Die Gruppe Eiszeit über den Streik in Reconvilier

Wir veröffentlichen hier einen langen Auszug aus der politischen Bilanz eines Arbeitskampfes in der Schweiz, geschrieben von einem Mitglied der Gruppe Eiszeit<!--[if !supportFootnotes]-->[1]<!--[endif]-->. Anschliessend einige Betrachtungen der IKS:    

 

Streik und Fabrikbesetzung in Reconvilier - eine kritische Betrachtung

 

Einleitung

 

Der Streik bei Swissmetal in Reconvilier im Jahr 2006 war der intensivste Arbeitskampf in der Schweiz seit geraumer Zeit. Er hatte starke mediale Präsenz, beschäftigte gar den Bundesrat und in der Arena im Schweizer Fernsehen war er Thema eines ganzen Abends. Die folgende Analyse versucht den Arbeitskonflikt bei der Boillat, so der Name des Swissmetal Werkes in Reconvilier, möglichst exemplarisch zu betrachten um daraus allgemeine Schlüsse und Perspektiven für Interventionen hinsichtlich der Überwindung des Kapitalismus zu ziehen.

 

Perspektiven der Swissmetal

 

Heute verkauft die Swissmetal nur noch 37% ihrer Produkte in der Schweiz. Wie in der ganzen MEM–Industrie rechnete man auch bei der Swissmetal mit weiteren Absatzeinbussen im Inland und einem starken Wachstum in Asien. Zentrale Absatzbranchen der Swissmetal wie die Elektronik- oder Luftfahrtsindustrie produzieren fast ausschliesslich im Ausland. Die Swissmetal hatte also nur eine längerfristige Überlebenschance, wenn sie sich diesen äußeren Marktentwicklungen anpasste. Im Jahr 2005 publizierte der Verwaltungsrat der Swissmetal aufgrund der beschriebenen Entwicklungen ein Strategiepapier. Dieses umfasste drei Pfeiler:

 

* Die Swissmetal soll mit Vertrieb und einer Produktionsstätte in Asien präsent sein.

 

* Es sollen in Europa weitere vier bis fünf Standorte dazu gewonnen werden.

 

* Der Produktionsprozess in der Schweiz soll restrukturiert werden. Diese Restrukturierungen sehen aus Effektivitätsgründen eine Verlagerung der Giesserei von Reconvilier nach Dornach vor. Zudem sollten bis im Jahr 2010 rund 80 Arbeitsplätze in Reconvilier abgebaut werden.

 

Streik und Fabrikbesetzung

 

Auslöser

 

Das im Herbst 2005 publizierte Positionspapier der Swissmetal–Leitung war der eigentliche Auslöser des Streiks und der Fabrikbesetzung im vergangenen Jahr. Vor allem die Restrukturierungspläne (Verlagerung der Gießerei von Reconvilier nach Dornach und Abbau von rund 80 Stellen) stiessen bei der Belegschaft der Boillat auf Unmut. Der Kern des Arbeitskampfes in Reconvilier war ein regionalpolitischer. Seit jeher sind in der Boillat Autonomiebestrebungen vorhanden. Man hat sich in der Boillat nie mit der Swissmetal angefreundet, auch nicht mit der Belegschaft in Dornach (im ersten Streik bei der Boillat im Jahr 2004 trat die Belegschaft in einen wilden Streik, da die Swissmetal-Leitung den Werkdirektor in Reconvilier entließ. Dieser weigerte sich, eine Standort übergreifende Betriebssoftware einzuführen).

 

Der Streik und die regionale Solidarität

 

Auch im Jahr 2006 entschied sich die Belegschaft unabhängig von der Gewerkschaft Unia, die Arbeit niederzulegen. Erst danach schaltete sich die Unia ein. Während des über 30-tägigen Streikes wurde die Fabrik besetzt und das darin lagernde Material zurückgehalten. Die Belegschaft hätte den Streik und die Fabrikbesetzung nie so lange aufrechterhalten können, wenn sie nicht von der ganzen Region unterstützt worden wäre. Lebensmittellieferungen, Solidaritätsfonds von Kleinbetrieben, Befehlsmissachtungen der lokalen Polizei usw. waren Teil der breiten Unterstützung in der Region, welche einen lokalpatriotischen Ursprung hatte. Kleinunternehmer solidarisierten sich mit den Streikenden nicht etwa, weil sie besonders gute Menschen sind, sondern da sie vom Standort Reconvilier profitierten. Bürgerliche Politiker solidarisierten sich mit den Arbeitern nicht etwa, weil sie Marx gelesen haben, sondern aus politischer Profilierung.

 

Gewerkschaft und die Linke

 

Hetze gegen das Finanzkapital

 

Der ganze Arbeitskampf war begleitet von viel Spekulation. Allem voran stand die Angst, Swissmetal wolle den Standort Reconvilier ganz zerstören. Verschiedene Kräfte, allen voran die Gewerkschaft Unia, interpretierten das Strategiepapier als Versuch, die Boillat zugunsten des spekulativen Finanzkapitals zu verscherbeln. Obwohl diese Befürchtung nie einen rationalen Kern hatte, hielten Unia und andere Kräfte an dieser These fest. In etlichen Flugpapieren ist die Rede vom „gierigen“ Finanzkapital, von dem „Heuschrecken-Manager“ Hellweg, welcher die Boillat zugunsten der kurzfristigen Profitinteressen des Finanzkapitals zerstören wolle. Auch linke Gruppierungen übernahmen diese Behauptungen kritiklos. So war in einem Flugblatt einer libertär-sozialistischen Gruppierung zu lesen: „Die branchenfremde Reißbrettstrategie [!] von Swissmetal wird sich nicht schmerzlos umsetzen lassen“. Und etwas weiter im selben Flugblatt: „Aber das ist etwas, dass Hellweg, Sauerländer und die Börsenspekulanten [!], die den Kauf der deutschen Gießerei […]“. Heute spricht niemand mehr von der Zerstörung der Boillat. Die Unia schreibt in ihren neueren Mitteilungen gar: „Der Belegschaft werde empfohlen [von der Unia], auf weitere Kampfmassnahmen zu verzichten und sich auf die Swissmetal-Strategie einer einzigen Gießerei für den ganzen Konzern einzulassen“. Der Kern des letztjährigen Streiks bei der Boillat war die geplante Verlagerung der Giesserei und die daraus resultierenden Befürchtungen, die vor allem von der Unia geschürt wurden, dass die Boillat noch ganz zerstört werde. Ein Jahr später fordert dieselbe Institution die Lohnarbeiter der Boillat auf, die geplante Verlagerung der Giesserei zu akzeptieren. Swissmetal-Verwaltungsratspräsident Sauerländer warf der Unia gezielte Verschleierung der Tatsachen zugunsten eigener Interessen vor. Dieser Vorwurf, auch wenn er von einem Vertreter des Kapitals kommt, scheint offensichtlich nicht ganz aus der Luft gegriffen.

 

Die Unia

 

Während des ganzen Arbeitskampfes spielte die Unia eine sehr opportunistische Rolle. Der

 

Entscheid nach 4-wöchigem Streik und Fabrikbesetzung, die Arbeit wieder aufzunehmen, wurde von den Unia-Strategen beschlossen und in einer kurz angelegten Betriebsversammlung durchgepeitscht. Brisant daran ist die Tatsache, dass an der erwähnten Betriebsversammlung rund 120 Arbeiter nicht teilnahmen, da diese sich nach der Spätschicht in der permanent besetzten Fabrik im Bett befanden. Was sich auf das Abstimmungsresultat über die Wiederaufnahme der Arbeit noch stärker auswirkte, war die subtile Drohung der Unia, den Streik bei einer Weiterführung nicht mehr zu unterstützen. Dass die Gewerkschaft Unia in Reconvilier keineswegs die Interessen der Lohnarbeiter vertrat, wird noch durch eine andere Tatsache verdeutlicht: Vor dem Streik waren rund 80% der Lohnarbeiter Mitglied der Unia, heute sind es noch 50%.

 

Die Belegschaft

 

Allgemeine Situation

 

Der Konflikt rund um die Boillat war begleitet von sehr speziellen Bedingungen. Dazu zählt der starke Regionalpatriotismus, welcher z.B. verantwortlich dafür war, dass erst sehr spät das Gespräch mit der Belegschaft in Dornach gesucht wurde. Dazu zählt auch die Tatsache, dass im ersten Streik im Jahre 2004 die Belegschaft für den Erhalt eines eigenen „jurassischen“ Direktors kämpfte und der zweite Streik im Jahr 2005 vom werkeigenen Management ausgelöst wurde. Trotz alledem war die Situation die, dass Lohnarbeiter für mehr Mitspracherecht und gegen Entlassungen kämpften. Ob die Befürchtungen einer Verscherbelung der Boillat gerechtfertigt waren oder nicht, spielt hinsichtlich der Belegschaft auch keine Rolle. Die wirren Spekulationen über die Zerstörung der Boillat gehen auf das Konto der Unia und anderen selbsternannten Interessensvertreter der Lohnarbeiterklasse. Wenn während des Arbeitskampfes in den besetzten Fabriken über die Macht des Finanzkapitals, über den „bösen“ Hellweg, statt über die Macht des Kapitals und den Scheiß Kapitalismus gesprochen wurde, dann hat dies mit der Verschleierung der Tatsachen eben dieser Interessenvertretungen zu tun.

Zunehmende Politisierung

 

Wie länger der Streik dauerte, desto grundsätzlicher wurden die aufgeworfenen Fragen. Nach dem Beschluss, die Arbeit wieder aufzunehmen, protestierte ein Teil der Belegschaft, unabhängig von der Gewerkschaft, in Zürich vor dem Gebäude eines Hauptaktionärs der Swissmetal. Bei einem Teil der Belegschaft zeigte sich in Gesprächen, dass sich die ernüchternde Erkenntnis durchgesetzt hat, dass nicht der „böse“ Hellweg für all das Übel verantwortlich sei, sondern die Gesetzmäßigkeiten des Systems. Ein resignierter Arbeiter meinte, er sei frustriert:  Solange sich andere Arbeiter nicht mit ihrem Kampf solidarisieren (z.B. die Belegschaft in

 

Dornach), sei die Situation hoffnungslos.

 

Resumée

 

Objektive Situation

 

Der Arbeitskampf in Reconvilier konnte nur scheitern. Denn es handelte sich um nichts anderes als um den Hauptwiderspruch der kapitalistischen Warenproduktion: auf der einen Seite der Sachzwang des Kapitals, auf der anderen Seite das Interesse der Lohnarbeiter. So banal es tönen mag, die einzige Lösung wäre die Überwindung des Kapitalismus gewesen, wofür die objektiven Verhältnisse natürlich nicht vorhanden waren. Doch wie soll man als Revolutionär mit dieser Situation umgehen?

 

Die Gewerkschaft und die Linke

 

Es wurde bereits gezeigt, dass die Gewerkschaft als integrative Kraft im Kapitalismus nur versagen kann, wenn die Forderungen der Lohnarbeiter über das im Kapitalismus Machbare hinausschießen. Die Gewerkschaft kann nicht bloß nur versagen, sie stellt sich, wie im Falle Reconvilier, gegen die Interessen der Lohnarbeiter. Die Interessen der Institution Gewerkschaft laufen deren der Lohnarbeiter entgegen. Verschiedene Linksradikale unterstützten den Kampf der Boillat-Belegschaft, indem sie selbst Schichten übernahmen und somit die Fabrikbesetzung aufrechterhielten. Wieder andere bauten zusammen mit Teilen der Belegschaft ein Sozialzentrum auf, eine Plattform, wo diskutiert und informiert wurde. In der „Uzine 3“, so der Name des Sozialzentrums, wurde durch ständige Informationskampagnen auch versucht, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen und den Streik in der Boillat mit anderen Arbeitskämpfen zu verbinden. Heute wird in der „Uzine 3“ vorwiegend Karten gespielt...

Perspektiven

 

Es braucht revolutionäre Arbeiterorganisationen. Deren Funktion sollte es sein, Kämpfe zu unterstützen, zu versuchen, den gemeinsamen Charakter der verschiedenen Bruchstellen in der Gesellschaft und eine kommunistische bzw. revolutionäre Perspektive aufzeigen. In der momentanen objektiven Situation kann ein Arbeitskampf wie derjenige in Reconvilier nicht gewinnen, er kann aber auch nicht verlieren. Denn die Entlassungen und die Verlegung der Gießerei

 

wären im Falle der Boillat so oder so vonstatten gegangen. Gewonnen werden können jedoch Erfahrungswerte. Gewonnen werden kann das Selbstvertrauen, das Gefühl gekämpft zu haben, gemeinsam gekämpft zu haben. Gewonnen wurde im Falle Reconvilier zu guter Letzt die Erkenntnis einer gemeinsamen Lage, welche ethnische Herkunft und allerlei sozikulturelle Konstrukte hinter das gemeinsame Interesse des wirklichen, materiellen Lebens stellt. Dieser Text ist eine Kurzfassung des Referats, welches im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Den kapitalistischen Alltag durchbrechen“ in mehreren Städten vorgetragen wurde.

 

Ein Mitglied der Gruppe Eiszeit [email protected] http://www.eiszeit.tk

 

Für die klassen- und staatenlose Gesellschaft!

 

<!--[if !supportFootnotes]-->[1]<!--[endif]--> Der vollumfängliche Text kann unter www.eiszeit.tk nachgelesen werden. Aus Platzgründen haben wir den Abschnitt über die Entwicklung der schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie weggelassen.  

 

Kommentar der IKS:

 

Zuallererst gilt es die Anstrengung hinter dieser Bilanz eines Arbeitskampfes zu begrüssen. Wie im letzten Abschnitt treffend beschrieben, muss die Arbeiterklasse „Erfahrungswerte“ aus ihren Kämpfen ziehen und diese weiter tragen. Auch nach „verlorenen“ Streiks bleibt eine Erfahrung zurück. Sie muss aber benannt und ausgesprochen werden. Genau dies ist eine der Hauptaufgaben revolutionärer Organisationen innerhalb der Arbeiterklasse.

 

Wir schliessen uns auch vollständig der Stellungnahme gegen die Gewerkschaften an, die nicht etwa in naiver Enttäuschung über eine fehlende Radikalität der Gewerkschaft Unia lamentiert. Es wird klar ausgesprochen, dass die Gewerkschaften heute generell ein Instrument zur Integration der Arbeiterklasse in den Kapitalismus sind und keinesfalls die Interessen der Arbeiterklasse vertreten. Illusionen über einen radikaleren Kurs der Gewerkschaften oder gar neue, „kämpferische“ Gewerkschaften zu schüren ist ein Markenzeichen linksextremistischer Organisationen, die damit nur ihre Rolle als verkappte Organe des Kapitalismus wahrnehmen.

 

Auf eine im Text von Eiszeit aufgeworfene Sorge wollen wir kurz eingehen: die Frage der Dynamik, Politisierung und Perspektive, und in diesem Zusammenhang den erwähnten Regionalismus innerhalb der Arbeiterklasse. Es ist oft hilfreich, Streiks (neben der Untersuchung spezifischer Besonderheiten) aus einem internationalen Blickwinkel zu betrachten. Dies schlicht und einfach deswegen, weil der Kapitalismus eine weltumspannende Produktionsweise ist und die Arbeiterklasse über eine internationale historische Tradition verfügt. Arbeitskämpfe finden meist aufgrund spezifischer Angriffe gegen eine Belegschaft oder einen Sektor statt, doch sind diese Angriffe gerade heute deutliche Ausdrücke einer sich international verschärfenden Krise, auch wenn die herrschende Klasse von „Aufschwung“ redet. Seit 2003 hat die Arbeiterklasse in verschiedensten Ländern verstärkt Kämpfe geführt (Frankreich, Deutschland, USA, Bangladesh, Indien, Dubai, Ägypten, Großbritannien, Spanien). Wir sind überzeugt, dass ein wesentlicher Faktor, der die Belegschaft von Swissmetall bei der mutigen Aufnahme ihres Streiks stützte, ein heute international anwachsendes Selbstvertrauen ist, das sich innerhalb der Arbeiterklasse beobachten lässt. Es wäre absolut verfehlt, Theorien über einen „besonders kämpferischen Typus Arbeiter“ in der jurassischen Region zusammenzuschustern.

 

Dennoch ist es unabdingbar, ehrlich zu sein und Schwächen innerhalb der Arbeiterklasse aufs Tapet zu bringen. In dieser Sorge stellt Eiszeit fest, dass ein vorhandener „Regionalpatriotismus“ ein wichtiges Hindernis zur notwendigen Ausdehnung des Streiks darstellte. Eine solche Feststellung bezieht sich natürlich nicht nur auf die Arbeiter in Reconvilier, sondern auch auf die Belegschaft vom Swissmetall-Standort Dornach, die sich dem Kampf ihrer Kollegen nicht anschlossen. Verglichen mit dem Beispiel aus dem Sommer 2004, als die Beschäftigten von Daimler-Chrysler in Bremen sich direkt mit den Kollegen in Baden-Württemberg solidarisierten, sticht beim Streik bei Swissmetall die Hürde des Regionalismus deutlich ins Auge. Die Arbeiterklasse leidet auf internationaler Ebene nach wie vor insgesamt unter dieser Schwäche und die Arbeiter in Reconvillier bilden keine Ausnahme. Regionalistische und - auf höherer Ebene - nationalistische Beschränktheiten werden der Arbeiterklasse durch die bürgerliche Ideologie als tagtägliches Gift in die Wiege gelegt und tauchen selbst in kämpferischsten Situationen auf: Selbst beim  Massenstreik 1980 in Polen, wo von Regionalismus nur noch wenig zu spüren war, scheiterte diese Bewegung im Wesentlichen aufgrund der nationalen Isoliertheit der polnischen Arbeiterklasse, an deren Durchsetzung die nationalistischen Ideen der Gewerkschaft Solidarnosc ebenso beteiligt waren wie die Hetzkampagnen der Bourgeoisie der benachbarten Staaten gegenüber der Arbeiterbewegung in Polen.

 

Woher rühren solche Tendenzen zum Regionalismus? Gehen sie von der Arbeiterklasse selbst aus? Der Arbeitskampf bei Swissmetall zeigt uns deutlich, dass es die bewussten Aktivitäten politischer Organisationen der herrschenden Klasse (von Rechts bis Links) waren, die das Klima der Solidarität auf eine lokalpatriotische Ebene abzudrängen versuchten. Dasselbe hatte die Belegschaft des Cardinal-Betriebes in Fribourg vor einigen Jahren exemplarisch erlebt, als sich alle lokalen bürgerlichen Parteien an die Spitze ihres Protestzuges drängten. Die Arbeiterklasse selbst, die vom Regionalismus oder Nationalismus nie irgendwelchen Nutzen hat, kann unter Druck in solche Fallen tappen, sie ist aber durch ihren internationalen Charakter nicht wirklich Ausgangspunkt solcher Tendenzen. Der „Lokalpatriotismus“ oder Nationalismus entspringt dem Wesen der bürgerlichen Konkurrenzgesellschaft. Die heutige Situation einer international zunehmenden Kampfbereitschaft und Solidarität ist der beste Rahmen um diese Schwäche zu überwinden. Zudem ist die Arbeiterklasse heute immer stärker mit politischen Fragen wie dem Krieg und der Umweltzerstörung konfrontiert, die sich nur auf internationaler Ebene beantworten lassen.

 

20.07.07

 

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