Die "Einheitsfront"

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Mit dem Begriff "Einheitsfront" bezeichnete man in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen das opportunistische Bündnis zwischen der Dritten Internationalen und den sozialistischen Parteien, die das Proletariat 1914 verraten hatten. Er wird heute insbesondere von den Trotzkisten und allen möglichen Antifaschisten verwendet als Ausrede dafür, sich mit ihren guten Freunden von der bürgerlichen parlamentarischen Linken zu verbünden

Der Anarchismus und der imperialistische Krieg: Nationalismus oder Internationalismus?

"Aber die deutsche Sozialdemokratie war nicht bloß der stärkste Vortrupp, sie war das denkende Hirn der Internationale. Deshalb muss in ihr und an ihrem Fall die Analyse, der Selbstbesinnungsprozess ansetzen. Sie hat die Ehrenpflicht, mit der Rettung des internationalen Sozialismus, das heißt mit schonungsloser Selbstkritik voranzugehen.

Die marxistische Analyse des Faschismus

Der Text ist ein Auszug aus der Broschüre „Faschismus und Demokratie – zwei Erscheinungsweisen der Diktatur des Kapitals“

3. Die Niederschlagung der Arbeiterklasse in Deutschland und der Aufstieg des Faschismus Bilan Nr. 16, 1935

 

Durch die kritische Analyse der Ereignissse nach dem Kriege, der revolutionären Siege und Niederlagen wird es uns möglich sein, eine Auffassung des historischen Rahmens der gegenwärtigen Periode zu entwickeln, die all die grundlegenden Entwicklungen, welche nun stattfinden, aufgreifen muß. Während die russische Revolution im Mittelpunkt unserer Kritik steht, der Kritik, die sie selbst darstellte, müssen wir sofort hinzufügen, daß Deutschland das wichtigste Glied der Kette ist, die heute das Weltproletariat fesselt.

In Rußland verhinderte die strukturelle Schwäche des Kapitalismus, das Bewußtsein des russischen Proletariats, von den Bolschewisten verkörpert, einen unmittelbaren Zusammenschluß der Weltkräfte der Bourgeoisie um den bedrohten Teil, während in Deutschland dagegen alle Elemente der Nachkriegszeit diesen Zusammenschluß der Kapitalisten zum Ausdruck bringen. Erleichtert wurde dieses vereinigte Vorgehen durch einen starken Kapitalismus, der sich auf demokratische Traditionen stützen konnte, und durch ein Proletariat, das sich seiner Aufgaben überstürzt bewußt wurde.

Revolutionäre Stimmen gegen die bürgerliche Antifaschismus-Kampagne

 

Alljährlich finden Mitte Januar in Berlin - anlässlich des Jahrestages der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg 1919 durch die sozialdemokratische Konterrevolution - politische Veranstaltungen statt, welche politisierte, „linksgerichtete“ Menschen aus ganz Deutschland anziehen. Obwohl die meisten der dort stattfindenden Veranstaltungen mit der revolutionären Tradition der Spartakisten um Liebknecht und Luxemburg nicht das geringste zu tun haben, so liefert dieses Wochenende doch eine der wenigen Gelegenheiten für an revolutionärer Klärung Interessierte, einander kennenzulernen.

Geschichte der Arbeiterbewegung: Der Antifaschismus – eine Anleitung zur Konfusion

Die heutige Situation gleicht nicht jener in den 30er Jahren, als die Arbeiterklasse gerade die fürchterlichste Niederlage in ihrer Geschichte erlitten hatte, und zwar nicht durch den Faschismus, sondern durch die “demokratische” Bourgeoisie. Genau diese Niederlage ermöglichte es dem Faschismus, in bestimmten Ländern Europas an die Macht zu gelangen. Demzufolge können wir sagen, dass der Faschismus heute keine Notwendigkeit für den Kapitalismus besitzt. Nur indem sie die Unterschiede zwischen der heutigen Situation und jener in den 30er Jahren völlig ignorieren, können Strömungen, die behaupten, zur Arbeiterklasse zu gehören oder gar die Revolution zu favorisieren, wie die Trotzkisten, ihre Beteiligung an den Kampagnen gegen die “faschistische Bedrohung” rechtfertigen. In diesem Sinn bestand Bilan absolut zu Recht darauf, dass die Revolutionäre die Ereignisse innerhalb ihres historischen Zusammenhanges analysieren und dabei besonders das Kräfteverhältnis zwischen den Klassen berücksichtigen müssen. Während der 30er Jahre entwickelte Bilan insbesondere gegen die Trotzkisten (die im Text als “Bolschewiki-Leninisten” bezeichnet werden, wie sich die Trotzkisten in den 30er Jahren selbst bezeichnet hatten) ihre Argumente. Damals waren die Trotzkisten noch Bestandteil der Arbeiterklasse, aber ihr Opportunismus sollte sie während des II. Weltkrieges in das bürgerliche Lager führen. Im Namen eben jenes Antifaschismus unterstützten die Trotzkisten den alliierten Imperialismus  während des Krieges und traten dabei eines der fundamentalsten Prinzipien der Arbeiterbewegung mit Füßen: den Internationalismus.

Schweiz "Nationaler Angriff" gegen IKS-Veranstaltung angedroht

Die herrschende Ideologie ist nicht der Faschismus, sondern der Antifaschismus 

Am 10. Dezember 2005 fand in Zürich eine Diskussionsveranstaltung der IKS statt. Solche Treffen, die wir in der Schweiz alle zwei Monate durchführen, sind öffentlich. Entsprechend rufen wir jeweils auch in der Zeitung, im Internet, über verschiedene Veranstaltungskalender usw. zur Teilnahme an der Diskussion auf. Das Ziel solcher Veranstaltungen ist, dass politisch interessierte Leute ihre Positionen darlegen und Fragen in der Diskussion klären können. Einerseits rufen wir zu Veranstaltungen mit einem bestimmten Thema auf, bei denen die IKS ein Einleitungsreferat hält, andererseits gibt es aber auch Diskussionen ohne festes Thema, wo die TeilnehmerInnen vorschlagen, was sie diskutieren wollen. Am 10. Dezember handelte es sich um eine Veranstaltung der zweiten Art.
Drei Wochen vor der Veranstaltung erschien auf einer rechtsextremen Webseite der folgende Aufruf von jemandem, der sich "Berserker" nannte: "Gemaess Indymedia wir am 10.12.05 in Zuerich eine Veranstaltung der Internationaler Kommunistischen Stroemung (IKS) stattfinden. Unter dem Vorwand ein ,,Disskussionstreffen ohne festes Thema'' zu organisieren, werden die Rotfaschisten ihre Propaganda verbreiten. Das dürfen und können wir nicht tolerieren. Es wird eine oeffentliche Veranstaltung sein.
Die Rotfaschisten wuerden sich sicherlich freuen ueber einen kleinen Besuch an dieser Veranstaltung. Die soll keineswegs ein Aufruf zur Gewalt sein, im Gegenteil, es sollten einige Nationalisten die Veranstaltung besuchen und ihre Argumente und Fragen dort einbringen. Die Devise lautet aber, dass man nicht unvorbereitet auftauchen soll, um eine Blamage zu vermeiden.
Wahrscheinlich wird man als national denkender Widerstandskaempfer nicht eingelassen, man kann aber dann die Zeit immer noch fuer eine Flugblattaktion beim Eingang nuetzen. Fuer entsprechende Flugblaetter koennt ihr gerne anfragen. (...) hoffen wir, dass einige nationalisten Zeit finden, um an diesem Anlass teilzunehmen."
Am 29. November 2005 doppelte derselbe "Berserker" mit einem zweiten Aufruf nach:

Diskussionsbeitrag aus Berlin Antifaschisten legitimieren bis heute die Führung imperialistischer Kriege ...

Gegenwärtig findet im politisierten Milieu eine Debatte über die Haltung zum 2. Weltkrieg statt, so auch in Berlin. Von dort ist uns ein Diskussionsbeitrag zur Verfügung gestellt worden, den wir nachfolgend ungekürzt veröffentlichen. Wir teilen die Hauptaussagen, insbesondere die Verteidigung des proletarischen Internationalismus. Auf Teilaspekte des Textes, wie zum Beispiel die Frage, ob der Antifaschismus als "historische Tragödie" zu bezeichnen wäre, oder wie eine proletarische Selbstverteidigung gegenüber Neonazis aussehen könnte, wollen wir aus Platzgründen erst in der nächsten Ausgabe zurückkommen. Die Zwischentitel wurden von der IKS eingefügt
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