13. Kongress der IKS

Die gewachsene Verantwortung der Revolutionäre gegenüber
der zugespitzten historischen Lage

Die IKS hat Ende März/Anfang April
ihren 13. Kongress in einem historischen Augenblick abgehalten, wo sich die Geschichte
beschleunigt, und wo der todgeweihte Kapitalismus eine der schwierigsten und
gefährlichsten Phasen der modernen Geschichte durchläuft. Die Tragweite, die
diese Periode kennzeichnet, ist vergleichbar mit denen der beiden Weltkriege,
dem Entstehen der proletarischen Revolution 1917-1919 oder der großen
Depression 1929. Der Ernst der Lage wird durch eine Verschärfung der
Widersprüche auf allen Ebenen geprägt:

- Zuspitzung der imperialistischen
Spannungen und Entfaltung des weltweiten Chaos,

- eine sehr fortgeschrittene und gefährliche Phase der Krise
des Kapitalismus,

- Angriffe gegen die internationale Arbeiterklasse, wie es sie
seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr gegeben hatte,

- ein beschleunigter Zerfall der bürgerlichen Gesellschaft.

Die IKS, die sich über die
gewaltige Verantwortung bewusst ist, welche durch diese Lage auf den Schultern
des Proletariats lastet, hat die Debatten ihres Kongresses darauf ausgerichtet,
die Perspektiven mit der in dieser historischen Situation erforderlichen größtmöglichen
Klarheit aufzuzeigen. Nur indem die Arbeiterklasse ihre Kampfbereitschaft und
ihr Bewusstsein entfaltet, kann sie die revolutionäre Alternative aufzeigen,
die einzig und allein dazu in der Lage ist, das Überleben der Menschheit zu
garantieren. Aber die größte Verantwortung lastet auf den Schultern der Kommunistischen
Linken, auf den Organisationen des proletarischen Lagers. Nur sie können die
theoretischen und historischen Lehren sowie die marxistische Methode
vermitteln, die für die revolutionären Minderheiten unabdingbar sind, welche
heute im Entstehen begriffen sind, damit sie am Aufbau der zukünftigen
Klassenpartei mitwirken können. In gewisser Hinsicht ist die Kommunistische
Linke heute wie seinerzeit BILAN in
den 30er Jahren

[i]

dazu
gezwungen, eine bislang noch nicht dagewesene, neue historische Situation zu
begreifen. Diese Herausforderung verlangt sowohl eine weitreichende Übernahme
der theoretischen und historischen Herangehensweise des Marxismus wie auch revolutionäre
Kühnheit, um die neue Lage zu begreifen, die mit den Schemen der Vergangenheit
nicht so einfach verstanden werden kann.

Diese Verantwortung hat die IKS
auf ihrem 13. Kongress vor Augen gehabt, damit wir in der Lage sind, durch
unsere Analysen, unsere Positionen und unsere Intervention zur proletarischen
Antwort gegenüber der ganzen Tragweite der Weltlage am Vorabend des nächsten
Jahrtausends beizutragen.

Die internationale Lage: eine sich verstärkende Tendenz zum Chaos

Die Debatten über die Analyse und
Perspektiven der internationalen Situation waren die zentrale Achse unseres 13.
Kongresses (siehe dazu die ”Resolution zur Internationalen Situation” – Internationale Revue Nr. 23). Und das
durfte nicht anders sein. Kurz vor unserem Kongress war der neue Balkankrieg
ausgelöst worden.

[ii]

Der
Kongress hob klar hervor, dass dieser neue Krieg das wichtigste Ereignis seit
dem Zusammenbruch des Ostblocks Ende der 80er Jahre auf imperialistischer Ebene
darstellte. Der jetzige Krieg und seine destabilisierenden Wirkungen auf europäischer
Ebene und gar weltweit verdeutlichen erneut das Dilemma, vor dem heute die USA
stehen. Die Tendenz des ”jeder für sich” und die immer deutlichere Formulierung
der imperialistischen Ansprüche ihrer ehemaligen Verbündeten haben die USA
zunehmend dazu gezwungen, ihre gewaltige militärische Überlegenheit zur Schau
zu stellen und einzusetzen. Gleichzeitig kann diese Politik nur zu einer noch
größeren Zuspitzung des schon vorhandenen weltweiten Chaos führen.

