Die chinesische Frage (1920–1940)

Die Linkskommunisten gegen den
Verrat durch die degenerierte Kommunistische Internationale

Von der Debatte der
Linkskommunisten innerhalb der Kommunistischen Internationalen bis zur
Ablehnung der nationalen Befreiungskämpfe durch die Italienische Fraktion der
Linkskommunisten

Wir haben in unserer Revue bereits eine Reihe von
Artikeln über das sogenannte kommunistische China veröffentlicht (Internationale
Revue,
Nr. 81, 84, 94, engl., franz., span. Ausgabe) in denen wir den
konterrevolutionären Charakter des Maoismus aufzeigten. Wenn wir hier zu
dem Kampf zurückkehren, den das chinesische Proletariat in den 20er
Jahren bis zur furchtbaren Niederlage führte, welche es in Shanghai und Kanton
erlitt, dann nicht nur, weil er ein bedeutender Ausdruck des Kräftegleichgewichts
zwischen Bourgeoisie und Proletariat auf internationaler Ebene war, sondern
auch weil er infolge der von ihm hervorgerufenen entscheidenden politischen
Auseinandersetzungen eine wichtige Rolle in der revolutionären Bewegung selbst
spielte.Sinowjew schrieb 1927: ".... die Ereignisse in China sind von
gleicher Bedeutung wie die Ereignisse in Deutschland im Oktober 1923. Und wenn
sich die gesamte Aufmerksamkeit unserer Partei damals auf Deutschland
richtete, so ist es jetzt notwendig, dasselbe in Bezug auf China zu tun, um so
mehr als die internationale Lage weitaus komplizierter und beunruhigender für
uns geworden ist."
[1] Und Sinowjew hatte recht, als er die Bedeutsamkeit
der Situation betonte, die von Revolutionären in der ganzen Welt erkannt wurde.
Im Endeffekt sollten die Ereignisse in China das Ende der weltweiten
revolutionären Welle markieren, da der Stalinismus sich innerhalb der
Kommunistischen Internationalen immer mehr durchsetzte.Jedoch war die Situation
in China eine der Fragen, die die Bildung der "Linksopposition" und die
Bestätigung der "Italienischen Linken" (die die Zeitschrift Bilan
veröffentlichte) als eine der wichtigsten Strömungen innerhalb der
internationalen Opposition bewirkte, eine Strömung, die in den folgenden Jahren
eine Aktivität und eine politische Reflexion von unschätzbarem Wert
entwickelte.

Die Niederschlagung der
Revolution in China

Mitte der 20er Jahre war eine kritische Periode für
die Arbeiterklasse und ihre revolutionären Organisationen. Kann sich die Revolution
noch weiter entfalten und auf Weltebene voranschreiten? Wenn nicht, könnte die
Russische Revolution auf Dauer in ihrer Isolation überleben? Dies waren die
Fragen, welche die kommunistische Bewegung vorwiegend beschäftigten, und die
gesamte Komintern klammerte sich an die Möglichkeiten der Revolution in
Deutschland. Seit 1923 lief die Politik der Komintern darauf hinaus, auf den
Aufstand zu drängen. Sinowjew, der noch immer ihr Vorsitzender war, hatte das
Ausmaß der Niederlage in Deutschland vollkommen unterschätzt.[2] Er erklärte, dass sie lediglich eine Episode sei und
dass neue revolutionäre Angriffe in etlichen Ländern auf der Tagesordnung
stünden. Die Komintern hatte einen sichtlich schwachen politischen Kompass, und
als sie versuchte, sich auf das Abebben der revolutionären Welle einzustellen,
verfiel sie einer wachsend opportunistischen Strategie. Von 1923 an entlarvten
Trotzki und die erste Linksopposition ihre schweren Irrtümer und zeigten deren
tragische Konsequenzen auf, gingen aber nicht so weit, von Verrat zu sprechen.
Die Degeneration der Komintern nahm an Geschwindigkeit zu; Ende 1925 kam es zur
Trennung des Triumvirats Sinowjew-Kamenew-Stalin, und die Komintern gelangte
daraufhin unter die Führung von Stalin und Bucharin. Die "putschistische"
Politik, die unter Sinowjew vorherrschte, wurde durch eine Politik ersetzt, die
auf der Ansicht beruhte, dass der Kapitalismus in eine lange Phase der
"Stabilisierung" eingetreten sei. Dies war der Kurs des rechten Flügels, der
sich in Europa auf die Einheitsfront mit den "reformistischen" Parteien
konzentrierte.[3] In China praktizierte die Komintern eine Politik, die
noch über das hinausging, was die Menschewiki für die ökonomisch
unterentwickelten Länder befürwortet hatten. Ab 1925 vertrat sie die Auffassung,
dass die Politik der Kuomintang und die bürgerliche Revolution auf der
Tagesordnung stünden, die kommunistische Revolution käme erst danach. Diese
Position führte dazu, die chinesischen Arbeiter dem Gemetzel
auszuliefern.Tatsächlich behelligte die Komintern bereits in der ultra-linken,
putschistischen Periode die KP Chinas damit, in die Kuomintang einzutreten,
welche auf dem 5. Kongress der Komintern als eine mit der Internationalen
"sympathisierende Partei" bezeichnet wurde (Prawda, Nr. 25, Juni 1924). Es war
diese "sympathisierende Partei", die zum Totengräber des Proletariats wurde!Die
stalinisierte Komintern "erkannte die Kuomintang als ein Organ der nationalen
Revolution Chinas an. Die Kommunisten liefen en masse über unter den Namen und
die Fahne der Kuomintang. Diese Politik führte die Kommunisten dazu, im März 1927 in die nationale
Regierung einzutreten. Sie erhielten die Ministerien für Landwirtschaft
(nachdem die Partei sich gegen jegliche Agrarrevolution und für den 'Stop allzu
energischer Aktionen durch die Bauern' ausgesprochen hatte) und Arbeit, um die
Arbeitermassen in einer Politik des Kompromisses und Verrats zu kanalisieren.
Die Juli-Vollversammlung der KPCh sprach sich gegen die Inbesitznahme von Land,
gegen die Bewaffnung der Arbeiter und Bauern aus - mit anderen Worten, für die
Liquidierung der Partei und der Klassenbewegung der Arbeiter und ihre totale
Auslieferung an die Kuomintang, um einen Bruch mit letzterer um jeden Preis zu
vermeiden. Alle stimmten mit dieser kriminellen Politik überein. Von der
Rechten unter Pen Chou Chek über das Zentrum unter Chen Duxiu bis hin zu den
sogenannten Linken unter Tsiou Tsiou-Bo." (Bilan, Nr. 9, Juli 1934)Diese
opportunistische Politik, die die KPCh in mehr oder minder aufgelöstem Zustand
in die Kuomintang drängte und die von Bilan einige Jahre später so brillant
analysiert wurde, endete in einer furchtbaren Niederlage der chinesischen
Arbeiter: "Am 26. März begann Chiang Kai-Shek seinen Coup, indem er eine Anzahl
von Kommunisten und Sympathisanten inhaftierte (...) Diese Tatsachen wurden vom
Exekutivkomitee der Komintern verschwiegen, während um die antiimperialistische
Rede Chiang Kai-Sheks auf dem Kongress der Arbeit 1926 viel Lärm gemacht wurde.
Die Truppen der Kuomintang begannen ihren Marsch in Richtung Norden. Dies
sollte als Vorwand dienen, um die Streiks in Kanton, Hongkong etc. zu beenden
(...) Als sich die Truppen näherten, gab es Aufstände in Shanghai, der erste
zwischen dem 19. und 24. Februar; der zweite am 21. März war siegreich. Chiang
Kai-Sheks Truppen betraten die Stadt erst am 26. März. Am 3. April richtete
Trotzki eine Warnung an den 'chinesischen Pilsudski'.[4] Am 5.April erklärte Stalin, dass Chiang Kai-Shek sich
der Disziplin untergeordnet habe, dass die Kuomintang eine Art revolutionärer
Block oder Parlament sei."[5] Am 12. April wurde aus dem Coup Tschiang Kai-Tscheks
Ernst; eine Demonstration wurde mit Maschinengewehren angegriffen. Es gab
Tausende von Opfern."Nach diesen Ereignissen sicherte die Delegation der
Kommunistischen Internationalen am 17. April in Hunan der 'linken Kuomintang'[6], an der die kommunistischen Minister teilnahmen, ihre
Unterstützung zu. Dann, am 15. Juli, gab es eine Wiederauflage des Coups von
Shanghai. Der Sieg der Konterrevolution wurde abgesichert. Es folgte eine
Periode systematischer Massaker: Vorsichtige Schätzungen besagen, dass 25'000
Kommunisten ermordet wurden." Und im September 1927 "legte die neue Führung der
KP (...) den 13. Dezember als Termin für den Aufstand fest (...) Ein
Arbeiterrat wurde auf Weisung von oben gebildet. Der Aufstand wurde auf den 10.
Dezember vorverlegt. Am 13. war er vollkommen unterdrückt. Die zweite
chinesische Revolution war endgültig zerschlagen."[7] Die chinesischen Arbeiter und Revolutionäre wurden in
den Abgrund der Hölle gestoßen. Dies war der Preis, den sie für die
opportunistische Politik der Komintern bezahlten."Trotz all dieser
Zugeständnisse fand der Bruch mit der Kuomintang erst im Juli 1927 statt, als
die Regierung von Hunan die Kommunisten aus der Kuomintang ausschloss und ihre
Verhaftung anordnete." Daraufhin "verurteilte die Parteikonferenz vom August
1927 schließlich das, was die opportunistische Linie der alten Chen
Duxiu-Führung genannt wurde, und fegte die alten Führer beiseite (...) Somit
wurde die 'putschistische' Ära eröffnet, die ihren Ausdruck in der Kommune von
Kanton im Dezember 1927 fand. Sämtliche Bedingungen für einen Aufstand in
Kanton waren ungünstig (...) Es sollte klar sein, dass wir keinesfalls den
Heroismus der Kommunarden von Kanton herabsetzen wollen, die bis zum Tod
kämpften. Aber das Beispiel von Kanton war nicht das einzige. Zur gleichen Zeit
erklärten sich fünf andere Regionalkomitees zugunsten eines sofortigen
Aufstandes." Und trotz der siegreichen Offensive der Konterrevolution "fuhr der
6. Kongress der KPCh damit fort, die Perspektive eines siegreichen Kampfes in
einer oder mehreren Provinzen aufrechtzuerhalten."[8]

Die chinesische Frage und die
russische Opposition

Die Niederlage der Chinesischen Revolution stellte die
schärfste Verurteilung der Strategie der Komintern nach dem Tode Lenins und vor
allem der stalinisierten Komintern dar.In seinem Brief an den 6. Kongress der
Komintern im Juli 1928 (siehe: Die dritte Internationale nach Lenin) schrieb
Trotzki, dass die opportunistische Politik der Komintern zunächst das
Proletariat in Deutschland 1923 geschwächt, dann jenes in Großbritannien und
schließlich in China in die Irre geführt und verraten habe. "Hier liegen die
unmittelbaren und unleugbaren Ursachen für die Niederlagen." Und er fuhr fort:
"Um die Bedeutung der gegenwärtigen Wende nach links zu begreifen[9], müssen wir uns einen vollständigen Blick nicht nur
über den Rutsch zur allgemeinen rechtszentristischen Linie verschaffen, der
1926-27 völlig unverkleidet stattfand, sondern auch über die vorherige
ultralinke Periode von 1923-25 bei der Vorbereitung dieses
Rutsches."Letztendlich hatte die Führung der Komintern 1924 ständig wiederholt,
dass die revolutionäre Situation sich immer noch entwickle und dass "es in der
nächsten Zukunft entscheidende Schlachten geben wird". "Auf der Basis dieser
falschen Beurteilung errichtete der 6. Kongress Mitte 1924 seine ganze
Orientierung."[10] Die Opposition drückte ihre Nicht-Übereinstimmung mit
dieser Vision aus und "betätigte die Alarmglocken".[11] "Trotz des politischen Rückflusses orientierte sich
der 5. Kongress nachweislich in Richtung Aufstand (...) 1924 wurde zum Jahr der
Abenteuer in Bulgarien[12] und Estland.[13]" Dieser Linksextremismus von 1924-25, "völlig
desorientiert angesichts der Situation, wurde durch eine rechte Verirrung
ersetzt"[14].Die neue Vereinigte Opposition[15] wurde durch die Umgruppierung von Trotzkis alter
Opposition und der Gruppe von Sinowjew und Kamenew gebildet. Etliche Themen
regten 1926 die Diskussionen in der bolschewistischen Partei an, insbesondere
die Wirtschaftspolitik der UdSSR und die Demokratie innerhalb der Partei. Aber
die Hauptdebatte, jene, welche die Partei am tiefsten spaltete, war die Debatte
über die chinesische Frage.Die Linksopposition widersetzte sich der Linie "eines
Blocks mit der Kuomintang", die von Stalin und dem Ex-Menschewiki Martynow
aufgestellt wurde. Die strittigen Punkte waren die Rolle der nationalen
Bourgeoisie, der Nationalismus und die Klassenunabhängigkeit des
Proletariats.Trotzki verteidigte seine Position in seinem Text
Klassenverhältnisse in der chinesischen Revolution (3. April 1927). Er
argumentierte:- dass die Chinesische Revolution vom allgemeinen Kurs der
proletarischen Weltrevolution abhing; und gegen die Vision der Komintern, die
die Unterstützung der Kuomintang befürwortete, um die bürgerliche Revolution
durchzuführen, rief er die chinesischen Kommunisten dazu auf, die Kuomintang zu
verlassen;- dass, um sich in Richtung Revolution zu bewegen, die chinesischen
Arbeiter sich bewaffnen und Arbeiterräte bilden müssen.[16] Diesem Text folgten am 14. April Sinowjews an das
Politbüro der KP der UdSSR gerichtete Thesen.[17] Hier bekräftigte er noch einmal Lenins Position zu
den nationalen Befreiungskämpfen, insbesondere dass eine kommunistische Partei
sich nicht irgendeiner anderen Partei unterordnen darf und dass sich das
Proletariat nicht auf dem Terrain des Klassenversöhnlertums verlaufen darf. Er
bekräftigte ebenfalls den Gedanken, dass "die Geschichte der Revolution gezeigt
hat, dass jede bürgerlich-demokratische Revolution unvermeidlich den Weg der
Reaktion einschlägt, wenn sie sich nicht in eine sozialistische Revolution
umwandelt".Aber die russische Opposition besaß nicht die Mittel, den Kurs zur
Degeneration der Komintern zu wenden, da das Proletariat nicht nur in China,
sondern auch international eine Niederlage erlitt. Wir können sogar sagen, dass
selbst innerhalb der bolschewistischen Partei "das Proletariat seine
furchtbarste Niederlage erlitt"[18] (Bilan, Nr. 1, November 1933), und zwar in dem Ausmaß,
dass die Revolutionäre, jene, die die Oktoberrevolution machten, einer nach dem
anderen ins Gefängnis geschmissen, ins Exil getrieben oder gar ermordet wurden.
Noch schwerer wiegt die Tatsache, dass "das internationale Programm verbannt
wurde, die Strömungen der internationalistischen Linken ausgeschlossen wurden
(...) Eine neue Theorie feierte ihren Einzug in die Komintern" (ebenda). Es war
die Theorie vom "Sozialismus in einem Land". Von jetzt an war es das Ziel
Stalins und der Komintern, den russischen Staat zu verteidigen. Als Folge des
Bruchs mit dem Internationalismus aber starb die Internationale als Organ des
Proletariats.

China und die Internationale
Linksopposition (ILO)

Doch auch wenn sie besiegt war, so war der Kampf der
Opposition innerhalb der Komintern von fundamentaler Natur. Er hatte ein
beträchtliches internationales Echo in allen KPs. Vor allem steht fest, dass
ohne ihn die gegenwärtigen linkskommunistischen Strömungen nicht existieren
würden. In China selbst, wo die Stalinisten eine völlige Unterdrückung der
Texte der Opposition erzwangen, schaffte es Chen Duxiu, seinen Brief an alle
Mitglieder der KPCh zu schicken (er wurde im August 1929 aus der Partei
ausgeschlossen; sein Brief ist datiert vom 10. Dezember desselben Jahres), in welchem
er Stellung bezog gegen Stalins Opportunismus in der chinesischen Frage.In
Europa und in der restlichen Welt versetzte dieser Kampf die oppositionellen,
aus den KPs ausgeschlossenen Gruppen in die Lage, sich selbst zu strukturieren
und zu organisieren. Sehr schnell sahen sie sich jedoch zersplittert, denn sie
schafften es nicht, vom Stadium einer Opposition in das einer wirklichen
politischen Strömung überzugehen.In Frankreich zum Beispiel veröffentlichten
Souvarines Gruppe "Le Cercle Marx et Lénine", die Maurice Paz-Gruppe "Contre le
Courant" und die Treint-Gruppe "Le Redressement Communiste" Dokumente der
russischen Linksopposition und sammelten revolutionäre Kräfte. Anfänglich gab
es in der Tat eine Vermehrung solcher Gruppen, aber leider erwiesen sie sich
als unfähig, zusammenzuarbeiten.Schließlich gab es eine Umgruppierung, nachdem
Trotzki aus der UdSSR ausgewiesen wurde, eine Umgruppierung, die den Namen
Internationale Linksopposition (ILO) annahm, aber leider nicht genügend
Gebrauch machte von den vielen Kräften dieser Zeit. 1930 sprachen sich die
folgenden Gruppen zugunsten der von Trotzki vertretenen und in seinem Brief an
den 6. Kongress der Komintern 1928 entwickelten Positionen aus:* die
Kommunistische Liga (Opposition) für Frankreich, A. Rosmer,* die vereinigte
Linksopposition der deutschen Kommunistischen Partei, K. Landau,* die spanische
kommunistische Opposition, J. Andrade, J. Gorkin,* die belgische kommunistische
Opposition, Hennaut,* die Kommunistische Liga von Amerika, M. Schachtmann, M.
Abern,* die kommunistische Opposition (Linkskommunisten aus Österreich), D.
Karl, C. Mayer,* die österreichische KP (Opposition), Frey,* die "Interne
Gruppe" der österreichischen KP, Frank,* die tschechoslowakische
Linksopposition, W. Krieger,* die italienische Linksfraktion, Candiani,* die
Neue Italienische Opposition (NIO), Santini, Blasco. Sie unterschrieben gar
eine gemeinsame Erklärung An die Kommunisten Chinas und der ganzen Welt (12.
Dezember 1930). Candiani[19] unterzeichnete im Namen der Italienischen
Fraktion.Die Erklärung war deutlich und machte keine Zugeständnisse an die
opportunistische Politik der Klassenkollaboration."Wir, Repräsentanten der
Internationalen Linksopposition, bolschewistische Leninisten, haben uns von
Anbeginn dem Eintritt der Kommunistischen Partei in die Kuomintang widersetzt
und sind für eine unabhängige proletarische Politik eingetreten. Seit dem
Beginn des revolutionären Aufstandes haben wir die Arbeiter dazu aufgerufen,
die Führung über die Bauernerhebung zu übernehmen, um sie zur Vollendung der
Agrarrevolution zu geleiten. All dies ist abgelehnt worden. Unsere Partisanen
sind in den Tod gehetzt, aus der KP ausgeschlossen worden, und in der UdSSR
sind sie ins Gefängnis gesteckt und ausgewiesen worden. In welchem Namen? Im Namen
der Allianz mit Chiang Kai-Shek."

Die Lehren der Italienischen
Linken

Während die ILO sich einem klaren Verständnis für die
Aufgaben der Stunde näherte, brachte ihre unkritische politische Treue
gegenüber den ersten vier Kongressen der Komintern sie sehr schnell zum
Abkippen in opportunistische Positionen, sobald die revolutionäre Flut sich
offenkundig zurückzog. Dies galt nicht für die Italienische Fraktion, die sich
deutlich in den drei zur Debatte stehenden Themen bezüglich der Kolonialländer
(nationale Befreiungskämpfe, demokratische Parolen und interimperialistische
Kriege in diesen Ländern) abhob.Die nationale Frage und die Revolution in den
Ländern der kapitalistischen PeripherieIm Gegensatz zu den Thesen des 2.
Kongresses der Komintern nahm die Fraktion eine Resolution über den
chinesisch-japanischen Konflikt (Februar 1932) an, in welcher sie diese Frage
in einer radikal neuen Weise für die Arbeiterbewegung stellte. Sie brach mit
den klassischen Positionen zu den nationalen Befreiungskämpfen:[20] "1.
In der Epoche des kapitalistischen Imperialismus
existieren die Bedingungen nicht mehr, um durch eine bürgerliche Revolution
innerhalb der kolonialen und halbkolonialen Ländern die Macht an eine
kapitalistische Klasse zu verleihen, die imstande wäre, die fremden Mächte zu
besiegen. (...)Da der Krieg das einzige Mittel zur Befreiung der Kolonialländer
ist (...), ist es notwendig, nachzuweisen, welche Klasse dazu aufgerufen wird,
ihn in dieser Epoche des kapitalistischen Imperialismus zu führen. Innerhalb
des komplizierten Rahmens der wirtschaftlichen Gebilde in China ist es die
Rolle der einheimischen Bourgeoisie, die Entwicklung der revolutionären
Bewegung der Arbeiter und Bauern zu verhindern und die kommunistischen Arbeiter
genau in dem Moment niederzuschlagen, wenn sich das Proletariat als die einzige
Kraft zeigt, die fähig ist, den revolutionären Krieg gegen den ausländischen
Imperialismus zu führen."Sie fuhr fort: "Die Rolle des Proletariats ist es, für
die Errichtung der Diktatur des Proletariats zu kämpfen. (...)Punkt 4: Die
Linksfraktion hat stets bekräftigt, dass die zentrale Achse der Situation sich
in dem Dilemma 'Krieg oder Revolution' ausdrückt. Die gegenwärtigen Ereignisse
im Fernen Osten bestätigen diese grundlegende Position. (...)Punkt 7: Die
Pflicht der chinesischen Kommunistischen Partei ist es, sich an die vorderste
Front des Kampfes gegen die einheimische Bourgeoisie zu stellen, einschließlich
ihrer linken Repräsentanten in der Kuomintang, den berüchtigten Schlächtern von
1927. (...) Die chinesische Kommunistische Partei muss sich selbst auf der
Basis des Industrieproletariats reorganisieren, sie muss in den Städten ihren
Einfluss über das Proletariat wiedererobern, die einzige Klasse, die die Bauern
in einen konsequenten und entscheidenden Kampf leiten kann, der zur Einrichtung
wirklicher Arbeiterräte in China führen wird."Es erübrigt sich zu sagen, dass
dies in allererster Linie die Ablehnung der Politik der stalinistischen (und
bald darauf "maoistischen") Kommunistischen Partei Chinas bedeutete, aber es
bedeutete auch eine offene Kritik an den politischen Positionen Trotzkis. Es
waren diese Positionen, die ihn nicht viel später dazu verleiteten, China gegen
Japan im Krieg zwischen diesen beiden Ländern zu verteidigen.Im Verlaufe der 30er
Jahre wurde die Position der Fraktion noch präziser, wie man aus der Resolution
über den chinesisch-japanischen Konflikt im Dezember 1937 (Bilan, Nr. 45)
ersehen kann: "Die Bewegungen für nationale Unabhängigkeit, die in Europa einst
eine fortschrittliche Funktion hatten, da sie die fortschrittliche Funktion
ausdrückten, welche die bürgerliche Produktionsweise damals besaß, können jetzt
in Asien nur die reaktionäre Funktion haben, sich dem Kurs zur proletarischen
Revolution mit kriegerischen Großbränden entgegenzustemmen, deren einzige Opfer
die Ausgebeuteten der kriegführenden Länder und des Proletariats aller Länder
sind."

Demokratische Parolen

Bei der Frage der demokratischen Parolen stellte sich
dasselbe Problem - jenes der nationalen Befreiungskämpfe. Konnte es noch immer
verschiedene Programme für das Proletariat der entwickelten Länder und für
jenes geben, dessen Bourgeoisie ihre Revolution noch nicht durchgeführt hatte?
Konnten demokratische Parolen immer noch "fortschrittlich" sein, wie die ILO behauptete?
"In Wahrheit fällt die Machteroberung durch die Bourgeoisie nirgendwo mit
diesen demokratischen Parolen zusammen. Im Gegenteil, in der gegenwärtigen
Periode erblicken wir die Tatsache, dass in einer ganzen Reihe von Ländern die
Macht der Bourgeoisie nur auf der Basis semifeudaler Gesellschaftsverhältnisse
und Institutionen möglich ist. Erst das Proletariat kann diese Verhältnisse und
Institutionen zerstören, d.h. die historischen Ziele der bürgerlichen
Revolution ausführen."Dies war in der Tat eine menschewistische Position in
völligem Gegensatz zu dem, was Trotzki hinsichtlich der Aufgaben der
Kommunisten in China in den 20er Jahren vertreten hatte.Die Position der
Italienischen Linken war grundsätzlich anders. Sie wurde von ihrer Delegation
auf der nationalen Konferenz der Ligue Communiste repräsentiert (Bulletin
d'information de la
Fraction Italienne, Nr. 3 und 4). Sie vertrat den Gedanken,
dass "demokratische Parolen" in den halbkolonialen Ländern nicht mehr auf der
Tagesordnung standen. Das Proletariat musste das einheitliche kommunistische
Programm verteidigen, weil die kommunistische Revolution auf der
internationalen Tagesordnung stand."Wir sagten, dass in Ländern, wo der
Kapitalismus seine ökonomische und politische Herrschaft über die Gesellschaft
nicht errichtet hatte (das Beispiel der Kolonien), in bestimmten Perioden die
Bedingungen für einen Kampf des Proletariats für die Demokratie existieren.
Aber wir bestanden auch darauf, dass dies sehr klar definiert werden muss, dass
wir über die Klassenbasis für diesen Kampf genauestens im klaren sein müssen.
(...) In der gegenwärtigen Lage der Todeskrise des Kapitalismus müßte es dazu
bestimmt sein, die Diktatur der Partei des Proletariats herbeizuführen. (...)In
den Ländern jedoch, wo die bürgerliche Revolution bereits gemacht worden war
(...), würde dies nur zur Entwaffnung des Proletariats führen, und dies
angesichts der neuen Aufgaben, die durch die Ereignisse erzwungen wurden.
(...)Beginnen wir damit, der Formel der 'demokratischen Parolen' eine
politische Bedeutung zu geben. Wir denken, dass wir folgende geben können:-
Parolen, die direkt mit der Machtausübung durch eine gegebene Klasse verknüpft
sind;- Parolen, die den Inhalt der bürgerlichen Revolutionen ausdrücken und die
auszuführen der Kapitalismus - in der gegenwärtigen Situation - nicht die
Möglichkeit oder Funktion besitzt;- Parolen, die sich auf die Kolonialländer
beziehen, wo es eine Überkreuzung zwischen den Problemen des Kampfes gegen den
Imperialismus, der bürgerlichen Revolution und der proletarischen Revolution
gibt;- 'falsche' demokratische Parolen, d.h. jene, die den
Lebensnotwendigkeiten der arbeitenden Massen entsprechen.Zum ersten Punkt
gehören all jene Formulierungen, die zur Praxis einer bürgerlichen Regierung
gehören, wie die Forderung nach einem 'Parlament und seiner freien Ausübung',
'Wahlen zu den Gemeindeverwaltungen und ihrer freien Ausübung,
verfassunggebende Versammlung' etc.Zum zweiten Punkt gehören vor allem die
Aufgaben der sozialen Umwandlung auf dem Lande.Zum dritten Punkt gehören die
Probleme der Taktik in den Kolonialländern.Zum vierten Punkt gehört die Frage
der Teilkämpfe der Arbeiter in den kapitalistischen Ländern."Die Fraktion
kehrte dann zu jedem dieser vier Bereiche zurück, wobei sie sagte, dass Taktiken
der entsprechenden Situation angepasst werden müssen, dass es aber notwendig
sei, strikt an Prinzipien festzuhalten.

"Die institutionellen
demokratischen Parolen

(...) die politische Meinungsverschiedenheit zwischen
unserer Fraktion und der russischen Linken sind deutlicher zutagegetreten. Aber
wir müssen klar darüber sein, dass diese Meinungsverschiedenheit dem Reich der
Taktiken angehört, wie dies bei einem Treffen zwischen Bordiga und Lenin
bewiesen wurde (...)."In Spanien, in Italien wie in China hat sich die Fraktion
deutlich von den Taktiken abgegrenzt, die von der Linksopposition angewendet
wurden."In Spanien nahm die Umwandlung vom monarchistischen Staat in einen
republikanischen Staat, was einst das Resultat einer bewaffneten
Auseinandersetzung gewesen war, mit der Abreise des Königs infolge einer
Übereinkunft zwischen Zamora und Romanonés die Form einer Komödie an. (...)In
Spanien hat die Tatsache, dass die Opposition die Position der Unterstützung
der sogenannten demokratischen Umwandlung des Staates angenommen hat, jede
Möglichkeit einer ernsthaften Auseinandersetzung in unserer Sektion mit den
Fragen beseitigt, die sich auf die Resolution über die kommunistische Krise
beziehen.Die Tatsache, dass in Italien die Partei das Programm der Diktatur des
Proletariats verändert und das demokratische Programm der Volksrevolution[21] aufgegriffen hat, hat einen großen Beitrag zur
Stärkung des Faschismus geliefert (...)."

Demokratische Parolen und die
Agrarfrage

"(....) eine Umwandlung (die Befreiung der Landwirtschaft
von den gesellschaftlichen Verhältnissen des Feudalismus) der Wirtschaft eines
Landes wie Spanien in eine Wirtschaft wie die der entwickelteren Länder wird
mit dem Sieg der proletarischen Revolution zusammenfallen. Dies jedoch bedeutet
überhaupt nicht, dass der Kapitalismus nicht auf dem Weg zu dieser Umwandlung
bereits aufbrechen kann. (...) Die programmatische Position der Kommunisten
muss damit fortfahren, die Forderung nach der 'Sozialisierung des Landes' voll
und ganz zu bekräftigen." Die Fraktion gibt den Sofortforderungen für das Land
nur sehr wenig Raum.

Die institutionellen Parolen
der Kolonialfrage

"Wir wollen uns hier mit den Kolonialländern befassen,
wo trotz der Industrialisierung eines wichtigen Teils der Wirtschaft der
Kapitalismus noch immer nicht als eine an der Macht befindliche Klasse
existiert."Selbst wenn es nötig war, die Taktik in gewissen Ländern anzupassen,
unterschieden sich für die Fraktion die Parolen des Proletariats in China oder
Spanien nicht von denen für das Proletariat in den Kernländern des
Kapitalismus."In China steht es zur Zeit des Manifests von 1930 und auch in der
gegenwärtigen Situation außer Frage, ein Programm zur Eroberung der politischen
Macht aufzustellen (...) zu einer Zeit, wo der 'Zentrismus'[22] sich politische Kunststückchen leistet, um die
Verfälschung der Ziele und Bewegungen der Bauern als Sowjets zu
präsentieren.Einmal mehr gibt es nur eine Klasse, die einen siegreichen Kampf
führen kann, und das ist das Proletariat."

Die Teilforderungen der Arbeiterklasse

Die bürgerlichen Parteien und vor allem die
Sozialdemokratie bestehen besonders auf der Notwendigkeit, die Massen zur
Verteidigung der Demokratie zu führen. Sie fordern - und aufgrund des Mangels
einer kommunistischen Partei haben sie es auch erreicht -, dass die Arbeiter
vom Kampf zur Verteidigung ihrer Löhne und des Lebensstandards der Massen im
allgemeinen ablassen, wie es jetzt in Deutschland passiert."Hier vertritt die
Fraktion den Gedanken, dass die Arbeiterklasse nur den Kampf zur Verteidigung
ihrer eigenen Interessen entwickeln kann, dass sie auf ihrem eigenen Terrain
bleiben muss, das das einzige ist, das ihr erlaubt, auf dem Weg zum
revolutionären Kampf voranzuschreiten.

Der imperialistische Krieg und
die chinesischen Trotzkisten

Auf diesem Gebiet endete Trotzki darin, die
Positionen, die er zwischen 1925-27 vertreten hatte, zu verraten, jene, die er
in Die Dritte Internationale nach Lenin (wie auch in seiner Deklaration An die
Kommunisten in China und der ganzen Welt von 1930) vertreten hatte. Damals
stand er noch treu zur Idee, dass der bürgerlichen Lösung des imperialistischen
Krieges der Kampf des Proletariats für seine eigenen revolutionären Interessen
entgegengesetzt werden muss, da "die Bourgeoisie endgültig ins Lager der Konterrevolution
übergegangen ist". An die Adresse der Mitglieder der chinesischen
Kommunistischen Partei gerichtet, fügte er hinzu: "Eure Koalition mit der
Bourgeoisie war bis 1924 richtig, ja sogar bis Ende 1927, aber nun ist sie
wertlos."Während der 30er Jahre begann er jedoch, die chinesischen Arbeiter
dazu aufzurufen, "ihre ganze Pflicht im Krieg gegen Japan zu tun" (La Lutte Ouvrière, Nr.
43, 23. Oktober 1937). In Lutte Ouvrière Nr. 37 behauptete er bereits, "wenn es
einen gerechten Krieg gibt, dann ist es der Krieg des chinesischen Volkes gegen
seine Eroberer". Dies war dieselbe Position wie jene der Sozialverräter während
des Ersten Weltkrieges! Und er fügte hinzu: "Alle Arbeiterorganisationen, alle
fortschrittlichen Kräfte in China werden, ohne jede Konzession bezüglich ihres
Programms und ihrer politischen Unabhängigkeit, in diesem Befreiungskrieg voll
und ganz ihre Pflicht erfüllen, unabhängig von ihrer Haltung gegenüber der
Chiang Kai-Shek-Regierung."Bilan attackierte in ihrer Resolution über den chinesisch-japanischen
Konflikt im Februar 1927 heftig Trotzkis Position."Trotzki, der in Spanien und
China eine Position zugunsten der Heiligen Union eingenommen hatte, während er
in Frankreich und Belgien ein Programm in Opposition zur Volksfront aufgestellt
hatte, ist ein Glied in der Kette der kapitalistischen Herrschaft, und eine
gemeinsame Aktion mit ihm ist unvorstellbar. Dasselbe gilt für die Ligue
Communiste Internationaliste in Belgien, die eine internationalistische
Position zu China einnimmt, aber die Heilige Union in Spanien verteidigt."[23] Die Fraktion veröffentlichte sogar einen Artikel in
Bilan Nr. 46, Januar 1938, der den Titel trug Ein großer Renegat mit einem
Pfauensterz: Leo Trotzki.[24] Trotzkis Degeneration hätte ihn (wenn er länger
gelebt und in Kontinuität zu dieser politischen Haltung Stellung zum Krieg
bezogen hätte) in das Lager der Konterrevolution geführt. Und in der Tat
verleitete seine Position zunächst die chinesischen Trotzkisten und dann die
gesamte IV. Internationale dazu, im Verlauf des Zweiten Weltkrieges in die Arme
des Patriotismus und des Sozialimperialismus zu fallen.Lediglich die Gruppe,
die L'Internationale um Zheng Chaolin und Weng Fanxi veröffentlichte, hielt zur
Position des "revolutionären Defätismus", und aus diesem Grunde wurden einige
ihrer Mitglieder von der trotzkistischen Kommunistischen Liga Chinas
ausgeschlossen, andere brachen mit letzterer (s. Internationale Revue, Nr. 94,
engl., franz., span. Ausgabe).Am Ende dieses Artikels ist es wichtig zu
bemerken, dass allein die Italienische Fraktion in der Lage war, die Argumente
zu entwickeln, die aufzeigten, warum nationale Befreiungskämpfe nicht mehr
"fortschrittlich" waren, sondern in der gegenwärtigen Phase in der Entwicklung
des Kapitalismus konterrevolutionär geworden waren. Es waren die Gauche
Communiste de France und später die IKS, die diese Position stärkten, indem sie
ihr ein solides theoretisches Fundament verliehen haben. MR


[1] Sinowjews Thesen für das Politbüro der KP der
UdSSR, 14. April 1927

[2] s. die Artikel in den jüngsten Ausgaben der Internationalen
Revue
über die Deutsche Revolution. Trotzki schrieb, dass das Scheitern in
Deutschland 1923 "eine gigantische Niederlage" war (Die Dritte
Internationale nach Lenin
).

[3] Der Name, der den sozialistischen oder sozialdemokratischen
Parteien verliehen wurde, die während des Ersten Weltkrieges Verrat begangen
hatten.

[4] Der polnische Diktator, der die polnische
Arbeiterklasse niedergeschlagen hatte: ein Gründungsmitglied der polnischen
Sozialistischen Partei, die eine reformistische und nationalistische Tendenz
war

[5] Trotzki in Die Dritte Internationale nach
Lenin

[6] Die Existenz einer "linken Kuomintang" war ein von der
stalinisierten KP ersonnenes Märchen

[7] Harold Isaacs, The Tragedy of the Chinese
Revolution 1925-27

[8] Bilan, Nr. 9, Juli
1934

[9] Dies war der Begriff für den Kurs, der von der KP nach
1927 verfolgt wurde.

[10] Von Trotzki selbst hervorgehoben

[11] ebenso, Trotzki

[12] Ein Aufstand, der vom 19. bis zum 28. September
stattfand, bevor er niedergeschlagen wurde.

[13] Im Dezember 1924 wurde ein Aufstand organisiert, in
dem 200 KP-Mitglieder verwickelt waren. Er wurde binnen Stunden
niedergeschlagen.

[14] ebenda, Trotzki

[15] Ende 1925 zerbrach das
Stalin-Sinowjew-Kamenew-Triumvirat. Ein oppositioneller "Block" wurde gebildet,
der Vereinigte Opposition genannt wurde.

[16] Wir wissen heute, dass diese Parole nicht angemessen
war: Trotzki selbst stellte ihre Gültigkeit in Frage, da der Kurs nicht mehr
günstig war für die Revolution.

[17] Thesen, die
auf dem späteren 7. Plenum der Komintern und dem 15. Kongress der KP der
UdSSR diskutiert werden sollten.

 

[18] Dies nannte
die Opposition den "Thermidor der Russischen Revolution".

 

[19] Enrico Russo (Candiani), ein Mitglied des
Exekutivkomitees der Italienischen Fraktion

[20] Selbst heute
haben die Bordigisten Probleme, die Position der Fraktion aufzunehmen: Zum
Beispiel beschuldigen sie die IKS, eine "indifferente" Position zu haben.

 

[21] Dies bezog
sich auf die "Aventin"-Taktik, nach der sich die KP aus dem von den Faschisten
dominierten Parlament zurückzog und sich in Aventin mit den Zentristen und
Sozialdemokraten neu sammelte.

 

[22] Dies bezieht
sich auf die stalinisierten KPs und die stalinisierte Komintern.

 

[23] Die einzige
Tendenz, die dieselbe Position wie die Italienischen und Belgischen Fraktionen
der Linkskommunisten aufgriff, wurde von der Revolutionary Worker's League
(bekannt unter dem Namen seines Repräsentanten, Oelher) und dem Grupo de
Trabajadores Marxistas
(auch bekannt unter dem Namen ihres Repräsentanten
Eiffel) gebildet.

 

[24] Was uns angeht, erkennen wir
an, dass Trotzki die Arbeiterklasse nicht verriet, da er vor der
Generalisierung des Weltkrieges starb. Dies trifft auf die Trotzkisten nicht zu
(s. unsere Broschüre: Le Trotzkysme contre la Classe Ouvrière).

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