Geschichte der Arbeiterbewegung: Der Antifaschismus – eine Anleitung zur Konfusion

Der Antifaschismus ist eine harte Nuss. Kaum war die
Kampagne für die Auslieferung Pinochets in vollem Schwung, lösten die
“demokratischen” Teile der herrschenden Klasse (also so gut wie alle) eine neue
Kampagne aus antifaschistischem Anlass aus, diesmal gegen die Beteiligung der
FPÖ Haiders an der österreichischen Regierung. Während des Gipfels der
Europäischen Union am 23. März in Lissabon beschlossen die Staatsoberhäupter
und Regierungen der 14 Länder, Sanktionen gegenüber Österreich anzuwenden,
solange Haiders Partei in der Regierung verbleibt. Alle überboten sich in
energischen Warnungen vor der “fremdenfeindlichen, antidemokratischen, faschistischen
Gefahr”. Nehmen wir den französischen Staatspräsidenten Chirac, der
nachdrücklich die Geschehnisse in Österreich verurteilte, als zur gleichen Zeit
die Veröffentlichung einer Meinungsumfrage aufzeigte, dass die Hälfte der
französischen Bevölkerung fremdenfeindlich ist. Nicht zu vergessen all die
Organisationen der Linken, angefangen beim Trotzkismus, der laut vor der
“faschistischen Gefahr” warnt, die angeblich eine ernsthafte Bedrohung der
Arbeiterklasse sei, und eine Demonstration nach der anderen gegen den
“Haider-Skandal” organisiert.

Was auch immer die spezifischen Gründe waren, die die
österreichische Bourgeoisie dazu veranlassten, die “Faschisten” in die
Regierung zu bringen

[1]

,
dieses Ereignis hat sich als vorzügliche Gelegenheit für all ihre europäischen
und amerikanischen Kompagnons angeboten, einer Mystifikation neues Leben
einzuhauchen, die sich bereits als sehr wirksam gegen die Arbeiterklasse
erwiesen hatte. In den vergangenen Jahren hatte sich die Kampagne gegen die
“faschistische Gefahr” von nichts anderem nähren können als vom Wahlerfolg der
Nationalen Front in Frankreich und von den Angriffen von Skinheadbanden gegen
Immigranten. Selbst die Pinochet-Show konnte die Massen nicht mehr in ihrem
Bann ziehen, seitdem der alte Diktator in den Ruhestand gegangen ist. Natürlich
bot da der Eintritt einer “faschistischen” Partei in eine europäischen
Regierung eine viel reichhaltigere Kost für solcherlei Kampagnen.

Als die Genossen von Bilan (die französischsprachige
Publikation der linken Fraktion der Italienischen Kommunistischen Partei) den
Text veröffentlichten, den wir nachfolgend neu auflegen, befanden sich in
etlichen europäischen Ländern faschistische Regierungen an der Macht; Hitler
war seit 1933 in Deutschland an der Macht. Doch sie verloren nicht den Kopf und
ließen sich  nicht von der Raserei des
“Antifaschismus” anstecken, von der nicht nur die sozialistischen und
stalinistischen Parteien ergriffen waren, sondern auch Strömungen, die der
Degeneration der Kommunistischen Internationalen in den 20er Jahren Paroli
geboten hatten, insbesondere die Trotzkisten. Bilan war in der Lage,
klar und deutlich vor den Gefahren des Antifaschismus zu warnen – was sich auf
dem Höhepunkt des spanischen Bürgerkrieges als prophetisch erweisen sollte. In
Spanien war die faschistische Fraktion der Bourgeoisie nur deshalb in der Lage,
das Proletariat, das sich angesichts des Franco-Putsches am 18. Juli 1936
bewaffnet hatte, zu unterdrücken, weil sich letzteres im Namen der Priorität
des antifaschistischen Kampfes und der Notwendigkeit, eine Einheitsfront aller
antifaschistischer Kräfte zu bilden, von seinem Klassenterrain, dem Terrain des
unversöhnlichen Kampfes gegen die bürgerliche Republik, hat wegzerren lassen.

Die heutige Situation gleicht nicht jener in den 30er
Jahren, als die Arbeiterklasse gerade die fürchterlichste Niederlage in ihrer
Geschichte erlitten hatte, und zwar nicht durch den Faschismus, sondern durch
die “demokratische” Bourgeoisie. Genau diese Niederlage ermöglichte es dem
Faschismus, in bestimmten Ländern Europas an die Macht zu gelangen. Demzufolge
können wir sagen, dass der Faschismus heute keine Notwendigkeit für den
Kapitalismus besitzt. Nur indem sie die Unterschiede zwischen der heutigen
Situation und jener in den 30er Jahren völlig ignorieren, können Strömungen,
die behaupten, zur Arbeiterklasse zu gehören oder gar die Revolution zu
favorisieren, wie die Trotzkisten, ihre Beteiligung an den Kampagnen gegen die
“faschistische Bedrohung” rechtfertigen. In diesem Sinn bestand Bilan
absolut zu Recht darauf, dass die Revolutionäre die Ereignisse innerhalb ihres
historischen Zusammenhanges analysieren und dabei besonders das
Kräfteverhältnis zwischen den Klassen berücksichtigen müssen. Während der 30er
Jahre entwickelte Bilan insbesondere gegen die Trotzkisten (die im Text
als “Bolschewiki-Leninisten” bezeichnet werden, wie sich die Trotzkisten in den
30er Jahren selbst bezeichnet hatten) ihre Argumente. Damals waren die
Trotzkisten noch Bestandteil der Arbeiterklasse, aber ihr Opportunismus sollte
sie während des II. Weltkrieges in das bürgerliche Lager führen. Im Namen eben
jenes Antifaschismus unterstützten die Trotzkisten den alliierten
Imperialismus  während des Krieges und
traten dabei eines der fundamentalsten Prinzipien der Arbeiterbewegung mit
Füßen: den Internationalismus. Dies vor Augen, bleiben die Argumente Bilans
gegen die antifaschistischen Kampagnen, ihre Entlarvung der Gefahr, die der Antifaschismus
für die Arbeiterklasse darstellt, auch heute vollkommen gültig. Die historische
Lage hat sich verändert, aber die Lügen, die in der Arbeiterklasse verbreitet
werden, um sie von ihrem Klassenterrain unter das Banner der demokratischen
Bourgeoisie zu ziehen, bleiben grundsätzlich dieselben. Der Leser wird es nicht
schwer haben, die “Argumente” wiederzuerkennen, die von Bilan
angegriffen werden: Es sind exakt dieselben, die wir auch aus dem Munde heutiger
Antifaschisten und besonders von denjenigen hören, die sich so revolutionär
gebärden. Wir wollen hier zwei Passagen aus dem Text von Bilan als
Beispiel zitieren.

“(...) ist die Position unserer Gegner, die das Proletariat
dazu bewegen wollen, die am wenigsten schlechte Organisationsform des
kapitalistischen Staates zu wählen, nicht mit jener von Bernstein identisch,
der das Proletariat dazu aufrief, die beste Form des kapitalistischen Staates
anzustreben?”

“(...) wenn das Proletariat wirklich stark genug ist, der
Bourgeoisie seine Regierungsform aufzuzwingen, warum sollte es dann bei diesem
Ziel haltmachen und nicht seine eigenen zentralen Forderungen nach Zerstörung
des kapitalistischen Staates durchsetzen? Wenn aber im Gegenteil das
Proletariat noch nicht stark genug ist, um sich zum Aufstand zu erheben,
bedeutet dann nicht sein Vorwärtsdrängen zu einer demokratischen Regierung
tatsächlich, es auf die falsche Fährte zu locken, was erst den Sieg des Feindes
möglich macht?”

Schließlich antwortete Bilan auf all diejenigen, die
behaupteten, der Antifaschismus sei ein Mittel, um “die Arbeiter zu sammeln”,
dass das einzige Terrain, auf dem sich das Proletariat sammeln kann, jenes der
Verteidigung seiner Klasseninteressen ist, das auch heute dasselbe ist, ganz
gleich, wie das Kräfteverhältnis zwischen den Klassen aussieht. “(...) da es
nicht die Machtfrage stellen kann, muss sich das Proletariat in seinen
Tageskämpfen um begrenztere, aber immer noch klassenmäßige Ziele scharen (...)
Statt sich der langfristigen Änderung der Arbeiterforderungen zu widmen, ist es
die vordringliche Pflicht der Kommunisten, die Regruppierung der Arbeiterklasse
um ihre Klassenforderungen  und innerhalb
ihrer Klassenorganisationen, den Gewerkschaften, zu betreiben.”

Im Gegensatz zur deutsch-holländischen Linken hatten die
italienischen Linkskommunisten damals noch nicht die Frage der Gewerkschaften
geklärt. Denn seit der Zeit des I. Weltkrieges waren die Gewerkschaften
unwiderruflich zu Organen des kapitalistischen Staates geworden. Doch dies
stellt in keiner Weise die Positionen in Frage, die von Bilan vertreten
wurden, als sie die Arbeiter dazu aufrief, sich um ihre eigenen
Klassenforderungen zu sammeln. Diese Position bleibt auch heute vollkommen
gültig, wo jede Fraktion der Bourgeoisie die Arbeiter dazu auffordert, jenes
kostbare Gut, die Demokratie, zu verteidigen – ob gegen den Faschismus oder
gegen jeden Versuch, eine neue Revolution zu unternehmen, die nur zu einer
Rückkehr desselben Totalitarismus führe, der zehn Jahre zuvor in den sog.
“sozialistischen” Ländern zusammengebrochen sei.

In diesem Sinn wendet der nachfolgend abgedruckte Artikel
von Bilan dieselbe Vorgehensweise bei der Entlarvung der demokratischen
Lügen an, wie dies auch in unserer Veröffentlichung von Lenins Thesen Über
die bürgerliche Demokratie und die proletarische Diktatur
in der vorherigen
Ausgabe der International Review geschah (siehe International Review
Nr. 100, engl./franz./span. Ausgabe). 

 

BILAN Nr. 7, Mai 1934

Der Antifaschismus - eine Anleitung zur Konfusion 

Auf dem Tiefstand der Revolution ist die gegenwärtige Lage
ganz offensichtlich verwirrender als sonst. Dies ist das Resultat einerseits
der konterrevolutionären Entwicklung all der Stützpunkte, die das Proletariat
in einem bitteren Kampf nach dem Krieg erobert hatte (der russische Staat, die III.
Internationale), und andererseits der Unfähigkeit der Arbeiter, in einer
ideologischen und revolutionären Widerstandsfront dieser Entwicklung
entgegenzutreten. Die Arbeiter haben mit Kämpfen und manchmal mit großartigen
Schlachten (Österreich) auf die Kombination dieses Phänomens mit der brutalen
Offensive des Kapitalismus reagiert, die auf die Bildung von Bündnissen
angesichts des drohenden Krieges ausgerichtet ist. Aber diese Schlachten sind
daran gescheitert, die Macht des Zentrismus, der einzigen politischen
Massenorganisation, zu erschüttern, der sodann zu den Kräften der weltweiten
Konterrevolution überlief.

In solch einem Moment der Niederlage ist die Konfusion nur
ein Resultat, das der Kapitalismus erzielt, indem er sich zu seinem eigenen
Schutz den Arbeiterstaat und den Zentrismus einverleibt, die er auf dasselbe
Terrain führt, das seit 1914 von den hinterhältigen Kräften der
Sozialdemokratie besetzt ist, dem wichtigsten Agenten der Auflösung des
Massenbewusstseins und Sprecher der Parolen der proletarischen Niederlage und
des kapitalistischen Sieges.

In diesem Artikel werden wir eine typische Formel der
Konfusion untersuchen: etwas, was – auch unter Arbeitern, die sich selbst als
links betrachten – “Antifaschismus” genannt wird (...) Zugunsten der Klarheit
wollen wir hier uns auf ein Problem beschränken: den Antifaschismus und die
Einheitsfront, die sich unter dieser Parole angeblich errichten lässt.

Es ist elementar – besser: es ist üblich – festzustellen,
dass, bevor man sich in einer Klassenauseinandersetzung engagiert, es nötig
ist, die Ziele, die man im Auge hat, die Methoden, die man benutzen will, und
die Klassenkräfte zu nennen, die zu unserem Gunsten intervenieren können. Es
ist nichts “Theoretisches” an diesen Betrachtungen, und trotzdem meinen wir,
dass sie für die oberflächliche Kritik all jener Elemente unzugänglich sind,
die in der Regel die theoretische Klärung ignorieren und mit jedem ins Bett
steigen, an jeder Bewegung teilhaben, solange es “eine Aktion” gibt. Natürlich
gehören wir zu denjenigen, die denken, dass die Aktion nicht einem Wutanfall
oder dem guten Willen von Individuen entspringt, sondern aus der Situation
selbst entsteht. Darüber hinaus ist für die Aktion die theoretische Arbeit
unerlässlich, um die Arbeiterklasse vor neuen Niederlagen zu bewahren. Und wir
müssen die Bedeutung der Geringschätzung begreifen, die so viele Militante
gegenüber der theoretischen Arbeit an den Tag legen, denn in Wahrheit geht dies
in jenen revolutionären Milieus stets – ohne es auszusprechen – mit der
Ersetzung proletarischer Positionen durch die Prinzipien des Feindes
Sozialdemokratie einher, wobei gleichzeitig zu Aktionen um jeden Preis im
“Rennen” gegen den Faschismus aufgerufen wird.

So weit es das Problem des Antifaschismus angeht, so werden
seine zahllosen Anhänger nicht nur von einer Geringschätzung der theoretischen
Arbeit begleitet, sondern auch von einer dummen Manie der Schaffung und
Verbreitung von Verwirrung, die notwendig ist, um eine breite Widerstandsfront
zu errichten. Es darf keine Grenze geben, die auch nur einen einzigen
Verbündeten abschrecken oder die geringste Möglichkeit zum Kampf auslassen
könnte: Dies ist die Parole des Antifaschismus. Hier sehen wir, dass von letzterem
die Konfusion idealisiert und als Element des Sieges betrachtet wird.
Hier sollten wir uns vergegenwärtigen, dass mehr als ein halbes Jahrhundert
zuvor Marx zu Weitling gesagt hatte, dass die Ignoranz niemals der
Arbeiterbewegung in irgendeiner Weise gedient hat.

Statt heute das Ziel des Kampfes, die Methoden, die benutzt
werden sollen, und das notwendige Programm abzustecken, wird die Quintessenz
der marxistischen Strategie (die Marx als Ignoranz bezeichnet hätte) so
dargestellt: Man nehme ein Adjektiv – heute ist “leninistisch” das
gebräuchlichste – und rede endlos und völlig zusammenhanglos über die Lage in
Russland 1917 und Kornilows Septemberoffensive. 
O weh! Es soll eine Zeit gegeben haben, in der die Revolutionäre ihre
Köpfe noch auf den Schultern trugen und die historische Erfahrung analysierten.
Daraufhin bestimmten sie zunächst, ob es möglich ist, eine politische Parallele
zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart zu ziehen, bevor sie versuchten,
eine Analogie zwischen der Lage in ihrer eigenen Epoche und jenen Erfahrungen
herzustellen. Doch solche Zeiten sind vergangen, besonders wenn wir die übliche
Phraseologie proletarischer Gruppen betrachten.

Uns wird gesagt, dass es keinen Anlass gebe, einen Vergleich
zwischen der Situation des Klassenkampfes in Russland 1917 und heute in anderen
Ländern zu ziehen. Ähnlich gebe es keinen Anlass zu entscheiden, ob das
Kräfteverhältnis zwischen den Klassen damals Ähnlichkeiten mit dem von heute
aufweist. Der Sieg des Oktobers 1917 sei eine historische Tatsache, so dass
alles, was wir zu tun hätten, darin bestehe, die Taktiken der russischen
Bolschewiki zu kopieren und vor allem eine ganz schlichte Kopie anzufertigen,
die entsprechend der verschiedenen Milieus variiert, die die Ereignisse auf der
Basis radikal gegensätzlicher Auffassungen interpretieren.

Diejenigen, die sich heute selbst “Leninisten” nennen,
lassen sich nicht im Geringsten von der Tatsache stören, dass der Kapitalismus
in Russland 1917 seine erste Erfahrung mit der Staatsmacht gemacht hatte,
während der Faschismus im Gegensatz dazu aus einem Kapitalismus herauskroch,
der seit Jahrzehnten an der Macht ist, und dass die explosive revolutionäre
Lage in Russland 1917 überhaupt nicht mit der reaktionären Situation von heute
vergleichbar ist. Im Gegenteil: Ihre erstaunliche Gelassenheit kann nicht
einmal durch einen Vergleich der Ereignisse von 1917 mit denen von heute
erschüttert werden, der auf einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den
deutschen und italienischen Erfahrungen basiert. Kornilow ist die Antwort auf
alles. Die Siege von Mussolini und Hitler werden allein den Abweichungen der
kommunistischen Parteien von den klassischen Taktiken der Bolschewiki 1917
zugeschrieben, dies mittels einer politischen Akrobatik, die zwei
entgegengesetzte Situation zusammenwirft: die revolutionäre und die
reaktionäre.

* * *

So weit es den Antifaschismus angeht, so gehen politische
Überlegungen an ihm vorbei. Seine Absicht ist es, alle diejenigen, die von
faschistischen Angriffen bedroht sind, in einer Art “Gewerkschaft der
Bedrohten” zu sammeln.

Die Sozialdemokraten raten den Radikal-Sozialisten, sich um
ihre eigene Sicherheit zu kümmern und sofort Abwehrmaßnahmen gegen die
faschistische Bedrohung zu ergreifen, nachdem Herriot und Daladier ebenfalls
Opfer eines faschistischen Sieges wurden. Leon Blum geht sogar noch weiter,
indem er Doumergue eindringlich davor warnt, dass ihm dasselbe Schicksal blüht
wie Brüning, wenn er nicht achtgibt auf den Faschismus. Der Zentrismus wandte
sich an die “sozialistische Basis” bzw. der SFIO an den Zentrismus, um eine
Einheitsfront zu bilden, da beide, Sozialisten wie Kommunisten, vom Faschismus
bedroht seien. Schließlich gibt es noch die Bolschewiki-Leninisten, die in
ihrer Wut großmäulig allen und jedem verkünden, dass sie bereit sind, eine
Kampffront zu schaffen, frei von politischen Rücksichten, auf der Grundlage
einer dauerhaften Solidarität unter allen Arbeiter(?)gruppierungen gegen die
Aktivitäten der Faschisten.

Der Gedanke, der hinter diesen Spekulationen steckt, ist
sicherlich ganz simpel – zu einfach, um wahr zu sein: Man bringe alle
diejenigen, die bedroht und von demselben Wunsch, nämlich den eigenen Tod zu
vermeiden, getrieben sind, in einer allgemeinen antifaschistischen Front
zusammen. Doch selbst die oberflächlichste Analyse wird aufzeigen, dass die
idyllische Einfachheit dieses Vorschlags in Wahrheit die völlige Abschaffung
der fundamentalen Positionen des Marxismus verbirgt, die Leugnung der
vergangenen Ereignisse und der Bedeutung der heutigen Ereignisse. (...)