So unterstrich der Kongress, dass
der Krieg im ehemaligen Jugoslawien der klarste Ausdruck einer neuen Etappe der
Entfaltung der Irrationalität des Krieges im dekadenten Kapitalismus mit sich
bringt, die direkt mit der Zerfallsphase des Systems verbunden ist. Dies
bestätigt eine grundlegende These des Marxismus hinsichtlich der Entwicklung
des Kapitalismus im 20. Jahrhundert, wonach in der Niedergangsphase des
Kapitalismus der Krieg zu seiner Überlebensform geworden ist.

Solch eine Zuspitzung des Chaos,
begleitet von einer ständigen Auseinandersetzung zwischen den Großmächten, wird
durch die Beschleunigung der kapitalistischen Krise noch verschärft. Die Krise,
die Ende der 60er Jahre wieder ausbrach, nachdem die Wiederaufbauperiode nach
dem 2. Weltkrieg zum Abschluss kam, hat sich seitdem immer mehr vertieft.
Anfang der 90er Jahre versuchte die Bourgeoisie dieses Phänomen zu vertuschen,
als sie den Zusammenbruch des Ostblocks als den endgültigen Sieg des
Kapitalismus über den Kommunismus verkaufen wollte. In Wirklichkeit war der
Bankrott des Ostblocks eine Schlüsselphase der Vertiefung der kapitalistischen
Weltkrise. Er hat den Bankrott eines bürgerlichen Krisenverwaltungssystems offenbart:
des Stalinismus. Seitdem haben alle ”Wirtschaftsmodelle” eins nach dem anderen
ins Gras gebissen, angefangen bei der zweiten und dritten Industriemacht der
Erde: Japan und Deutschland. Ihnen folgten der Absturz der ”Tiger” und
”Drachen” Asiens und der ”Schwellenländer” Lateinamerikas. Der offene Bankrott
Russlands hat die Unfähigkeit des ”westlichen Liberalismus” bloßgelegt, Osteuropa
wieder auf die Beine zu bringen. Die Bourgeoisie hat diese
Wirtschaftskatastrophe als besonders schmerzhaft dargestellt, die jedoch nur
eine begrenzte, aufgrund von Besonderheiten nur konjunkturelle Erscheinung sei.
In Wirklichkeit aber sind diese Länder in eine in jeder Hinsicht so brutale und
zerstörerische Depression hineingerutscht wie die der 30er Jahre. Und dies ist
nur das Vorspiel für eine neue, weltweite offene Rezession.

Hinsichtlich des Klassenkampfes
hat unser Kongress hervorgehoben, dass die Arbeiterklasse historisch nicht geschlagen
ist, auch wenn der Zerfall, der durch die Sackgasse hervorgerufen wird, in der
der Kapitalismus steckt, ein großes Gewicht ausübt, und auch wenn die Arbeiterklasse
einen historischen Rückschlag erlitten hat, der durch den Zusammenbruch des
russischen Blocks 1989 auf 
Bewusstseinsebene und hinsichtlich der 
Kampfbereitschaft der Arbeiterklasse eingetreten ist – wobei die
Weltbourgeoisie den Zusammenbruch des russischen Blocks so dargestellt hat, als
ob damit die Perspektive des Kommunismus gestorben sei. Obgleich die Zeit nicht
zugunsten der Arbeiterklasse wirkt, da sie die Ausbreitung all der
Zerfallserscheinungen einer verfaulenden Gesellschaft nicht verhindern kann,
können wir am Ende dieses Jahrzehnts wieder Anzeichen einer ansteigenden Kampfbereitschaft
feststellen. Um dieser entgegenzutreten, mussten die Gewerkschaften wieder
anfangen, die Kampfbewegungen zu isolieren und zu sabotieren, und die
Bourgeoisie muss erneut die Politik des black-outs der Kämpfe auf internationaler
Ebene betreiben, um das ”schlechte Beispiel” von Arbeiterkämpfen nicht weiter
zu verbreiten.

