Die Russische Revolution

  • Wer kann die Welt verändern?

     

    Das Proletariat ist die revolutionäre Klasse

     

    "Der Kommunismus ist tot. Der Kapitalismus hat gesiegt, weil er das einzige System ist, das wirklich funktionieren kann. Es ist nutzlos und gar gefährlich, von einer anderen Gesellschaft zu träumen". Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks und der angeblich "kommunistischen" Regime wurde von der herrschenden Klasse eine beispiellose Kampagne angeleiert. Und gleichzeitig hat die Propaganda der Herrschenden zwei Fliegen mit der gleichen Klappe schlagen wollen, als sie nämlich erneut alles daran gesetzt hat, die Arbeiterklasse zu demoralisieren, indem sie ihr einzureden versucht, daß sie keine Kraft mehr in der Gesellschaft sei, daß sie nicht mehr zähle und eigentlich gar nicht mehr existiere. Die Herrschenden haben die Bedeutung und das Ausmaß der zurückgegangenen Kampfbereitschaft vollkommen übertrieben, die sich infolge der Umwälzungen der letzten Jahre abgeschwächt hatte. Das Wiedererstarken des Klassenkampfes, das jetzt wieder festzustellen ist, wird solche Lügen entblößen; aber selbst während der großen Arbeiterkämpfe wird die Bourgeoisie weiter die Idee einzutrichtern versuchen, daß diese Kämpfe auf keinen Fall zu einer Überwindung des Kapitalismus und der Errichtung einer Gesellschaft führen können, die von all den Geißeln befreit ist, die durch den Kapitalismus auf der Menschheit lasten. So bleibt heute auf dem Hintergrund all der Lügen der Herrschenden aber auch in Anbetracht der Skepsis einiger möchte-gern Revolutionärer die Verteidigung des revolutionären Wesens der Arbeiterklasse eine Hauptverantwortung der Revolutionäre. Dieses Ziel verfolgt dieser Artikel.

     

     

     

     

     

    25-Feb-2006
  • Die zweite Nummer des Forward, der Zeitschrift der Revolutionary Workers' Group, enthält eine internationale Diskussion zwischen unserer Strömung (Internacionalismo: ‚Verteidigung des proletarischen Charakters der Oktoberrevolution’) und der RWG (‚Die Fehler Internacionalismos hinsichtlich der russischen Revolution’). In der Kritik unseres Artikels wirft die RGW wichtige Fragen auf, ohne jedoch einen allgemeinen Rahmen zu entwerfen, der ein umfassendes Verständnis der russischen Erfahrung erlauben würde.

    10-Mai-2006
  • DIE ISOLIERUNG IST DER TOD DER REVOLUTION

    In der "INTERNATIONALEN REVUE" Nr.14 und 15 veröffentlichten wir die ersten zwei Artikel dieser Serie. Wir zeigten darin auf, dass die proletarische Revolution 1917 das Resultat der bewussten und massiven Aktion der Arbeiter war. Ebenso war sie das Ergebnis ihres Kampfes gegen die Organisationen der Bourgeoisie (Menschewiki, Sozialrevolutionäre), welche das Proletariat zu sabotieren versuchten und die Arbeiter im 1.Weltkrieg für die Verteidigung der imperialistischen Interessen Russlands einspannen wollten. Wir haben auch aufgezeigt, wie die Bolschewiki in diesem gewaltigen Entwicklungsprozess des Klassenbewusstseins und der Kampfkraft klar eine Vorreiterrolle spielten. Sie waren der Kristallisationspunkt dieser immensen revolutionären Energie, die den bürgerlichen Staat im Aufstand vom 24. und 25. Oktober 1917 zerstörte. Der Stalinismus war nicht die Fortsetzung dieses reissenden Stromes befreiender Energie, sondern das Gegenteil: die brutale Erwürgung allen Lebens im Proletariat; die Konterrevolution (1).

    11-Mai-2006
  • Nichts macht eine herrschende Klasse rasender als eine Erhebung der Ausgebeuteten. Die Revolten der Sklaven im Römischen Reich, der Bauern unter dem Feudalismus sind immer mit einer unübertroffenen Grausamkeit niedergeschlagen worden. Doch der Aufstand der Arbeiterklasse gegen den Kapitalismus ist ein noch größerer Affront gegen die herrschende Klasse dieses Systems, da er auf seiner Fahne klar die Inschrift einer neuen Gesellschaft trägt, einer kommunistischen Gesellschaft, die tatsächlich einer historischen Möglichkeit und Notwendigkeit entspricht. Deshalb kann sich die Kapitalistenklasse nicht damit zufrieden geben, die revolutionären Versuche der Arbeiterklasse zu unterdrücken, sie im Blut zu ertränken, auch wenn die kapitalistische Konterrevolution bestimmt die blutigste in der ganzen Geschichte ist. Sie muß darüber hinaus die Idee ins Lächerliche ziehen, daß die Arbeiterklasse die Trägerin einer neuen gesellschaftlichen Ordnung ist, sie muß die totale Bedeutungslosigkeit der kommunistischen Perspektive propagieren. Zu diesem Zweck braucht sie ein ganzes Arsenal von Lügen und Verfälschungen parallel zum realen, gegenständlichen Waffenarsenal. Aus diesem Grund brauchte das Kapital auch während dem größten Teil des 20. Jahrhunderts die Aufrechterhaltung der größten Lüge der Geschichte: die Lüge, daß der Stalinismus Kommunismus sei.
    11-Mai-2006
  • Im ersten Teil dieses Artikels (siehe Inter­nationale Revue Nr. 14) haben wir gese­hen, dass die Russische Revo­lution im Ge­gensatz zu der Propa­ganda der Herr­schenden kein Staatsstreich war, son­dern die gi­gantischste und bewussteste Be­wegung der ausgebeuteten Massen in der Ge­schichte - die einen an Erfahrung, In­itiative und Kreativität reichen Schatz hin­terlassen hat. Ungeachtet der späteren Niederlage war es der klarste Beweis, dass die Arbeiterklasse die einzig revolutionäre Klasse in der Ge­sellschaft ist, und  als ein­zige dazu in der Lage,  die Menschheit vor der Katastrophe zu retten, in die der zer­fallende Kapitalis­mus uns treibt.

    14-Mai-2006