- Home
- wer ist die IKS?
- artikelfolgen
- presse der IKS
- publikationen
- kontaktiere uns
- pressebestellung
NavigationAktuelles und LaufendesWeltrevolution - 2000s |
Akkumulation der Kämpfe - Keine Opfer für die kapitalistische Krise!Submitted by Weltrevolution on Die, 25/03/2008 - 12:02.
2 comments | Neuen Kommentar hinzufügen | 
Kategorien :
Arbeiterkampf in Deutschland: Eine Anhäufung von UnmutIn den letzten fünf Jahren haben wir eine internationale Entwicklung des Klassenkampfes erlebt. Diese Kämpfe haben in Reaktion auf die Brutalität der kapitalistischen Krise und auf die dramatische Verschlechterung der Lebens- und Arbeitsbedingungen überall auf der Welt stattgefunden. Heute, beim Eintritt in eine neue Stufe der Krise, die sich durch die Immobilienkrise in den USA angekündigt hat, können wir von einer Intensivierung dieser Kämpfe ausgehen. In einigen Ländern, wo die Bedingungen für die ArbeiterInnen am schlimmsten sind – Ägypten, Dubai, Bangladesh -, haben wir bereits Keime künftiger Massenstreiks gesehen. In Europa gab es 2006, mit den Studentenprotesten in Frankreich, die Wiederauferstehung einer proletarischen Protestbewegung mit Massencharakter und Tendenzen zur Selbstorganisierung. In diesem Moment erleben wir in Deutschland den Beginn einer neuen Stufe in dieser Entwicklung. In einem führenden Industrieland der alten kapitalistischen Kernländer droht die Gleichzeitigkeit von Arbeitskonflikten sich lawinenartig zu einer veritablen Welle von Arbeiterkämpfen auszuwachsen. Ein Neues Jahr der UnzufriedenheitDas Jahr 2008 begann damit, dass die Deutsche Bahn (DB) gezwungen wurde, 11%-ige Lohnerhöhungen und die Reduzierung der Wochenarbeitszeit der Lokführer um eine Stunde zuzugestehen. Dies war das Resultat eines monatelang glimmenden Konfliktherdes, der weder durch die Illegalisierung landesweiter Streiks bei der Eisenbahn noch durch die Spaltung der DB-Belegschaft durch die Gewerkschaften ausgetreten werden konnte. Ihm folgte im Ruhrgebiet die Mobilisierung rund um die Schließung der Nokia-Handyproduktion. An einem Aktionstag aus Solidarität mit den Nokia-Beschäftigten gingen ArbeiterInnen aus den verschiedensten Bereichen auf die Straße; Delegationen aus verschiedenen Teilen Deutschlands wurden entsendet. Insbesondere die ArbeiterInnen in Opels Autofabrik in Bochum traten in den Streik, um die „Nokianer“ dieser Tage zu unterstützen. Und schon hatte das jährliche Ritual der Tarifverhandlungen begonnen. Den Warntreiks der Stahlarbeiter folgten die Warnstreiks Zehntausender Beschäftigter aus dem öffentlichen Dienst überall im Land. Doch es ist vor allem der unbefristete Totalstreik der lokalen Transportarbeiter in Berlin, der seit Ende der ersten Märzwoche demonstriert hat, dass in diesem Jahr die Tarifverhandlungsrunden direkt mit der kapitalistischen Offensive gegen die Arbeiterklasse kollidieren. Dieser Streik von 10.000 Arbeitern – schon jetzt der größte und längste seiner Art in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands – hat eine Kampfbereitschaft und Entschlossenheit demonstriert, die die Bourgeoisie anfangs überraschte. Dieser Konflikt eskalierte in einem Moment, wo die Deutsche Bahn einen letzten Versuch unternahm, die Konzessionen zurückzunehmen, die sie zu machen gezwungen war, und wo die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst kurz vor dem Scheitern standen. In diesem Bereich „bietet“ der Staat seinen Beschäftigten eine 5%-ige Lohn“erhöhung“ über zwei Jahre verteilt an, um im Gegenzug die Verlängerung der Wochenarbeitszeit um zwei Stunden zu fordern! In Berlin, wo sich der gesamte öffentliche Nahverkehr (außer die S-Bahn, die sich im Besitz der DB befindet) im Streik befindet, tat sich plötzlich die Perspektive auf, dass die Beschäftigten des gesamten öffentlichen Dienstes in den Streik treten, und das nicht nur in Berlin, sondern im gesamten Land! Die herrschende Klasse musste die Notbremse ziehen. (1) Die Deutsche Bahn gab Stunden, bevor der nationale Generalstreik der Lokführer ausgerufen werden sollte, nach. Gleichzeitig beriefen die öffentlichen Arbeitgeber und Ver.di eine Schlichtungskommission zur Lösung des Konfliktes im öffentlichen Dienst, was bedeutet, dass Streiks in den kommenden Wochen illegal sind. Auf diese Weise isolierten die Regierung, die Arbeitgeber und die Gewerkschaften den Streik in den Berliner Verkehrs-Betrieben (BVG). Doch das Potenzial einer Simultanität der Arbeiterkämpfen, ihrer objektiven Vereinigung rührt nicht allein aus dem allgemeinen, massiven Unmut über den Fall der Löhne her. Es häufen sich auch Massenentlassungen. Einige Tage nach Nokia wurde der Bankrott der halbstaatlichen Bank von Nordrhein-Westfalen, die WestLB, durch eine 2-Milliarden-Rettungsaktion des Staates abgewendet. Die Kosten für die Beschäftigten: 2.000 Entlassungen - ein Drittel der Belegschaft - und massive Lohnkürzungen für die Verbliebenen. Derselbe Staat, der Milliarden ausgegeben hat, um weitere Kreditinstitute wie die IKB in Düsseldorf oder die Landesbank von Sachsen aufzupäppeln, erzählt nun den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, dass die Kassen leer sind, um den Lohnforderungen nachzukommen! Doch zu den Opfern des gegenwärtigen Erdbebens auf dem Immobilienmarkt kommt noch hinzu, dass in den vergangenen Wochen eine Reihe von Industriekonzernen – Siemens, BMW, Henkel (Persil) – im gleichen Atemzug Rekordprofite und Massenentlassungen ankündigte. Die alte Lüge, die den ArbeiterInnen von in Schwierigkeiten geratenen Betrieben erzählt wird – dass der Erhalt der Profitabilität durch „Opfer“ ihre Jobs retten werde -, ist von der Wirklichkeit erschüttert worden. Diese unerhörten Angriffe haben in diesem Jahr nicht nur zu ersten Ausdrücken des Widerstands geführt: Nokia, aber auch die Bergarbeiterdemonstrationen gegen Grubenschließungen. (2) Sie trugen ebenfalls dazu bei, die Propaganda der herrschenden Klasse zu unterminieren. Nach den Kampagnen der „nationalen Einheit“ der Gewerkschaften und der politischen Klasse gegen den finnischen Nokia-Konzern handelte einer der beliebtesten Witze von populären Kommödianten und Kabarettisten vom schrecklichen finnischen Kapitalisten, der auch Siemens und die WestLB leitet... Die Politisierung des KampfesEines der bedeutendsten Anzeichen für die gegenwärtige Reifung der Situation ist der Beginn einer immer offenkundigeren Politisierung des Arbeiterkampfes. Die jüngste Entwicklung liefert uns drei wichtige Beispiele: 1. die Rolle der Bochumer „Opelaner“ im jüngsten Konflikt bei Nokia. Es ist wahr, dass sich die Beschäftigten von Nokia von der provokanten Brutalität demoralisiert und eingeschüchtert fühlten, mit der die Schließung des Betriebs angekündigt wurde. Es war zu einem großen Teil die massive Intervention der Opel-ArbeiterInnen bei Nokia, ihre Aufforderung zu kämpfen und ihr Versprechen, sich jedem eventuellen Streik anzuschließen, die die Mobilisierung ermöglichte, welche stattfand. Bereits 2004 verhinderte ein einwöchiger wilder Streik bei Opel Bochum die Schließung des eigenen Werkes. Heute sind die „Opelaner“ entschlossen, diese Lehre den ArbeiterInnen in ihrer Gesamtheit zugänglich zu machen: Arbeiterwiderstand und Solidarität zahlen sich aus! Was wir hier sehen, ist das Auftauchen einer kämpferischen Vorhut in großen Arbeiteranballungen, die sich ihres Gewichtes im Klassenkampf bewusst und entschlossen ist, es zugunsten aller ArbeiterInnen in die Waagschale zu werfen. Eine andere solche Arbeiterzusammenballung ist die von Mercedes-Daimler, die bereits in den 90er Jahren durch breite Kämpfe die Kürzung des Krankengeldes verhinderten. 2004 erklärten die Daimler-Arbeiter, die sich auf den Straßen Stuttgarts und Bremen gegen die Kürzung der Löhne und Zuschläge sammelten, dass sie nicht nur für sich selbst kämpften, sondern für alle ArbeiterInnen. Darüber hinaus wollen wir in Erinnerung rufen, dass Deutschland noch immer ein Land der Großbetriebe und Industriekonzentrationen mit Millionen hochqualifizierter ArbeiterInnen ist. 2. Der Beginn einer offenen Konfrontation zwischen den ArbeiterInnen und den linken Kontrollorganen des Kapitals wird konkretisiert im BVG-Streik in Berlin. Dieser Streik ist nicht nur eine Reaktion auf die gegenwärtigen Einbußen bei den Reallöhnen angesichts einer wachsenden Inflation. Die ArbeiterInnen rebellieren auch gegen die Konsequenzen der Tarifvereinbarung von 2005, die in allgemeinen Lohnkürzungen von bis zu 12 Prozent, in einer unglaublichen Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und im „Outsourcen“ von Personal unter noch schlimmeren Bedingungen resultierten. Ein Deal, den Ver.di, die wichtigste Gewerkschaft in diesem Sektor, noch immer vehement verteidigt. Im Wissen, dass das neue „Lohnangebot“, das die Bosse im Begriff waren zu unterbreiten, eine Provokation für die Arbeitskräfte war, setzte Ver.di einen Protesttag im Voraus an, der an einem Samstag nachmittag gegen Ende Februar beginnen (und bis Sonntag nachmittag dauern) sollte, damit er keine allzu großen Störungen verursachte. Doch als die Arbeiter hörten, dass ihre Gehälter auf das Niveau von 2007 eingefroren werden sollten und nur jenen Beschäftigten Gehaltserhöhungen angeboten werden sollten, die erst seit 2005 angestellt sind, traten sie außerplanmäßig in einen 24-Stunden-Streik, ohne auf die gewerkschaftliche Genehmigung zu warten. So groß war die Empörung nicht nur über die faktischen Lohnkürzungen, sondern auch über den offenkundigen Versuch, die Arbeiter zu spalten, dass Ver.di gezwungen war, ihr Trachten nach einem „fairen Verhandlungsergebnis“ aufzugeben und zu einem unbefristeten Streik aufzurufen. Dieser Streik führte auch zu einer offenen Konfrontation mit der rot-roten Koalition der SPD und der Linkspartei, die in Berlin regiert. Letztere Partei, die aus der einst in der DDR herrschenden stalinistischen SED entstand und nun mit der Hilfe des ehemaligen SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine ins frühere Westdeutschland expandiert, denunzierte den Streik als Ausdruck der „privilegierten Mentalität“ im „gehätschelten“ Westberlin! Dies alles geschieht in einem Augenblick, wo mächtige Fraktionen der deutschen Bourgeoisie versuchen, die Partei von Lafontaine und Gysi als fünfte Parlamentskraft zu etablieren, die fähig ist, den Unmut der ArbeiterInnen wieder zurück auf die Wahlebene zu führen. Kein Wunder, dass es den Fernsehnachrichten Abend für Abend gelingt, den Streik nicht einmal zu erwähnen, der in der Hauptstadt des Landes für Chaos sorgt!3. Es sind die ersten Internet-Blogs erschienen, in denen zum Beispiel Bahnarbeiter ihre Bewunderung und Solidarität für und mit dem BVG-Streik ausdrücken. Dies ist umso wichtiger, als in Bereichen wie die der BahnarbeiterInnen, Piloten und des medizinischen Krankenhauspersonal, bei denen das Gewicht des Korporatismus besonders groß ist, die Bourgeoisie auf die wachsende Unzufriedenheit mit den etablierten DGB-Gewerkschaften mit der Profilierung pseudoradikaler, aber strikt korporatistischer Gewerkschaften antwortet. Dies wird getan, nicht nur um den Kampfgeist durch den gewerkschaftlichen Rahmen einzudämmen und die Selbstorganisierung zu verhindern, sondern auch um der politischen Radikalisierung entgegenzuwirken. Die Lokführergewerkschaft, die GDL, der gegenwärtige Favorit des politischen Linksextremismus, ist tatsächlich die Karikatur einer engstirnigen Beschränktheit und eines nicht-politischen Konformismus. Die wachsende Rolle des deutschen ProletariatsDie deutsche Bourgeoisie war jahrzehntelang stolz auf ihr System der so genannten Tarifautonomie, die einen streng definierten legalen Rahmen schuf, innerhalb dessen Bosse und Gewerkschaften auf der Grundlage der sektorellen und regionalen Spaltung der ArbeiterInnen den Willen des Kapitals erzwingen. Dennoch geschieht es 2008 nicht zum ersten Mal im Nachkriegsdeutschland, dass die Arbeiterklasse diesen bürgerlichen Rahmen in Frage stellt. Von den Septemberstreiks 1969 bis zu den massiven Kämpfen bei Ford in Köln 1973 fochten ArbeiterInnen in wilden Streiks immer wieder die von Gewerkschaften und Bossen durchgesetzten „Vereinbarungen“ an. Diese autonomen Interventionen der Klasse waren vor allem durch die Folgen der Inflation provoziert worden. Auch geschieht es nicht zum ersten Mal, dass es Arbeitermobilisationen und Klassensolidarität als Antwort auf Betriebsschließungen gibt. Besonders der Kampf bei Krupp Rheinhausen ist im kollektiven Gedächtnis verblieben.Doch heute haben wir beide Phänomene zusammen. Die Inflation und die eskalierenden Auswirkungen aus den jahrelangen Reallohnkürzungen haben zu einer allgemeinen Wut geführt. Nachdem sie anfangs häufig einen einschüchternden Effekt auf den Kampfgeist hatten, provozieren Entlassungen und Massenarbeitslosigkeit nunmehr ein immer tieferes Nachdenken über den Charakter des kapitalistischen Systems.Die gegenwärtigen Kämpfe sind somit die Fortsetzung der Kämpfe der 60er, 70er und 80er Jahre, deren Lehren sie sich bewusst aneignen müssen. Doch sie sind nicht nur eine Fortsetzung. Sie sind auch eine Vertiefung dieser Kampftradition. Nach 1968 nahm Deutschland an der internationalen Wiederbelebung des Klassenkampfes teil. Doch es hinkte aufgrund der besonderen Brutalität der Konterrevolution und der anfänglichen Fähigkeit Deutschlands, den schlimmsten Auswirkungen der kapitalistischen Krise zu widerstehen, stets anderen Ländern hinterher.Jetzt hingegen beginnt das deutsche Proletariat Anschluss an seinen Klassenschwestern und –brüdern in Frankreich und anderen Ländern an der Spitze des internationalen Klassenkampfes zu finden.Weltrevolution, 14. März 2008 (1) In den jüngsten Jahren brach die „öffentliche Hand“ Berlins mit der Tarifgemeinschaft der deutschen Bundesländer, um selbst Tarifverhandlungen zu führen und so die Staatsangestellten von ihren Kollegen anderswo zu isolieren. Hintergrund ist die zeitgenössische deutsche Besonderheit, dass die Hauptstadt zwar die größte, aber auch die ärmste Großstadt im Lande ist. (2) Seit nunmehr Jahren hat der Bergbau im Saarland regelmäßig Erdbeben ausgelöst, die häufig zu beträchtlichem Sachschaden führten. Bis jetzt hat dies die herrschende Klasse nie gestört. Nun schafft solch ein Vorfall plötzlich einen Vorwand, um alle verbliebenen Gruben in der Region zu schließen. Nationale Situationen |
Suchen
Umfasse die Sätze in doppelte Anführungszeichen ("").
IKS newsletterUm unsere neuesten Stellungnahmen zu erhalten Neueste Anmerkungen |
Hallo Marco, alles was du
Hallo Marco,
alles was du sagst ist nachvollziehbar. Ob das alles objektiv richtig ist, ist ne andere Sache. So, wie du dein/das Leben hier subjektiv einschätzt und beschreibst deckt sich das x fach mit dem, was ich denke, und das kann ich mit Fug und Recht behaupten, ist auch das was meine Arbeitskollegen denken.
Hier gibt keiner mehr auch nur einen Pfifferling auf das System. Wir haben hier über unsere Arbeit viel Kontakte zu anderen werktätigen und arbeitenden Menschen. Deine Aussage über das Sein multipliziert sich durch ihre fast deckungsgleichen Aussagen. Und das geht weit über das nervige Zukurzkommer Genöle hinaus. Da kommt teilweise die pure Angst durch. Es reicht aber nicht, auf die bösen Bonzen oder Politiker/Anderen zu zeigen. Der Kapitalismus ist ein weltweites System, das nach seinem einzigen Inhalt funktioniert. Kapitalakkumulation auf Teufel komm raus.
Wir reproduzieren durch unser zwanghaftes Funktionieren diese Verhältnisse selber! Und nur wir können dies ändern.
Es wird uns niemand dabei die Hand halten, weder Politiker, Gewerkschaften, oder sonstige demokratische Hummanisten. Die sind noch vielmehr in dieser Systematik gefangen. Den Zustand können wir nur selbst aufheben. Dazu ist es allerdings notwendig, in die politischen, ökonomischen Prozesse einzugreifen. Arbeiter, Werktätige können dies nur über ihre eingenständige Selbstorganisation mit den Kollegen
schaffen, nicht isoliert. (Alleine/isoliert wären die Konsequenzen nicht zu ertragen) Dafür ist es so wichtig, genau das anzusprechen, was du schreibst und empfindest. Wir müssen genau hinschauen, wie die Prozesse/Entscheidungen über unser Leben, das Kommando über unsere Arbeit läuft, und wir haben nur eine Change das zu stoppen: Kollektive/organisierte Verweigerung unserer Arbeit mit dem Ziel die Kontrolle über die Produktionsmittel zu erreichen. Hier wird viel über Demokratie
geredet, und doch leben wir die schlimmste Diktatur. Unser Leben als kommandierter Produzent am Arbeitplatz und in der eigenen kulturellen Reproduktion als sinnentleerter Konsument, dient nur und ausschließlich der Profitmaximierung/Kapitalakkumulation. Wollen wir dies Leben, in seiner sich ständig steigernden Unerträglichkeit, ändern, müssen wir auch bereit sein Eigenverantwortung zu übernehmen. Dann muss man beginnen die Dinge in die eigenen Hände zu nehmen, dann muss man Farbe bekennen, die politischen und ökonomischen Prozesse studieren und analysieren. Das ist für den Einzelnen kaum zu bewältigen. Deswegen ist es unerläßlich gemeinsam zu diskutieren und handeln, sich aufeinander zu beziehen. Die stärkste Waffe kann nur die Solidarität der Menschen sein.
"Man ist nicht mehr wirklich dabei,in diesem Land!" Wir haben uns innerlich von diesem Monster Weltkapitalismus verabschiedet, auch wenn man es vielleicht nicht so benennen mag, da es sich ideologisch anhört. Viel wichtiger ist die Frage, wie weiter! Diese Frage millionenfach gestellt kann nur durch die Klasse der Werktätigen in seinen multiplen Existenzformen beantwortet werden.
Als zweiter von Millionen
Ahoi Bruno
Erneuerung in Deutschland
Und morgen weiß keiner mehr weiter……!
Was mich angeht,ich bin zufrieden mit meinem Leben,so wie es ist.
Gundlage,neben meiner Gesundheit,ist eine Tätigkeit die es mir erlaubt,dies zu sagen.Jeder hat andere Ansprüche,doch grundlegende Bedürfnisse sollten zu jeder Zeit erfüllt werden können.Ansonsten kann ich mir alles leisten was mich glücklich macht und was nötig ist,meinen Lebensstil zu halten und zu sichern,was heißen soll,dass auch die unvorhergesehenen Dinge bezahlt werden können.Eine gewisse Sicherheit für mein Ich tut dabei sehr gut und ich kann dann auch von einer Freiheit sprechen die Ihrem Namen entspricht.In Zufriedenheit von größerem träumen zu können,macht mehr Freude,als im kleinen vom Selbstverständlichen träumen zu müssen.Wie man so schön sagt,das Leben zu genießen,ist eine Sache,die nicht nur dem Einzelnen,auch seinem Umfeld und wiederum dessen Umfeld einen enormen Schub an Lebensfreude schenkt.
Die Märchenstunde ist zu Ende:
Das sind doch,so meine ich,ganz einfache,realisierbare Träume,die einem jeden in unserem Lande zustehen.
Hört sich gut an,nur ist bereits alles ganz anders!Das Beschriebene ist Geschichte,nichts wie es war.
Es sind Jahre vergangen in denen dies alles verschwunden ist.Diese Zeilen hätten sich vor einigen Jahren genau so angehört,doch dieses Land wird zunehmend von Unzufriedenheit,Lustlosigkeit,Gleichgültigkeit,Angst,Depressionen,Neid,Haß,Wut,Langeweile,Unverständnis,Ignoranz,Egoismus,Müdigkeit,Kriminalität,Sexualverbrechen,Raffgier auf der Einen,Mittellosigkeit auf der Anderen Seite,bestimmt.Und dies geschieht von Menschen,die für das Wohl des Volkes tätig sind,wobei sich dieses Wohl ganz allein auf sie selbst bezieht und alles „Meckern“ mit einem „Jeder muß Opfer bringen,WIR alle müssen den Gürtel….“abgehandelt wird.Die das sagen sind aber nicht davon betroffen,Vorbilder gibt’s nicht mehr.Da kommt die Sache mit dem Wein und dem Wasser ins Spiel.Von Moral keine Spur.Solche Menschen haben alles verloren,an das sie mal glaubten und doch brauchen sie sich nicht sorgen,denn sie entscheiden,denn sie bereichern,denn sie verstehen nicht,denn sie wissen nicht was sie tun.Aber sie wissen welche persönlichen Mittel sie heute zu Ihrer Verfügung haben,morgen,in einem Jahr,an jedem Tag ihres verlogenen Lebens,bis zu Ihrem letzten Atemzug,was für eine Freiheit!Wo man sie sieht,lächelnd marschieren sie durch unser Land!Politik macht sie zu gewissenlosen,machtgeilen,egoistischen,aber wohlhabenen Menschen. Und dort wo diese Geschöpfe tätig sind steht ganz groß geschrieben „Zum Wohle des deutschen Volkes“,der blanke Hohn.Steht man jedoch auf der anderen Seite,hat Arbeit,verliert diese jedoch,aus welchen Gründen auch immer und davon gibt es genug,so muß bis auf ein Minimum alles aufgebraucht werden bis man eine Unterstützung zum Weiterführen des Lebens erhält.Dies könnte man damit begründen-Zum Wohle des Volkes?Das darf so nicht sein.Spar in besseren Zeiten für Deine Rente,Du wirst es vorher jedoch wieder ausgeben müssen,wie krank ist das?Resultat:Wer spart hat schon verloren und man neigt wieder zu Dingen die als kriminell gelten-die Politik machts möglich!In diesem Land geht’s nicht um zufriedene Bürger.Arbeiten sollen sie für einen Hungerlohn,abgeben sollen sie,bis es kaum zum leben reicht,Kompromisse jenseits von Gut und Böse bei der Arbeitssuche eingehen und wer sich selbständig macht bezahlt mit seiner Entscheidung noch fünf andere,die in Ihrem Beamtensessel sitzen und den Arsch nicht mehr hochbekommen.In die Ecke gedrängt geschehen dann Dinge die mittlerweile als normal angesehen werden-täglich die Zeitungen voll von Grausamkeiten hinter deutschen Türen.
Die Kriminalität fängt dabei nicht nur auf der Straße,in den Schulen,den Familien….an,nein,die Menschen aus der Politik machen es bereits vor und alles andere ist eine Auswirkung ihrer so großartigen Arbeit!Jeder kämpft für sich allein,was grundsätzlich nicht verkehrt ist,nur unter der Berücksichtigung der daraus enstandenen Ungerechtigkeit kann ich damit nicht einverstanden sein.
Was das meckern angeht,so ist es doch einfach zu sagen,“hier wird dies auf hohem Niveau getan“,wenn ich ein sorgenfreies Leben führen kann,ohne mal daran zu denken wie es diesen Menschen ergeht,bei den Schicksalen,die mir täglich durch die Medien vermittelt werden und selbst die Taschen voll haben!Niemand schert sich um den Anderen,Vorurteile werden ohne zu überlegen ausgesprochen.
Warum ist das so?Liegt es an der Globalisierung,an der Politik im eigenen Land,oder an ganz anderen Dingen?
Was mich angeht ist dieses Problem ein Nationales.Wäre die Globalisierung dafür verantwortlich,würde ich mich fragen,wieso es noch immer Länder gibt,wo das Maß der Zufriedenheit um einiges höher ist.Der Wohlstand spielt in diesem Zusammenhang keine primäre Rolle,eher doch die Ungerechtigkeit.Es gibt ärmere Länder,in denen die Menschen nicht so beängstigt sind wie hier.Sicher kann man darüber tausend Jahre diskutieren….!
Ich jedoch wohne hier in Deutschland.
Leider nicht jeder,aber die meisten hier bringen Opfer sondersgleichen und nach jedem veröffentlichten Skandal werden diese eines Besseren belehrt.Es tut sich nichts.
Jeder weiß,Armut steigt,Reichtum auch,es bleibt wie es ist…...
Man ist nicht mehr wirklich dabei,in diesem Land!
Es ist eine Erziehung in eine Richtung,die man erkennt und doch verachtet und immer weiter von seinen Wünschen und vor allem von seinen Idealen entrissen wird.Und somit sitzen wir alle in einem Boot,oder doch nicht?Natürlich nicht!Es sind so viele Boote unterwegs,die es immer den gleichen Menschen nicht erlauben,einen Sprung zu machen….es wäre das Ende für den einen oder anderen!Soll heißen,jeder bleibt wo er ist und muß zusehen sich über Wasser zu halten, und die Zeit vergeht von ganz allein…!Dieses leben,ist weit entfernt vom Leben.Bei diesen Gedanken entsteht in mir Haß,Wut,Unverständnis,was gewisse Handlungen in mir nur noch zurückhalten,weil ich die Gelegenheit noch nicht erkannt habe…!
Die Ungerechtigkeit in Deutschland nimmt seit langem hochkriminelle Züge an!
Und ich weiß nicht,wen soll ich fragen:Wie lang noch,wie wird es endlich verhindert,wer wird zur Rechenschaft gezogen,was geschieht danach.
Alles zu seiner Zeit!
Für die Zufriedenheit jedes Einzelnen, und nicht nur für wenige Randgruppen!
Und für ein bisschen mehr Freiheit,die jeden Tag ein Stück verloren geht!
Einer von Millionen in diesem Lande!
Neue Kommentare abschicken