Aber trotz der Schwierigkeiten,
die weiterhin auf der Arbeiterklasse aufgrund des Zerfalls der kapitalistischen
Gesellschaft lasten, urteilte der 13. Kongress der IKS, dass es langfristig
viele besonders günstige Faktoren für ein neues Entfalten des Bewusstseins der
Arbeiterklasse gibt:

- das fortgeschrittene Stadium der
Krise selber, die das Nachdenken innerhalb der Arbeiterklasse über die Notwendigkeit,
dem System entgegenzutreten und es zu überwinden, fördert;

- der immer massivere,
gleichzeitige und generalisierte Charakter der Angriffe, der die Notwendigkeit
einer breiten, umfassenden Klassenreaktion aufwirft;

- der Krieg wird allgegenwärtig.
Er zerstört die Illusionen über einen ”friedlichen” Kapitalismus. Der jetzige
Balkankrieg, der in der Nähe der wichtigsten Zentren des Kapitalismus
stattfindet, wird das Bewusstsein der Arbeiter wesentlich beeinflussen, da er
die katastrophalen Perspektiven des Kapitalismus für die Menschheit entlarvt;

- die Verstärkung der
Kampfbereitschaft einer unbesiegten Klasse, die mehr gegen die Verschlechterung
ihrer Existenzbedingungen ankämpfen wird;

- eine neue Generation von
Arbeitern wird sich in den Kampf einreihen, deren Kampfbereitschaft ungebrochen
ist, und die aus den Erfahrungen der Kämpfe seit 68 lernen kann;

- das Auftauchen von
Diskussionszirkeln oder von fortgeschrittenen Arbeiterkernen, die versuchen
werden, sich die unmittelbare und historische Erfahrung der Arbeiterbewegung
anzueignen. Auf dem Hintergrund solch einer Perspektive lastet auf den Schultern
der Kommunistischen Linken eine viel größere Verantwortung als in den 30er
Jahren. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Bourgeoisie sich voll
der Gefahr bewusst ist, dass die Arbeiterklasse ihre Geschichte aufarbeitet,
und sie deshalb eine Verleumdungskampagne gegen die Geschichte und die jetzige
Rolle ihres Klassenfeindes angeleiert hat.

Besorgt über die Gefahr, die von
der Arbeiterklasse ausgeht, hat die herrschende Klasse in 13 von 15 Ländern der
Europäischen Union sowie in den USA die Sozialdemokratie die Regierungsgeschäfte
übernehmen lassen. Sie beabsichtigt damit, die Wahlmystifizierung und die ”demokratische
Alternative” aufzupäppeln, nachdem die Rechten jahrelang an der Regierung
waren, insbesondere in Schlüsselländern wie Deutschland und Großbritannien.
Aber darüber hinaus und vor allem besitzt die Linke den Vorteil gegenüber der
Rechten, die notwendige Intensivierung der Angriffe gegen die Arbeiter auf eine
geschicktere und weniger provozierende Art durchzusetzen.

Schlussendlich hat der 13.
Kongress betont, wenn heute die linken Parteien die meisten Regierungen bilden,
zeigt dies, in welchem Maße die Bourgeoisie sich der Gefahr bewusst ist, die
von einer Arbeiterklasse ausgeht, welche ihre historische Rolle kennt, was für
sie jeweils ein Anlass war, all diese präventiven Aktionen einzuleiten, um die
aufsteigende Kampfbereitschaft der Arbeiterklasse zu untergraben.

Die Aktivitäten der IKS werden durch die neue Periode geprägt

Der 13. Kongress der IKS hat eine
Bilanz unserer Aktivitäten erstellt auf dem Hintergrund einer historisch noch
nie dagewesenen Lage, die sich als besonders schwierig und gefährlich erweist,
und wo die Großmächte ihr mörderisches Arsenal mitten im Herzen Europas
einsetzen.

Der 13. Kongress zog eine sehr
positive Bilanz unserer Aktivitäten. Das ist keine Selbstbeweihräucherung,
sondern eine objektive und kritische Einschätzung unserer Aktivitäten. Der 12.
Kongress hatte beschlossen, dass die IKS wieder ein Gleichgewicht ihrer
Aktivitäten herstellen müsse, nachdem wir drei Jahre lang einen Kampf für die
Wiederherstellung unseres Organisationsgewebes geführt hatten. Gemäß dem Mandat
des 12. Kongresses wurde diese ”Normalisierung” unserer Aktivitäten konkretisiert
durch:

- eine Öffnung hin zum
proletarischen politischen Milieu und hin zu den Kontakten, während wir
gleichzeitig den Kampf gegen die parasitären Gruppen und Elemente fortgesetzt
haben;

- eine theoretisch-politische
Verstärkung, die Entwicklung der Fähigkeit, unserer Propaganda eine historische
Dimension zu verleihen, indem wir uns auf den Marxismus und die Erfahrung der
Klasse stützen;

- eine Verstärkung des
”Parteigeistes”, weil wir nur so die revolutionäre Organisation verstärken
können.

Die Verstärkung der Organisation
wurde ebenso belegt durch die Fähigkeit der IKS, neue Militante in sieben
territorialen Sektionen integrieren zu können (insbesondere in unserer Sektion
in Frankreich). So widerlegt die numerische Verstärkung der IKS (die sich
fortsetzen wird, wie durch die Wünsche weiterer Sympathisanten, die sich jüngst
um eine Mitgliedschaft beworben haben) all die Verleumdungen des parasitären
Milieus, das unsere Organisation beschuldigt, zu einer ”auf sich selbst
zurückgezogenen Sekte” geworden zu sein. Im Gegensatz zu den Verleumdungen
unserer Kritiker hat der Kampf unserer Organisation um die Verteidigung des
Parteigeistes die Leute, die nach Klassenpositionen suchen, nicht abgeschreckt,
sondern im Gegenteil ihre Annäherung und politische Klärung ermöglicht.

Die IKS hat eine ernsthafte und
klare, auf einer langfristigen Sicht aufgebauten Intervention mit dem Ziel der
Annäherung an die Gruppen des proletarischen politischen Milieus fortgesetzt.
Diese Ausrichtung wurde auf die Kontakte und Sympathisanten erweitert, auf
deren Sorgen und Fragestellungen wir ernsthaft und vertiefend eingehen müssen,
und denen es möglich gemacht werden soll, ihr mangelndes Begreifen und Misstrauen
gegenüber der Rolle der revolutionären Organisationen zu überwinden. Diese Orientierung
der IKS ist nicht auf irgendeine grössenwahnsinnige Auffassung zurückzuführen,
sondern eine historische Notwendigkeit, die erforderlich macht, dass die
Arbeiterklasse und die revolutionären Minderheiten an ihrer Seite ihre Pflicht
erfüllen.

Die Verteidigung des
proletarischen Milieus verlangte ebenso einen Kampf gegen die Konteroffensive
der parasitären Elemente. So haben wir zwei Broschüren mit dem Titel Die angebliche Paranoia der IKS
veröffentlicht und eine öffentliche ”internationale” Diskussionsveranstaltung
zur Verteidigung der Organisation 
abgehalten. An dieser haben sich mehrere unserer Kontakte beteiligt. So
hat die Organisation die Frage des politischen Parasitismus vertiefen können.
Dazu haben wir die ”Thesen zum politischen
Parasitismus”
verabschiedet und veröffentlicht, die ein Instrument zum
historischen und theoretischen Begreifen der Gruppen des Milieus darstellen.
Die Verteidigung des proletarischen Milieus hieß ebenso, dass die IKS die
Haltung verstärkt, Diskussionen und die Annäherung voranzutreiben,  wobei wir mit anderen Gruppen dieses Milieus
gemeinsame Interventionen gegenüber den antikommunistischen Kampagnen, die die
Bourgeoisie anlässlich des 80. Jahrestages der Oktoberrevolution entfaltete,
durchgeführt haben. Diese Arbeit wurde ebenso konkretisiert durch die Interventionen
gegenüber dem politischen Milieu, das sich in Russland entfaltet.

