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100 Ausgaben der International ReviewSubmitted by InternationaleRevue on Fre, 22/12/2000 - 16:00.
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Der folgende Artikel erschien in der hundertsten Ausgabe der International Review (engl./frz./span. Ausgabe). Obwohl die Internationale Revue in deutscher Sprache bis jetzt noch nicht so häufig erscheint, wie die vierteljährliche englische, französische und spanische Ausgabe, sind die Aussagen über die Bedeutung der Revue auch im deutschen Sprachraum gültig. Darüber hinaus gibt der Artikel gerade für diejenigen, die nicht regelmäßig die vierteljährliche Revue lesen oder dies erst seit kurzem tun, einen guten Überblick über die Artikel und Serien, die schon vor längerer Zeit publiziert wurden und teilweise bis jetzt auf Deutsch nicht zu lesen waren. Die eher beiläufige Tatsache, dass die hundertste Ausgabe der International Review (eng./franz./span. Ausgabe[i]) mit dem Beginn des Jahres 2000 zusammenfällt, ist nicht rein zufällig. Die IKS war früh im Jahr 1975 offiziell gegründet worden, und die erste Ausgabe der Review erschien kurz darauf als ein Ausdruck der internationalen Einheit der Strömung. Von Beginn an war sie als theoretisches Organ gedacht, das vierteljährlich in den drei Hauptsprachen der IKS – Englisch, Französisch und Spanisch – und weniger häufig in einer Anzahl weiterer Sprachen – Italienisch, Deutsch, Holländisch, Schwedisch – erschien. Vier Ausgaben im Jahr mal 25 Jahre ergeben 100 Ausgaben. Dies ist an sich schon von einiger politischer Tragweite. In dem Artikel, den wir anlässlich des 20. Geburtstages der IKS veröffentlicht haben (International Review Nr. 80), bemerkten wir, dass nur wenige internationale proletarische Organisationen über so lange Zeit existiert haben. Und diese „Dauer“ muss angesichts einer Periode, in der so viele Gruppen, die aus der Wiederbelebung des Klassenkampfes Ende der 60er Jahre entstanden waren, sich seitdem im Nichts aufgelöst haben, als eine besondere Leistung gewürdigt werden. Wir haben keinen Hehl aus unserer Zustimmung zu Lenins Sichtweise gemacht, dass die Verpflichtung zu einer regelmäßigen Presse das sine qua non einer ernsthaften revolutionären Organisation ist; dass die Presse für jede Gruppe, die vom Parteigeist und nicht vom Zirkelgeist beseelt ist, der Haupt„organisator“ ist. Die International Review ist nicht die einzige regelmäßige Publikation der IKS; letztere veröffentlicht 12 territoriale Zeitungen oder Revuen in sieben verschiedenen Sprachen, desgleichen Bücher, Broschüren und viele Beilagen. Auch die territorialen Zeitungen erscheinen beständig und regelmäßig. Die Review ist jedoch unsere zentrale Publikation, das Organ, durch das die IKS klar und deutlich und mit einer Stimme spricht und das die eher lokalen Publikationen mit den grundsätzlichen Orientierungen versorgt. Letztlich ist jedoch das Wichtigste an der International Review nicht so sehr ihre Regelmäßigkeit noch ihr internationaler, zentralisierter Charakter, sondern ihre Fähigkeit, als ein Instrument der theoretischen Klärung zu agieren. „Die Review wird vor allem der Ausdruck der theoretischen Bemühungen unserer Strömung sein, da nur diese theoretischen Bemühungen, basierend auf einer Kohärenz der politischen Positionen und Orientierungen, die Grundlage für die Umgruppierung und die reale Intervention der Revolutionäre schaffen kann.“ (Vorwort zur ersten Ausgabe der International Review, April 1975)Der Marxismus ist als der theoretische Standpunkt der revolutionären Klasse im Nachdenken des Menschen über die gesellschaftliche Realität am weitesten vorangeschritten. Doch Marx bestand in den Thesen über Feuerbach darauf, dass die Richtigkeit einer Denkweise nur in der Praxis getestet werden kann. Der Marxismus hat seine Überlegenheit über alle anderen gesellschaftlichen Theorien demonstriert, weil er fähig ist, ein globales Verständnis der Wendungen der menschlichen Geschichte anzubieten und die Linien ihrer weiteren Entwicklung vorauszusagen. Aber es reicht nicht zu behaupten, Marxist zu sein, um sich diese Methoden wirklich anzueignen, sie zum Leben zu erwecken und richtig anzuwenden. Wenn wir meinen, dass uns dies während der letzten drei Jahrzehnte einer sich beschleunigenden Geschichte gelungen ist, dann nicht deshalb, weil wir denken, dass uns dies vom Himmel gefallen war, sondern weil wir meinen, dass wir unsere Anregungen während dieser Periode aus den besten Traditionen der internationalen Linkskommunisten gewonnen haben. Zumindest war dies eines unserer ständigen Ziele gewesen. Und um diese Behauptung zu untermauern, können wir keinen besseren Beweis dafür anführen als unseren Fundus von etwas mehr als 600 Artikeln aus 100 Ausgaben der International Review. Kontinuität, Bereicherung und DebatteDer Marxismus ist eine lebendige historische Tradition. Einerseits bedeutet dies, dass er sich vollkommen über die Notwendigkeit im Klaren ist, sich allen Problemen, mit denen er konfrontiert ist, von einem historischen Ausgangspunkt anzunähern, sie nicht als völlig „neu“ hinzustellen, sondern als Produkt eines langen historischen Prozesses. Vor allem erkennt er die wesentliche Kontinuität des revolutionären Denkens an, die Notwendigkeit, auf den soliden Fundamenten der früheren revolutionären Minderheiten aufzubauen. Zum Beispiel sah sich in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die italienische Linksfraktion, die während der 30er Jahre die Zeitschrift Bilan herausgab, der absoluten Notwendigkeit gegenüber, den Charakter des konterrevolutionären Regimes zu begreifen, das in Russland entstanden war. Doch sie lehnte jede voreilige Schlussfolgerung ab und kritisierte besonders jene, die zwar früher als die Italienische Linke eine korrekte Charakterisierung der stalinistischen Macht (eine Form des Staatskapitalismus) entwickelt hatten, dies aber um den Preis der Deklassierung der gesamten Erfahrung des Bolschewismus und der Oktobererhebung als von vornherein „bürgerlich“ taten. Bilan dachte gar nicht daran, die Kontinuität, in der sie mit der revolutionären Energie stand, die die bolschewistische Partei, die Rätemacht und die Kommunistische Internationale einst verkörpert hatte, in Frage zu stellen. Die Fähigkeit, die Verbindungen mit der vergangenen revolutionären Bewegung aufrechtzuerhalten bzw. zu erneuern, war besonders in dem proletarischen Milieu wichtig, das aus dem Wiedererwachen des Klassenkampfes Ende der 60 Jahre entstanden war, ein Milieu, das sich größtenteils aus neuen Gruppen zusammensetzte, die ohne organisatorische oder gar politische Bindungen zu früheren Generationen von Revolutionären waren. Viele dieser Gruppen fielen der Illusion zum Opfer, dass sie aus dem Nirgends kommen, und blieben in völliger Unkenntnis der Beiträge der vergangenen Generation, welche fast vollständig durch die Konterrevolution ausgelöscht worden war. Im Falle derjenigen, die von rätekommunistischen oder modernistischen Ideen beeinflusst waren, war die „alte Arbeiterbewegung“ in der Tat etwas, was mit allen Mitteln zurückgelassen werden musste. Tatsächlich war dies eine theoretische Rechtfertigung für einen Bruch, der vom Klassenfeind durchgesetzt worden war. In Ermangelung eines Ankers in der Vergangenheit hatte die große Mehrheit dieser Gruppen bald auch keine Zukunft mehr und verschwand. Es ist daher nicht überraschend, dass das heutige revolutionäre Milieu sich fast vollständig aus Gruppen zusammensetzt, die auf der einen oder anderen Weise von der linken Strömung abstammen, die am klarsten diese Frage der historischen Kontinuität begriffen hat – die italienische Fraktion. Wir sollten hinzufügen, dass dieser historische Anker heute wichtiger denn je ist, angesichts der Kultur des kapitalistischen Zerfalls, eine Kultur, die mehr denn je danach trachtet, das historische Gedächtnis der Arbeiterklasse auszuradieren, und die ohne jegliche eigene Zukunftsperspektive nur versuchen kann, das Bewusstsein auf das Nächstliegende zu verengen, in der das Neue die einzige Tugend ist. Andererseits ist der Marxismus nicht die bloße Verewigung einer Tradition; er ist auf die Zukunft gerichtet, auf das endgültige Ziel des Kommunismus, und muss daher ständig seine Fähigkeit erneuern, die Richtung der realen Bewegung, der ewig schwankenden Gegenwart zu erfassen. In den 50er Jahren versuchte der bordigistische Sprössling der Italienischen Linken, in der Erfindung der Idee einer „Invarianz“ Zuflucht vor der Konterrevolution zu finden, und widersetzte sich jedem Versuch, das kommunistische Programm zu bereichern. Aber diese Herangehensweise unterschied sich vollkommen vom Geist Bilans, die, auch wenn sie nie die Verbindung zur revolutionären Vergangenheit abgebrochen hatte, auf der Notwendigkeit bestanden hatte, neue Situationen „ohne Tabus und Verfemung“, ohne Furcht davor, programmatisches Neuland zu betreten, zu prüfen. Vor allem hatte sich die Fraktion nicht davor gefürchtet, selbst die Thesen des II. Kongresses der Kommunistischen Internationale in Frage zu stellen, etwas, wozu der „Bordigismus“ der späteren Jahre nicht fähig war. In den 30er Jahren hatte Bilan einer neuen Situation gegenüber gestanden, die aus der Niederlage der Weltrevolution hervorgegangen war; auch die IKS war dazu gezwungen, ihre Analysen den neuen Bedingungen anzupassen, die durch das Ende der Konterrevolution in den späten 60ern und erst jüngst durch die Periode geschaffen wurden, die dem Zusammenbruch des Ostblocks folgte. Angesichts solch wechselnder Umstände können sich Marxisten nicht auf die Wiederholung erprobter und vertrauter Formeln beschränken, sondern müssen ihre Hypothesen einer ständigen praktischen Verifizierung unterziehen. Dies bedeutet, dass sich der Marxismus wie jeder andere wissenschaftliche Zweig tatsächlich ständig neu bereichert. Gleichzeitig ist der Marxismus keine Form des akademischen Wissens, des Lernens um des Lernens willen; er kämpft unerbittlich gegen die vorherrschende Ideologie an. Die kommunistische Theorie ist per Definition eine polemische und kämpferische Form des Wissens; ihr Ziel ist es, das proletarische Klassenbewusstsein durch die Entlarvung und Verbannung der Einflüsse bürgerlicher Mystifikationen voran zu bringen, ob diese Mystifikationen nun in ihrer gröbsten Form innerhalb der Massen der Arbeiter oder in ihrer subtileren Verkleidung in den Reihen der proletarischen Avantgarde selbst auftreten. Es ist daher eine zentrale Aufgabe für jede gewissenhafte revolutionäre Organisation, eine ständige Kritik an den Konfusionen zu üben, die sich in anderen revolutionären Gruppen oder in den eigenen Reihen breit machen. Es kann keine Klarheit erreicht werden, wenn man der Debatte und der Konfrontation ausweicht, wie dies leider zu oft der Fall ist innerhalb des heutigen politischen Milieus des Proletariats, das den Kontakt zu den Traditionen der Vergangenheit verloren hat – den Traditionen, die von Lenin verteidigt worden waren, der nie vor einer Polemik, ob mit der Bourgeoisie, mit konfusen Gruppen innerhalb der Arbeiterbewegung oder mit seinen eigenen Genossen, zurückgescheut war; Traditionen, die auch Bilan vertreten hatte, welche in ihrem Streben, das kommunistische Programm im Gefolge der vergangenen Niederlagen zu vervollkommnen, sich in Debatten mit all den verschiedenen Strömungen innerhalb der damaligen internationalen Arbeiterbewegung (die aus der internationalen Linksopposition, aus der Holländischen und Deutschen Linken stammenden Gruppen, etc.) engagiert hatte. In diesem Artikel können wir nicht einen kompletten Überblick über all die Texte geben, die in der International Review erschienen sind, obwohl wir beabsichtigen, eine vollständige Liste der Inhaltsangaben auf unserer Web Site zu veröffentlichen. Was wir versuchen werden, ist, zu zeigen, wie die International Review im Mittelpunkt unserer Bemühungen stand und steht, diese drei Schlüsselaspekte der theoretischen Auseinandersetzung des Marxismus zu erfüllen. Die Wiederherstellung der revolutionären Vergangenheit des ProletariatsIn Anbetracht der endlosen Diffamierungskampagnen gegen die Erinnerung an die Russische Revolution und der Bemühungen bürgerlicher Historiker, das internationale Ausmaß der von der Oktobererhebung ausgelösten revolutionären Welle zu verschleiern, hat sich ein großer Teil der Review notwendigerweise der Rekonstruktion der wahren Geschichte dieser Ereignisse gewidmet, um die proletarische Erfahrung gegen die offenen Lügen und Auslassungen der Bourgeoisie zu bekräftigen und zu verteidigen und sowohl gegen die Verzerrungen durch den linken Flügel des Kapitals als auch gegen die irrigen Schlussfolgerungen innerhalb der heutigen revolutionären Bewegung ihre authentischen Lehren zu ziehen. Um die wichtigsten Beispiele zu zitieren: Die International Review Nr. 3 enthält einen Artikel, der einen Rahmen zum Verständnis der Degeneration der Russischen Revolution ausgearbeitet hat; eine Antwort auf die Konfusionen innerhalb des damaligen revolutionären Milieus (in diesem Fall die Revolutionary Workers Group aus den USA); sie enthält außerdem eine lange Studie der Lehren aus dem Kronstädter Aufstand, jenem Schlüsselmoment im Zerfall der Revolution. Die International Review Nr. 12 und 13 enthalten Artikel, die den proletarischen Charakter der bolschewistischen Partei und der Oktobererhebung gegen die semi-menschewistischen Auffassungen des Rätekommunismus neu bekräftigten; diese Artikel hatten ihren Ursprung in einer Debatte innerhalb jener Gruppe, die der direkteste Vorläufer der IKS war – der Gruppe Internacionalismo aus Venezuela in den 60er Jahren - und wurden in der Form einer Broschüre mit dem Titel 1917, start of the world revolution (1917 – der Beginn der Weltrevolution) wiederveröffentlicht. Infolge des Zusammenbruchs der stalinistischen Regimes veröffentlichten wir in der International Review Nr. 71, 72 und 75 eine Reihe von Artikeln als Antwort auf das propagandistische Sperrfeuer über den Tod des Kommunismus, in denen vor allem die Fabel zurückgewiesen wurde, dass der Oktober 1917 nichts anderes als ein Staatsstreich durch die Bolschewiki gewesen war, und detailliert aufgezeigt wurde, dass es vor allen Dingen die Isolation der russischen Bastion gewesen war, die zu ihrem Ableben geführt hatte. Wir setzten 1997 dieses Thema mit einer weiteren Reihe von Artikeln fort, die einen näheren Blick auf den entscheidenden Zeitraum zwischen Februar und Oktober 1917 warf (s. International Review Nr. 89, 90, 91). Von Anfang an bestand die Position der IKS in einer militanten Verteidigung der Russischen Revolution, doch gibt es keinen Zweifel darüber, dass mit der Reifung der IKS schrittweise die rätekommunistischen Einflüsse über Bord geworfen wurden, die zum Zeitpunkt ihrer Gründung noch sehr stark waren, und die Schüchternheit in der Frage der Partei oder solch bedeutender historischer Persönlichkeiten wie Lenin oder Trotzki abgelegt wurde. Die International Review enthält in einer ihrer ersten Ausgaben (Nr. 2) auch eine Untersuchung der Lehren aus der Deutschen Revolution, und zwei weitere Artikel erschienen anlässlich des 70. Jahrestages dieses äußerst wichtigen Ereignisses, das von der bürgerlichen Geschichtsschreibung so sorgsam verdeckt worden war (International Review Nr. 55 und 56). Aber wir kehrten noch ausgiebiger zur Deutschen Revolution in einer Reihe von Artikeln zurück, die in der International Review Nr. 81-83, 85, 88–90, 93, 95, 97–99 veröffentlicht wurde. Einmal mehr sehen wir hier eine deutliche Reifung in der Herangehensweise der IKS an ihr Thema, auch hier kritisch gegenüber den politischen und organisatorischen Mängeln der deutschen kommunistischen Bewegung und auf ein tieferes Verständnis in der Frage des Aufbaus einer revolutionären Partei fußend. Eine Reihe von Artikeln befasste sich etwas allgemeiner auch mit der revolutionären Welle von 1917–23, besonders die Artikel über Zimmerwald in der International Review Nr. 44, über die Gründung der Kommunistischen Internationale in Nummer 57, über das Ausmaß und die Bedeutung der revolutionären Welle in Nummer 80, über die Beendigung des Krieges durch das Proletariat in Nummer 96. Auch anderen Schlüsselereignissen in der Geschichte der Arbeiterbewegung wurde Platz in eigenen Artikeln in der International Review eingeräumt: die Revolution in Italien (Nr. 2); Spanien 1936, insbesondere die Rolle des Anarchismus und der „Kollektive“ (Nr. 15, 22, 47, etc.); die Kämpfe in Italien 1943 (Nr. 75) und, allgemeiner; Artikel, die die Verbrechen der „Demokratien“ während des Zweiten Weltkrieges an den Tag gelegt hatten (Nr. 66, 79, 83); eine Reihe von Artikeln über den Klassenkampf im Ostblock, die sich mit den massiven Klassenbewegungen 1953, 1956 und 1970 befassten (Nr. 27 - 29); eine Reihe über China, die den Mythos des Maoismus entlarvte (Nr. 81, 84, 94, 96); Reflexionen über die Bedeutung der Ereignisse in Frankreich im Mai 1968 (Nr. 14, 53, 74, 93, etc.). Eng verknüpft mit diesen Studien, hat es ständige Bemühungen darum gegeben, die fast verloren geglaubte Geschichte des Linkskommunismus in diesen gewaltigen Ereignissen wiederzuentdecken, was unser Verständnis widerspiegelt, dass es uns ohne diese Geschichte nicht geben würde. Dieses Bemühen hat sowohl in Form von Veröffentlichungen seltener Texte, oft zum ersten Mal in andere Sprachen übersetzt, als auch in Form eigener Nachforschungen der Positionen und der Entwicklung linker Strömungen stattgefunden. Wir wollen folgende Studien erwähnen, obwohl auch hier die Liste nicht vollständig ist: über die russischen Linkskommunisten, deren Geschichte natürlich direkt mit dem Problem der Degeneration der Russischen Revolution verknüpft ist (International Review Nr. 8 und 9); über die Deutsche Linke (Artikelreihen über die Deutsche Revolution, s.o.; Wiederveröffentlichung von KAPD-Texten – „Thesen über die Partei“ in der International Review Nr. 41 – und ihres Programms in der International Review Nr. 94); über die Holländische Linke, mit einer langen Artikelserie (Nr. 45–50, 52), die die Grundlage für das Buch bildete, das auf Französisch, Spanisch und Italienisch veröffentlicht wurde und demnächst auf Englisch erscheint; über die italienische Linksfraktion, insbesondere durch die Veröffentlichung von Texten über den spanischen Bürgerkrieg (International Review Nr. 4, 6, 7), über den Faschismus (Nr. 71) und über die Volksfront (Nr. 47); über die französischen Linkskommunisten in den 40er Jahren durch die Wiederveröffentlichung ihrer Artikel und Manifeste gegen den Zweiten Weltkrieg (Nr. 79 und 88), ihrer zahllosen Polemiken mit der Partito Comunista Internazionalista (Nr. 33, 34, 36), ihrer Texte über den Staatskapitalismus und die Organisation des Kapitalismus in seiner dekadenten Phase (Nr. 21, 61) und ihrer Kritik an Pannekoeks Buch „Lenin als Philosoph“ (Nr. 27, 28, 30); über die mexikanische Linke (Texte aus den 30er Jahren über Spanien, China, Nationalisierungen in der International Review Nr. 19 und 20); über die griechische Linke um Stinas (Nr. 72). Ebenfalls untrennbar verbunden mit diesem historischen Rekonstruktionswerk war die Energie gewesen, die wir in die Texte gesteckt hatten, mit denen wir versuchten, unsere Positionen zu fundamentalen Klassenpositionen zu erarbeiten, die sowohl aus der praktischen Erfahrung des Klassenkampfes selbst als auch aus der theoretischen Interpretation dieser Erfahrungen durch kommunistische Organisationen herstammen. In diesem Zusammenhang sei auf solche Fragen hingewiesen wie: – die Übergangsperiode, insbesondere die Lehren, die aus der russischen Erfahrung über das Verhältnis zwischen dem Proletariat und dem Übergangsstaat gezogen werden müssen. Dies war eine wichtige Debatte im proletarischen Milieu, als die IKS gegründet wurde, eine Tatsache, die durch die Veröffentlichung zahlreicher Diskussionstexte verschiedener Gruppen in der allerersten Ausgabe der International Review zum Ausdruck kam. Diese Debatte wurde in der IKS fortgesetzt und eine Reihe von Texten für oder gegen die Mehrheitsposition innerhalb der IKS veröffentlicht (Nr. 6, 11, 15, 18); – die nationale Frage: Eine Artikelfolge, welche die Art und Weise untersucht, wie sich diese Frage in der Arbeiterbewegung der ersten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts gestellt hatte, wurde in der International Review Nr. 37 und 42 veröffentlicht. Eine zweite Artikelserie erschien in den Nummern 66, 68 und 69, die den weiten Bereich von der revolutionären Welle bis zum Los der „nationalen Befreiungskämpfe“ in der Phase des kapitalistischen Zerfalls abdeckte; – die ökonomischen Fundamente des Imperialismus und der kapitalistischen Dekadenz: In einer Anzahl von Texten haben wir in unserer Entgegnung auf die Kritik anderer proletarischer Gruppen für die Kontinuität gestritten, die im wesentlichen zwischen der Krisentheorie von Marx und der von Rosa Luxemburg in „Die Akkumulation des Kapitals“ und anderen Texten entwickelten Analyse besteht (siehe z.B. Nr. 13, 16, 19, 22, 29, 30). Parallel dazu haben wir eine ganze Artikelreihe der Verteidigung des fundamentalen Konzeptes der kapitalistischen Dekadenz gegen seine „radikalen“ Verunglimpfer aus dem parasitären Lager oder sonstwoher gewidmet (Nr. 48, 49, 54, 55, 56, 58, 60).. – auch mit anderen allgemeinen Fragen haben wir uns beschäftigt, einschließlich der Gewerkschaftsfrage in der Kommunistischen Internationale (Nr. 24 und 25), der Bauernfrage (Nr. 24), der Theorie der Arbeiteraristokratie (Nr. 25), der kapitalistischen Umweltbedrohung, d.h. die „Ökologie“ (Nr. 63), des Terrors, Terrorismus und der Klassengewalt, letzteres ebenfalls das Produkt einer wichtigen Debatte in der IKS, insbesondere darüber, ob das Kleinbürgertum irgendwelche politischen Ausdrücke in der Periode der Dekadenz hat. Die Unterscheidung zwischen dem Staatsterror und dem kleinbürgerlichen Terrorismus und zwischen beiden und der proletarischen Klassengewalt durch die IKS beantwortete diese Frage voll und ganz (Nr. 14 und 15). Dies ist vielleicht der geeignetste Moment, um auf die Artikelserie über den Kommunismus hinzuweisen, die seit 1992 regelmäßig in der International Review erscheint und uns noch eine Weile erhalten bleibt. Ursprünglich war dieses Projekt als eine Reihe von vier oder fünf Artikeln vorgesehen, in denen die wahre Bedeutung des Kommunismus entgegen der bürgerlichen Lügen von der Gleichsetzung des Kommunismus mit dem Stalinismus geklärt werden sollte. Aber bei dem Versuch, die historische Methode so rigoros wie möglich anzuwenden, wuchs sich diese Serie aus zu einer tieferen Untersuchung der Biografie des sich ständig weiter entwickelnden kommunistischen Programms, das durch die Schlüsselerfahrungen der Klasse im allgemeinen und durch die Beiträge und Debatten der revolutionären Minderheiten im besonderen immer weiter bereichert wurde. Obgleich die Mehrheit der Artikel dieser Reihe sich notwendigerweise mit den fundamentalen politischen Fragen befasst, da der erste Schritt zur Schaffung des Kommunismus die Errichtung der Diktatur des Proletariats ist, ist es ebenfalls Prämisse dieser Reihe, darzustellen, dass der Kommunismus die Menschheit aus dem Reich der Politik führen und ihre wahre soziale Natur befreien wird. Diese Reihe stellt somit das Problem der marxistischen Anthropologie aufs Trapez. Die Verflechtung der „politischen“ und „anthropologischen“ Dimensionen in dieser Reihe war tatsächlich eines ihrer Leitmotive. Der erste Teil dieser Reihe begann (ab International Review Nr. 68) mit den Vorläufern des Marxismus und mit der grandiosen Vision des jungen Marx von den endgültigen Zielen des Kommunismus; er endete auf dem Höhepunkt der Massenstreiks von 1905, die signalisiert hatten, dass der Kapitalismus sich auf eine neue Epoche zu bewegte, wo sich die kommunistische Revolution von einer globalen Perspektive der Arbeiterbewegung zu einer dringenden Notwendigkeit auf der historischen Tagesordnung entwickelte (International Review Nr. 88). Der zweite Teil hat sich größtenteils auf die Debatten und programmatischen Dokumente konzentriert, die aus der großen revolutionären Welle von 1917- 23 entstanden waren; noch muss er sich durch die Jahre der Konterrevolution und der darauffolgenden Wiederbelebung der Debatten über den Kommunismus in der Periode nach 1968 durcharbeiten und den Diskussionsrahmen über die Bedingungen der Revolution von morgen klären. Am Ende jedoch wird diese Reihe zur Frage zurückkehren, wie es mit unserer Spezies im künftigen Reich der Freiheit aussehen wird. Eine weitere wichtige Komponente in den Bemühungen der Review, den von den Revolutionären vertretenen Klassenpositionen eine größeres historisches Gewicht zu verleihen, war ihre konstante Verpflichtung zur Klärung der Organisationsfrage gewesen. Dies war sicherlich die schwierigste aller Fragen für jene Generation von Revolutionären, die den späten 60ern entstammten, vor allem aufgrund des Traumas der stalinistischen Konterrevolution und des mächtigen Einflusses des individualistischen, anarchistischen und rätekommunistischen Verhaltens auf diese Generation. Weiter unten werden wir einige der zahlreichen Polemiken erwähnen, die die IKS mit anderen Gruppen des proletarischen Milieus über diese Frage geführt hatte. Doch es trifft ebenso zu, dass einige der wichtigsten Texte in der Review über Fragen der Organisation das direkte Produkt von Debatten innerhalb der IKS selbst und oft schmerzvoller Auseinandersetzungen waren, die die IKS in ihren eigenen Reihen führen musste, um sich die marxistische Auffassung von einer revolutionären Organisation wieder anzueignen. Seit dem Beginn der 80er Jahre hat die IKS drei ernste innere Krisen durchlaufen, von denen jede in Spaltungen und Austritten endete, aus denen aber die IKS politisch wie organisatorisch gestärkt hervorging. Um diese Schlussfolgerung zu stützen, verweisen wir auf die Qualität der Artikel, die aus diesen Kämpfen entstanden und das verbesserte Verständnis der IKS für die Organisationsfrage zusammenfassten. So veröffentlichten wir in Antwort auf die Spaltung mit der Chenier-Tendenz in den frühen 80ern zwei wichtige Texte – einen über die Rolle der revolutionären Organisation innerhalb der Klasse (Nr. 29), den anderen über ihre interne Funktionsweise (Nr. 33). Insbesondere der letztere war und bleibt ein Schlüsseltext, denn die Chenier-Tendenz drohte, alle fundamentalen Auffassungen in unseren Statuten, unsere Funktions“regeln“, über Bord zu werfen. Der Text in der International Review Nr. 33 war eine klare Darstellung und Ausarbeitung jener Auffassungen (hier sollten wir auch auf einen weit früheren Text in der International Review Nr. 5 über die Statuten verweisen). Mitte der 80er Jahre machte die IKS einen weiteren Schritt in der Abrechnung mit den verbliebenen anti-organisatorischen und rätekommunistischen Einflüssen in ihrer Mitte, und zwar durch die Debatte mit der Tendenz, die dazu übergegangen war, eine „Externe Fraktion der IKS“ zu bilden, jetzt „Internationalist Perspective“ genannt, ein typisches Element des parasitären Milieus. Die Haupttexte, die in der International Review im Rahmen dieser Debatte veröffentlicht wurden, veranschaulichen diese eminent wichtigen Streitpunkte: die Einschätzung der Gefahr, die von den rätekommunistischen Ideen für das revolutionäre Lager von heute ausgeht (Nr. 40 – 43); die Frage des Opportunismus und Zentrismus in der Arbeiterbewegung (Nr. 43 und 44). Durch diese Debatte – und durch die Ausarbeitung ihrer indirekten Folgen für unsere Intervention im Klassenkampf – nahm die IKS endgültig das Verständnis einer revolutionären Kampforganisation an, einer militanten politischen Führung innerhalb der Klasse. Die dritte Debatte Mitte der 90er Jahre kehrte, auf einer höheren Ebene, zur Frage der Funktionsweise zurück und spiegelte die Bestimmtheit wider, mit der die IKS alle Überbleibsel des Zirkelgeistes anging, der während ihrer Anfangsphase geherrscht hatte, um die offene und zentralisierte Funktionsweise zu stärken, die auf den von allen akzeptierten Statuten basieren, gegen anarchistische Praktiken, die auf freundschaftlichen Netzwerken und sippenhaften Intrigen gegründet sind. Auch hier drückt eine Anzahl von Texten von echter Qualität unsere Bemühungen aus, die marxistische Position zur innerorganisatorischen Funktionsweise wieder zu etablieren und zu vertiefen: insbesondere die Reihe von Texten, die sich mit dem Kampf zwischen dem Marxismus und dem Bakuninismus in der Ersten Internationale befassten (Nr. 84, 85, 87, 88) und die beiden Artikel „Sind wir Leninisten geworden?“ in den Nummern 96 und 97. Die Analyse der realen BewegungDie zweite Schlüsselaufgabe, die zu Beginn dieses Artikels hervorgehoben wurde – die ständige Einschätzung einer sich konstant ändernden Weltlage–, war immer auch ein zentrales Element in der International Review. Fast ausnahmslos jede Ausgabe beginnt mit einem Editorial über die wichtigsten Ereignisse des internationalen Geschehens. Diese Artikel stellen die allgemeine Orientierung der IKS hinsichtlich dieser Ereignisse dar, indem sie die Positionen lenken und zentralisieren, die von unseren territorialen Publikationen angenommen wurden. Wenn man durch diese Editorials blättert, kann man sich ein prägnantes Bild von der Antwort der IKS auf alle wichtigen Ereignisse der 70er, 80er und 90er Jahre machen: die zweite und dritte Welle des internationalen Klassenkampfes; die Offensive des US-Imperialismus in den 80er Jahren; die Kriege im Nahen Osten, im Golf von Persien, in Afrika, auf dem Balkan; der Zusammenbruch des Ostblocks und die Eröffnung der Periode des kapitalistischen Zerfalls; die Schwierigkeiten des Klassenkampfes angesichts dieser neuen Periode und so weiter. Parallel dazu machte auch der regelmäßige Bericht zur Frage: „Welchen Punkt hat die Krise erreicht?“ es möglich, die wichtigsten Trends und Momente im langen Abstieg des Kapitalismus in den Morast seiner eigenen Widersprüche zu erkennen. Zusätzlich zu diesen vierteljährlichen Einschätzungen veröffentlichten wir auch Texte, die die Entwicklung der Krise aus längerfristigem Blickwinkel betrachten, seitdem sie Ende der 60er Jahre ans Tageslicht trat; hierzu besonders erwähnenswert unsere aktuelle Artikelserie „30 Jahre offene Krise“ (International Review Nr. 96 – 98). Längerfristige Analysen aller Aspekte der internationalen Lage sind auch in den Berichten und Resolutionen unserer alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Kongresse enthalten, die immer so vollständig wie möglich in der International Review veröffentlicht werden (s. Nr. 8, 11, 18, 26, 35, 44, 51, 59, 67, 74, 82, 90, 92, 97, 98). Im Grunde ist es nicht möglich, einen strikten Trennungsstrich zwischen Texten, die die gegenwärtige Situation analysieren, und historisch-theoretischen Artikeln zu ziehen. Die analytischen Bemühungen stimulieren unvermeidlich die Reflexion und Debatte, welche ihrerseits den Anlass zu wichtigen Orientierungstexten liefern, die die allgegenwärtige Dynamik der Periode feststellen und bestimmte grundsätzliche Konzepte klären. Diese Texte sind häufig das Produkt der internationalen Kongresse oder der Treffen des Zentralorgans der IKS. Zum Beispiel nahm der III. Kongress der IKS 1979 solche Orientierungstexte über den historischen Kurs und den Wechsel der linken Parteien des Kapitals in die Opposition an, womit der grundsätzliche Rahmen zum Verständnis des Kräfteverhältnisses zwischen den Klassen in der Periode, die durch das Wiedererwachen des Klassenkampfes 1968 eröffnet wurde, und zum Verständnis der überwiegend politischen Antwort der Bourgeoisie auf den Klassenkampf der 70er und 80er Jahre abgesteckt wurde (s. International Review Nr. 18). Weitere Aufklärung darüber, wie die herrschende Klasse den Wahlprozess manipuliert, bis er ihren eigenen Bedürfnissen entspricht, verschaffte der Artikel über den „Machiavellismus“ der Bourgeoisie in der International Review Nr. 31 und die internationalen Korrespondenz über dieselbe Frage in Nr 39. Ebenso ist die erst kürzlich erfolgte Rückkehr der Bourgeoisie zu ihrer Strategie, die linken Parteien in der Regierung zu installieren, in einem Text des XIII. Kongresses der IKS analysiert und in der International Review Nr. 98 veröffentlicht worden. Der IV. Kongress – 1981, im Gefolge des Massenstreiks in Polen, abgehalten – nahm einen Text über die Bedingungen für die Generalisierung des Klassenkampfes an, in dem besonders betont wurde, dass die Ausbreitung der Massenstreiks auf die Zentren des Weltkapitals eine Antwort auf die Wirtschaftskrise des Kapitalismus sein wird, und nicht auf einen kapitalistischen Weltkrieg; einen weiteren Beitrag, der den Versuch eines historischen Überblicks über die Entwicklung des Klassenkampfes seit 1968 unternahm (International Review Nr. 26). Debatten über die gesamte zweite internationale Welle von Kämpfen, in der die Kämpfe der polnischen Arbeiterklasse den Höhepunkt darstellten, haben zu einer Reihe von anderen wichtigen Texten über die Charakteristiken des Massenstreiks (Nr. 27), über die Theorie des schwächsten Glieds (Nr. 31, 37), über die Bedeutung der Kämpfe der französischen Stahlarbeiter 1979 und die Intervention der IKS (Nr. 17, 20), über Arbeiterkampfgruppen (Nr. 21), die Arbeitslosenkämpfe (Nr. 14) u.s.w. geführt. Besonders wichtig war der Text „Der proletarische Kampf im dekadenten Kapitalismus“(International Review Nr. 23), der aufzuzeigen beabsichtigte, warum die Kampfmethoden, die in der aufsteigenden Periode des Kapitalismus (gewerkschaftliche Streiks in einzelnen Bereichen, finanzielle Solidarität, etc.) angewendet worden waren, in der dekadenten Epoche durch die Methoden des Massenstreiks ersetzt werden mussten. Die stetigen Bemühungen um eine Perspektive der internationalen Klassenbewegung setzte sich in zahlreichen Artikeln fort, die während der dritten Welle von Kämpfen zwischen 1983 und 1988 geschrieben wurden. 1989 fand eine weitere wichtige historische Änderung in der internationalen Lage statt: der Zusammenbruch des Ostblocks und der endgültige Beginn der Zerfallsphase des Kapitalismus, eine Verschlimmerung all der Ausgeburten eines dekadenten Systems, das vor allem durch den wachsenden Krieg jeder gegen jeden auf imperialistischer Ebene gekennzeichnet war. Obwohl die IKS diesen „friedlichen“ Zusammenbruch des russischen Blocks im Vorfeld nicht erwartet hatte, stellte sie schnell fest, aus welcher Richtung der Wind blies, denn sie war bereits mit dem theoretischen Rahmen ausgerüstet, um zu erklären, warum der Stalinismus sich nicht selbst reformieren konnte (s. die Artikel über die Wirtschaftskrise im russischen Block in der International Review Nr. 22, 23, 43 und insbesondere die Thesen über „Die internationale Dimension des Arbeiterkampfes in Polen“ in der International Review Nr. 24). Dieser Rahmen bildete die Grundlage für den Orientierungstext „Über die ökonomische und politische Krise in den osteuropäischen Ländern“ in der International Review Nr. 60, der lange, bevor dies mit dem Fall der Berliner Mauer und dem Auseinanderbrechen der UdSSR eintrat, das Ableben des russischen Blocks vorausgesagt hatte. Gleichermaßen wichtig als Hilfe zum Verständnis der Charakteristiken der neuen Periode waren die Thesen mit dem Titel „Der Zerfall – die letzte Phase in der Dekadenz des Kapitalismus“ in der International Review Nr. 62 und der Artikel „Militarismus und Zerfall“ in der International Review Nr. 64. Letzterer ging noch weiter und präzisierte unsere Artikel „Krieg, Militarismus und imperialistische Blöcke“, die wir in der International Review Nr. 52 und 53 veröffentlicht hatten, also vor dem Zusammenbruch des russischen Blocks, und die den Begriff der Irrationalität des Krieges in der kapitalistischen Dekadenz erläuterten. Durch diese Beiträge wurde es möglich, den Rahmen zum Verständnis der Verschärfung der imperialistischen Spannungen in einer Welt ohne Blockdisziplin zu erweitern. Die ganz offensichtliche Verschärfung der interimperialistischen Konflikte, des chaotischen Kampfes jeder gegen jeden während dieses Jahrzehnts hat den in diesen Texten entwickelten Rahmen vollauf bestätigt. Die Verteidigung des Prinzips der offenen Debatte zwischen den RevolutionärenAuf einem erst kürzlich stattgefundenen öffentlichen Forum, das von der Communist Workers‘ Organisation in London organisiert wurde und sich auf den Appell der IKS für gemeinsame Aktionen revolutionärer Gruppen angesichts des Balkankrieges bezog, stellte ein Genosse der CWO die Frage: „Was führt die IKS im Schilde?“. Er äußerte die Ansicht, dass „die IKS mehr Wendungen vollzogen hat als die stalinistische Komintern“ und dass ihre „freundschaftliche“ Haltung gegenüber dem Milieu nur die letzte dieser Wendungen sei. Die bordigistische Gruppe Le Prolétaire beschrieb den Appell der IKS mit ähnlichen Worten und denunzierte ihn als ein „Manöver“ (s. Révolution Internationale Nr. 294). Solche Anschuldigungen lassen einen ernsthaft daran zweifeln, ob diese Genossen die IKS-Presse über die letzten 25 Jahre verfolgt haben. Ein kurzes Durchblättern der 100 Ausgaben der International Review reicht aus, um den Gedanken zurückzuweisen, dass der Aufruf zur Einheit zwischen den Revolutionären eine „neue Wendung“ der IKS ist. Wie wir bereits gesagt haben, war für uns der Geist der Linkskommunisten, insbesondere der der italienischen Fraktion, ein Geist der ernsthaften Debatte und Konfrontation zwischen allen verschiedenen Kräften innerhalb des kommunistischen Lagers und natürlich auch zwischen den Kommunisten und denjenigen, die sich darum bemühen, das proletarisch-politische Terrain zu betreten. Von ihrer Gründung an – und im Gegensatz zum weitverbreiteten Sektierertum, das als ein direktes Resultat des konterrevolutionären Drucks in dem Milieu vorherrschte – hat die IKS auf: – die Existenz eines proletarisch-politischen Lagers, das sich aus verschiedenen Tendenzen zusammensetzt, die auf der einen oder anderen Weise Ausdrücke des Klassenbewusstseins des Proletariats sind; – auf die zentrale Bedeutung jener Gruppen innerhalb dieses Lagers, die aus den historischen Strömungen des Linkskommunismus stammen; – die Notwendigkeit einer Einheit und Solidarität zwischen den revolutionären Gruppen angesichts des Klassenfeindes – seiner antikommunistischen Kampagnen, seiner Repression, seiner Kriege; – die Notwendigkeit einer ernsthaften und verantwortungsbewussten Debatte über die realen Divergenzen zwischen diesen revolutionären Gruppierungen; – die ultimative Notwendigkeit der Umgruppierung der revolutionären Kräfte als Teil des Prozesses, der zur Bildung der Weltpartei führt, bestanden.
Bei der Verteidigung dieser Prinzipien hat es Zeiten gegeben, in denen es notwendiger war, die Differenzen herauszustellen, und andere Zeiten, in denen die Aktionseinheit übergeordnet war, doch dies hat nie auch nur eines der fundamentalen Prinzipien in Frage gestellt. Wir erkennen auch an, dass das Gewicht des Sektierertums das ganze Milieu betrifft und auch wir nicht behaupten, völlig immun dagegen zu sein – selbst wenn wir aufgrund der bloßen Tatsache, dass wir im Gegensatz zu anderen Gruppen seine Existenz erkennen, bessere Ausgangsbedingungen haben. Auf jeden Fall passierte es da und dort, dass unsere Argumente von sektiererischen Übertreibungen geschwächt wurden: zum Beispiel trug ein sowohl in der World Revolution als auch in der Révolution Internationale veröffentlichter Artikel den Titel „Die CWO fällt dem politischen Parasitismus zum Opfer“, aus dem sich ergeben konnte, dass die CWO tatsächlich ins parasitäre Lager übergewechselt sei und somit sich außerhalb des proletarischen Milieus befände, wohingegen der Artikel in Wahrheit im Wesentlichen durch die Notwendigkeit, eine nahestehende kommunistische Gruppe vor den Gefahren des Parasitismus zu warnen, motiviert war. Auf ähnliche Weise konnte der Titel des Artikels über die Gründung des IBRP 1985 – „Die Gründung des IBRP – ein opportunistischer Bluff“ -, den wir in der International Review Nr. 40 und 41 veröffentlicht hatten, den Eindruck erwecken, dass diese Organisation vollständig vom Virus des Opportunismus angesteckt sei, wohingegen wir tatsächlich die einzelnen Gruppen des IBRP stets als integralen Bestandteil des kommunistischen Lagers anerkannten, auch wenn wir immer offen und heftig ihre opportunistischen Irrtümer kritisierten. Schon aus den frühesten Ausgaben der International Review ist leicht ersichtlich, wie unser tatsächliches Verhalten ausgesehen hat. Die erste Ausgabe enthält Diskussionsartikel über die Übergangsperiode, welche die Diskussion zwischen den Gruppen, die die IKS bildeten, und anderen, die draußen blieben, widerspiegelten; dieselbe International Review hob gleichfalls hervor, dass einige dieser Gruppen eingeladen worden waren, an der Gründungskonferenz der IKS teilzunehmen. Ferner wurde die Praxis, Beiträge anderer Gruppen und Elemente in der International Review zu veröffentlichen, seither ständig fortgeführt (u.a. Texte von der CWO, von der mexikanischen GPI, der argentinischen Gruppe Emancipacion Obrera, von individuellen Elementen aus Hongkong, Russland, etc.) In der International Review Nr. 11 veröffentlichten wir einen Text, den unser zweiter Kongress 1977 verabschiedet hatte. Er definierte die wesentlichen Konturen des proletarisch-politischen Milieus einerseits sowie des „Sumpfes“ andererseits und unterstrich unsere allgemeine Politik gegenüber anderen proletarischen Organisationen und Individuen. In den späten 70ern unterstützten wir mit ganzem Herzen den Vorschlag von Battaglia Comunista, eine internationale Konferenz der linkskommunistischen Gruppen abzuhalten, nahmen aktiv an allen folgenden Konferenzen teil, veröffentlichten ihre Sitzungsberichte und Artikel über sie in der International Review und vertraten im Zusammenhang mit diesen Konferenzen die Notwendigkeit der beteiligten Gruppen, gemeinsame Stellungnahmen zu zentralen Tagesthemen abzugeben (wie im Fall der russischen Invasion in Afghanistan). Aus dem gleichen Grund kritisierten wir heftig die Entscheidung von Battaglia, diese Konferenzen abzubrechen (s. dazu die International Review Nr. 10, 16, 17, 22 und auch die beiden Pamphlete „Texte und Sitzungsberichte der Internationalen Konferenzen der Linkskommunisten“). In den frühen 80ern veröffentlichten wir eine Artikelserie, welche die Krise analysierte, von der eine Reihe von Gruppen aus dem proletarischen Milieu betroffen war (International Review Nr. 29, 31). Die International Review Nr. 35 enthält einen Appell an proletarische Gruppen, der von unserem V. Internationalen Kongress 1983 verabschiedet worden war. In diesem Appell schlugen wir nicht die sofortige Wiedereinberufung der internationalen Konferenzen vor, sondern strebten danach, „bescheidenere“ Praktiken zu etablieren, wie unsere Anwesenheit auf den öffentlichen Veranstaltungen anderer Gruppen, umfassendere Polemiken in unserer Presse, etc. In der International Review Nr. 46 Ende 1986 drückten wir unsere Zustimmung zum „internationalen Vorschlag“ aus, der von der argentinischen Gruppe Emancipacion Obrera zugunsten einer größeren Kooperation und der Organisation von Diskussionen zwischen den Revolutionären angeregt worden war. In der International Review Nr. 67 veröffentlichten wir einen weiteren Appell an das proletarische Milieu, diesmal von unserem IX. Kongress 1991 verabschiedet. Somit stellt die Politik der IKS seit 1996, zu einer gemeinsamen Antwort auf solche Ereignisse wie die Kampagnen der Bourgeoisie gegen die Linkskommunisten oder den Balkankrieg aufzurufen, keineswegs eine neue Wendung oder irgendein verstecktes Manöver dar, sondern stimmt völlig mit unserer gesamten Haltung seit jeher gegenüber dem proletarische Milieu überein. Die zahlreichen Polemiken, die wir in der International Review veröffentlicht haben, sind gleichfalls Teil dieser Orientierung. Wir können sie hier nicht alle auflisten, aber wir können sagen, dass wir durch die International Review praktisch über jeden Aspekt des revolutionären Programms eine ständige Debatte mit all den Strömungen des proletarischen Milieus und einigen an seinen Rändern geführt haben. Die Debatten mit dem IBRP (Battaglia und CWO) waren sicherlich die zahlreichsten und zeigten, wie ernst wir diese Strömung stets genommen haben. Einige Beispiele: – über die Partei: das Problem des Substitutionismus (International Review Nr. 17), die unterirdische Reifung des Klassenbewusstseins (International Review Nr. 43), das Verhältnis zwischen Fraktion und Partei (Nr. 60, 61, 64, 65); – über die Geschichte der Italienischen Linken und die Ursprünge der Partito Comunista Internazionalista (Nr. 8, 34, 39, 90, 91); – über die Aufgaben der Revolutionäre in den Peripherien des Kapitalismus (Nr. 46 und 100); – über die Gewerkschaftsfrage (Nr. 51); – über den historischen Kurs (Nr. 36, 50, 89); über die Krisentheorie und den Imperialismus (Nr. 13, 19, 86, etc.); – über die Natur der Kriege in der Dekadenz (Nr. 79, 82); – über die Übergangsperiode (Nr. 47); – über den Idealismus und die marxistische Methode (Nr. 99). Nicht zu erwähnen die zahllosen Artikel, die sich mit der Position des IBRP zu den unmittelbareren Ereignissen oder Interventionen befassten (z.B. über unsere Intervention im Klassenkampf in Frankreich 1979 oder 1995, über die Streiks in Polen oder den Zusammenbruch des Ostblocks, die Ursachen des Golfkrieges, etc., etc.) Mit den Bordigisten haben wir über alle Fragen der Partei debattiert (z.B. Nr. 14, 23), aber auch über die nationale Frage (Nr. 32), die Dekadenz (Nr. 77 und 78), den Mystizismus (Nr. 94), etc. Wir sollten auch die Polemiken mit den Spätabkömmlingen des Rätekommunismus (z.B. die holländische Gruppe Spartakusbond und Daad en Gedachte in der International Review Nr. 2, die dänische Gruppe Rätekommunismus in der International Review Nr. 25) und mit der von Munis initiierten Strömung (Nr. 25, 29, 52) erwähnen. Parallel zu diesen Debatten innerhalb des proletarischen Milieus haben wir eine Anzahl von Kritiken über die Gruppen des Sumpfes verfasst (Autonomia in Nr. 16, Modernismus in Nr. 34, Situationismus in Nr. 80), so wie wir die Auseinandersetzung mit dem politischen Parasitismus geführt haben, der in unseren Augen eine ernste Gefahr für das proletarische Lager darstellt, weil er von Elementen verkörpert wird, die behaupten, ein Teil von ihm zu sein, die jedoch eine völlig destruktive Rolle spielen (s. z.B. die Thesen über den Parasitismus in der International Review Nr. 94, Artikel über die EFICC (Nr. 46, 60, 70, 92), über die CGB (Nr. 83, etc.). Selbst wenn wir sehr scharf gegen andere proletarische Gruppen polemisiert haben, so haben wir stets versucht, fair zu bleiben, indem wir unsere Argumentation nicht auf den Boden von Spekulationen und Verzerrungen stellten, sondern von den wahren Positionen anderer Gruppen ausgehen ließen. Heute versuchen wir angesichts der riesigen Verantwortung, die schwer auf den Schultern einer schmalen revolutionären Minderheit lastet, noch größere Anstrengungen zu unternehmen, um noch akkurater und grundsätzlich brüderlich zu argumentieren. Unsere Leser können durch unsere polemischen Artikel in der International Review schweifen und sich ihr eigenes Urteil darüber bilden, wie erfolgreich wir in dieser Hinsicht sind. Unglücklicherweise müssen wir jedoch feststellen, dass es nur wenige ernsthafte Antworten auf die meisten dieser Polemiken oder auf die vielen Orientierungstexte gab, die wir dem proletarischen Milieu ausdrücklich als Diskussionsbeiträge angeboten haben. Viel zu häufig wurden unsere Artikel ignoriert oder als das jüngste Steckenpferd der IKS abgetan, ohne jeden ernsthaften Versuch, sich mit den vorgebrachten Argumenten auseinanderzusetzen. Im Geiste unserer früheren Appelle an das proletarische Milieu können wir die anderen Gruppen nur dazu aufrufen, die sektiererischen Barrieren, die eine wirkliche Debatte zwischen den Revolutionären verhindern – eine Schwäche, von der letztendlich nur die Bourgeoisie profitiert -, zu erkennen und damit zu überwinden. Genossen!Helft uns die International Review zu verbreiten!Wir können eigentlich ganz stolz auf die International Review sein und sind davon überzeugt, dass sie eine Publikation ist, die auch die Zukunft meistern wird. Obwohl sich die Lage seit dem Beginn der International Review gründlich geändert hat, obwohl die Analysen der IKS reifer geworfen sind, denken wir nicht, dass die 100 Ausgaben der International Review, die wir bis jetzt veröffentlicht haben, obsolet geworden sind, genausowenig wie das für die künftigen Ausgaben gilt. Es ist zum Beispiel kein Zufall, dass viele unserer neuen Kontakte, sobald sie einmal richtiges Interesse an unseren Positionen gefunden haben, anfangen, eine Sammlung der früheren Ausgaben der International Review zusammenzustellen. Doch wir sind uns nur zu bewusst, dass unsere Presse im allgemeinen und die International Review im Besonderen immer noch nur eine verschwindende Minderheit erreicht. Wir wissen, dass es objektive historische Gründe für die numerische Schwäche der kommunistischen Kräfte von heute, für ihre Isolation in der Klasse als Ganzes gibt. Die Kenntnisnahme dieser Gründe erfordert zwar einen gewissen Realitätssinn unsererseits, ist aber keine Entschuldigung für eine Passivität unsererseits. Die Verkaufszahlen der revolutionären Presse und somit der International Review können, wenn auch in bescheidenem Maße, durch eine Anstrengung des revolutionären Willens auf Seiten der IKS und ihrer Leser und Sympathisanten durchaus erhöht werden. Daher wollen wir diesen Artikel mit einem Appell an unsere Leser schließen, aktiv an den Bemühungen zur Steigerung der Verteilung und des Verkaufs der International Review teilzunehmen – indem sie ältere Exemplare oder komplette Sammlungen (die wir zu einem Preis von £ 50 oder entsprechend in anderer Währung, alles inklusive, verkaufen) bestellen, indem sie Exemplare für den Weiterverkauf ordern, indem sie mithelfen, Buchläden und Vertriebssagenturen ausfindig zu machen und zu beliefern und so weiter. Die theoretische Übereinstimmung mit der Auffassung von der Wichtigkeit der revolutionären Presse beinhaltet auch eine praktische Verpflichtung, sie zu verkaufen, da wir keine Anarchisten sind, die die Einbeziehung in das schmutzige Geschäft von Verkauf und Abrechnung verachten, sondern Kommunisten, die ihre Klasse so weit wie möglich erreichen wollen, aber verstehen, dass dies nur auf organisierte und kollektive Art gelingen kann. Zu Beginn dieses Artikels unterstrichen wir die Fähigkeit unserer Organisation, seit 25 Jahren vierteljährlich eine Zeitschrift zu veröffentlichen, ohne Unterbrechung, während viele andere Gruppen nur unregelmäßig oder wechselhaft veröffentlicht haben oder einfach verschwanden. Man könnte natürlich einwenden, dass die IKS nach einem Vierteljahrhundert ihrer Existenz immer noch nicht die Häufigkeit ihrer theoretischen Organe gesteigert hat. Dies ist offensichtlich ein Zeichen einer gewissen Schwäche, unserer Meinung nach jedoch nicht eine Schwäche in unseren politischen Positionen und Analysen. Es ist eine Schwäche, die dem gesamten Linkskommunismus eigen ist, in dem die IKS trotz ihrer geringen numerischen Stärke die bei weitem größte und am weitesten verbreitete Organisation ist. Es ist eine Schwäche der gesamten Arbeiterklasse, die, obwohl sie sich Ende der 60er Jahre als fähig erwiesen hatte, aus dem Schatten der Konterrevolution hervorzutreten, auf einige gewaltige Hindernisse auf ihrem Weg gestoßen ist, last not least in Gestalt des Zusammenbruchs der stalinistischen Regimes und des allgemeinen Zerfalls der bürgerlichen Gesellschaft. Ein besonderes Kennzeichen des Zerfalls, das wir in unserer Presse hervorgehoben haben, ist die Entwicklung von allerlei Arten seichter, irrationaler oder mystischer Sichtweisen in der ganzen Gesellschaft einschließlich der Arbeiterklasse, zum Nachteil einer tiefen, zusammenhängenden und materialistischen Herangehensweise, deren bester Ausdruck allein der Marxismus ist. Heute finden Bücher über die Esoterik ein weitaus größeres Interesse als die Werke des Marxismus. Selbst wenn wir die Kapazität besäßen, die International Review häufiger zu veröffentlichen, ihr gegenwärtiger Verbreitungsgrad würde solche Mühen nicht rechtfertigen. Deshalb rufen wir unsere Leser dazu auf, uns in den Bemühungen, unsere Presse weiter zu verbreiten, zu helfen. Indem sie sich diesen Bemühungen anschließen, werden sie am Kampf gegen die Ansteckung durch bürgerliche Ideologie und Zerfall teilnehmen, die das Proletariat überwinden muss, um den Weg zur kommunistischen Revolution freizumachen. Amos, Dezember 1999 [i] Immer wenn in diesem Artikel von International Review die Rede ist, sprechen wir von der englischen, französischen (Revue Internationale) und spanischen (Revista Internacional) Ausgabe. Die Revue ist in diesen drei Sprachen identisch. Mit Internationale Revue umgekehrt ist die Ausgabe in deutscher Sprache gemeint, die einen anderen Erscheinungsrhythmus und somit auch eine andere Numerierung hat. 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