Emigration

Migranten und Flüchtlinge: Die Unmenschlichkeit und die Heuchelei der herrschenden Klasse

Wenige Tatsachen reichen aus, um den Horror der Situation, in der die Migranten stecken, zu zeigen:

Am 27. August wurden in Österreich nahe der ungarischen Grenze 71 Leichen (einschließlich acht Frauen und vier Kinder) im fortgeschrittenen Stadium der Verwesung entdeckt, eingesperrt in einem Lastwagen, der am Fahrdamm abgestellt worden war.

Einige Tage später wurde die Leiche eines kleinen dreijährigen Jungen, der gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Bruder ertrunken war, an einem Strand bei Bodrum in der Türkei angeschwemmt.

Ertrinken im Mittelmeer: das “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” ist der Kapitalismus

Am 12. und 19. April kenterten im Mittelmeer zwei überladene Boote mit Flüchtlingen, welche versuchten, ihrer Lebensmisere zu entfliehen, und nahezu 1’200 Menschen ertranken. Solche Tragödien wiederholen sich seit Jahrzehnten: In den 1990er Jahren war die gut bewachte Straße von Gibraltar das Grab für viele Flüchtlinge. Seit dem Jahr 2000 sind 22’000 Menschen beim Versuch, Europa über das Meer zu erreichen, verschollen. Seit dem Drama von Lampedusa im Jahr 2013, wo 500 Menschen umkamen, sind die Zahl der Flüchtlinge und die fatalen Folgen dieses Stroms stetig angeschwollen.

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