Aber all die Predigten darüber, was die Radikalen,
Sozialisten und Zentristen unternehmen wollen, um ihre eigene Haut und ihre
Institutionen zu retten, werden nichts am Verlauf der Ereignisse ändern, da das
wahre Problem darauf hinausläuft: Wie ist es möglich, Radikale, Sozialisten
und Zentristen in Kommunisten umzuwandeln, wenn der Kampf gegen den Faschismus
nur auf der Kampffront für die proletarische Revolution beruhen kann?
Ganz
gleich, wieviel Predigten noch verkündet werden, die belgische Sozialdemokratie
wird weiterhin ihre Pläne auf die Bewahrung des Kapitalismus ausrichten, wird
weiterhin nicht zögern, jeden Klassenkonflikt zu torpedieren, in einem Wort:
Sie wird nicht zögern, die Gewerkschaften dem Kapitalismus auszuliefern.
Doumergue wird Brüning nacheifern, Blum wird in die Fußstapfen Bauers treten,
Cachin in jene von Thälmann.

Wir wiederholen, unsere Absicht in diesem Artikel ist es
nicht festzustellen, ob die Lage in Frankreich oder Belgien mit den Umständen
verglichen werden kann, die die Machtergreifung des Faschismus in Italien und
Deutschland ermöglichten. Uns geht es hier vor allem um die Tatsache, dass,
unter Berücksichtigung ihrer Funktion in zwei ziemlich verschiedenen
kapitalistischen Ländern, Doumergue eine Kopie von Brüning ist und dass diese
Funktion (wie dies auch für Blum und Cachin gilt) darin besteht, das
Proletariat zur Unbeweglichkeit zu verdammen, sein Klassenbewusstsein
aufzulösen und so zu ermöglichen, den Staatsapparat den neuen Umständen des
interimperialistischen Kampfes anzupassen. Es gibt genug Anlass anzunehmen,
dass besonders in Frankreich die Erfahrungen mit Thiers, Clémenceau und
Poincaré unter Doumergue wiederholt werden und dass wir eine Konzentration des
Kapitalismus um seinen rechten Flügel sehen werden, ohne damit zu sagen, dass
die sozialistischen und radikal-sozialistischen Kräfte der Bourgeoisie dabei
stranguliert werden. Zudem ist es völlig falsch, proletarische Taktiken auf
politischen Positionen aufzubauen, die von einer bloßen Perspektive ausgehen.

Es geht daher nicht darum, eine vereinigte
“antifaschistische Front” aufzustellen, sobald der Faschismus droht. Im
Gegenteil, es ist notwendig, die Positionen so zu gestalten, dass sie das
Proletariat für seinen Kampf gegen den Kapitalismus zusammenfassen. So gesehen,
bedeutet dies den Ausschluss der antifaschistischen Kräfte aus der Kampffront
gegen den Kapitalismus. Es bedeutet – auch wenn dies paradox erscheinen mag –,
dass dann, wenn sich der Kapitalismus endgültig dem Faschismus zuwenden sollte,
die Bedingung für den Erfolg in der Unveränderlichkeit des Programms und der
Forderungen der Arbeiterklasse besteht, wohingegen die Voraussetzung für die
sichere Niederlage die Auflösung des Proletariats im antifaschistischen Sumpf
ist.

* * *

Die Tat des Einzelnen und gesellschaftlicher Kräfte wird
nicht durch Gesetze zum Schutz des Einzelnen oder gesellschaftlicher Kräfte
außerhalb jeder klassenmäßigen Berücksichtigung bestimmt: Brüning und Matteoti
konnten nicht handeln, wie es ihren persönlichen Interessen oder den von ihnen
vertretenen Ideen entsprach, und einfach den Weg zur proletarischen Revolution
einschlagen, der allein in der Lage gewesen wäre, sie vor dem Faschismus zu
bewahren. Die Handlung des Einzelnen oder gesellschaftlicher Kräfte geschieht
als eine Funktion jener Klasse, der sie angehören. Dies erklärt, warum die
gegenwärtigen Akteure der französischen Politik bloß in die Fußstapfen ihrer
Vorgänger treten und auch damit fortfahren würden, wenn der französische
Kapitalismus sich dem Faschismus zuwenden würde.

Die grundlegende Formel des Antifaschismus  (die “Gewerkschaft der Bedrohten”) entlarvt
sich somit als völlig unzureichend. Mehr noch, wenn wir die Ideen des
Antifaschismus (wenigstens was sein Programm angeht) näher untersuchen, finden
wir schnell heraus, dass sie auf der Trennung von Kapitalismus und Faschismus
basieren. Sicher, wenn wir einen Sozialisten, einen Zentristen oder einen
Bolschewiki-Leninisten zum Thema befragen, werden sie uns erklären, dass
Faschismus in der Tat Kapitalismus sei. Aber die Sozialisten werden sagen: “Wir
müssen die Verfassung und die Republik verteidigen, um uns auf den Sozialismus
vorzubereiten”
; die Zentristen werden erklären, dass es viel einfacher sei,
den Klassenkampf der Arbeiter um den Antifaschismus als um den Kampf gegen den
Kapitalismus zu organisieren, während gemäß den Bolschewiki-Leninisten es keine
bessere Grundlage für die Einheit und den Kampf gibt als die Verteidigung der
demokratischen Institutionen, welche der Kapitalismus der Arbeiterklasse nicht
mehr zugestehen kann. Es läuft also darauf hinaus, dass die allgemeine
Erklärung, wonach “Faschismus gleich Kapitalismus” ist, zu politischen
Schlussfolgerungen führen kann, die nur aus der Trennung zwischen Kapitalismus
und Faschismus herrühren können.

Die Erfahrung hat gelehrt – und dies macht jede Möglichkeit
einer Unterscheidung zwischen Faschismus und Kapitalismus zunichte –, dass die
Hinwendung des Kapitalismus zum Faschismus nicht von dem Willen bestimmter
Gruppen innerhalb der bürgerlichen Klasse abhängt, sondern von den
Notwendigkeiten einer ganzen historischen Periode und den Besonderheiten
gewisser Staaten, die noch weniger als andere in der Lage sind, der Krise und
dem Todeskampf des bürgerlichen Regimes zu trotzen. Sofern es überhaupt möglich
ist, eine völlige Trennung vorzunehmen, zeigt uns die Erfahrung von Italien und
Deutschland, dass, wenn der Kapitalismus gezwungen ist, sich in Richtung einer
faschistischen Organisation der Gesellschaft zu bewegen, die faschistischen
Bataillone die Terrortruppen bilden, die sich gegen die Klassenorganisationen
des Proletariats richten. Die demokratischen Gruppierungen der Bourgeoisie
erklären daraufhin ihre Opposition zum Faschismus, mit der Absicht, das
Proletariat dazu zu überreden, die Verteidigung dieser Institutionen den
demokratischen Gesetzen und der Verfassung anzuvertrauen. Die Sozialdemokratie,
die auf derselben Linie wie die liberalen und demokratischen Kräfte agiert,
ruft das Proletariat auch dazu auf, es zu seiner zentralen Forderung zu machen,
dass der Staat die faschistischen Kräfte dazu zwingen möge, das Gesetz zu
respektieren, dass er sie entwaffnet oder gar für illegal erklärt. Die
Handlungslinie dieser drei politischen Kräfte befindet sich in völliger
Harmonie: Ihr Ursprung liegt in der Notwendigkeit des Kapitalismus, den Triumph
des Faschismus durchzusetzen, wo immer der kapitalistische Staat beabsichtigt,
den Faschismus zur neuen Form der kapitalistischen Organisation der
Gesellschaft zu erheben.

Da der Faschismus den fundamentalen Bedürfnissen des
Kapitalismus entspricht, müssen wir eine Möglichkeit finden, an einer radikal
anderen Front dagegen zu kämpfen. Es trifft zu, dass wir heute oft unsere
Positionen von unseren Gegnern verfälscht sehen, weil letztere sie nicht
politisch bekämpfen wollen. Zum Beispiel hatten wir uns kaum der
antifaschistischen Parole (die keine politische Basis besitzt) widersetzt, weil
die Erfahrung lehrt, dass die antifaschistischen Kräfte genauso notwendig
für den Sieg des Faschismus sind wie die faschistischen Kräfte selbst, da wurde
uns erzählt: “Wir kümmern uns nicht darum, die politische und programmatische
Substanz des Antifaschismus zu analysieren; worauf es ankommt, ist, dass
Daladier gegenüber Doumergue vorzuziehen ist, dass der letztere Maurras
vorzuziehen ist und dass es in unserem konsequenten Interesse ist, Daladier
gegen Doumergue oder Doumergue gegen Maurras zu verteidigen. Oder entsprechend
den Umständen entweder Daladier oder Doumergue zu verteidigen, weil sie ein
Hindernis für den Sieg von Maurras sind, und unsere Pflicht ist es, ‚die
kleinste Unstimmigkeit  zu nutzen, um
eine stärkere Position für das Proletariat zu erlangen‘
”. Natürlich sind
die Ereignisse in Deutschland – wo die “Unstimmigkeiten” zunächst der
preußischen, dann der Hindenburg-von Schleicher-Regierung nicht anderes waren
als Meilensteine beim Aufstieg des Faschismus 
– bloße Bagatellen, die ignoriert werden können. Unsere Interventionen
werden natürlich als anti-leninistisch und anti-marxistisch gebrandmarkt: Uns
wird gesagt, dass wir zu undifferenziert in der Frage sind, ob eine Regierung
rechts, links oder faschistisch ist. Was dies anbetrifft, möchten wir gern ein
für alle Mal folgende Frage stellen: Wenn wir die Veränderungen in der
Nachkriegslage berücksichtigen, ist die Position unserer Gegner, die das
Proletariat dazu bewegen wollen, die am wenigsten schlechte Organisationsform
des kapitalistischen Staates zu wählen, nicht identisch mit jener von
Bernstein, der das Proletariat dazu aufrief, die beste Form des
kapitalistischen Staates anzustreben?
Uns wird womöglich gesagt, dass die
Idee nicht laute, das Proletariat aufzufordern, Partei für die Regierung zu
ergreifen, die als die beste Herrschaftsform ... vom proletarischen Standpunkt
aus anerkannt ist, sondern dass es einfach das Ziel sei, die Position des
Proletariats so weit zu stärken, bis es eine demokratische Regierungsform des
Kapitalismus durchsetzen kann. In diesem Fall brauchen wir nur die Wörter
austauschen, die Bedeutung bleibt immer dieselbe. Doch wenn das Proletariat stark
genug ist, um der Bourgeoisie seine Regierungswahl aufzuzwingen, warum soll es
dann bei diesem Ziel haltmachen und nicht seine eigenen zentralen Forderungen
nach Zerstörung des kapitalistischen Staates durchsetzen? Und wenn das
Proletariat im Gegenteil noch nicht stark genug ist, um sich zum Aufstand zu
erheben, bedeutet dann nicht das Vorwärtsdrängen zu einer demokratischen
Regierung tatsächlich, das Proletariat auf die falsche Fährte zu locken, was
erst den Sieg des Feindes möglich macht?

Bei dem Problem handelt es sich sicherlich nicht um
dasjenige, das uns die Anhänger der “besten Wahl” schmackhaft machen wollen:
Das Proletariat hat seine eigene Lösung für das Problem des Staates und
besitzt keinerlei Einfluss auf die Lösungen, zu denen der Kapitalismus bei
seiner Machtfrage greift
. Es ist logischerweise offensichtlich, dass es zu
seinem Vorteil wäre, sehr schwache bürgerliche Regierungen zu haben, die die
Entfaltung des revolutionären Kampfes des Proletariats ermöglichen würde. Aber
es ist gleichermaßen offensichtlich, dass der Kapitalismus linke oder annähernd
linke Regierungen nur bildet, wenn diese in einer gegebenen Situation am besten
in seine Verteidigungslinie passen. 1917-21 kam die Sozialdemokratie an die
Macht, um das bürgerliche Regime zu verteidigen, und war die einzige
Regierungsform, die es möglich machte, die proletarische Revolution zu
zerschlagen. Angenommen, eine rechte Regierung hätte die Arbeitermassen zu
einem Aufstand getrieben, sollten die Marxisten dann eine reaktionäre Regierung
empfehlen?
Wir greifen zu dieser Hypothese, um zu zeigen, dass es keine
Regierungsform gibt, die im allgemeinen besser oder schlechter für das
Proletariat ist. Diese Attribute existieren nur für den Kapitalismus und sind
abhängig von der jeweiligen Situation. Im Gegenteil, die Arbeiterklasse hat die
absolute Pflicht, den Kapitalismus zu bekämpfen, welche konkrete Form er auch
annehmen mag: eine faschistische, demokratische oder sozialdemokratische.

Die erste wesentliche Überlegung in der heutigen Situation
besteht darin zu sagen, dass sich die Machtfrage nicht unmittelbar für die
Arbeiterklasse stellt und dass einer der schrecklichsten Ausdrücke dieser
Situation die Entfesselung der faschistischen Gewalt und die Bewegung der
Demokratie hin zu Notstandsregierungen ist. Daraus folgt, dass wir die
Grundlage bestimmen müssen, auf der sich die Arbeiterklasse umgruppieren kann.
Und hier trennt eine wirklich strenge Auffassung die Marxisten von all den
Verwirrten und feindlichen Agenten und ihrem Treiben innerhalb der
Arbeiterklasse. Für uns ist die Umgruppierung der Arbeiter ein Problem der
Quantität: Da es nicht die Machtfrage stellen kann, muss sich das Proletariat
in seinen Tageskämpfen um begrenztere, aber immer noch klassenmäßige Ziele
scharen. Die anderen, deren Extremismus reiner Bluff ist, verfälschen die
Klassensubstanz des Proletariats, indem sie sagen, dass es in jeder Periode um
die Macht kämpfen könne. Unfähig, die Frage einer Klassen– d.h. proletarischen
Basis zu stellen, verwässern sie sie, indem sie die Frage nach einer
antifaschistischen Regierung stellen. Wir möchten noch hinzufügen, dass die
Partisanen der Auflösung des Proletariats im antifaschistischen Sumpf natürlich
dieselben sind, die die Bildung einer proletarischen Klassenfront zur Erkämpfung
eigener ökonomischer Forderungen behindern.

Frankreich hat in den vergangenen Monaten ein Aufblühen von
antifaschistischen Programmen, Plänen und Organismen gesehen. Dies hat
Doumergue absolut nicht daran gehindert, mit einer massiven Kürzung der Gehälter
und Pensionen ein Signal für die Lohnkürzungen zu geben, welche der
französische Kapitalismus durchaus auf breiter Ebene einzuführen gedenkt. Wenn
nur ein Hundertstel der Energie, die für den Antifaschismus aufgewendet wird,
für die Bildung einer soliden Arbeiterfront für einen Generalstreik bei der
Verteidigung der unmittelbaren ökonomischen Forderungen aufgeboten worden wäre,
dann stünde absolut sicher, dass einerseits die Repressionsdrohung nicht in die
Tat umgesetzt worden wäre und andererseits das Proletariat, wenn es erst einmal
neu gruppiert ist, sein Selbstvertrauen wiederentdeckt haben würde. Dies würde
umgekehrt eine veränderte Situation schaffen, in der die Machtfrage erneut in
der einzigen Form, die sie für die Arbeiterklasse annehmen kann – die Diktatur
des Proletariats –, gestellt werden kann.

Aus all diesen elementaren Überlegungen folgt, dass die
einzige Rechtfertigung für den Antifaschismus die Existenz einer
antifaschistischen Klasse wäre: Nur aus dem solch einer Klasse innewohnenden Programm
könnte ein antifaschistisches Programm folgen. Wenn wir uns außerstande sehen,
solch eine Schlussfolgerung zu ziehen, so nicht nur dank der einfachsten Sätze
des Marxismus, sondern auch wegen der Situation in Frankreich im einzelnen.
Sofort werden wir mit dem Frage konfrontiert, wo der Antifaschismus rechts
aufhört. Bei Doumergue, der angeblich die Republik verteidigt? Bei Herriot, der
am “Waffenstillstand” teilhatte, welcher Frankreich vor dem Faschismus
bewahrte, bei Marquet, der das “Auge des Sozialismus” in der Nationalen Einheit
zu repräsentieren behauptet, bei den Jungtürken der Radikalen Partei oder schon
bei den Sozialisten? Oder beim Teufel selbst, der dafür sorgt, dass die Hölle
mit Antifaschisten gepflastert ist? Wenn man die Frage konkret stellt, zeigt
sich, dass die Parole des Antifaschismus lediglich den Interessen der Konfusion
dient und die sichere Niederlage der Arbeiterklasse bedeutet.

Statt sich der langfristigen Änderung der
Arbeiterforderungen zu widmen, ist es die vordringliche Pflicht der
Kommunisten, die Umgruppierung der Arbeiterklasse um ihre Klassenforderungen
und innerhalb ihrer Klassenorganisationen, den Gewerkschaften, zu betreiben
(...) Wir berufen uns selbst dabei nicht auf die formelle Idee der
Gewerkschaft, sondern auf die grundsätzliche Überlegung, dass – wie wir bereits
gesagt haben – es, da sich heute die Machtfrage nicht stellt, notwendig ist,
beschränktere Ziele anzustreben, die dennoch Klassenziele für den Kampf gegen
den Kapitalismus sind. Und der Antifaschismus schafft die Bedingungen, unter
denen nicht nur die politischen und ökonomischen Mindestforderungen der
Arbeiterklasse erstickt, sondern die Chancen eines revolutionären Kampfes aufs
Spiel gesetzt werden. Und ehe ihre Fähigkeit, eine revolutionäre Schlacht für
den Aufbau der Gesellschaft von Morgen zu führen, sich wieder erholt hat,
findet sich die Arbeiterklasse bereits selbst als Opfer des imperialistischen
Krieges wieder.



[1]

Es ist nicht die Absicht dieses Artikels, die Gründe
für den Eintritt der FPÖ in die österreichische Regierung im Detail zu
analysieren – wir verweisen unsere Leser auf unsere territoriale Presse. Kurz
gesagt, hat die gegenwärtige Aufmachung der Regierung den enormen Vorteil, dass
die SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreichs) die Gelegenheit erhält, sich
nach etlichen Jahrzehnten an der Regierung einer Frischzellenkur in der
Opposition zu unterziehen, während gleichzeitig der Einfluss der FPÖ, deren
Erfolg größtenteils auf ihrem Image als eine von jedem Kompromiss unbefleckte
Partei beruhte, unterminiert wird. Die italienische Bourgeoisie hat bereits
gezeigt, wie durch die Wiederverwertung der alten neofaschistischen MSI durch
die Berlusconi-Regierung diese Art von Manöver läuft.  

Geographisch: 

Politische Strömungen und Verweise: 

Entwicklung des proletarischen <br>Bewusstseins und der Organisation: 

Theoretische Fragen: 

Erbe der kommunistischen Linke: