Polemik mit dem IBRP: Eine opportunistische Politik der Umgruppierung führt lediglich zu „Fehlgeburten“

Im letzten Artikel dieser
Serie („Der Nucleo Comunista Internacional, eine Episode im Streben des
Proletariats nach Bewusstsein“,    Internationale
Revue
Nr. 35) haben wir den Weg eines kleinen Kerns von revolutionären
Genossen geschildert, welche sich im „Nucleo Comunista Internacional (NCI)
zusammengefunden hatten.

Wir haben die Probleme
aufgezeigt, auf welche diese kleine Gruppe gestossen ist. Eines ihrer
Mitglieder, Bürger B., hatte seine Informatik-Kenntnisse (vor allem über das
Internet) benutzt, um die anderen Mitglieder zu isolieren, indem er die
Korrespondenz mit Gruppen des politischen proletarischen Milieus
monopolisierte. Er zwang ihnen seine Entscheidungen auf oder fällte sie gar
hinter ihrem Rücken. Auch versteckte er sein Vorgehen bewusst, da die anderen
Mitglieder dieses nicht genehmigen würden, weil er eine Politik entwickelte,
welche von einem Tag auf den anderen die Richtung änderte. Genauer gesagt,
nachdem er bis zum Sommer 2004 seinen Willen zur sofortigen Integration in die
IKS1 gezeigt und behauptet hatte, mit allen
programmatischen Positionen und Analysen einverstanden zu sein, und
gleichzeitig die Positionen des IBRP verworfen und das unverschämte,
verleumderische Verhalten der so genannten „Internen Fraktion der IKS“ (IFIKS)
kritisiert hatte, machte er eine unvermittelte Kehrtwende.

Während noch eine Delegation
der IKS in Argentinien weilte und eine Reihe von Diskussionen mit dem NCI
führte, nahm er Kontakt mit der IFIKS und dem IBRP auf, um ihnen das Angebot
einer gemeinsamen Arbeit zu machen und den Namen der Gruppe in „Circulo de
Comunistas Internacionalistas“ umzutaufen (und dies alles, ohne der Delegation
der IKS oder den anderen Gruppenmitgliedern nur ein Wort zu sagen). „Es ist
bemerkenswert, dass Bürger B.s plötzliche Leidenschaft für das IBRP und dessen
Positionen sowie für die IFIKS erst begann, als diesem kleinen Abenteurer
gewahr wurde, dass er mit seinen Manövern bei der IKS auf Granit beissen würde.
Diese Konvertierung, die noch schneller stattfand als die des St. Paulus auf
dem Weg nach Damaskus, veranlasste das IBRP, ohne auch nur eine Sekunde
nachzudenken, sich hastig zum Sprecher von Bürger B. zu machen. Das IBRP sollte
sich selbst einst fragen, wie es kommt (und das nicht nur einmal), dass
Elemente, die ihre Unfähigkeit bewiesen haben, sich in die Kommunistische Linke
zu integrieren, sich stets dem IBRP zuwandten, nachdem sie mit ihrer
„Annäherung“ an die IKS gescheitert sind.“
(ebenda)

Soviel wir wissen, hat sich das IBRP diese Frage bisher
noch nicht gestellt (auf jeden Fall ist nie etwas in seiner Presse darüber
veröffentlicht worden).

Ein Ziel dieses Artikels ist es, unter anderem auf genau
diese Frage eine Antwort zu geben, was für das IBRP von Nutzen sein könnte
sowie für Elemente, die sich den Positionen der Kommunistischen Linken annähern
und beeindruckt sind von der Behauptung des IBRPs,  „der alleinige Erbe der Italienischen
Kommunistischen Linken“ zu sein. Ganz generell erlaubt es uns zu verstehen,
weshalb diese Organisation eine anhaltende Serie von Niederlagen in seine
Umgruppierungspolitik der revolutionären Kräfte auf internationaler Ebene
erlitten hat.

Die für konfuse Elemente unwiderstehliche Anziehungskraft
der Sirenengesänge des IBRP

 Die Haltung des Bürgers B., auf einen Schlag eine
vollständige Übereinstimmung mit den Positionen des IBRP und mit den (total
verleumderischen) Anklagen der IFIKS gegen die IKS zu entdecken, ist nichts
mehr als eine Karikatur einer Herangehensweise, die wir schon vorher bei
zahlreichen Elementen sehen konnten, die sich erst in eine Diskussion mit
unserer Organisation begaben und dann feststellten, dass sie sich in der Türe
geirrt hatten. Entweder weil sie unsere Positionen nicht teilten, weil die
Anforderungen der Militanz in der IKS für sie allzu eingeengt erschienen, oder
weil sie realisierten, dass sie ihre persönliche Politik innerhalb der IKS
nicht weiterführen könnten. Oft wandten sich solche Elemente dem IBRP zu, weil
ihnen diese Organisation ihre Erwartungen eher erfüllen konnte. Wir haben dies
schon verschiedentlich in unserer Presse aufgezeigt. Dennoch ist es die Mühe
wert, darauf zurück zu kommen, da es sich nicht um Ausnahmen oder
Zufälligkeiten handelt, sondern um ein sich wiederholendes Phänomen, welches
bei den Mitgliedern des IBRP eigentlich Fragen aufwerfen sollte.

Schon vor der Geburt des IBRP...
 Man findet schon in der Vorgeschichte des IBRP (und auch
der IKS) ein Beispiel welches sich mehrmals wiederholen sollte. Wir sind im
Jahre 1973-74: Auf einen Aufruf hin einer amerikanischen Gruppe mit dem Namen Internationalism
(welche später die Sektion der IKS in den USA wurde) zu einer
internationalen Korrespondenz wurde eine Reihe von Treffen unter Gruppen abgehalten,
die sich auf die Kommunistische Linke beriefen. Die regelmässigsten Teilnehmer
an diesen Treffen waren Révolution Internationale (RI) aus Frankreich
und drei Gruppen aus Grossbritannien: World Revolution (WR), Revolutionary
Perspectives
(RP) und Workers’ Voice (WV) (benannt nach ihren
Publikationen). WR und RP stammten aus Abspaltungen der Gruppe Solidarity,
welche anarcho-rätistische Positionen vertrat. WV hingegen war eine kleine
Gruppe von Arbeitern aus Liverpool, die mit dem Trotzkismus gebrochen hatten.
Durch diese Diskussionen näherten sich die drei englischen Gruppen den
Positionen von Révolution Internationale und Internationalism an
(welche im Jahr darauf die IKS gründeten). Doch der Vereinigungsprozess dieser
drei Gruppen endete in einer Niederlage. Einerseits beschlossen die Elemente
von Worker’s Voice mit World Revolution zu brechen, weil sie das
Gefühl hatten, von WR betrogen worden zu sein. Diese hatte halb rätistische
Positionen zur Russischen Revolution 1917 aufrecht erhalten: Sie sagte zwar,
dass es sich um eine proletarische Revolution gehandelt habe, die Bolschewiki
jedoch eine bürgerliche Partei gewesen seien, eine Position, von der sie die
Genossen von WV überzeugt hatte. Und weil WR nach dem Treffen vom Januar 1974
diese letzten Reste des Rätismus abgeschüttelt hatte und die Position von Révolution
Internationale
angenommen hatte, bekamen jene Genossen das Gefühl,
„betrogen“ worden zu sein, und entwickelten eine starke Ablehnung gegenüber WR
(mit der Beschuldigung „vor RI kapituliert zu haben“), was sie dazu führte, im
November 1974 eine „Stellungnahme“ zu veröffentlichen, in der die Gruppen,
welche kurz darauf die IKS gründen sollten als „konterrevolutionär“ bezeichnet
wurden2. RP hingegen hatte die IKS angefragt,
als „Tendenz“ mit einer eigenen Plattform integriert zu werden (weil es immer
noch Differenzen zwischen dieser Gruppe und der IKS gab). Wir antworteten
darauf, dass es nicht unsere Vorgehensweise sei, „Tendenzen“ als solche mit
einer eigenen Plattform zu integrieren, auch wenn es in der Organisation
unterschiedliche Positionen zu zweitrangigen Fragen der programmatischen
Dokumente geben kann. Wir hatten die Türe zu einer Debatte für RP nicht
verschlossen, doch diese Genossen begannen sich von der IKS zu entfernen. Sie
begannen eine „alternative“ internationale Umgruppierung zu derjenigen der IKS
zu starten, und zwar mit WV, der französischen Gruppe „Pour une Intervention
Communiste“ (PIC) und der „Revolutionary Workers Group“ (RWG) aus Chicago.
Dieser „Block ohne Prinzipien“ (ein Ausdruck Lenins) hatte einen kurzen Atem.
Es konnte auch kaum anders sein, denn was die drei Gruppen als einziges
verband, war ihre zunehmende Feindschaft gegenüber der IKS. Schlussendlich kam
es doch noch zu einer Vereinigung in Grossbritannien zwischen RP und WV
(September 1975), welche die „Communist Workers’ Organisation“ (CWO) gründeten.
Diese Vereinigung hatte für RP einen hohen Preis: Ihre Mitglieder mussten die
Position von WV akzeptieren, nach der die IKS „konterrevolutionär“ sei. Eine
Weile lang wurde diese Position auch aufrecht erhalten, auch noch ein Jahr
später, als die alten Mitglieder von WV sich von der CWO verabschiedeten und
diejenigen, welche von RP stammten - der Intoleranz anderen Gruppen gegenüber
bezichtigten!3 Diese „Analyse“ der CWO,
welche die IKS als „konterrevolutionär“ bezeichnete, basierte auf folgenden
„gewichtigen Argumenten“:

„- die IKS verteidigt das staatskapitalistische
Russland nach 1921 und die Bolschewiki;

- sie bezeichnet eine staatskapitalistische Bande wie
die trotzkistische Linksopposition als proletarische Gruppe“
(Revolutionary
Perspectives
Nr. 4).

Kurz darauf, als die CWO mit dem Partito Comunista
Internazionalista aus Italien (Battaglia Comunista) zu diskutieren
begann, widerrief sie die Bezeichnung der IKS als „konterrevolutionär“ (hätte
sie die ehemaligen Kriterien aufrecht erhalten, so hätte sie BC ebenfalls als
eine bürgerliche Organisation bezeichnen müssen!).

Ausgangspunkt der Wanderschaft der CWO war die Tatsache,
dass die IKS sich geweigert hatte, RP mit einer eigenen Plattform zu
integrieren. Diese Wanderschaft endete 1984 in der Gründung des IBRP: Die CWO
durfte nach all den vorangegangenen Niederlagen schlussendlich doch noch an
einer internationalen Umgruppierung teilhaben.

Die Enttäuschung mit den SUCM 
Selbst der Prozess der Formierung des IBRP war demnach
schon davon geprägt, dass „von der IKS Enttäuschte“ sich dem IBRP zuwandten.
Wir kommen hier nicht auf die drei Konferenzen linkskommunistischer Gruppen
zurück, die zwischen 1977 und 1980 nach einem Aufruf von BC im April 1976
stattfanden4. Unsere Presse hat
jedoch mehrmals hervorgehoben, dass es total unverantwortlich und nur vom
Interesse um ihre eigene kleine Kapelle getrieben war, als BC und die CWO diese
Anstrengung abgewürgten, indem sie am Ende der 3. Konferenz eine Abstimmung
darüber erzwangen, dass die Frage der Rolle und Funktion der Partei ein
zusätzliches Teilnahmekriterium sein solle. Ziel dabei war es, die IKS von
zukünftigen Konferenzen auszuschliessen5.
Betrachten wir nun die „Konferenz“ von 1984, welche von BC und der CWO als
Fortsetzung der drei Konferenzen zwischen 1977 und 1980 dargestellt wurde. Auf
dieser „Konferenz“ war neben BC und der CWO die Gruppe „Supporters of the
Unity of Communist Militants“
(SUCM), eine Gruppe iranischer Studenten vor
allem aus England, welche die IKS gut kannte: Wir hatten mit ihnen schon zuvor
diskutiert und erkannt, dass sie trotz allen Beteuerungen, mit der
Kommunistischen Linken einverstanden zu sein, im Grunde eine linke Gruppe
waren, die dem Maoismus entstammte. Die SUCM wandte sich danach an die CWO, die
aber keine Notiz nahm von den Warnungen unserer Genossen in England vor dieser
Gruppe. Dank diesen wunderbaren neuen „Rekruten“ konnten die CWO und BC
jegliche Auseinandersetzung auf dieser gloriosen 4. Konferenz der Gruppen der
Kommunistischen Linken verhindern, da sie nun die IKS nicht mehr mit ihrem
„Rätismus“ verseuchen konnte, und sich endlich den wichtigen Fragen des Aufbaus
der zukünftigen Weltpartei der Revolution widmen6.
Realität war aber Folgendes: All die anderen „Kräfte“, welche vom Tandem BC-CWO
mit „Seriosität und Klarheit ausgewählt“ wurden (um die Formulierung von BC zu
benutzen), sagten ab oder konnten nicht kommen, wie die Gruppe „Kommunistische
Politik“ aus Österreich und L`Éveil Internationaliste, oder sie waren zum Zeitpunkt der
„Konferenz“ gar schon verschwunden, wie die beiden amerikanischen Gruppen
„Marxist Worker“ und „Wildcat“. Absurderweise schien letztere trotz ihrer
rätistischen Positionen den „Teilnahmekriterien“, die von BC und der CWO
aufgestellt worden waren, zu entsprechen7.

Der Flirt mit der SUCM dauerte nicht lange. Dies jedoch
nicht wegen der Klarheit der Genossen von BC und der CWO, sondern ganz simpel
deshalb, weil diese Gruppe ihren wahren Charakter nicht lange verbergen konnte
und sich in die iranische Kommunistische Partei, eine stalinistische
Organisation, eingliederte.

BC und die CWO luden keine anderen Gruppen ein wie zu den
Konferenzen der Kommunistischen Linken, um sich nicht mit einem neuen Fiasko lächerlich
zu machen8.

Zwei verschiedene Karrieren
Die Anziehungskraft des IBRP für „von der IKS Enttäuschte“
zeigte sich zur selben Zeit auch bei einem Element, das wir hier L. nennen und
für einige Zeit sein einziger Repräsentant in Frankreich war. Dieses Element,
welches seine Schule bei einer trotzkistischen Organisation gemacht hatte,
näherte sich der IKS zu Beginn der 80er Jahre an und wollte in unsere
Organisation eintreten. Wir führten mit ihm genaue Diskussionen, baten ihn aber
auch um Geduld, weil er trotz voller Übereinstimmung mit unseren Positionen
noch starke Überreste seiner linken Vergangenheit zeigte, vor allem einen
ausgeprägten Immediatismus. Geduld hatte er aber gerade deshalb sehr wenig:
Weil die Diskussionen für seinen Geschmack zu lange dauerten, brach er sie ab
und wandte sich den Gruppen zu, die das IBRP bildeten. Von einem Tag auf den
anderen übernahm er die Positionen des IBRP, welches auch nicht dieselbe Geduld
für eine Integration forderte. Die Überzeugung dieses Elements war denn auch
keinesfalls solide, und so verliess er das IBRP auch wieder, um zwischen den
verschiedenen bordigistischen Gruppen in der Kommunistischen Linken hin und her
zu segeln und danach Mitte der 90er Jahre wieder zum IBRP zurückzukehren. Wir
hatten damals das IBRP auf die mangelnde politische Verlässlichkeit dieses
Elements aufmerksam gemacht. Doch sie hatten unsere Warnung nicht zur Kenntnis
genommen und ihn wieder in ihre Organisation integriert. Und so ist er denn
auch, wen wundert es, nicht lange im IBRP geblieben: Ab dem Jahr 2000
„entdeckte“ er ein zweites Mal, dass die angenommenen Positionen ihn doch nicht
vollständig überzeugten, und er tauchte an mehreren öffentlichen
Diskussionsveranstaltungen der IKS auf, um das IBRP in den Dreck zu ziehen. Die
IKS hielt es für notwendig, seine Verunglimpfungen zurückzuweisen und das IBRP
dagegen zu verteidigen.

Die Serie von Flirts des IBRP mit von der IKS enttäuschten
Elementen beschränkt sich jedoch nicht auf das beschriebene Beispiel.

Ein anderes Element, das ebenfalls aus der Linken kam und
wir hier E. nennen, schlug eine ähnliche Laufbahn ein. Mit ihm entwickelte sich
der Prozess der Integration in die IKS weiter als mit L., und er wurde nach
langen Diskussionen Mitglied unserer Organisation. Es ist eine Sache, mit den
Positionen einer Organisation einverstanden zu sein, jedoch eine andere, sich
auch in eine kommunistische Organisation zu integrieren. Auch wenn die IKS
diesem Element lange erklärt hatte, was es heisst, ein Militanter einer
kommunistischen Organisation zu sein, und er dies anerkannt hatte, so erfordert
die praktische Erfahrung der Militanz eine permanente Anstrengung zur
Überwindung des Individualismus. Wir mussten bald feststellen, dass er keinen

Platz in unserer Organisation fand, sondern eine feindselige  Haltung gegenüber der IKS entwickelte.
Schliesslich verliess er die IKS, ohne jegliche Divergenz gegenüber unserer
Plattform zu formulieren (trotz unserer Aufforderung, eine seriöse Diskussion
über seine „Vorwürfe“ aufzunehmen). Dies hinderte ihn nicht, kurz darauf seine
Übereinstimmung mit den Positionen des IBRP zu entdecken, und dessen Presse
veröffentlichte sogar einen Artikel von ihm, der eine Polemik gegen die IKS
darstellen sollte.

Um auf die Gruppen zurück zu kommen, welche einen solchen
Weg einschlugen: Die Liste der oben angeführten Beispiele ist noch nicht
vollständig. Wir möchten noch die Beispiele der „Communist Bulletin Group“
(CBG) in Grossbritannien, Kamunist Kranti in Indien, Comunismo in
Mexiko, „Los Angeles Workers’ Voice“ und Notes Internationalistes in
Kanada beleuchten.

Die unglückliche Liebe zwischen der CBG und der CWO 
In unserer Presse sind schon verschiedenste Artikel zur
CBG erschienen9. Wir entwickeln hier
nicht eine umfassende Analyse von diesem parasitären Grüppchen, welches von
ehemaligen Mitgliedern unserer Organisation gegründet wurde, die 1981
ausgetreten waren und uns dabei Material und Geld gestohlen hatten. Ihr einzige
Ziel war es, die IKS in den Dreck zu ziehen. Ende 1983 hatte diese Gruppe
folgendermassen auf eine „Adresse an die politischen proletarischen Gruppen“
geantwortet, die vom 5. Kongress der IKS verabschiedet worden war, um „eine
bewusste Zusammenarbeit unter allen Gruppen aufzubauen
10: “Wir wollen gegenüber der
in dieser Adresse formulierten Stossrichtung und den Anliegen unsere
Solidarität ausdrücken ...“
. Doch sie übten nicht die geringste Kritik an
ihrem Verhalten als Diebe. Wir schrieben ihnen: „So wie wir die
grundlegenden Fragen der Verteidigung der politischen Organisationen des
Proletariates verstehen, sind wir gezwungen, auf den Brief der CBG zu
antworten, dass er für uns wertlos ist. Sie hat sich wohl in der Adresse
getäuscht.“

Vermutlich enttäuscht über die Zurückweisung der IKS und
sichtbar unter ihrer Isolation leidend, hat sich die CBG schlussendlich der CWO
zugewandt, der britischen Organisation des IBRP. Es fand ein Treffen in
Edinburgh im Dezember 1992 statt, nachdem schon „eine praktische
Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern der CWO und der CBG stattgefunden hatte“.
„Eine Vielzahl von Missverständnissen konnte beidseitig geklärt werden. Es
wurde beschlossen, die Zusammenarbeit formeller weiterzuführen. Eine
Übereinkunft wurde getroffen, welche die CWO im Januar noch innerhalb der
gesamten Organisation bestätigen muss (nachdem ein Bericht erstellt worden ist)
und der die folgenden Punkte enthält...“
Darauf folgte eine Liste von
Übereinstimmungen zur Zusammenarbeit und speziell: „Die beiden Gruppen
werden einen Entwurf für eine vorgeschlagene „populäre Plattform“ diskutieren,
der von einem Mitglied der CWO verfasst wird und als Werkzeug zur Intervention
dient.“
(Workers’ Voice
Nr. 64, Januar-Februar 1996)

Offenbar folgte auf diesen Flirt nichts mehr, da wir
seither nie mehr etwas von einer Zusammenarbeit zwischen der CBG und der CWO erfahren
haben. Ebenso wenig haben wir je etwas darüber gelesen, weshalb diese
Zusammenarbeit scheiterte.

Der Kummer des IBRP in Indien
Ein anderes unglückliches Abenteuer mit „von der IKS
Enttäuschten“ war das mit der Gruppe in Indien, die Kamunist Kranti
veröffentlichte. Dieser kleine Kern entstammte einer Gruppe von Elementen, mit
denen die IKS während der 80er Jahre diskutiert hatte und von denen sich einige
an unsere Organisation annäherten und enge Sympathisanten wurden, wobei einer
auch in die IKS eintrat. Doch eines dieser Elemente, das wir hier S. nennen und
das eine wichtige Rolle in den ersten Diskussionen mit der IKS spielte, schlug
einen anderen Weg ein. Möglicherweise aus Angst davor, durch eine Integration
in die IKS seine Individualität zu verlieren, gründete er seine eigene Gruppe
mit der Zeitschrift Kamunist Kranti.

Das IBRP hatte schon seine Erfahrung mit Rückschlägen in
Indien hinter sich. Für diese Organisation machen die Bedingungen, wie sie in
Ländern der Peripherie existieren „die Existenz von kommunistischen
Massenorganisationen möglich“
(Communist Revue Nr. 3), was für sie
offenbar auch heisst, dass es dort leichter sei, kleine kommunistische Gruppen
zu bilden, als in den zentralen Ländern des Kapitalismus. Das IBRP leidet aber
darunter, dass seine These nicht bestätigt wird durch Gruppen, die seine
Plattform annehmen würden. Dieses Leiden war zu jener Zeit besonders gross, da
gerade die IKS, deren Analyse als „eurozentristisch“ bezeichnet wurde, eine
Sektion in einem dieser Länder der Peripherie hatte, in Venezuela. Offenbar
hatte der misslungene Flirt mit der SUCM die Verbitterung des IBRP noch
verstärkt. Als das IBRP Diskussionen mit der Gruppe Lal Pataka in Indien
aufnehmen konnte, dachte es das grosse Los gezogen zu haben. Doch Lal Pataka
war, wie die SUCM, eine vom Maoismus kommende Gruppe, die nicht wirklich mit
ihren Wurzeln brechen konnte, trotz Sympathiebekundungen gegenüber den
Positionen der Kommunistischen Linken. Auf die Warnungen der IKS gegenüber
dieser Gruppe (die genau genommen nur aus einer Person bestand) antwortete das
IBRP: „Einige zynische Geister [es
handelt sich dabei um die Geister der IKS] denken, dass wir diesen Genossen
allzu schnell in das IBRP aufgenommen hätten.“
Während einer
gewissen Zeit trat Lal Pataka als der Vertreter des IBRP in Indien auf.
Doch 1991 verschwand dieser Name aus der Presse des IBRP und wurde durch Kamunist
Kranti
ersetzt. Das IBRP setzte viel auf diese „von der IKS Enttäuschten“: Wir
hoffen das in der Zukunft ein produktives Verhältnis zwischen dem IBRP und
Kamunist
Kranti aufgebaut werden kann“. Doch diese Hoffnungen schwanden bald, und
man konnte zwei Jahre später in Communist Review Nr. 11 lesen: „Es
ist eine Tragödie, dass trotz viel versprechenden Elementen in Indien kein
solider Kern von Kommunisten mehr besteht.“
Seither ist Kamunist Kranti
vom Erdboden verschwunden. Es existiert aber sehr wohl ein kleiner
kommunistischer Kern in Indien der die Zeitschrift Communist
Internationalist
herausgibt, doch er ist Teil der IKS, und das IBRP
„vergisst“, auch nur einmal darauf hinzuweisen.

Mexikanische Enttäuschungen
Zu derselben Zeit, als sich einige Elemente in Indien den
Positionen der Kommunistischen Linken annäherten, hatte die IKS eine Diskussion
mit einer kleinen Gruppe in Mexiko aufgenommen, dem „Colectivo Comunista
Alptraum“ (CCA), das 1986 die Zeitschrift Comunismo herauszugeben begann11. Wenig später bildete sich der „Grupo
Proletario Internacionalista“ (GPI), welche Gruppe ab Beginn des Jahres 1987
die Zeitschrift  Revolución Mundial
herausgab und mit der sich ebenfalls Diskussionen entwickelten12. Von diesem Moment an entfernte sich
das CCA von der IKS: Einerseits entwickelte es eine zunehmend akademistische
Haltung in seinen politischen Positionen, und andererseits näherte es sich dem
IBRP an. Auf jeden Fall ist diesem kleinen Kern das gute Verhältnis zwischen
der IKS und dem GPI in den falschen Hals geraten.

Es kannte die Haltung der IKS, die darauf besteht, dass
Gruppen der Kommunistischen Linken, die im selben Land existieren enge
Verbindungen aufnehmen. Das CCA, das zehnmal weniger Mitglieder hatte als der
GPI, befürchtete vermutlich eine Einschränkung seiner „Individualität“ durch
die Kontaktaufnahme mit dieser Gruppe. Die Verbindungen zwischen dem IBRP und
dem CCA bestanden noch eine Weile, doch als der GPI die Sektion der IKS in
Mexiko wurde, verschwand das CCA.

Ein stürmischer „Amerikanischer Traum“
Mit dem „Los-Angeles-Workers’-Voice“-Abenteuer kommen wir
nun fast zum Ende dieser langen Liste. Diese Gruppe formierte sich aus Leuten,
die dem Maoismus der pro-albanischen Art entstammten. Wir hatten mit diesen
Elementen über eine lange Zeit Diskussionen geführt, doch zeigte sich dabei
ihre Unfähigkeit, all die Konfusionen zu überwinden, die sie aus der
Vergangenheit in einer bürgerlichen Organisation geerbt hatten. Als sich diese
kleine Gruppe Mitte der 90er Jahre dem IBRP annäherte, warnten wir dieses vor
den Konfusionen der LAWV. Das IBRP verstand diese Warnung nicht und vermutete
dahinter wohl die Absicht, seine politische Präsenz auf dem nordamerikanischen
Kontinent verhindern zu wollen. Mehrere Jahre lang war die LAWV eine
sympathisierende Gruppe des IBRP in den Vereinigten Staaten, und im April 2000
nahm sie an einer Konferenz in Montreal, Kanada, teil, die das Ziel hatte, die
Präsenz des IBRP auf dem nordamerikanischen Kontinent zu verstärken. Doch nur
kurze Zeit später begannen die Element von LAWV, eine Reihe von Kritiken zu
formulieren, und zeigten eine zunehmend anarchistische Haltung (Zurückweisen
der Zentralisierung, Bezeichnung der Bolschewiki als eine bürgerliche Partei,
usw.). Vor allem aber begannen sie Lügen über das IBRP und im Besonderen über
einen Sympathisanten dieser Organisation, AS, der in einem anderen Staat lebte,
zu verbreiten. Unsere Presse in den USA prangerte die Verhaltensweisen der LAWV
an und drückte unsere Solidarität mit den verleumdeten Genossen aus13. Wir betrachteten es auch als
notwendig, an die Warnungen, welche wir zu Beginn der Idylle zwischen dem IBRP
und den LAWV ausgesprochen hatten, zu erinnern.

Der andere Teilnehmer an der Konferenz im April 2000, Internationalist
Notes
, der sich heute als „sympathisierende Gruppe“ des IBRP bezeichnet,
gehört ebenfalls zum Lager der „von der IKS Enttäuschten“. Die Diskussion
zwischen der IKS und diesen Genossen aus Montreal begann Ende der 90er Jahre.
Es handelte sich um einen kleinen Kern, dessen erfahrenstes Element, das wir
hier W. nennen, eine lange Geschichte in den Gewerkschaften und in einer linken
Organisation hinter sich hatte. Die Diskussionen waren gerade bei den
verschiedenen Besuchen von IKS-Mitgliedern in Montreal immer sehr
freundschaftlich, und wir gingen davon aus, dass diese Genossen genauso ehrlich
sind wie wir. Es war uns immer bewusst, dass die langjährige Vergangenheit von
W. in einer linken Organisation ein Hindernis für das vollständige Begreifen
der Positionen und Methode der Kommunistischen Linken war. Aus diesem Grund
forderten wir den Genossen W. mehrmals auf, eine Bilanz über seine politische
Laufbahn zu verfassen, doch er hatte offensichtlich seine Schwierigkeiten
damit, denn wir haben diese Bilanz trotz seinen Versprechungen nie erhalten.

Während die Diskussionen mit Internationalist Notes
weiter gingen und ohne dass die Genossen uns jemals von einer eventuellen
Annäherung an die Positionen des IBRP informierten, erfuhren wir durch eine
Erklärung, dass Internationalist Notes eine sympathisierende Gruppe des
IBRP in Kanada geworden sei. Die IKS hatte die Genossen in Montreal dazu
aufgefordert, die Positionen des IBRP kennen zu lernen und mit dieser
Organisation Kontakt aufzunehmen. Unsere Haltung war und ist es nie, „die
Kontakte für uns zu behalten“. Ganz im Gegenteil ist es wichtig für Kontakte,
die sich der IKS annähern, auch die Positionen der anderen Gruppen der Kommunistischen
Linken gut zu kennen. Wenn sie sich uns anschliessen, so soll das in vollem
Bewusstsein geschehen14. Wenn
Leute, die sich der Kommunistischen Linken annähern, den Positionen des IBRP
zustimmen, ist dies an sich kein Problem. Doch überraschte es uns, dass diese
Annäherung gewissermassen „im Geheimen“ vor sich ging. Das IBRP hat offenbar
nicht dasselbe Interesse wie die IKS daran, dass W. mit seiner linken
Vergangenheit bricht. Wir sind davon überzeugt, dass genau darin der Grund für
seine Annäherung an das IBRP lag, ohne uns darüber zu informieren.

Die Spezialität des IBRP: politische Fehlgeburten
 Man müsste ja fast fasziniert sein vom sich wiederholenden
Phänomen, dass Leute, die „von der IKS enttäuscht“ sind, schlussendlich beim
IBRP landen. Man könnte fast meinen, es sei ein normaler Vorgang: Nachdem sie
herausgefunden hatten, dass die Positionen der IKS falsch sind, wandten sich
diese Elemente der Genauigkeit und Klarheit des IBRP zu. Dies haben sich die
Genossen des IBPR vermutlich auch jedes Mal eingeredet. Das Problem ist aber
folgendes: Von allen Gruppen, die eine solche Richtung eingeschlagen haben, ist
heute nur noch eine in den Reihen der Kommunistischen Linken anzutreffen,
nämlich genau diejenige, welche als letzte mit uns Kontakt hatte,
Internationalist Notes. ALLE anderen Organisationen haben sich entweder
aufgelöst oder sind in die Reihen bürgerlicher Organisationen zurückgekehrt wie
die SUCM. Das IBRP sollte sich die Frage stellen weshalb, und es wäre
interessant zu erfahren, welche Bilanz es der Arbeiterklasse über seine
Erfahrungen liefern würde. Möglicherweise helfen die nachfolgenden Überlegungen
seinen Genossen, eine solche Bilanz zu machen. 

Was den eingeschlagenen Weg
dieser Gruppen bestimmte, war offensichtlich nicht die Suche nach einer
Klarheit, die sie bei der IKS nicht vorfanden, denn sie endeten in der Aufgabe
des kommunistischen Engagements. Die Tatsachen haben klar gezeigt, dass ihre
Distanznahme von der IKS jedes Mal Hand in Hand ging mit einer Entfernung von
der programmatischen Klarheit und der Methode der Kommunistischen Linken sowie
einer Zurückweisung der militanten Arbeit in ihren Reihen. In der Realität war
ihr kurzer Flirt mit dem IBRP lediglich eine Etappe vor der Aufgabe des Kampfes
in den Reihen der Arbeiterklasse. Es stellt sich also die Frage: Weshalb zieht
das IBRP gerade jene an, welche sich in dieser Dynamik befinden?

Auf diese Frage gibt es eine
klare Antwort: Weil das IBRP eine opportunistische Sichtweise der Umgruppierung
der Revolutionäre hat.

Es ist der Opportunismus des
IBRP, welcher es Elementen erlaubt, die sich weigern, einen vollständigen Bruch
mit ihrer linken Vergangenheit zu machen, im Kielwasser dieser Organisation ein
vorübergehendes „Refugium“ zu finden und damit glauben machen wollen (oder es
sich gar selber einreden), ein Engagement in der Kommunistischen Linken zu
haben. Das IBRP hat seit der 3. Internationalen Konferenz von Gruppen der
Kommunistischen Linken wahrlich immer wieder auf einer „rigorosen Selektion“ im
proletarischen Milieu bestanden. Doch in Wirklichkeit ist diese Selektion
einseitig gegen die IKS gerichtet, welche nicht mehr „eine nennenswerte
Kraft für die Bildung der zukünftigen Weltpartei des Proletariates ist“
und
die „für uns [das IBRP] kein
Gesprächspartner im Hinblick auf eine gemeinsamen Aktion ist“

(„Antwort auf unseren Appell vom 11. Februar 2003 an die Gruppen der
Kommunistischen Linken zu einer gemeinsamen Intervention gegen den Krieg“,
publiziert in der Internationalen Revue Nr. 32). Daher steht für das
IBRP jegliche Zusammenarbeit mit der IKS ausser Frage, sei es auch nur für eine
gemeinsame Erklärung des internationalistischen Lagers gegen den
imperialistischen Krieg15. Doch
diese grosse Rigorosität ist sonst wo kaum vorhanden, vor allem nicht gegenüber
Gruppen, die nichts mit der Kommunistischen Linken am Hut haben, oder eindeutig
linke Gruppen sind. In der Internationalen Revue Nr. 26 hatten wir
geschrieben:

„Um das ganze Ausmass des
Opportunismus des IBRP bei seiner Verweigerung gegenüber dem Vorschlag der IKS,
einen gemeinsamen Aufruf gegen den Krieg zu verfassen, zu erkennen, ist es
aufschlussreich einen Artikel von Battaglia Comunista (BC), der im November
1995 mit der Überschrift
„Irrtümer gegenüber dem Balkankrieg“
geschrieben wurde, zu zitieren. BC berichtete darin, dass es von der OCI
(Organizazione Comunista Internationale / Che Fare) eine Einladung zu einer
nationalen Versammlung in Mailand gegen den Krieg erhalten habe. BC meinte,
dass
„der Inhalt des Briefes interessant und wesentlich verbessert worden
ist im Vergleich zu den Positionen der OCI gegenüber dem Golfkrieg, ihrer
„Unterstützung für das vom Imperialismus angegriffene irakische Volk“ und ihrer
sehr polemischen Haltung in der Diskussion über unsere angeblichen
Indifferenz“. Der Artikel führt dann weiter aus: „Es fehlt der Bezug auf
die Krise des Akkumulationszyklus (...) und die wesentliche Analyse ihrer Auswirkungen
in der jugoslawischen Föderation. (...) Aber dies scheint kein Hindernis zu
sein für eine mögliche gemeinsame Initiative derjenigen, die sich auf dem
Klassenterrain gegen den Krieg stellen“. Vor gerade einmal vier Jahren
wollte BC in einer Lage, die weniger ernst war als zur Zeit des Kosovokrieges,
eine gemeinsame Initiative mit einer mittlerweile völlig konterrevolutionär
gewordenen Gruppe ergreifen, um ihre aktivistischen Bestrebungen auszutoben,
schreckte aber nicht davor zurück, Nein zur IKS zu sagen – unter dem Vorwand,
dass unsere Positionen zu weit von ihren entfernt seien. Das nennt man
Opportunismus.“

Diese einseitige
Auswahlmethode des IBRP zeigte sich im Jahre 2003 erneut, als es den Vorschlag
der IKS zu einer gemeinsamen Stellungnahme gegen den Irakkrieg ausschlug. Wir
hatten in der Internationalen Revue Nr. 33 folgendes geschrieben: „Von
einer Organisation, die sich in der Einschätzung der Meinungsverschiedenheiten
mit der IKS derart kleinlich zeigt, könnte man eine ähnliche Haltung gegenüber
allen anderen Gruppen erwarten. Dem ist ganz und gar nicht so. Wir beziehen uns
hier auf die Haltung des IBRP, wie sie sich bei seiner Sympathisantengruppe,
die sie im nordamerikanischen Raum vertritt, der Internationalist Workers`
Group IWG (mit der Publikation Internationalist Notes), zeigt. Diese Gruppe ist
zusammen mit Anarchisten aufgetreten und hat eine gemeinsame öffentliche
Veranstaltung mit Red and Black Notes und mit der Ontario Coalition Against
Poverty (OCP), die eine typische linke, aktivistische Gruppe zu sein scheint,
abgehalten.“
(„Das politische proletarische Milieu angesichts des Krieges:
Die Geissel des Sektierertums im internationalistischen Lager“)

Wie man sehen kann, zeigt
sich der Opportunismus des IBRP in seiner Weigerung, sich klar von Gruppen zu
distanzieren, die weit entfernt von der Kommunistischen Linken stehen, die
keinen wirklichen Bruch mit den Linken (sprich mit dem bürgerlichen Lager)
gemacht haben oder die ganz einfach Linke sind. Diese Haltung hat es schon
gegenüber der SUCM oder Lal Pataka gezeigt. Mit einer solchen Methode
ist es nicht verwunderlich, dass sich Leute, die nicht fähig sind, eine
wirkliche Bilanz ihrer Erfahrungen bei den Linken zu machen, sich in der
Gefolgschaft des IBRP wohler fühlen als mit der IKS.

Die Angehensweise der
kanadischen Gruppe führt uns eine andere Variante des Opportunismus des IBRP
vor Augen: Jeder Teil des IBRP besitzt „die Freiheit zur eigenen Politik“. Was
für die europäischen Gruppen absolut nicht in Frage kommt, ist normal für eine
amerikanische Gruppe (denn wir haben nicht eine einzige Kritik in Battaglia
Comunista
oder Revolutionary Perspectives entdeckt, welche die
Haltung der kanadischen Genossen kritisiert). Das nennt man Föderalismus - ein
Föderalismus, den das IBRP in seinem Programm verwirft, in seiner Praxis jedoch
angenommen hat. Es ist dieser geleugnete, jedoch praktizierte Föderalismus, der
gewisse Leute, die den Zentralismus der IKS allzu zwanghaft finden, zum IBRP
hinzieht.

Wenn das IBRP Elemente
rekrutiert, die durch die Überreste ihrer linken Vergangenheit geprägt sind,
die Zentralisierung ablehnen und es vorziehen, in ihrer Ecke eine eigene
Politik zu betreiben, so sind das die besten Bedingungen zur Vernichtung der
Grundlagen einer Organisation, die international lebensfähig ist.

Ein anderer Aspekt des
Opportunismus des IBRP ist seine ausgesprochene Nachsicht gegenüber Elementen,
die feindlich gegen die IKS eingestellt sind. Wie zu Beginn des Artikels
aufgezeigt, war eine der Grundlagen zur Formierung der CWO in England nicht nur
der Wille, die eigene „Individualität“ aufrecht zu erhalten (Anfrage von RP zur
Integration in die IKS als „Tendenz“ mit einer eigenen Plattform), sondern auch
der Widerstand gegen die IKS (die eine Weile lang sogar als „konterrevolutionär“
bezeichnet wurde). Die Haltung der Elemente von Workers Voice innerhalb
der CWO „RP als Schutzschild gegen die IKS zu gebrauchen“ findet man
später bei vielen anderen Elementen und Gruppen wieder, deren Hauptmotivation
die Feindschaft gegen die IKS ist. Dies war im Speziellen der Fall bei L., der
sich in der ganzen Gruppe, aus der er stammte (und die viele Mitglieder hatte),
immer am hysterischsten gegen unsere Organisation aufführte. Desgleichen E.,
den wir oben erwähnt haben und der eine enorme Feindschaft gegen die IKS zu
entwickeln begann, bevor er die Positionen des IBRP übernahm. Der einzige Text
von ihm, den unseres Wissens das IBRP veröffentlichte, war eine harte Attacke
gegen die IKS.

Gar nicht zu sprechen von
der CBG, mit der die CWO einen Flirt ohne Fortsetzung hatte und deren
Verleumdungen (mit allem möglichen schmutzigen Geschwätz) gegen die IKS
ihresgleichen sucht!

Doch vor allem in letzter
Zeit findet die Öffnung gegenüber dem IBRP auf der Grundlage des Hasses gegen
die IKS ihre extremsten Ausdrücke, wie die folgenden zwei Beispiele zeigen: die
Annäherung an das IBRP durch die sogenannte „Interne Fraktion der IKS“ (IFIKS)
und durch den Bürger B., Gründer, Chef und einziges Mitglied des „Circulo de
Comunistas Internacionalistas“ in Argentinien.

Wir gehen hier nicht in die
Details bezüglich der Verhaltensweisen der IFIKS, die ihren beseelten Hass
gegen unsere Organisation enthüllen16.
Wir führen hier in geraffter Form einige ihrer Arbeitsprinzipien auf:

- verabscheuenswürdige
Verleumdungen gegen die IKS und einige unserer Genossen (die unter der Hand
verbreitet wurden und den Verdacht schürten, dass ein Genosse für die Polizei
arbeite und ein anderer die Politik Stalins der „Eliminierung“ der
Gründungsmitglieder der Organisation 
verfolge);

- Diebstahl von Geld und
politischem Material der IKS (wie z.B. die Adressliste unserer Abonnenten der
französischen Presse);

- Denunzierungen, die den
Überwachungsorganen des bürgerlichen Staates die Möglichkeit gaben, die
Konferenz unserer Sektion in Mexiko vom Dezember 2002 zu überwachen und die
Identität eines unserer Genossen zu erfahren (welcher von der IFIKS als der
„Chef“ der IKS dargestellt wurde).

Im Falle des Bürgers B.
drückte sich dies durch die Veröffentlichung von mehreren erbärmlichen
Communiques über die angeblich „ekelerregenden Methoden der IKS“ aus, welche
vergleichbar seien mit den Methoden des Stalinismus und auf einem Lügengebilde
aufbauen würden.

Diese unberechenbare Person
konnte eine solche Arroganz lediglich deshalb an den Tag legen, weil ihr das
IBRP, dem sie durch das Abfassen von Texten, die den Positionen dieser
Organisation ähnelten, schmeichelte (vor allem was die Rolle des Proletariates
in den peripheren Ländern betrifft), eine ganze Weile lang Glaubwürdigkeit
schenkte. Das IBRP hat nicht nur Stellungnahmen und „Analysen“ dieses Elements
übersetzt und auf seiner Internetseite publiziert, es hat nicht nur die
Gründung des „Circulo“ als „einen wichtigen und bestimmten Schritt heute in
Argentinien vorwärts in der Zusammenführung der Kräfte, hin zur internationalen
Partei des Proletariates“
begrüsst („Auch in Argentinien tut sich etwas“, Battaglia
Comunista
, Oktober 2004), es hat sogar in drei Sprachen sein Communique vom
12. Oktober 2004 auf seine Internetseite gestellt, welches eine Anhäufung von
widerwärtigen Lügen über die IKS ist.

Die Liebschaft des IBRP mit
diesem exotischen Abenteurer hat sich erst abgekühlt, als wir unwiderlegbar
aufzeigten, dass diese Anschuldigungen gegen die IKS reine Lügen waren und dass
dieser „Circulo“ lediglich ein Bluff war17.
Das IBRP hat danach auf sehr diskrete Art und Weise begonnen, die
kompromittierendsten Texte dieser Person von seiner Internetseite
zurückzuziehen, ohne jedoch dessen Methoden zu verurteilen, auch nicht nachdem
wir einen Offenen Brief (7. Dezember 2004) an die Genossen des IBRP geschrieben
hatten, in dem wir eine Stellungnahme forderten. Die einzige Reaktion, die wir
von dieser Organisation erhalten haben, ist ein Communique auf seiner
Internetseite mit dem Titel „Letzte Antworten auf die Anschuldigungen der IKS“,
das behauptet, das IBRP sei „Objekt von gewalttätigen und vulgären Attacken
der IKS, weil diese wegen einer tiefen und unlösbaren internen Krise in Rage
sei“
und dass sie „von nun an nicht mehr antworten werden und den vulgären
Attacken keine Beachtung mehr schenken“
.

Seine Liebe zum „Circulo“
ist mittlerweile im rauen Wind der Realität erkaltet. Seit die IKS den Bluff
des Bürgers B. entlarvt hat, kann man auch auf seiner Internet-Seite, die
während eines Monats seine fieberhafte Aktivität zeigte, nur noch eine
hoffnungslose Nulllinie feststellen.

Was die IFIKS betrifft, hat
das IBRP dieselbe Haltung an den Tag gelegt. Statt die infamen Anschuldigungen
dieses Grüppchens gegen die IKS mit Vorsicht zu geniessen, hat ihnen das IBRP
Glauben geschenkt, indem es sich mehrmals mit der IFIKS traf. Die IKS hat nach
dem ersten Treffen zwischen der IFIKS und dem IBRP im Frühling 2002 diese
Organisation auch um ein Treffen angefragt, um ihre eigene Sicht der Dinge
darstellen zu können. Dieses Ansinnen wurde jedoch abgelehnt mit dem Argument,
für keine der beiden Seiten Stellung beziehen zu wollen. Dies war jedoch eine
glatte Lüge, denn die von der IFIKS über die Diskussionen mit dem IBRP
geschriebene Zusammenfassung (übrigens nie von diesem dementiert) hielt eine
Zustimmung des IBRP bezüglich der Anschuldigungen gegen die IKS fest. Doch dies
war nur ein Vorgeschmack der unverantwortlichen Haltung des IBRP. Es ist danach
noch weiter gegangen, zunächst durch das keusche Verschliessen der Augen vor
dem petzerischen Verhalten der IFIKS, das man eigentlich leicht durch den
Besuch ihrer Internetseite erkennen kann: Die Ausrede des IBPR, keine
Überprüfung dessen machen zu können, was die IKS zum Treiben der IFIKS sagt,
war damit nicht mehr gültig. Das IBRP ist danach noch weiter gegangen, als es
den Diebstahl von politischem Material der IKS durch Mitglieder der IFIKS
absegnete, indem es die Einladung für die öffentliche Diskussionsveranstaltung
des IBRP vom 2. Oktober 2004 in Paris an die Abonnenten von Révolution
Internationale
gestützt auf eine Adressliste schickte, die von einem
Mitglied der IFIKS gestohlen worden war18.
Das IBRP hat in derselben Art, wie es versuchte, den „Circulo“ in Argentinien
durch die Veröffentlichung der Schweinereien des Bürgers B. auf seiner
Internetseite in seinen Dunstkreis zu ziehen, nicht gezögert, mit einer Bande
von ehrenamtlichen Denunzianten und Dieben zusammenzuspannen in der Absicht,
seinen politischen Einfluss in Frankreich zu verstärken und in Mexiko einen Horchposten
zu eröffnen (es verbirgt auch nicht seine Hoffnung, die Elemente der IFIKS für
seine Reihen zu gewinnen).

Im Gegensatz zum „Circulo“
existiert die IFIKS noch und publiziert weiterhin ihre Bulletins, die zum
grössten Teil Verleumdungen gegen die IKS enthalten. Das IBRP behauptet: „Die
Verbindungen mit der IFIKS bestehen und werden andauern“
. Wird es eventuell
dann erfolgreich sein und die Mitglieder der IFIKS integrieren können, wenn
diese müde sind zu behaupten, sie seien die „wahren Verteidiger der richtigen
IKS“? Das IBRP geht offenbar seinen opportunistischen Weg bis zum Ende - einen
opportunistischen Weg, der die Kommunistische Linke schon heute in grossen
Misskredit bringt, auf die es sich nach wie vor beruft. Und wenn das IBRP
tatsächlich die Elemente der IFIKS aufnimmt, so wird es sich nicht lange
darüber freuen können: Aus seiner eigenen Geschichte sollte es gelernt haben,
dass man mit Überresten, die man im Abfall der IKS gefunden hat, nicht viel
anstellen kann.

Lügen, Komplizenschaft mit
Denunzianten, Verleumdungen und Diebstahl, Verrat an der Ehrlichkeit und den
strengen Organisationsprinzipien, welche die Ehre der Italienischen
Kommunistischen Linken ausmachten: Genau dorthin führt der Opportunismus. Und
das traurigste für das IBRP ist, dass ihm all dies in der Praxis nicht viel
bringt. Es hat noch nicht eingesehen, wie eine opportunistische Methode (eine
Methode welche die „schnellen Erfolge“ der langfristigen Perspektive vorzieht
und auf den Prinzipen herumtrampelt) lediglich auf Sand baut. Das einzige
Gebiet, auf dem das IBRP einen Erfolg zu verzeichnen hatte, sind die
Fehlgeburten. Nach mehr als einem halben Jahrhundert Existenz ist damit seine
Strömung auf eine kleine Sekte mit geringeren politischen Kräften beschränkt
als zu deren Anfängen.

In einem nächsten Artikel
werden wir auf die Grundlagen der opportunistischen Methode des IBRP
zurückkommen, welche in die traurigen Verrenkungen der letzten Zeit führten.

 Fabienne                   



1 Ein
überstürztes Vorhaben, welches die anderen Genossen nicht teilten, da sie sich
noch nicht zu einem solchen Schritt entscheiden konnten.

2 Siehe
Nr. 13 von Workers’ Voice, auf die wir mit einem Artikel in International
Review
Nr. 2 antworteten,
sowie unseren Artikel in World Revolution Nr. 3, „Sectarianism
unlimited“.  

3 Als
die CWO gegründet wurde, bezeichneten wir dieses Ereignis als eine
„unvollständige Umgruppierung“ (siehe World Revolution Nr. 5). Sehr
schnell sollten die Ereignisse diese Analyse auch bestätigen: Im Protokoll
einer Sitzung der CWO zum Austritt der Genossen von Liverpool steht
geschrieben: „Es hat sich gezeigt, dass die alte WV die Politik des
Zusammenschlusses nie akzeptiert hat, ausser um RP als Schutzschild gegen die
IKS zu gebrauchen“
(zitiert aus: „Die CWO, Vergangenheit, Gegenwart,
Zukunft“, einem Text, der geschrieben wurde von Genossen, die im November 1977
mit der CWO gebrochen hatten, um der IKS beizutreten, publiziert in International
Review
Nr. 12, engl./franz./span. Ausgabe).    