Der 13. Kongress beschloss, dass
die Intervention gegenüber dem ”politischen Sumpf” entschlossener von der Organisation
angegangen werden muss. Dieses unbestimmte ”Niemandsland” zwischen Bourgeoisie
und Proletariat ist das unvermeidbare Durchgangslager aller Elemente der
Klasse, die sich hin zu einer Bewusstwerdung entwickeln. Deshalb ist der
”politische Sumpf” eine besondere Zielscheibe der Aktivitäten der Parasiten,
mit denen sozusagen ein Wettlauf um die Zeit stattfindet. Auch darf die Organisation
nicht erwarten, dass die ”suchenden Elemente” uns ”entdecken”, um Interesse an
uns zu finden. Im Gegenteil muss die Organisation sich an diese ”suchenden
Elemente” wenden und den Kampf gegen die Bourgeoisie im Sumpf selber führen.

Diese Verstärkung unserer
Auffassung vom proletarisch politischen Milieu ist ein Ergebnis der politischen
und theoretischen Verstärkung. Der Kongress unterstrich, dass die
politisch-theoretische Verstärkung nicht als ein ”abgesondertes” Feld, als ein
”eigenständiger” oder ”zusätzlicher” Aufgabenbereich aufgefasst werden soll. In
der gegenwärtigen historischen Lage und ausgehend von den langfristigen Perspektiven
der Aktivitäten der revolutionären Organisation ist die politisch-theoretische
Verstärkung ein Aspekt, der unsere Aktivitäten, unser Nachdenken und unsere Entscheidungen
inspirieren und deren Grundlage darstellen muss.

Die positive Bilanz unserer
Aktivitäten stützt sich auf eine klarere Auffassung darüber, dass  Organisationsfragen gegenüber anderen Aspekten
unserer Aktivitäten ausschlaggebend sind. Deshalb ist sich die IKS bewusst,
dass wir unsere Anstrengungen und unseren Kampf für das Erlangen des
”Parteigeistes” fortsetzen müssen, insbesondere indem wir gegen die
Auswirkungen der herrschenden Ideologie auf das militante Engagement ankämpfen
müssen. Während der letzten 25 Jahre hat die IKS die Folgen des Bruchs der
organischen Kontinuität mit den revolutionären Organisationen der Vergangenheit
ertragen müssen. Obgleich wir eine positive Bilanz aus dieser Erfahrung ziehen,
wissen wir, dass die Errungenschaften in diesem Bereich nie endgültig sind; vor
allem in der Zeit des Zerfalls, wenn die Bemühungen der Organisation, mit Parteigeist
zu funktionieren, von den Tendenzen der Gesellschaft des ”jeder für sich”, des
Nihilismus, der Irrationalität ständig untergraben werden, was sich in der
Organisation durch Phänomene wie Individualismus, Misstrauen, Demoralisierung,
Immediatismus, Oberflächlichkeit äußert.

Der 13. Kongress hat die
Orientierung der Aktivitäten der IKS (Presse, Vertrieb, öffentliche Diskussionsveranstaltungen
und Permanenzen) in die Perspektive eingebettet, dass wir auf der einen Seite
von einer Zunahme der zerstörerischen Auswirkungen des Zerfalls ausgehen, auf
der anderen Seite aber auch eine Beschleunigung der Geschichte erwarten, die
sich durch eine Zuspitzung der Krise des Kapitalismus und wiedererstarkende
Kampfbereitschaft der Arbeiterklasse äußert. Die IKS und mit uns das gesamte
proletarische Milieu ist durch diesen Kongress besser gerüstet, um sich den
historischen Herausforderungen zu stellen.      

IKS


[i]


Revue der Kommunistischen Linken Italiens in den 30er Jahren – siehe unsere
Broschüre /Buch ”Die Italienische Kommunistische Linke”

[ii]

Siehe unser internationales Flugblatt, das in allen
Ländern, wo es IKS-Sektionen gibt, sowie in Kanada, Australien und Russland
verteilt wurde. Siehe ebenso den Artikel in dieser Ausgabe zur Intervention der
anderen Gruppen des proletarischen politischen Milieus.

Entwicklung des proletarischen <br>Bewusstseins und der Organisation: