hatte. 1947, genau wie auch heute, lag hinter der Gewerkschaftsfrage
das Problem der Kampfmethode. Die Kampfmethode und die Haltung gegenüber den
Gewerkschaften ist eine brennende Frage für die Arbeiterklasse und die
Revolutionäre auf der ganzen Welt.

[xii]

Drittens wollen wir den Abschnitt wiederholen, den wir zu Beginn
des Artikels zitiert haben: „Keine Gruppe besitzt die ‚absolute und ewige
Wahrheit‘ (…) Das Leben der Gruppen und ihre ideologische Entwicklung hängen
direkt von den Beziehungen ab, die sie untereinander aufbauen können, vom
Austausch der Standpunkte, von der Konfrontation der Ideen und der Debatte, die
sie international entwickeln können“. Dies ist für uns ein Leitfaden für die
kommenden Jahre und ein Grund, weshalb der 17. Kongress der IKS der Frage der
Debattenkultur einen derart großen Platz einräumte.

[xiii]

IKS,
6. Januar 2008

(Anmerkung: Im nachfolgend abgedruckten Text sind
die Fußnoten a und b am Ende des Dokumentes aus dem Original von 1947. Die Fußnoten
1 und 2 am Seitenende haben wir jetzt angefügt, um zwei historische Aspekte
kurz zu


[i]

Siehe Internationale
Revue
Nr. 40

[ii]


Die in diesem Artikel zitierten Texte sind
vollumfänglich in unserer auf Französisch publizierten Broschüre La Gauche
Communiste de France zu finden.

[iii]


Siehe unser Buch Die Deutsch-Holländische Linke,
vor allem das vorletzte Kapitel. Der Communistenbond Spartacus hatte seine
Wurzeln in der Marx-Lenin-Luxemburg Front, welche mit aller Kraft an den
Streiks der holländischen Arbeiter von 1941 teilnahm, die sich gegen die
Deportation von Juden durch die deutsche Besatzungsmacht richteten. Sie
verteilten während des Krieges selbst in deutschen Kasernen Flugblätter mit dem
Aufruf zur Verbrüderung.

[iv]


Es war ein Entscheid Churchills, „die Italiener in
ihrem Saft schmoren zu lassen“. Stalin stoppte den Vormarsch der Roten Armee
vor den Toren Warschaus, am anderen Ufer der Weichsel, bis das Gemetzel durch
die deutschen Truppen abgeschlossen war.

[v]

Publiziert in INTERNATIONALISME Nr. 23. Die Hervorhebung ist aus dem
Originaltext. Die Communistes Révolutionnaires entstammten der RKD, einer
Gruppen österreichischer Trotzkisten, welche nach Frankreich geflüchtet waren.
Sie waren die einzige Delegation am Kongress von Périgny, die sich der Gründung
der 4. Internationale widersetzte und sie als „Abenteurertum“ bezeichnete.

[vi]

ebenda

[vii]

ebenda

[viii]

Es ist hier nicht der Platz , um die Nachkriegsgeschichte
des Communistenbond Spartacus niederzuschreiben. Siehe dazu unser Buch Die Deutsch-Holländische
Linke. Hier nur einige Meilensteine: Bald nach der Konferenz von 1947 übernahm
der Communistenbond deutlich „rätistische“ Orientierungen in der
Organisationsfrage, in der Art der früheren GIC (Groepen van Internationale
Communisten). 1964 spaltete sich die Gruppe, und es entstanden der
Spartacusbond und Daad en Gedachte (Tat und Gedanke), die vorwiegend von Cajo
Brendel angeregt wurde. Der Spartacusbond schlug nach 1968 einen aktivistischen
Kurs ein und verschwand 1980. Daad en Gedachte folgte der Logik des Rätismus,
um schlussendlich 1989 aufgrund eines Mangels an Beiträgen für ihre Zeitschrift
zu verschwinden.

[ix]

ebenda

[x]

Dies war auch 1976 unsere Haltung, als die Gruppe
Battaglia Communista einen Aufruf zu einer Konferenz linkskommunistischer
Gruppen machte, aber keinerlei Kriterien für die Teilnahme vorschlug. Wir
begrüßten den Aufruf, insistierten aber gleichzeitig: „Damit dieser Vorstoß ein
Erfolg wird, damit er wirklich zu einer Annäherung unter den Revolutionären
beiträgt, ist es notwendig klare politische Kriterien aufzustellen, die als
Basis und Rahmen dienen, damit die Diskussion und die Gegenüberstellung von
Ideen fruchtbar und konstruktiv wird“. (siehe
Internationale Revue
Nr. 40 (engl., franz., span.): „Die Gründung des IBRP, ein opportunistischer
Bluff“.

[xi]

Die IKS führte verschiedene Debatten und unternahm auch
gemeinsame Aktivitäten mit der in Moskau ansässigen KRAS-AIT.

[xii]

Siehe auf unserer Website den Artikel zu den Kämpfen in
der MEPZA auf den Philippinen.

[xiii]

Siehe unsere Artikel über den 17. Kongress der IKS (Internationale Revue
Nr. 40) und über die Debattenkultur (in dieser Ausgabe).

Politische Strömungen und Verweise: 

Entwicklung des proletarischen <br>Bewusstseins und der Organisation: 

Theoretische Fragen: