Weltwirtschaftskrise

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Der Kapitalismus besteht weltweit, die Krise auch!

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1967 ging das Wirtschaftswunder zu Ende. Es hatte ca. 30 Jahre Bestand gehabt und einen kurzen Zeitraum relativen wirtschaftlichen Wohlstand nach dem verhängnisvollen Kreislauf des 1. Weltkriegs, der Großen Depression und des 2. Weltkriegs ermöglicht. 1967 tauchte das Gespenst der Wirtschaftskrise wieder auf. Im ersten Halbjahr sackte Europa in die Rezession ab, im zweiten Halbjahr brach eine internationale Währungskrise aus. Seitdem gehören Arbeitslosigkeit, prekäre Arbeitsbedingungen, die Verschlechterung der Lebens- und Arbeitsbedingungen zum täglichen Los aller Ausgebeuteten. Ein Blick auf die wichtigsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts, das eines der katastrophalsten und barbarischsten in der Geschichte der Menschheit war, genügt, um zu sehen, dass der Kapitalismus wie zuvor die Sklavengesellschaft und der Feudalismus zu einem dekadenten, obsoleten System geworden ist.

Wirtschaftliche Depression, Krieg, gesellschaftlicher Zerfall – nur der Klassenkampf bietet einen Ausweg

Die dramatische Zuspitzung der Weltwirtschaftskrise diesen Sommer führt uns deutlich vor Augen, dass das kapitalistische System aus dem letzten Loch pfeift. Die „Schuldenkrise“ hat den sprichwörtlichen Bankrott nicht nur von Banken, sondern ganzer Staaten an den Tag gebracht; nicht nur Staaten schwächerer Wirtschaften der Eurozone sondern auch der mächtigsten Wirtschaft der Welt – der USA.

 

Und die Krise ist nicht nur global, sie ist auch historisch. Der Schuldenberg, der in den letzten Jahren so stark in Erscheinung getreten ist, ist nur die Folge der Versuche des Kapitalismus die Wirtschaftskrise aufzuschieben oder sie zu vertuschen, die schon Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre ausbrach. Und die heutige „Rezession“ zeigt ihr wahres Gesicht als eine richtige Depression. Wir müssen erkennen, dass es sich um die gleiche tiefgreifende Krise handelt, die die Produktion schon in den 1930er Jahren lähmte und die Welt damals in den imperialistischen Krieg, den 2. Weltkrieg, trieb. Diese Krise spiegelt die Tatsache wider, dass das kapitalistische System historisch obsolet geworden ist.

Die Weltwirtschaftskrise: Ein mörderischer Sommer

Der Juli und August waren von einigen atemberaubenden Entwicklungen geprägt. Wir erlebten eine allgemeine Panik, die Regierungen, Politiker, Zentralbanken und andere internationale Finanzinstitutionen erfasste. Den Herren dieser Welt scheint dieselbe völlig zu entgleiten. Täglich gibt es neue Treffen der Staatschefs: G8, G20, die Europäische Zentralbank, die US-Fed… Es gab alle möglichen improvisierten Adhoc-Erklärungen und Entscheidungen, doch keine von ihnen hielt die Weltwirtschaftskrise darin auf, ihren katastrophalen Verlauf fortzusetzen. Der allgemeine Bankrott rückt immer näher. Die Depression ist unumkehrbar geworden. In einigen wenigen Wochen ist der Plan, die griechische Wirtschaft aus der Patsche zu helfen, obsolet geworden, und die Schuldenkrise hatte spektakuläre Folgen für so bedeutende Länder wie Italien und Spanien. Die größte Wirtschaftsmacht der Welt, die USA, durchlebt angesichts der Notwendigkeit, mit Schulden zwischen 14.500 und 16.600 Milliarden Dollar klarzukommen, eine große politische Krise. All dies in dem Kontext einer Schlacht gegen ein öffentliches Defizit, das direkt in der Herabsetzung des Kreditratings dieses Giganten auf tönernen Füßen mündete. Dies ist einmalig in seiner Geschichte. Der Zug entgleist, und der Lokführer verliert die Kontrolle über die Maschine. Doch wohin bewegt sich die Weltwirtschaft in ihrer Gesamtheit? Vor allem: wohin wird die Menschheit geführt?

Der G20 Gipfel in London: eine neue kapitalistische Welt ist nicht möglich

Die erste globale Krise der Menschheit“ (Welthandelsorganisation, April 2009)[1]. Die „schlimmste und am stärksten überall gleichzeitig wirkende Rezession in der Menschheitsgeschichte“ (OECD, März 2009)[2]! Selbst die großen internationalen Institutionen müssen eingestehen, dass die gegenwärtige Wirtschaftskrise ein bisher noch nie da gewesenes Ausmaß erreicht hat.

Eine Initiative zu debattieren und zusammen zu kommen

Wir veröffentlichen nachfolgend eine Stellungnahme, welche von einem Diskussionstreffen angenommen wurde, auf dem zwei große Themenkomplexe behandelt wurden:

Die gegenwärtige Krise des Kapitalismus

Wie können die Arbeiter gegen ihre Verarmung und die sich zuspitzende Verschlechterung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen kämpfen?

An diesem Treffen beteiligten sich Mitglieder der IKS mit der Absicht, zur Debatte und zu damit verbundenen praktischen Schritten beizutragen.

Steigende Inflation, fallende Produktion – wir sind mitten in einer globalen Wirtschaftskrise

 

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