4 Hier
ist eine Präzisierung notwendig: Bei der Lektüre der Presse des IBRP oder auch
anderer erhält man oft den Eindruck, dass diese Konferenzen einzig und allein
das Verdienst von BC gewesen seien, da auf dessen Aufruf von 1976 hin die
Konferenz vom Mai 1977 in Mailand stattfand, die erste von insgesamt dreien.
Dazu hatten wir uns schon in einem Brief vom 9. Juni 1980 an BC geäussert: „Wenn
man sich auf die formellen Aspekte beschränkt, ja dann ist es der Aufruf vom
April 1976 von BC, der den Ausgangspunkt bildete. Doch müssen  wir euch daran erinnern, Genossen, dass euch
schon im August 1968 der Vorschlag zur Abhaltung einer Konferenz von drei
unserer Genossen, die euch in Mailand aufsuchten, überbracht wurde? Damals war
unsere Organisation kaum mehr als embrionär (...) Unter diesen Umständen war es
für uns schwierig, zu einer Konferenz unter verschiedenen Gruppen aufzurufen,
die während oder nach dem Mai 68 entstanden waren. Wir dachten, eine Initiative
sollte von einer gewichtigeren Gruppe ausgehen, die bekannt und organisiert
ist, versehen mit einer regelmässigen und gelesenen Presse, wie das bei euch
der Fall war. Aus diesem Grunde haben wir diesen Vorschlag gemacht und in einer
Zeit, in der die Arbeiterklasse begann, das schreckliche Joch der
Konterrevolution abzuschütteln, auf der Wichtigkeit von solchen Konferenzen
bestanden. Doch ihr habt damals mit dem Argument, es gäbe nichts Neues auf
diesem Planeten, der Mai 68 sei lediglich eine Studentenrevolte, diesen
Vorschlag abgelehnt. Im darauffolgenden Sommer, als die Streikbewegung auf Italien
übergriff (...), haben wir euch denselben Vorschlag wieder gemacht, und ihr
habt uns dieselbe Antwort gegeben. (...) Als sich dann die Streikbewegung auf
ganz Europa ausbreitete, haben wir euch anlässlich eures Kongresses von 1971
erneut denselben Vorschlag gemacht. Und wieder war eure Antwort dieselbe. Als
wir darin „keinen Sinn mehr sahen“ haben wir schlussendlich im November 1972
die Initiative zu einer „internationalen Korrespondenz“ ergriffen, basierend
auf der Notwendigkeit von Diskussionen unter den Revolutionären angesichts des
Wiedererwachens der Arbeiterklasse. Sie wurde durch unsere Genossen von
Internationalism ausgerufen, welche die Sektion der IKS in Amerika gründeten.
Dieser Vorschlag war an rund zwanzig Gruppen gerichtet (so auch an euch),
ausgewählt nach ähnliche Kriterien wie schon bei den vorherigen Aufrufen zu den
Konferenzen, mit der Perspektive einer internationalen Konferenz. Ihr habt auf
diese Initiative negativ reagiert mit denselben Argumenten, die ihr schon gegen
die vorangegangenen Aufrufe ins Feld geführt hattet. (...) Muss man davon
ausgehen, dass für diese Organisation (die PCInt) nur Initiativen einen Wert
haben, welche aus ihrer eigenen Feder stammen? (...) Unsere Organisation hat
immer auf die Abhaltung von internationalen Konferenzen der kommunistischen
Gruppen hingearbeitet. Und man kann wahrlich sagen, dass die Initiative des
„Partito Comunista Internazionalista“ 
von 1976 keinesfalls ein „erstes“, 
sondern eher ein verspätetes Erwachen war und vielmehr eine Antwort 8 Jahre
nach unserem Vorschlag von 1968 und 4 Jahre nach demjenigen von 1972. (...)
Dies hielt uns jedoch keinesfalls davon ab, darauf sofort positiv zu reagieren.
Und man muss bemerken, um mit dieser Frage hier abzuschliessen, dass die
Initiative von Battaglia nur Dank unserer Teilnahme nicht ins Wasser fiel, weil
wir neben euch die einzigen wirklichen Teilnehmer auf der Konferenz von 1977 in
Mailand waren.“
(in den französischen Protokollen der 3. Konferenz unter
Gruppen der Kommunistischen Linken publizierter Brief der IKS, welche unter der
Verantwortung der IKS herausgegeben wurden)                                                         

5 Die
von BC angewandte Methode war genauso schlimm wie die parlamentarischen Manöver
der Bourgeoisie:

- vor den Konferenzen war kein einziges Mal die Rede davon, ein
zusätzliches Teilnahmekriterium über die Parteifrage einzuführen;

- die CWO wurde von BC in langen Gesprächen hinter den Kulissen zur
Unterstützung dieses Vorschlages bearbeitet (anstatt offen die Argumente darzulegen,
die sie nur für die CWO reservierte);

- einige Monate zuvor hatten wir an einer Sitzung des technischen
Komitees zur Vorbereitung der Konferenzen BC gefragt, ob sie die Absicht hätte,
die IKS von zukünftigen Konferenzen fern zu halten. Die Genossen antworteten
klar und deutlich, es sei besser, mit allen Teilnehmern weiter zu machen,
inklusive die IKS.

Nebenbei: Diese Abstimmung – 2 Stimmen für ein neues
Teilnahme-Kriterium, 1 dagegen (die IKS) und 2 Enthaltungen – wurde erst nach
der Abreise einer anderen Gruppe abgehalten, welche mit der IKS gegen die
Einführung eines neuen Kriteriums war.      

6 „Heute existiert das Fundament zum Beginn des Prozesses der Klärung
über die wirklichen Aufgaben der Partei ... Auch wenn wir weniger Teilnehmer
haben als auf der 2. und 3. Konferenz, beginnen wir heute auf einer klareren
und seriöseren Basis.“
(Protokoll der Konferenz)   

7 Dies
zeigt klar, dass es nicht die Auffassung der IKS zur Parteifrage war welche BC
und der CWO Schwierigkeiten bereitete, sondern weil wir eine seriöse und genaue
Diskussion anstrebten. Und genau diese wollten diese zwei Organisationen nicht.

8 Die
Bilanz der 4. Konferenz ist wahrlich surrealistisch: Einerseits wurde sie erst
zwei Jahre nach diesem grossen historischen Ereignis veröffentlicht.
Andererseits muss man feststellen, dass die Mehrheit der Kräfte, seriös
„ausgewählt“ durch BC und die CWO, schon vorher oder kurz danach verschwunden
waren. Überdies stellte sich heraus:

- dass das „technische Komitee“ (BC-CWO) unfähig war, ein
Vorbereitungsbulletin herauszugeben, und darüber hinaus die Konferenz auf
Englisch abgehalten wurde und die Referenztexte von BC nur auf Italienisch
publiziert wurden;

- dass die Gruppen, welche die Konferenz organisierten, unfähig waren,
auch nur die Hälfte der Interventionen zu übersetzen.

9 siehe
vor allem: „Antwort auf die Antworten“ in International Review Nr. 36,
engl./franz./span. Ausgabe

10 siehe
International Review Nr. 35, engl./franz./span. Ausgabe

11 siehe
International Review Nr. 44, engl./franz./span. Ausgabe: „Gruss an Comunismo

12 siehe
„Entfaltung des politischen Lebens und der Arbeiterkämpfe in Mexico“ in International
Review
Nr. 50, engl./franz./span. Ausgabe

13 siehe
unseren Artikel „Verteidigung des revolutionären Milieus“, Internationalism
Nr. 122, Sommer 2002

14 Aus
diesem Grunde fordern wir sie auch auf, die Diskussionsveranstaltungen dieser
Gruppen zu besuchen, besonders diejenigen des IBRP. So hatten wir es auch bei
der Diskussionsveranstaltung des IBRP vom 2. Oktober 2004 in Paris gemacht. Wir
mussten jedoch feststellen, dass das IBRP die „massive“ Präsenz unserer
Sympathisanten nicht sehr schätzte, wie aus ihrer Stellungnahme zu dieser
Veranstaltung zu entnehmen war.        

15 Siehe dazu unseren
Artikel: „Das politische proletarische Milieu angesichts des Krieges: Die
Geisel des Sektierertums im internationalistischen Lager“, Internationale
Revue
Nr. 33   

16 Siehe
dazu unsere Artikel: „Der Kampf zur Verteidigung der Organisations-Prinzipien“
und „Der 15. Kongress der IKS: Die Organisation angesichts der gegenwärtigen
Herausforderungen verstärken“ in International Review Nr. 110 und 114,
engl./ franz./span. Ausgabe

17 Siehe
auf dem Internet die verschiedenen Stellungnahmen der IKS zum „Circulo“: „Eine
fremdartige Erscheinung“; „Eine erneute fremdartige Erscheinung“; „Bluff oder
Realität?“ und ebenfalls in unserer Presse: „Circulo de Comunistas
Internacionalistas (Argentinien): Ein demaskierter Bluff“.  

18 Siehe
dazu unsere Antwort an das IBRP: „Diebstahl und Verleumdungen sind keine
Methoden der Arbeiterklasse!“ auf unserer Internetseite.

Politische Strömungen und Verweise: 

Erbe der kommunistischen Linke: